The New Crea­tures of the Night

“The Bri­tish streets had always been a bree­ding ground for inter­na­tio­nal style crea­ting an Eng­lish civil style war that saw the other youth tribes–Teddy Boys, skin­heads, punks, metal heads, rocka­bil­lies and psychobillies–fighting pit­ched batt­les. Goths though, pre­fer­red to dress up, read, think, fuck and dance; the­se new crea­tures of the night came ali­ve on the dance flo­or.”
― from John Robb: “The art of dark­ness: The histo­ry of goth”
Castrum Nigra, 2019
Tan­zen­de @ Castrum Nigra 2019

Uns­worth – Sea­son of the Witch (Buch)

Cathi Uns­worth beschreibt sich selbst als Goth und hat das Ziel, in ihrem “The Book of Goth” unter­ti­tel­ten Werk die Ent­ste­hung der Gothic-Bewe­gung aus den blei­er­nen Jah­ren der That­cher-Regie­rung zu erklä­ren. In der Buch­be­schrei­bung auf Ama­zon heißt es:
“Now, for­ty years sin­ce its incep­ti­on, aut­hor Cathi Uns­worth pro­vi­des the first com­pre­hen­si­ve over­view of the music, con­text and lasting lega­cy of goth. This is the sto­ry of how goth was shaped by the poli­tics of the era – from the miners’ strikes and pri­va­tisa­ti­on to the Trou­bles and AIDS ­­- as well as how its rock ’n’ roll out­law imagery and inno­va­ti­ve, atmo­sphe­ric music cross-pol­li­na­ted throug­hout Bri­tain and inter­na­tio­nal­ly, spea­king to a gene­ra­ti­on of ali­en­ated youths.” „Uns­worth – Sea­son of the Witch (Buch)“ wei­ter­le­sen

Vik­to­ria war auf­’m M’era Luna!

… Rush & Cor­ri-May auch.

Dabei war Vik­to­ria das ein­zi­ge Ein­horn (ver­mut­lich) unter 25000 Men­schen.

Berich­te für Frei­tag, Sams­tag und Sonn­tag fol­gen in den näch­sten Tagen. Viel Arbeits­streß – kann etwas dau­ern.

Nach­trag – Berich­te: Frei­tag, Sams­tag, Sonn­tag

Dun­can Ral­s­ton: Woom (Buch)

Woom wird als “extre­me hor­ror novel” ange­prie­sen. Zunächst ein­mal: von der Län­ge her eher Novel­le als Roman, aber trotz­dem ein Buch, das mich stark fas­zi­niert hat. Des­we­gen will ich – anders als sonst – hier kaum etwas spoi­lern.

Der Titel Woom ist Sprach­feh­ler und Wort­spiel in einem. Er ver­weist in der kon­kre­te­ren Bedeu­tung auf den Room 6 des Lonely Motels, wo sich die Hand­lung zwi­schen einem Mann namens Angel und einer Pro­sti­tu­ier­ten, Shy­la, abspielt. „Dun­can Ral­s­ton: Woom (Buch)“ wei­ter­le­sen

Amphi-Festi­val 2023 – der Sonn­tag

Me and Cor­ri-May

Müde raus aus dem Bett, Kla­mot­ten zusam­men­ge­sucht, schnel­ler Kaf­fee, ab ins Auto. Und wie­der Glück – noch ein Park­platz im RTL-Park­haus.

Mei­ne Frau sag­te: Heu­te ist bestimmt wie­der “Schau­lau­fen”. Ja, es war gefühlt vol­ler als gestern und vie­le auf­wen­dig gestyl­te Leu­te, die ihre Run­den dreh­ten. Zwei per­sön­li­che Ein­drücke: Die Far­be “schwarz” domi­nier­te, wenn man von blut­be­schmier­ten Hoch­zeits­klei­dern, pin­ken Plüsch­jäck­chen und dem Herrn im Bana­nen­an­zug absieht. Es war für mich ein “schwar­zes Festi­val”, das tat gut. Auch die Zahl der Cyber-Goths war eher gering; viel­leicht bricht der Trend gera­de ein. Im Gespräch sag­te mir eine Bel­gie­rin, sie habe nun fast 10 Jah­re “Baby-Pau­se” gemacht und fin­de, es habe sich kaum etwas ver­än­dert: immer noch die ruhi­ge, fried­li­che Stim­mung, aber eben auch um 10 Jah­re geal­ter­te Men­schen…
Dann The­ma Nackt­heit (also nack­te Brü­ste, Pos…): da war mei­nes Erach­tens weni­ger zu sehen als sonst/früher™. Ob nur ein Zufallsein­druck – kei­ne Ahnung.

