Nun drücke ich mich schon mehrere Stunden um den Beginn des Schreibens am Bericht über das vergangene Wochenende – 20 Jahre Amphi-Festival. Ich hatte tatsächlich schon Text vorab verfaßt – zur Absage von VNV Nation und zur Situation mit der Orbit Stage, der dritten Bühne auf dem Schiff (MS RheinMagie), die wieder nur mit längeren Pendelzeiten erreichbar sein würde. Alles gelöscht. „Amphi-Festival 2026 – das Jubiläum (Samstag)“ weiterlesen
Schlagwort: VNV Nation
OH MY AMPHI!
Meine Amphi-Festival-Begeisterung hat am Wochenende einen massiven ‘drop’ erleben müssen, nachdem ich mir die ‘time table’ (PDF-Datei) angeschaut habe…
Alle meine Liebings-Bands spielen zur gleichen Zeit und so gut wie alle am Samstag. Das heißt auch ganz klar: am Sonntag werden wir kurz nach 20 Uhr schon nach Hause fahren – was Corri May für ihre Fahrt nach Wacken zugute kommt.
Am Samstag freue ich mich im Prinzip auf Mono Inc., VNV Nation, Rue Oberkampf, The Exploding Boy und Pink Turns Blue.
Problem: die spielen alle zwischen 19 und 22 Uhr – entweder Main Stage, Theater Stage oder Orbit Stage auf dem Schiff.
Hätte ich das gewußt, wäre es nur ein Tagesticket für Samstag geworden. Ja, ich bin schon etwas genervt…
Worauf läuft es hinaus? Vermutlich Rue Oberkampf im Theater, danach VNV Nation. Mono Inc. werde ich kommenden Juni auf der Festung Ehrenbreitstein sehen und für The Exploding Boy, nun ja, da muß sich ein anderes Event finden.
Am Sonntag fahre ich letztlich nur für Diary of Dreams nach Köln.
Schade, daß es dieses Jahr so laufen wird.
Silence Speaks (VNV Nation) – Kommentar
Eine kurze Betrachtung zum Text von ‘Silence Speaks’, einem Song des neuen VNV-Nation-Albums Construct.
Silence speaks but no one listens
Ja, der Wert der Stille ist in vielen Religionen unter den Stichworten Meditation oder Kontemplation bekannt. Sich in die Stille begeben, ist eine Umschreibung dafür, sich dem zu öffnen, was man in der Stille oder durch sie finden kann. Wer das nie erfahren hat, ist einer, der der Stille nicht zuhören kann, der sie nicht aushalten kann. „Silence Speaks (VNV Nation) – Kommentar“ weiterlesen
VNV Nation (14.3.25, Köln)
Das Carlswerk Victoria im Kölner Nordosten ist eine nette Location, die ich nun erstmals erleben durfte. Riesiges Parkhaus um die Ecke, schnelle Ein- und Ausfahrt durch Online-Bezahlmöglichkeit. Kurze Einlaßkontrolle, Kartencheck – und schon waren wir drin. Im (unbeheizten) Vorbereich zwei Buden, Garderobe und Toiletten, dann die eigentliche große Konzerthalle, die schon eine ordentliche Größe aufweist, aber eben auch deutlich länger als breit ist, so daß sich das Publikum vor der Bühne eher staut. Catering hinten und an der rechten Seite – schnell und professionell, soweit ich das gesehen habe. „VNV Nation (14.3.25, Köln)“ weiterlesen
2025 klingt wie Jubiläum…
Das Blog ’sammelt’ die Dinge, die im vergangenen Jahr wichtig waren, somit gibt es keinen Grund für eine Art Jahresrückblick. Was hier nicht steht, wollte ich nicht mitteilen.
Aber: das neue Jahr steht vor der Tür, so daß ich kurz beschreiben möchte, was das für uns™️nach jetzigem Stand der (musikalischen) Jahresplanung heißt.
