Amphi-Festival 2023 – der Samstag

Amphi Festival, 2023, Logo, Orbit Stage
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Dieses Jahr bin ich etwas genervt zum Amphi gefahren. Gründe: Fahr- bzw. Übernachtungssituation und Programm(konflikte).

Es war lange unklar, ob meine Frau und ich gemeinsam zum Amphi fahren würden, daher war kein Hotel gebucht. Als ich dann im Februar oder so schaute, waren die Kontingente der Tanzbrunnen-nahen Hotels weg oder so teuer, daß ich meinen Augen kaum traute.
Ich fand ein Hotel auf der anderen Rheinseite in der Südstadt, reservierte für Freitag auf Montag.
Dann kamen die Überlegungen: zu Fuß zum Tanzbrunnen eine halbe Stunde. Ist morgens gut machbar, aber dann steht/läuft/tanzt man den ganzen Tag und muß noch zurück. Also Taxikosten, vielleicht 20€ pro Fahrt. Kein Frühstück inkludiert, also zusätzliche Essenskosten. Überlegt, besprochen, gecancelt – kein Hotel!

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Persönliche Musikgeschichte, Teil 2

Rock Goth Time

Nach der Punk Goth time folgt im Schema von Mick Mercer (s. Teil 1 dieser Reihe) die Rock Goth Time (Mitt-80er bis Mitt-90er [ich hätte jetzt „Ende der 80er“ gesagt]). Gitarrenlastige Bands dominierten, wie die Sisters of Mercy, The Mission oder auch die Fields of the Nephilim.
(Andererseits war Synthie-Pop-Musik z.B. mit Alphaville im Mainstream angekommen.) Mercer kritisiert an dieser Epoche v.a. die Gleichheit des Gitarren-Sounds. Da ist was dran: Selbst heute gibt es noch etliche Gruppen, die diesen Sound imitieren, ohne daß es zu einer Weiterentwicklung kommt.

Ich kam, wie geschildert, quasi direkt von der ersten Phase der „Londoner Bands“ (wie Adam and the Ants, Stichwort: New Romantics) zur ‘Rock Goth Zeit’ mit Sisters und Co. – auch heute noch höre ich wenig Musik aus der sogenannten “Punk Goth time”, auch wenn es immer wieder eine schöne „Sound-Expedition“ ist, bewußt in diesem Genre zu suchen und sich überraschen zu lassen.

Und … ich hatte tatsächlich noch nie von einer Band mit dem Namen The Cure gehört.

Nun gut, wir können The Cure nicht auslassen. 🤨 Ich lernte also relativ spät eine Band kennen, die so neu gar nicht mehr war. Obwohl Mercer meint, sie seien nie eine echte Gothic-Band gewesen, so waren sie doch für viele Menschen der erste Berührungspunkt mit Gothic-Musik und -Lifestyle, z.B. für meine damalige Freundin S., die ihrer Mutter – analog zu „Non Stop Erotic Cabaret“ bei meiner – erstmal erklären mußte, warum sie eine „Pornography“ betitelte Schallplatte kaufte. (Thema „erster Berührungspunkt“: heute sind (waren) das vielleicht Unheilig, Blutengel, Mono Inc.) „Persönliche Musikgeschichte, Teil 2“ weiterlesen

Amphi Festival 2023 – Vorfreude

Das Amphi steht im Juli wieder an. Schauen wir doch mal auf die Acts, die man gewinnen konnte.

KITE stehen für mich zuoberst. Erstmalig beim 17er Amphi erlebt, war ich sofort Feuer und Flamme für die beiden Schweden. Etliche Titel heute noch in meiner Playlist.

Dann natürlich DEINE LAKAIEN. 1996 erstmalig gesehen, Konzert in Köln mit massiven technischen Problemen, zuletzt 2005 beim M’era Luna. Also wird es jetzt mal wieder Zeit.

Gleiches gilt für L’ÂME IMMORTELLE. Bitterkeit ist eines meiner absoluten Lieblingslieder (denke an ein bestimmtes M’era Luna, Tanzen im Hangar, unerfüllte Liebe).

OMD waren schon 2018 beim Amphi einer der Hits für mich. Es gab eine Phase in meinem Leben, da mochte ich gar nichts mehr aus den 80ern hören, kein New Romantic, keine NDW – ich wollte nicht an die (auch schwierige) Zeit erinnert werden. Das hat sich geändert, so daß ich mich ziemlich auf OMD 2023 freue.

