The Last Exorcism & The Next Chapter

Der letzte Exorzismus

Cotton Marcus (Patrick Fabian) stammt aus einer (freikirchlichen) Prediger-Familie, wurde vom Vater als „Kinder-Prediger“ aufgebaut. Als er als Erwachsener seinen Glauben verlor, standen Karriere (und Familien-Einkommen) auf dem Spiel, also mußte weitergemacht werden wie bisher – Show-Exorzismen, gute Miene, böses Spiel. Marcus sagt im Biopic (man kann Found Footage sagen), denn so ist der Film aufgebaut, der ihn konkret zu einem Exorzismus begleitet, wer an Jesus glaube, müsse zwingend auch an Dämonen glauben, da Jesus ja selbst Exorzist gewesen sei. Das läßt sich nicht abstreiten und bildet eine interessante Grundlage für diesen Film, der meine Kriterien für Exorzismus-Filme nicht erfüllt, den ich aber häufiger als andere Exorzismus-Filme gesehen habe. The Last Exorcism & The Next Chapter weiterlesen

M’era Luna 2026 – Sonntag

Den Sonntagmorgen haben wir vertrödelt: mit Kaffee in der Hand geschaut, wer sich so am Wagen vorbeibewegt. Bekannte gesehen, gegrüßt, aber es war auch schon fühlbar, daß es knackig heiß werden würde.

The 69 EyesSchwerste Entscheidung für mich: Then Comes Silence oder The 69 Eyes? Natürlich haben wir immer mal etwas von anderen Bands (in der Wagenburg) gehört, aber nicht so, daß ich darüber urteilen möchte.
Ich wählte The 69 Eyes, weil ich einen rockigen Einstieg mit den Klassikern „Brandon Lee“, „Wasting the Dawn“, „Feel Berlin“, „Lost Boys“ haben wollte. Und ich wurde nicht enttäuscht: der Gig überzeugte, auch wenn der Herr Jyrki ein- oder zweimal zu oft anmerkte, man sei jetzt das 10. Mal hier. (Aber gut, das ist eine Leistung.) M’era Luna 2026 – Sonntag weiterlesen

M’era Luna 2026 – Samstag

Rush & Corri-May auf dem M'era LunaWie immer bei diesen Konzertberichten: Ich schreibe über das, was ich gesehen, gehört, mitbekommen habe. Ebenso: nichts über das Rahmenprogramm, das mich nicht interessiert.

Ein ruhiger Morgen – nur etwas Groll über mich selbst und den schönen, am Freitagabend verlorenen Ring. Doch genau so sollte es weitergehen: auf dem Weg zum Leeren der Toiletten-Kassette habe ich den Tankschlüssel des Wagens verloren: Loch in der Tasche *facepalm*
Weg zweimal abgegangen, aber … die netten MLer waren besser: schnell wurde der Schlüssel gefunden und an der Info hinterlegt.  M’era Luna 2026 – Samstag weiterlesen

M’era Luna 2026 – Freitag

Impression Hauptbahnhof Frankfurt am MainZum M‘era Luna ging es für mich in diesem Jahr erstmalig mit der Bahn, denn Corri-May war ja zuvor mit dem Van in Wacken, so daß wir uns in Hildesheim getroffen haben. Die Bahnfahrt, RE bis Frankfurt, dann ICE, war erstaunlich ereignislos, wenn man von dem leichten, klimagekühlten Urinduft im RE absehen konnte. M’era Luna 2026 – Freitag weiterlesen

Castrum Nigra 2026 – die Party auf der Ehrenburg

Castrum Nigra Schriftzug in AutoscheibeDie Castrum-Nigra-Party (im weiteren CN, Webseite), die m.M.n. Castrum Nigrum heißen müßte, auf der Ehrenburg über dem Moseltal ist 2025 ausgefallen. Wie schön war die Nachricht, daß es 2026 doch weitergehen würde! Ein neuer Veranstalter war bereit, die Party weitgehend basierend auf den Vorjahren aufzuziehen, wobei das Grundkonzept eben gleichbleiben sollte, allerdings mit einer wichtigen Änderung: am Freitagabend würde es eine Pre-Party mit max. 400 Personen geben, dann am Samstagabend das Haupt-Event für bis zu 1000 Personen.

Und die Sache mit Campen (WoMo/Zelt) wurde nun offiziell mit entsprechend zu kaufenden Tickets geregelt. Dafür gab es dann den Platz und ein paar Dixies. Man darf den Vergleich mit günstigen Wohnmobilstellplätzen, die das Gleiche kosten, aber Komplettver- und -entsorgung bieten, nicht anstellen. Da der Betrag dafür gering war (16€), will ich auch nicht mosern. Wie in den Vorjahren gab es für ca. 30 Personen die Möglichkeit, sich im Bereich der Burg einzuquartieren (Zimmer bzw. Reisewagen).
Ab/nach Koblenz gab es (nur Samstag) wieder einen Shuttle-Bus für 7€. Castrum Nigra 2026 – die Party auf der Ehrenburg weiterlesen

Zeit für schwarze Rente?

Ich möchte wieder einmal auf das Spontis-Blog hinweisen, wo es aktuell einen Artikel von ‚graveyardqueen‘ mit dem Titel „Ich werde zu alt für diesen Scheiß!“ gibt. Schmunzeln mußte ich, als ich den Text las, aber da war das Eingeständnis auch nicht weit, daß ich das, was g. beschreibt, sehr gut kenne.