Im März werden wir zunächst VNV Nation (mit neuem Album) in Köln live sehen, dann eine Woche später beim E‑Tropolis in Oberhausen sein, wo ich mich speziell auf Rue Oberkampf und Mesh freue. „2025 klingt wie Jubiläum…“ weiterlesen
Persönliche Musikgeschichte, Teil 5
Pause vorbei! Amphi 2017
Dies ist der fünfte Teil einer kleinen Übersicht über Musik und Events der Schwarzen Szene, die mir wichtig waren und sind, und auf die ich aus meinem Blickwinkel schaue. (Teile dieser Reihe: 1, 2, 3, 4).
Im letzten Beitrag schrieb ich von den “unauffälligen Jahren”. Natürlich waren die nicht wirklich unauffällig, weil sich bei mir so einiges getan hat, das in diesem Blog thematisch nicht oder allerhöchstens am Rande abgedeckt wird. Aber zwischen 2011 und 2016 war ich wohl am weitesten von “der Szene” weg in diesem Zeitraum seit Anfang der 1980er, den ich hier beschreibe.
[So war ich z.B. 2015 über 800km zu Fuß in Nordspanien auf dem Jakobsweg unterwegs…]
Persönliche Musikgeschichte, Teil 4
2000er – Family Life
2001 wurde unser erster Sohn geboren – wir gingen in den family mode. Musik und “Schwarze Szene” traten in den Hintergrund, auch weil wir als Familie in einem religiösen Bereich sehr engagiert waren (und ich ganz viel skandinavische Musik, viel Folk hörte).
(Die vorhergehenden Teile dieser Artikel-Serie: 1, 2, 3)

2002, 2004 und 2005 war ich dennoch wieder auf dem M’era Luna, wobei ganz klar das 2002er Konzert von VNV Nation herausragt. Die Live-Version von Legion fand sich später dann auch auf der “Honour 2003″ MCD. Hervorzuheben aus allen drei Events auf dem Hildesheim-Drispenstedter Flughafen sind für mich:
HIM (ja, doch, irgendwie schon), Soft Cell, Suicide Commando, The 69 Eyes, Schandmaul, L’Âme Immortelle (mit dem ergreifenden “Bitterkeit”), Funker Vogt, Oomph!, Lacrimosa (geniales Konzert), Covenant, The Mission, Umbra et Imago (besser aber beim WGT in der Agra-Halle), Rotersand, The Sisters of Mercy, Deine Lakaien, Diary of Dreams, Faun, Zeraphine, Mesh, The Crüxshadows – so viele schöne Erinnerungen. Tage im Zelt, Dosenfutter auf dem Spiritus-Kocher, Heimfahrt mit schlammbedecktem Auto. „Persönliche Musikgeschichte, Teil 4“ weiterlesen
Persönliche Musikgeschichte, Teil 3
Zillo Open Air 1998

Wieder einmal wurde die “schwarze Musik” für mich zu einer Art “Befreiungsschlag”, denn die im 2. Teil (1. Teil hier) erwähnte Beziehung mit S. endete glücklicherweise 1997 – und im darauffolgenden Sommer 1998 stand ich auf dem Hildesheimer Flugplatz beim Zillo Open Air. Als Secret Discovery mit “Hello Goodbye” (“Hello, I’m gonna leave you, I want to say goodbye to you”) das Festival eröffneten und mir die Bässe durch den Bauch dröhnten, wußte ich wieder, wo ich “hingehörte”. (Das klingt so lakonisch hingeschrieben, aber wenn ich daran zurückdenke, kommen die Emotionen wieder hoch, ich bekomme Gänsehaut, als sei es gestern gewesen. Es ist meine Musik, über die Jahrzehnte, immer wieder der Soundtrack meines Lebens, besonders in schwereren Zeiten (?).) „Persönliche Musikgeschichte, Teil 3“ weiterlesen
VNV Nation Electric Sun Tour 2023
Ronan Harris hatte auf dem Amphi 2022 angekündigt, 2023 solle wieder ein etwas “dunkleres Album” rauskommen. Jetzt ist es da, heißt “Electric Sun” und ist Stand 5.5.23 auf Platz 5 (!) der deutschen Album-Charts. Wow – und herzlichen Glückwunsch, Ronan!
