Wer zu Halloween so was richtig Slashiges sehen will, darf jetzt aufhören zu lesen. Denn Hallow Road ist eher wie eine Art Kammerspiel auf Rädern – der überwiegende Teil des Films findet in einem Auto statt. Es ist kein lauter und hektischer Film, sondern einer, bei dem das Gruseln bei mir erst nach dem Ende und beim Drüber-Nachdenken kam. Halloween-Filmtip: Hallow Road weiterlesen
Kategorie: Gothic
Halloween-Lese-Tip: The Narrows (R. Malfi)
Malfi ist ein Autor, von dem ich den sehr guten Roman “Come with me” sowie den eher durchschnittlichen “Snow” gelesen habe. Beim Stöbern fiel mir “The Narrows” auf – gute Bewertungen, interessantes Thema mit leichter Halloween-Verknüpfung. Halloween-Lese-Tip: The Narrows (R. Malfi) weiterlesen
The Last Exorcism & The Next Chapter
Der letzte Exorzismus
Cotton Marcus (Patrick Fabian) stammt aus einer (freikirchlichen) Prediger-Familie, wurde vom Vater als „Kinder-Prediger“ aufgebaut. Als er als Erwachsener seinen Glauben verlor, standen Karriere (und Familien-Einkommen) auf dem Spiel, also mußte weitergemacht werden wie bisher – Show-Exorzismen, gute Miene, böses Spiel. Marcus sagt im Biopic (man kann Found Footage sagen), denn so ist der Film aufgebaut, der ihn konkret zu einem Exorzismus begleitet, wer an Jesus glaube, müsse zwingend auch an Dämonen glauben, da Jesus ja selbst Exorzist gewesen sei. Das läßt sich nicht abstreiten und bildet eine interessante Grundlage für diesen Film, der meine Kriterien für Exorzismus-Filme nicht erfüllt, den ich aber häufiger als andere Exorzismus-Filme gesehen habe. The Last Exorcism & The Next Chapter weiterlesen
Das Grab der Mutter im Garten
Ich habe zur Novellierung des Bestattungsrechts in Rheinland-Pfalz letztes Jahr einen Artikel geschrieben. Der SWR geht in einem aktuellen Beitrag darauf ein, was sich verändert hat – und das ist erstmal nicht viel. So habe es “erst 42 genehmigte Flussbestattungen in Rhein, Mosel, Saar oder Lahn gegeben. Das entspreche nur einem Tausendstel der Sterbefälle.”
(Hier spielt möglicherweise aber auch rein, daß Flußbestattungen wegen des Niedrigwassers im Sommer ausgesetzt worden waren.)
Andererseits scheint es eine höhere Nachfrage nach Aufbewahrung oder Beisetzung der Asche “zuhause” zu geben – das mache 2% der Sterbefälle aus; Aufmacher des Artikels ist eine Frau, die ihre Mutter im Garten beerdigt hat. Das Grab der Mutter im Garten weiterlesen
Post Mortem: In Skarnes stirbt niemand (Serie)
Nach Monaten ohne Abo komme ich zu Netflix zurück und prompt wird mir Post Mortem: Ingen dør i Skarnes, so der Originaltitel, empfohlen. Ich bin kein Komödien-Fan, aber die Umsetzung des Stoffes ist so vielgestaltig, daß das Schmunzeln zwischendurch doch OK ist. Die Serie hat schon ein morbides Flair, das ich sehr mag.
Vorab: sie umfaßt nur eine Staffel (2021), sechs Episoden – und ist leider a) nicht abgeschlossen, und b) wohl aufgegeben worden. Schade, aber damit teilt sie das Schicksal z.B. von Katla (2021). Im weiteren Text Spoiler zum Inhalt!
Post Mortem: In Skarnes stirbt niemand (Serie) weiterlesen
Goth Influencer vs. lokale Szene
Ganz kurzer Hinweis auf eine spannende Diskussion auf Reddit: Es geht um Goth Influencer, die ihre ‘local scene’ nicht supporten, Veranstaltungen nicht ankündigen usw. Lesenswert!
Savaging the Dark (Roman)
Trigger-Warnung vorab: Es geht im Roman von Christopher Conlon um das Thema Pädophilie (Lehrerin -> elfjähriger Schüler). Sofern dich das belasten könnte, laß den Artikel besser aus.
Doch wenn ich schreibe, es geht um Pädophilie, dann ist das nur ein Teil der Geschichte, denn die Frage ist doch zentral, woraus sich die Neigung der Lehrerin Mona Straw nährt; es steht das Thema Traumata im Raum. Savaging the Dark (Roman) weiterlesen
Don’t visit my grave
Jüdischer Friedhof Mainz
Jüdische Friedhöfe in Deutschland sind oft aus Schutzgründen nicht öffentlich zugänglich. Für den Mainzer Friedhof “Am Judensand” ändert sich dies nun nach der Einweihung des neuen Besucherzentrums Sali-Levi-Haus am vergangenen Wochenende. Während Juden aus aller Welt diesen Friedhof besucht haben und ihn lt. SWR-Bericht (längerer Artikel bei Mainz.de) als Pilgerstätte sehen, haben ihn viele Mainzer noch nicht erlebt.
Das ändert sich nun, da der Friedhof an vier Tagen der Woche im Rahmen einer “behutsamen Öffnung” ohne Voranmeldung besuchbar sein wird. Aber auch dann gilt: nur die offiziellen Wege dürfen begangen werden; ein Abweichen von diesen, wie auch Berühren der Grabsteine, ist verboten. Dabei weiter beachten: Männer müssen beim Besuch zwingend eine Kopfbedeckung tragen; das muß keine klassische Kippa sein.
Soweit ich herausfinden konnte, ist der Friedhof Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag von 9–18, ab Oktober von 10–17 Uhr geöffnet.
Somit besteht für nach wie vor Friedhofs-affine Goths die Möglichkeit, die besondere Atmosphäre (und Geschichte -> Besucherzentrum) zu erleben.
The Awakening, Köln, 3.9.26
Ein Flyer auf dem M’era Luna machte mich neugierig: The Awakening aus Südafrika würden ein paar Konzerte in Europa spielen, u.a. in Köln – auf der “The Lost Theatre Tour”.
Sänger Ashton Nyte ist eine Art Tausendsassa, hat etliche Solo-Alben veröffentlicht, und eben 13 (!) mit/als The Awakening zwischen 1997 und 2024 – zuletzt das schlicht “The Awakening” genannte Werk, jetzt, 26, “The Lost Theatre” – mit gleichnamiger Tour. The Awakening, Köln, 3.9.26 weiterlesen