Denn das ist ja genau das, was ich hier nicht beschreibe – Zweifel oder Müdigkeit, den Streß, den ich mit manchen Terminen als introvertierte Person habe. Also auch mal ein Geständnis: ich habe letztes Jahr zwei Konzerte bzw. ein Konzert und ein Mini-Festival ausfallen lassen, bin nicht hingefahren, beide Male Kulttempel. Zum Konzert hätte ich sowieso allein fahren müssen, es war eine stressige Zeit und ich hatte schlichtweg keinen Bock – auf Lacrimosa? Nein, auf Fertigmachen, 2-Stunden-Fahrt, Rückfahrt in der Nacht usw. Sehr schade im Nachhinein, aber nicht zu ändern.

Wie war das doch mit dem Altwerden? Ich hatte hier in einem Beitrag geschrieben, wann ich mich zu alt für die Szene fühlen würde: das wäre, wenn ich zur Musik nicht mehr tanzen könnte. Ganz ehrlich: die halbe Nacht unterwegs sein und „unermüdlich“ tanzen, das kriege ich aktuell nicht (mehr) hin.

Komisch, so frage ich mich, warum kommt dieser Sp.-Artikel gerade jetzt, wo ich den Webspace für mein Blog gekündigt habe? Ich glaube ja an solche Synchronizitäten. Ist es der ‚wake-up call‘ oder die Bestätigung für Couch, Chips und YouTube? 😉

Bring her back (Film)

Mit ihrem Erstlingswerk „Talk to me“ haben die Philippou-Brüder einen großen Erfolg errungen: ein wirklicher guter Horrorfilm, der mir sehr gefallen hat.

Mit „Bring her back“ gehen sie in die nächste Runde und haben für mich die Meßlatte nochmal nach oben geschoben. Im Netz schrieb jemand sinngemäß: den Film schauen heißt, ihn ertragen müssen.

Ja, das ist einer der verstörenden Horrorfilme wie z.B. auch Speak no Evil oder Funny Games. [Minimale Spoiler im folgendenText]

Ich sage mal so: es werden zwei ‚Welten‘ dargestellt. Da sind die grausamen Videoaufnahmen, die von Einblendung zu Einblendung deutlicher offenbaren, um was es der Pflegemutter Laura wohl gehen könnte. Bring her back (Film) weiterlesen

Musikbasierte Subkultur

Ich möchte kurz auf eine Diskussion bei Reddit hinweisen: Why it’s good to be a music-based subculture. Der OP meint, eine Subkultur müsse etwas Gemeinsames zu tun haben, sonst könne sie nicht bestehen. Allein auf dem „vibe“ der Gothness bestehend gebe es keine Subkultur. Bei Musik als Basis für die Definition der Subkultur habe man einen niedrigschwelligen und kostengünstigen Zugang.

Die Antworten weisen dann aber z.T. schon darauf hin, daß auch der „Style“ einen großen Anteil an der Subkultur habe. Lest einfach mal rein, wenn es euch interessiert.

Auch interessant: Im Buch Stimmen aus der Schwarzen Szene sagt der/die Befragte „Anagastes“: „… vergeßt den Satz ‚Goth is a music-based subculture‘. (…) Goth ist ein Lebensgefühl, eine Einstellung zum Leben und spezielles Gefühl zur Ästhetk.“

Jackson – The Haunting of Hill House (Buch)

„Silence lay steadily against the wood and stone of Hill House, and whatever walked there, walked alone.“

Shirley Jacksons „Haunting of Hill House“ ist einer der Klassiker der Horrorliteratur, obwohl das Werk schon einige Jahre auf dem Buckel hat (1959). Das wiederum merkt man der Sprache im englischen Original an, die z.T. altertümlich wirkt und nicht immer flüssig zu lesen ist. Andererseits hat Jackson ein feines Gespür für den Ablauf und das Verfassen von Dialogen, so daß eben doch ein lebendiger Text entstanden ist.

Wir erfahren zu Anfang, daß Dr. Montague untersuchen möchte, wie sich ein als Spukhaus verstandenes Gebäude auf Gäste, die dort leben, auswirkt. Er lädt verschiedene Personen für einen dreimonatigen Sommeraufenthalt ein, zwei Frauen (Eleanor & Theodora), die bereits früher mit paranormalen Phänomenen konfrontiert waren, und Luke, einen Vertreter der Eigentümerfamilie. Jackson – The Haunting of Hill House (Buch) weiterlesen

Gothic – 3 Bücher

Buchfoto - Groom - The GothicUrsprünglich wollte ich die drei folgenden Bücher jeweils einzeln vorstellen. Dann fiel mir auf, daß sie sich letztlich so ähneln, daß es eher Sinn macht, sie gemeinsam, aber in ihren Unterschieden vorzustellen.

Im Deutschen wie im Englischen gibt es Buchserien, die ein Thema möglichst knapp vorstellen wollen. Es gibt die Serie „in einer Stunde“ oder auch die umfangreichere Beck-Wissen-Reihe. Im Englischen existiert „A Very Short Introduction“ – und als Teil davon „The Gothic“ von Nick Groom, ein Bändchen unter Din-A5-Größe, textfokussiert, wenige Bilder, immerhin Carl McCoy. 😉 Gothic – 3 Bücher weiterlesen

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