Mark Benecke, Amphi-Festival, 2023, Moderator
M. Benecke mode­rier­te am Sonn­tag die Main Stage

Und wo ich gera­de bei Ein­drücken bin: Han­dy­nut­zung… Ronan Har­ris hat es beim Kon­zert in Köln noch­mal erklärt, sinn­ge­mäß: Genießt die Musik, filmt nicht alles mit, hal­tet den ande­ren hin­ter euch nicht Han­dy­bild­schir­me ins Sicht­feld. Genau­so ist das. Es wird viel gefilmt, gera­de bei den Haupt­ti­teln. Da muß man für ein, zwei schnel­le Fotos schon schau­en, daß man kein Han­dy auf dem Bild hat. Es nervt, aber es ist der Tri­but an den Zeit­geist: man will alles kon­ser­vie­ren. „Amphi-Festi­­val 2023 – der Sonn­tag“ wei­ter­le­sen

Amphi-Festi­val 2023 – der Sams­tag

Amphi Festival, 2023, Logo, Orbit Stage
Ban­ner Orbit Stage

Die­ses Jahr bin ich etwas genervt zum Amphi gefah­ren. Grün­de: Fahr- bzw. Über­nach­tungs­si­tua­ti­on und Programm(konflikte).

Es war lan­ge unklar, ob mei­ne Frau und ich gemein­sam zum Amphi fah­ren wür­den, daher war kein Hotel gebucht. Als ich dann im Febru­ar oder so schau­te, waren die Kon­tin­gen­te der Tanz­brun­nen-nahen Hotels weg oder so teu­er, daß ich mei­nen Augen kaum trau­te.
Ich fand ein Hotel auf der ande­ren Rhein­sei­te in der Süd­stadt, reser­vier­te für Frei­tag auf Mon­tag.
Dann kamen die Über­le­gun­gen: zu Fuß zum Tanz­brun­nen eine hal­be Stun­de. Ist mor­gens gut mach­bar, aber dann steht/läuft/tanzt man den gan­zen Tag und muß noch zurück. Also Taxi­ko­sten, viel­leicht 20€ pro Fahrt. Kein Früh­stück inklu­diert, also zusätz­li­che Essens­ko­sten. Über­legt, bespro­chen, gecan­celt – kein Hotel!

„Amphi-Festi­­val 2023 – der Sams­tag“ wei­ter­le­sen

Ohne­welt

Nacht.
Im flackern­den Licht der letz­ten Ker­ze.

Thessaloniki, Abend, Hafen, Lichter
Her­ein­bre­chen­de Nacht, Thes­sa­lo­ni­ki

Du bist fort.
In Unord­nung zer­streut.
Gedan­ken wie Ver­gan­gen­heit, ein Abend Aben­de.
In Erin­ne­rung eine ohn­mäch­ti­ge Geste.
Radio lebt – wie dein Duft im Kis­sen.
Auf­räu­men im Kopf, im Zim­mer -
besei­ti­gen vor dem Mor­gen,
der mit unheil­vol­lem Licht blen­det. „Ohne­welt“ wei­ter­le­sen

Infi­ni­ty Pool (Film)

Der Text spoi­lert den Film!

Wür­de ein Mensch, der sich selbst ver­ach­tet, sich haßt, die Chan­ce wahr­neh­men, sein Ich, sei­nen Kör­per töten zu las­sen, um als sein eige­ner Klon erneut/weiter leben zu kön­nen? Aber da dies ein 100%iger Klon ist, ist der Selbst­haß auch wie­der da. Was gewän­ne – ver­lö­re – man?

Ich sage es mal so: Man­ches in die­sem emp­feh­lens­wer­ten Film (allein schon, weil Mia Goth mich trig­gert) bleibt unklar. Bei Ver­bre­chen kann man sich in die­sem fik­ti­ven tro­pi­schen Land von der Todes­stra­fe frei­kau­fen, wenn man die Anfer­ti­gung eines Klons bezahlt, der dann hin­ge­rich­tet wird. Die­sen Frei­brief für unge­zü­gel­ten Hedo­nis­mus und will­kür­li­che Gewalt nutzt eine Grup­pe von rei­chen Urlau­bern aus, feder­füh­rend die ver­füh­re­ri­sche Gabi (Mia Goth), um den Urlaub unge­hemmt und jen­seits gesell­schaft­li­cher Regeln ver­brin­gen zu kön­nen. „Infi­ni­ty Pool (Film)“ wei­ter­le­sen

Der Toten­grä­ber

“Einst, als ich eine mei­ner toten See­len begrub, trat der Toten­grä­ber zu mir hin und sag­te: ‘Von allen, die hier­her kom­men, um zu begra­ben, bist du der Ein­zi­ge, den ich mag.’

Ich sag­te: ‘Das freut mich außer­or­dent­lich, aber war­um magst du mich so?’

‘Weil die ande­ren’, sag­te er, ‘wei­nend hier­her kom­men und wei­nend wie­der gehen. Du bist der Ein­zi­ge, der lachend kommt und lachend geht.’ ”

[Der Toten­grä­ber, Kha­lil Gibran]

Cookie Consent Banner von Real Cookie Banner