
“… but I do know that nobody can protect anybody else from vileness. Or from pain. All you can do is not let it break you in half and keep on going until you get to the other side.”
P. Straub, Ghost Story
Trigger-Warnung! Der Text behandelt auch das Thema Suizid / Selbsttötung. Wenn das für Dich ein Problem ist: bitte nicht lesen!
Hier gibt es eine Vorbemerkung zu diesen Texten.
Der Film des japanischen Regisseurs Tomoyuki Takimoto (geb. 1966) aus dem Jahre 2004, “Ki no umi” (Meer aus Bäumen / Sea of Trees), ist ein Spielfilm, der die Geschichten von mehreren Personen mit dem Aokigahara verwebt. Der zweistündige Film ist sehr komplex und gerade in der japanischen Version mit suboptimalen englischen Untertiteln zum Teil schwer zu verstehen. Es geht – um das zuerst zusammenzufassen – darum, wie Menschen im Umfeld des Fuji und Aokigahara leben, und wie ihre Schicksale zum Teil tragisch ineinandergreifen. Aokigahara (11) – Ki no umi / Meer aus Bäumen (Film) weiterlesen
Wer zuvor bereits den von mir mit ***** (!) bewerteten Film Exorzist: Der Anfang gesehen hat, wird sich wundern: Wieso wiederholt dieser 2005, also ein Jahr später erschienene Film die Thematik des anderen? Ist das so eine geheime ‘Battle of the Exorcists’?
Tatsächlich gab es da Streß: Morgan Creek, die Produktiosfirma, hatte den von Taxi Driver bekannten Regisseur Paul Schrader engagiert, den Stoff zu drehen. Doch man fand den Film dann zu abgehoben intellektuell, zu unblutig für das anvisierte Publikum. Der fertige Film wurde auf Eis gelegt (sehr verständlich, finde ich.)
Dann erhielt Renny Harlin den Auftrag, der mit “The Beginning” den von mir so gut bewerteten Film kreierte, der – nun ja – bei Kritikern und Publikum eher durchfiel – übrigens auch beim Autor des Romans: William Blatty war ’not amused’ über den Harlin-Film, während er den hier besprochenen lt. Wikipedia “ansehnlich, stilvoll und elegant” fand. *hust*.
Dominion: Exorcist – Der Anfang des Bösen (Film) weiterlesen
Trigger-Warnung! Der Text behandelt auch das Thema Suizid / Selbsttötung. Wenn das für Dich ein Problem ist: bitte nicht lesen!
Hier gibt es eine Vorbemerkung zu diesen Texten.
Ab und an suche ich nach neuer Literatur zum japanischen Wald Aokigahara. So viel Neues gibt die Region nicht her, denn es ist im Grunde alles beschrieben worden – man könnte noch auf aktuelle Entwicklungen eingehen, so wie ich es z.T. auf der Neuigkeiten-Seiten tue. Aokigahara (10) – Neue Bücher oder KI-Ergüsse? weiterlesen
Der griechische Spielfilm Dogtooth von 2009 findet sich immer wieder in Listen mit “verstörenden Filmen”. Ich wußte vor dem Schauen, daß es um Eltern geht, die ihre Kinder abgeschottet erziehen. Kurz der Hinweis auf die Bedeutung des Hundezahns: So werden umgangssprachlich und vermutlich auch in Griechenland die Eckzähne des Menschen genannt. Im Regelsystem der Familie darf man das Anwesen erst verlassen, wenn einer der Eckzähne ausgefallen ist. Man darf ebenso erst daran denken, einen Führerschein fürs Auto zu machen, wenn der zuvor ausgefallene Eckzahn nachwachse. Da wir vom Gebiß erwachsener Personen sprechen, treffen diese Regelungen im Grunde nicht zu und dienen dazu, das Eingesperrtsein zu zementieren. Im weiteren Spoiler zum Film… Dogtooth (Film) weiterlesen
“Leben kann man nur, solange man vom Leben berauscht ist; sobald man ernüchtert ist, muß man sehen, daß all dies nur eine Täuschung ist, und eine dumme Täuschung! (…) Die Wahrheit war: Das Leben ist eine Sinnlosigkeit. Ich lebte gleichsam so dahin, ging und ging meinen Weg, war an einen Abgrund gekommen und sah deutlich, daß nichts vor mir lag als Verderben. Ein Stillstehen war unmöglich, ein Zurück war unmöglich. Es war auch unmöglich, die Augen zu schließen, um nicht zu sehen, daß nichts als Leiden und der leibhaftige Tod vor mir lag – die völlige Vernichtung. (…) Alles Übrige ist Lüge.”
Leo Tolstoi, Meine Beichte (Auszug)
Ich möchte heute einmal über meinen “Musikkonsum” schreiben. Wie höre ich die Musik der ‘Schwarzen Szene’? Wie organisiere ich meine Musik? Dabei fange ich “ganz vorne” an:
In meiner Jugend in den 80ern habe ich natürlich Schallplatten gekauft. Titel daraus wurden per Tape Deck auf Cassetten kopiert – zum Selberhören oder Verschenken. Von “Lossless”-Qualität war da noch nicht die Rede. 😉 Musik kaufen, organisieren, hören weiterlesen
Amalia Zeichnerin hat Interviews mit Personen geführt, die sich der Schwarzen Szene zugehörig fühlen. Die entstandenen Texte hat sie kostenfrei als EPUB und PDF veröffentlicht, hier herunterladbar.
Mein Eindruck von den Interviewpartnern: Zwar decken sie mit der Dauer ihrer Szenezugehörigkeit ein großes Spektrum ab – ein Monat (!) bis 80er-Jahre-Kontext, aber sie empfinden und urteilen doch auffallend ähnlich. Wieso? Stimmen aus der Schwarzen Szene (Buch) weiterlesen
Ich möchte kurz auf eine Diskussion bei Reddit hinweisen: Why it’s good to be a music-based subculture. Der OP meint, eine Subkultur müsse etwas Gemeinsames zu tun haben, sonst könne sie nicht bestehen. Allein auf dem “vibe” der Gothness bestehend gebe es keine Subkultur. Bei Musik als Basis für die Definition der Subkultur habe man einen niedrigschwelligen und kostengünstigen Zugang.
Die Antworten weisen dann aber z.T. schon darauf hin, daß auch der “Style” einen großen Anteil an der Subkultur habe. Lest einfach mal rein, wenn es euch interessiert.
Auch interessant: Im Buch Stimmen aus der Schwarzen Szene sagt der/die Befragte “Anagastes”: “… vergeßt den Satz ‘Goth is a music-based subculture’. (…) Goth ist ein Lebensgefühl, eine Einstellung zum Leben und spezielles Gefühl zur Ästhetk.”
Ich möchte kurz auf die Seite mit Filmen verweisen, die nach meiner Definition nicht unter jene Exorzismus-Filme fallen, die ich hier ausführlicher bespreche. Was ich dennoch gut finde, wird dann auf Exorzismus-Filme: Honorable Mentions gesammelt.
Hinzugekommen ist aktuell: The Exorcism of Karen Walker.