“The world is an amazing place if you can tolerate it. (…) Accepting my fate gave me clarity, and that clarity granted me serenity. If this was the end, I was going to go out singing.”
[Kim in: Full Brutal, K. Triana]
Mit seinem Roman Stolen Tongues hat mich Felix Blackwell begeistert. “The Cold People” habe ich dreimal begonnen, aber abgebrochen; gleiches (einmal) gilt auch für “The Church beneath the Roots”. Nun bin ich über den neuen Roman “The Sorrowstones” gestolpert und hatte gleich wieder den Lesefluß wie beim ersten Titel – zumindest bis kurz vor dem Ende…
Aber: Sorrowstones ist für mich keine Gänsehaut-Lektüre; das Bedrohungsgefühl entsteht eher langsam, also bis Leser und der Protagonist Cole merken, daß die Lage ziemlich aussichtslos ist. Ich muß minimal spoilern… Blackwell – The Sorrowstones (Roman) weiterlesen
Richard Mathesons Roman aus dem Jahre 1971 über ein Spukhaus in den Vereinigten Staaten ist ein Klassiker der Horrorliteratur. Laut Titel der Kindle-Ausgabe soll Stephen King gesagt haben: “Hell House is the scariest haunted house novel ever written.”
Schauen wir mal. Ich muß ein bißchen spoilern, lasse aber Details und das Ende aus. Hell House (Matheson) weiterlesen
„Ghost Story“, erschienen 1979, ist einer der bekanntesten Horrorromane, aber auch ein ziemlicher Brocken von Umfang und Inhalt her. Wer rein vom Titel her meint, es handele sich um eine klassische Geistergeschichte, liegt falsch.
(Ich spoilere den Hintergrund ein wenig, nicht die Identität des Bösen und die Auflösung des Romans.) Ghost Story (P. Straub) weiterlesen
“Silence lay steadily against the wood and stone of Hill House, and whatever walked there, walked alone.”
Shirley Jacksons „Haunting of Hill House“ ist einer der Klassiker der Horrorliteratur, obwohl das Werk schon einige Jahre auf dem Buckel hat (1959). Das wiederum merkt man der Sprache im englischen Original an, die z.T. altertümlich wirkt und nicht immer flüssig zu lesen ist. Andererseits hat Jackson ein feines Gespür für den Ablauf und das Verfassen von Dialogen, so daß eben doch ein lebendiger Text entstanden ist.
Wir erfahren zu Anfang, daß Dr. Montague untersuchen möchte, wie sich ein als Spukhaus verstandenes Gebäude auf Gäste, die dort leben, auswirkt. Er lädt verschiedene Personen für einen dreimonatigen Sommeraufenthalt ein, zwei Frauen (Eleanor & Theodora), die bereits früher mit paranormalen Phänomenen konfrontiert waren, und Luke, einen Vertreter der Eigentümerfamilie. Jackson – The Haunting of Hill House (Buch) weiterlesen
Vorab-Hinweis: Der vorgestellte Roman enthält massive, auch sexuelle Gewaltdarstellungen. Ich bespreche ihn in neutraler Sprache, er sollte aber erst ab Volljährigkeit gelesen werden.
“The Resurrectionist” ist so ein wenig wie Friedhof der Kuscheltiere ‘on speed’. Schaut man kurz auf den biografischen Hintergrund des Autors Wrath James White, dann paßt der Roman mit seinem krassen Inhalt: White, geboren 1970, ist vom Straßenkämpfer in die Schwergewichts-Liga beim Kickboxen aufgestiegen und war/ist Trainer für verschiedene Kampfsportarten. Er hat einen hohen literarischen Output im Horror-Genre, wobei ich zu sonstigen Werken nichts sagen kann.
Trigger-Warnung! Der Text behandelt das Thema Suizid/Selbsttötung. Wenn das für Dich ein Problem ist: bitte nicht lesen!
Hier gibt es eine Vorbemerkung zu diesen Texten.
Das folgende Buch ist ein Roman, der im japanischen Wald Aokigahara jukai spielt. Die Besprechung spoilert den Text.
Das Netz redet über Ronald Malfi (Website). Ich las irgendwo, er werde als der “moderne Algernon Blackwood” bezeichnet (ich liebe Blackwood) und als “old school horror writer”. Gefällt mir. Für die Booktuberin Anda Kent ist er aktuell der Lieblingsautor. Bald wird sie sein neuestes Werk, Small Town Horror, in einem Video vorstellen. Zwischenzeitlich hat sie alle bisher gelesenen Malfi-Romane “geranked” – mit diesem hier an der Spitze.
Ich habe mir Come with me im letzten Jahr gekauft, aber letztlich hier (noch) nicht rezensiert, weil das Buch vor allem Krimi ist und ich üblicherweise keine Krimis lese, weil mich das Genre so gar nicht reizt. Trotzdem hier nun eine kurze Besprechung des Buches, das ich – against all odds – doch sehr gemocht habe. (Im weiteren spoilere ich das Grundgerüst der Geschichte, aber nicht das konkrete Ende.) Malfi – Come with me (Roman) weiterlesen
T.J. Payne – Intercepts. A Horror Novel (Kindle)
Wenig Spoiler…
Payne schreibt gut, strukturiert, flüssig – ich komme gleich in den Lesefluß rein. Keine überflüssigen Details, keine ausufernden Beschreibungen von Nebensächlichkeiten à la King: der Autor kennt seinen Romanablauf und arbeitet Schritt für Schritt daran. Das gefällt mir. In der Autorenbeschreibung bei Amazon heißt es: “His writing style relies on a light touch, using lean, smooth prose to build and maintain the story’s intensity.” Payne: Intercepts (Roman) weiterlesen