Ich möchte kurz an die “Begleit-Playlist” zum Blog “Schwarze-Szene.net” erinnern, zu finden auf Spotify. Infos gibt es auf dieser lokalen Seite. Aktuell sind fünf Titel hinzugekommen, so daß die 5‑Stunden-Marke geknackt wurde. Hört doch mal rein, wenn Ihr Lust und Zeit habt!
Schlagwort: Rush
Unbekümmert
Diesem dysphorischen Text möchte ich ein Caveat! voranstellen: Wenn dich das Thema Suizid triggert, wäre es gut, den Text auszulassen.
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Unbekümmert schaut
blaßgelbes Licht aus Fenstern,
wird aufgelöst in der Nacht
zwischen Menschen hinter ihnen
und dem Kind. Unbekümmert weiterlesen
Musik kaufen, organisieren, hören
Ich möchte heute einmal über meinen “Musikkonsum” schreiben. Wie höre ich die Musik der ‘Schwarzen Szene’? Wie organisiere ich meine Musik? Dabei fange ich “ganz vorne” an:
In meiner Jugend in den 80ern habe ich natürlich Schallplatten gekauft. Titel daraus wurden per Tape Deck auf Cassetten kopiert – zum Selberhören oder Verschenken. Von “Lossless”-Qualität war da noch nicht die Rede. 😉 Musik kaufen, organisieren, hören weiterlesen
Erinnerung: SZn – Die Playlist
Kurz sei an die Playlist zum Blog erinnert, die tatsächlich von mir etwas ’stiefmütterlich’ behandelt wurde. Aktuell sind folgende 10 Titel hinzugekommen:
- Christian F. – Wege (Larissa Richter Piano Remix)
- The Crüxshadows – Go Away
- Iris – Take the Pain
- Mantus – Die Welt zerbricht
- Megaherz – Augenblick (Piano Version)
- Oberer Totpunkt – Allein mit mir
- Ordo M’era Luna – Dark Heart of the Moon
- Rue Oberkampf – Eternity
- Visage – Fade to Grey
- The Wounded – Your Roses will burn
Hier zur Playlist auf Spotify bzw. lokale Seite der Playlist mit Liste aller Titel.
Dunkles Spiel
Dunkles, fremdes Zimmer,
flackernder Kerzenschimmer,
dessen Schein im Stillen sich in Schatten bricht,
dort, wo eine Frau Beschwörungsformeln spricht.
Ihre schlanken Finger liegen
einem kleinen Glase auf. Verschwiegen
starrt gebannt sie auf den Kreis
ausgelegter Buchstaben in reinem Weiß -
und auf ihre leise hingehauchte Bitte
fängt das Gläschen gleichsam leise in der Mitte
jenes Tisches an zu rücken, und geheimnisvoll,
unaufhaltsam, unheilvoll,
schreibt ein Wort es zum Erkennen.
Plötzlich schmerzt in ihren Augen sie das Brennen,
eisig ist der Schauer, der das Böse ihr verheißt -
denn sie kennt nicht diesen Namen, kennt nicht diesen Geist!
Innehält das Glas, der Ruhe unsichtbare Spannung knistert
und die Frau in kaum beherrschter Furcht nun flüstert,
fragt, wer er im Namen Gottes sei.
Eine bleiche Ahnung drängt mit Schmerz herbei.
Mit dem ‘S’ beginnt das Glas in raschen Zügen ohne Zweifel,
‘welch ein Glück’, denkt sich die Frau, ‘mitnichten ist’s der Teufel!’
Bebend fragen ihre Lippen: ‘Ob ich ihn wohl kenn’?’
Ruhig schreibt das Glas ihr: S – a – t – a – n.
[© Rush / V. Wagner]
{Das soll sich in den späten 1980ern in einem kleinen Ort am Mittelrhein so zugetragen haben, erzählte mir eine Frau, die ihre Hand an besagtem Glas hatte. Wer bewegte das Glas? Diese in allen Horrorfilmen so spannende Frage: hier konnte sie nicht beantwortet werden, die drei Frauen brachen das Experiment ab.
Der Ursprungstitel des Gedichts war “Einen kenne ich” in Anlehnung an die erste Zeile aus Clemens Brentanos Gedicht “Der Feind”.}
Spiegelbild
Ich gebe dir dein Essen,
du lächelst.
Du gibst mir Liebe,
mein Gesicht schmerzerfüllt.
Wir essen gemeinsam,
lieben uns nicht.
Doch was heißt das schon?
Nur Möglichkeiten in lachenden Augen gesehen.
Schwere Zukunft, wie Ihre Stimme, sanft.
Leuchtend, eine helle Wolke über grauen Dächern,
schattenlose Zukunft für kurze Zeit.
Langsam zieht sie weiter, dahinter
Schwärze, schier endlos.
Unter ihrer Führung muß ich leben,
mein Spiegelbild, das Rush anlächelte,
als er vergaß.
[© Rush / V. Wagner]
An Jims Grab
Début.
Paris, Père Lachaise,
an Jims Grab, fremde, einladende Welt,
die mich mit Leben erfüllen möchte.
Intimität,
die Stadt prostituiert sich für alle,
schade, wieviele nicht verstehen,
wieso er starb. An Jims Grab weiterlesen
Schwarze-Szene.net – Die Playlist
Der Text ist zu dieser Seite umgezogen.
Salzburg
Ankommen mit ertrunkenen Träumen, gedemütigt.
Im Regen erscheint die Stadt
wie ein aufgerissenes Maul,
das uns hineinzieht. Dich zuerst.
Erspüre ich auf nassem Pflaster
zeitlos versunkene, einstige Schritte?
Sein Haus leuchtet mir ein heller Stern.
Hinter verschlossener Pforte
brütet Einsamkeit in weltflüchtigen Visionen.
Lenke durch dunkle Gassen meine Schritte -
zuviel Leben, verhökerte Pracht, verscherbelter Glanz.
In düsteren Cafés sitzen Männer und Frauen
an Tischen bei dampfendem Kaffee.
Wortlose Unterhaltung.
Doch flammt kein Fluch in ihrer Augen Begehren.
Töte, wenn auf stillen Plätzen
die Zeit deinen Tanz verspottet.
[© Rush / V. Wagner] Salzburg weiterlesen
Leave this world behind
Hier ist es gerade ruhig. Das hat verschiedene Gründe, u.a. ein gesundheitlicher Aspekt, der Corri-May und mich derzeit beschäftigt und ein wenig aus dem Gleichlauf bringt. Alles läuft gerade nicht so rund, die Arbeit nervt extrem – und ich habe irgendwie keine Lust aufs Stella Nomine Festival am nächsten Wochenende (u.a. wegen Wohnen im Ort, statt Campen, also mit langem Anmarsch oder Fahrt in vermutlich überfüllten Shuttles).
Wie oft in solchen Phasen zieht es mich in virtuelle Welten – Computerspiele. Das ist in den letzten anderthalb Jahrzehnten deutlich weniger geworden, so along the lines of “das fasziniert mich nicht mehr”, “die können mich nicht mehr in ihre Realität hineinziehen”. Leave this world behind weiterlesen
