Ich habe hier ja schon ein‑, zweimal geschrieben, daß ich von den übriggebliebenen Musikmagazinen (Sonic Seducer, Orkus) nicht wirklich begeistert bin. Im Frühjahr hatte ich eine Sonic-Seducer-Ausgabe, die mich ziemlich verärgert hat: Graue Schrift auf schwarzem Hintergrund bei wenig hochwertigem Papier – das ist schlichtweg nicht lesbar…
Jetzt habe ich die Sommerausgabe des Orkus – und muß sagen, ja, die gefällt mir ganz gut. Hochwertigeres Papier und weiße Schrift mit schöner Typographie. Nett finde ich, daß unter “Fakten” meist der lesbare Bandname steht, da ich mir keine Mühe damit mache, völlig überzogen-kreative Band-Logos zu entschlüsseln. Auch nett: die Acts werden nach drei einflußreichen Alben gefragt, also konkreten Alben, nicht Künstlern.
Das “Heft” ist im Grunde ein Taschenbuch mit seinen 240 Seiten. Das gibt mir viel Auswahl: etliche Seiten überblättere ich einfach, bei anderen lese ich intensiver. So hat mir gerade das Interview mit Brian Molko von Placebo sehr gut gefallen, v.a. seine philosophischen Gedanken, die mich dazu motiviert haben, mich wieder einmal mit Albert Camus zu befassen.
Was nehme ich an Bands aus diesem Heft für intensives Hören mit? The Calm Grey (!), IAMIMPERFECT und Beyond Obsession.
Versöhnlich stimmt mich dieses Heft, das einfach mit seinem riesigen Umfang “für jeden etwas” bietet, z.B. auch viele Foto-Impressionen vom WGT.