Das wären die Bands, die ich sehen muß. Dann kommen die anderen Acts, die ich mir gerne anschaue, wie: Covenant, Clan of Xymox, Diorama, Qntal, Solitary Experiments.
Wie war das mit Zeraphine? Hatten die nicht abgesagt? Die running order listet sie aber noch. Nee, habe mich geirrt: Zeromancer kommen nicht, dafür Das Ich.

Alles in allem ein richtiges Vorfreude-Programm. 🤗

Nachtrag: Hier nun die Berichte für Samstag und Sonntag.

Amphi Festival 2022

– also eigentlich ja 2020, zumindest bin ich mit den 20er-Karten hingefahren, C19 sei Dank – nicht. Zweimal ist dieses Event ausgefallen, jetzt, im Juli 2022, war es möglich ohne Hygiene-Maßnahmen und -Vorschriften. Herrlich, diese Freiheit hat man, so meine ich, gespürt. Wenige Besucher trugen (auch draußen) Maske, aber auch das ist eine Freiheit, die man hat.

Wie in den Vorjahren waren wir, d.h. meine Frau und ich, am Freitag angereist. Auto auf dem Messegelände geparkt, ab ins Hotel, Check-In, dann zum Essen. Abends Bummel am Rheinufer, diesmal leider nicht so ungestört, da gleichzeitig eine Laufveranstaltung stattfand. Es reichte noch für ein Kölsch am „Büdsche“, dann hieß es: wir schließen. Nun gut. „Amphi Festival 2022“ weiterlesen

a handful of bands we love

„None of us probably ever have more than a handful of bands we love, a larger group of twenty or so that we devote any real time to and with the majority we either ignore them or shake disapproving heads. Some we even come to loathe.“

[Mick Mercer, HEX Files: the goth bible, Kindle 2021]

Ich glaube, da ist was dran. Zwar kann man heute dank Streaming sofort in fast alles reinhören, man muß also keine physischen Tonträger kaufen, aber wer behält dennoch eine ganze diverse, in viele Richtungen ausgefranste Szene im Überblick? Dazu kommt so eine Scheuklappenberichterstattung bei den verbliebenen Printmedien (z.B. Sonic Seducer). Ich lese regelmäßig die News vom Sonic, aber das ist zum großen Teil mit massivem Fokus auf den beiden M: Metal und Mittelalter. (Ja, ein bißchen pauschal die Aussage, aber ganz ehrlich: den „krassen neuen Act“ habe ich über diese News für mich noch nicht entdeckt.)

Also, was sind die Bands, die ich liebe? In no particular order: VNV Nation, Lacrimosa, Mesh, Fields of the Nephilim, Deine Lakaien, The Crüxshadows

Und die 20, für die ich mir Zeit nehme? Die Obigen + Mono Inc., Kite, Henric de la Cour, London after Midnight, Assemblage 23, Empathy Test, Blutengel, The 69 Eyes, L’Âme Immortelle, Whispers in the Shadow, The Beauty of Gemina

Was ich so ignoriere: Rammstein-Epigonen, dieses ganze „neue deutsche Härte“ Ding, viel Gothic Metal und Crossover mit Black Metal, Harsh Electro, ASP, fast alle Mittelalter-inspirierten Bands (bis auf Einzeltitel (Eisblumen – Subway to Sally)) + „Pagan“, Industrial

Aber dann sind da noch die Bands, von denen ich oft aus irgendeiner Quelle nur ein Lied kenne, das sich in meiner Playlist befindet. Immer wieder nehme ich mir vor, mehr zu hören, tiefer in das Werk einzusteigen, aber oft bleibt es bei dem Wunsch (aus Zeitmangel? Mangel an Interesse?). Hierhin gehören neben vielen anderen: Les Fleurs du Mal, The House of Usher, Traitrs, Shy Guy at the Show, Paura Diamante, The Last Dance.

Ja, und dann sind da die Bands, die mir mal ganz wichtig waren, es aber heute nicht mehr sind: Rausch, The Cure, New Model Army, In Extremo, Illuminate, Funker Vogt, Covenant.

Das gibt vielleicht so einen kleinen Einblick auch in die künftige thematische Ausrichtung des Blogs. Andererseits merke ich beim Korrekturlesen, daß das doch alles sehr verkürzt ist und mich nicht wirklich abbildet. Jedes Bild ist eine Reduktion; ich bin mehr als diese Liste. 😉

Rush out.