Schon beim ersten Hören war ich fasziniert, wie vorher nur bei Praise the Fallen, Empires und Automatic. Ein Hörerlebnis wie aus einem Guß. Klar, da wird VNV Nation nicht neu erfunden, aber es ist doch more of the good stuff. Kurzentschlossen fuhren meine Frau und ich zum Konzert im E‑Werk in Köln am 5.5.23.
Von der Vorband, den Traitrs, habe ich einen Titel in meiner “Rush-Playlist”. Zu viel Geschrummel und der Versuch, wie Robert Smith zu klingen (ist auch Chrissy vom Mitternachtsreigen aufgefallen). Unterhaltsam, ja, kann man hören, ja, aber mehr – für mich – nicht. „VNV Nation Electric Sun Tour 2023“ weiterlesen
M’era Luna 2022 im Stream
Ein paar Eindrücke von der Terrasse… 😉
VNV Nation war(en) natürlich absolute Klasse mit dem “Classic Set”. Endlich mal wieder ein ruhiger Ronan, der nicht außer Puste kommt und zeigt, wieviel Atmosphäre er mit seiner Stimme erzeugen kann. Und wenn er dann so bewegt ist, ihm die Tränen kommen, dann habe ich auch Gänsehaut. BTW, wenn ich Illusion zur Gitarre singe, muß ich je nach Ausgangsstimmung auch mal mit einem Refrain aussetzen, weil mir die Stimme weggeht. Ist einfach eines dieser “Lieder meines Lebens”.
Nitzer Ebb – nicht “meine” Band, aber unglaublich toll, diese Urgesteine erleben zu dürfen. (Für mich auch Musik, die ich besser hören kann als z.B. Combichrist.)
Nach VNV mein Highlight: The Beauty of Gemina. Die MUSS ich mal in einem kleinen Club sehen, aber leider liegt die September-Tour in meiner Urlaubswoche… In meiner Playlist sind “Into Black”, “Last Night Home (Acoustic)” und “One Million Stars”. (Aber dann hat’s 2024 doch geklappt.)
The Mission – nö, zu oft gesehen und Wayne wird nicht besser.
Blutengel – hin- und hergerissen: schöne Melodien, aber doch hart an der Pop-Unerträglichkeitsgrenze. (Und schon habe ich “Morning after the War” ungewollt als Ohrwurm im Kopf.)
Lord of the Lost “Ensemble” – gehen in dieser Form in die Blutengel-Richtung. Da paßt es irgendwie, daß Harms das neue Album von Nino de Angelo produziert hat.
Schandmaul – hm, da bin ich auch sehr ambivalent. Etliche Mal live gesehen; es gibt viele Lieder, die ich mag. Die Stimme des Sängers ist unverwechselbar und trägt viel zum Erfolg der Band bei. Keine abgefahrene Show, sondern Konzentration aufs musikalische “Handwerk”. Was mir persönlich nicht gefällt, sind die politischen Statements von der Bühne herab (das sollte in einem anderen Rahmen diskutiert werden). Und – gefühlt – jedes Jahr die Werbung für Viva con Agua… Ich meine, die Leute von VcA laufen ja schon offensichtlich auf dem Festival-Gelände herum und bekommen auch von mir Pfand (wenn ich vor Ort bin <g>), aber da muß ich nicht von der Bühne herab belehrt werden.
Und natürlich kann man schon auf der ML-Seite die ersten Acts für 2023 sehen… (neben vielen Impressionen vom Wochenende)