Ich möchte kurz an die “Begleit-Playlist” zum Blog “Schwarze-Szene.net” erinnern, zu finden auf Spotify. Infos gibt es auf dieser lokalen Seite. Aktuell sind fünf Titel hinzugekommen, so daß die 5‑Stunden-Marke geknackt wurde. Hört doch mal rein, wenn Ihr Lust und Zeit habt!
Kategorie: Gothic
photophor – no music for the masses
Auf das Album “Der Wahn als Methode” von Anfang 2025 folgte nun ’no music for the masses’, im März 26 veröffentlicht. Auf photophor bin ich aufmerksam geworden, weil das Duo aus Kate und Asch mir letztes Jahr auf Instagram folgte. Kurz haben wir uns beim Stella Nomine getroffen und ein paar Worte gewechselt.
Transparenz: das Album ist kein kostenloses Rezensionsexemplar, es wurde von mir gekauft.
Das Album mit einer Laufzeit von ungefähr einer Dreiviertelstunde beinhaltet 11 Lieder. Der dynamische Einstieg mit “Der Jugend beraubt” erscheint wie eine Erinnerung an das erste Album mit Sprechgesang und Aschs dominanter Stimme. Unklar bleibt, wer seiner Jugend beraubt wurde, da die benutzten Verben (verkauft, gequält, mißbraucht…) vieldeutig sind und sich nicht ausschließlich auf ‘Jugend’ beziehen. Vielleicht ist es aber ‘die Jugend’ allgemein, die gemeint ist – die Jugend als Lebensabschnitt, dominiert von einer kalten Welt der Erwachsenen, von Erwachsenen auch als Tätern. photophor – no music for the masses weiterlesen
The world we knew has changed
“The world we knew has changed
but we have to arrange.
The strongest rocks will crack
but there is no way back.
Nothing worth anymore
the things that we adore.
Our rules disappear -
feel the upcoming fear. (…)
They can’t destroy our past
our memories will last.
What we are living for
doesn’t matter anymore.
We stay nevertheless
don’t lose selfconciousness.”
[photophor, New Order]
Beliefs
Der Exorzist – die Neuauflage
Wir wissen nun, daß die Neuauflage des klassischen Exorzist-Films im Frühjahr 2027 in die Kinos kommen soll. Ich habe in zwei Beiträgen das Thema schon kurz angerissen: Johansson soll es reißen und Wie weiter mit dem Exorzisten?
In Kürze rekapituliert: David Gordon Green sollte eine Trilogie drehen, wovon er nur The Exorcist: Believer umgesetzt hat, der im Grunde ein Flop war und von mir auch negativ rezensiert wurde. Blumhouse und Green haben sich dann getrennt; nun soll Mike Flanagan aus den zwei “offenen” Filmprojekten offenbar die eine “richtige” Neufassung des Exorzisten drehen.
Ich hatte mich schon über Flanagan ausgelassen, der mich mit Midnight Mass eher schockiert hat, s. Wie kraß geht Kirchenhaß? Vor diesem Oeuvre halte ich Flanagan nicht für den Ideal-Regisseur für den Exorzisten.
Warten wir ab – ist ja noch ein Jahr hin.
Hell House (Matheson)
Richard Mathesons Roman aus dem Jahre 1971 über ein Spukhaus in den Vereinigten Staaten ist ein Klassiker der Horrorliteratur. Laut Titel der Kindle-Ausgabe soll Stephen King gesagt haben: “Hell House is the scariest haunted house novel ever written.”
Schauen wir mal. Ich muß ein bißchen spoilern, lasse aber Details und das Ende aus. Hell House (Matheson) weiterlesen
Dark Tourism oder: Die Fahrlehrer-Gesellschaft
Ich hatte mich auf den Neustart des Schwarzgesagt-Podcasts Anfang 2026 gefreut und war dann zunächst positiv überrascht vom Thema: ‘dunkle’ Reiseziele. Während ich noch mitnotierte, was im näheren Ausland besuchenswert ist, stockte ich beim Thema Pripyat (Geisterstadt nahe des explodierten Reaktors in Tschernobyl) und dann bei einem meiner Schwerpunkt-Themen hier im Blog, dem Aokigahara-Wald in Japan.
Während zu Anfang kurz bereits der Begriff ‘Dark Tourism’ gefallen war, was ich neutral aufnahm, wurde dieser in der Folge zu einer Negativ-Chiffre mit Betroffenheits-Allüren ummantelt. Bei Pripyat ging es vor allem um das Leid der evakuierten Menschen, was zu Spekulationen darüber führte, ob man dort fotografieren dürfe – mit besonderer Betonung der ‘Selfies’. Dürfte man dort denn ein Selfie machen? Diese Ausführungen sind so —- (hier standen verschiedene Formulierungen, die mir alle zu offensiv erschienen) – sagen wir, in Betroffenheit schwelgend. Dark Tourism oder: Die Fahrlehrer-Gesellschaft weiterlesen
Unsterblich gut: die besten Vampirfilme
Man kann sagen: Vampire altern nicht, aber sie verändern ihr Gesicht – zumindest auf der Kino-Leinwand. Seit Murnaus Nosferatu ist die Gestalt des (Film-) Vampirs zu einem Abbild menschlicher Ängste und vielleicht auch Sehnsüchte geworden. Mal war er die personifizierte Pest, mal der elegante Verführer, mal der eher melancholische Outsider.
In meiner Liste, einer Minimal-Auswahl aus den über 500 Filmen, in denen Dracula laut Guinness-Buch der Rekorde (2015) vorkommt, will ich die Werke hervorheben, die mir als die Meilensteine erscheinen. Der Vampir im Film – vom expressionistischen Schatten zur modernen Düsternis heute. Unsterblich gut: die besten Vampirfilme weiterlesen
Ghost Story (P. Straub)
„Ghost Story“, erschienen 1979, ist einer der bekanntesten Horrorromane, aber auch ein ziemlicher Brocken von Umfang und Inhalt her. Wer rein vom Titel her meint, es handele sich um eine klassische Geistergeschichte, liegt falsch.
(Ich spoilere den Hintergrund ein wenig, nicht die Identität des Bösen und die Auflösung des Romans.) Ghost Story (P. Straub) weiterlesen

