Ich möchte kurz an die “Begleit-Playlist” zum Blog “Schwarze-Szene.net” erinnern, zu finden auf Spotify. Infos gibt es auf dieser lokalen Seite. Aktuell sind fünf Titel hinzugekommen, so daß die 5‑Stunden-Marke geknackt wurde. Hört doch mal rein, wenn Ihr Lust und Zeit habt!
Mesh – live, Köln 10.4.26
Ich beginne den Konzertbericht etwas früher, nämlich mit der „Listening Party“ von Mesh am 22.3.26 auf Bandcamp, bei der das neue Album komplett gespielt wurde. Gemeinsam mit Menschen aus aller Welt hörte ich das neue Album – erstmalig neues Material nach dem Studioalbum “Looking Skyward” von 2016, das immerhin für Mesh einen Platz 12 in den deutschen Charts brachte.
“The Truth doesn’t matter” ist ein starkes Album, ein rundes Werk, denn das ist ja auch immer wichtig, daß eine Band “ihren Sound” trifft, den Fans mögen und wiedererkennen – und schon bei diesem ersten Hören kommentierten einige, das klinge gut nach ‘Mesh Retro’.
Klar ist aber auch: die Vorab-Auskopplungen “Exile”, “Hey Stranger” und “This World” sind die stärksten Songs, direkt gefolgt vom Titelsong oder auch “A Storm is coming”. Gefüllt wird das Album etwas durch drei kurze Instrumentalstücke, die möglicherweise für ‘Eingeweihte’ mehr Hintergrund haben. Mesh – live, Köln 10.4.26 weiterlesen
photophor – no music for the masses
Auf das Album “Der Wahn als Methode” von Anfang 2025 folgte nun ’no music for the masses’, im März 26 veröffentlicht. Auf photophor bin ich aufmerksam geworden, weil das Duo aus Kate und Asch mir letztes Jahr auf Instagram folgte. Kurz haben wir uns beim Stella Nomine getroffen und ein paar Worte gewechselt.
Transparenz: das Album ist kein kostenloses Rezensionsexemplar, es wurde von mir gekauft.
Das Album mit einer Laufzeit von ungefähr einer Dreiviertelstunde beinhaltet 11 Lieder. Der dynamische Einstieg mit “Der Jugend beraubt” erscheint wie eine Erinnerung an das erste Album mit Sprechgesang und Aschs dominanter Stimme. Unklar bleibt, wer seiner Jugend beraubt wurde, da die benutzten Verben (verkauft, gequält, mißbraucht…) vieldeutig sind und sich nicht ausschließlich auf ‘Jugend’ beziehen. Vielleicht ist es aber ‘die Jugend’ allgemein, die gemeint ist – die Jugend als Lebensabschnitt, dominiert von einer kalten Welt der Erwachsenen, von Erwachsenen auch als Tätern. photophor – no music for the masses weiterlesen
Maria Magdalena (Film)
Wer war Maria Magdalena?
Würde ich mich auf das beziehen, was mir in meiner katholischen Erziehung so vermittelt wurde, dann wäre sie auch heute noch für mich die typische “Sünderin”, die Prostituierte. Diese Sichtweise hat eine lange Tradition, sie geht auf das Ende des 6. Jahrhunderts und Papst Gregor den Großen zurück. Nie ist mir früher aufgefallen, daß Maria Magdalena (fortan MM) der erste Mensch war, der lt. dreien der vier kanonischen Evangelien den auferstandenen Jesus gesehen hat. Sie ist, wie der Untertitel des Buches von C. Bourgeault (The Meaning of Mary Magdalene) lautet, „the woman at the heart of Christianity“. Maria Magdalena (Film) weiterlesen
Unbekümmert
Diesem dysphorischen Text möchte ich ein Caveat! voranstellen: Wenn dich das Thema Suizid triggert, wäre es gut, den Text auszulassen.
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Unbekümmert schaut
blaßgelbes Licht aus Fenstern,
wird aufgelöst in der Nacht
zwischen Menschen hinter ihnen
und dem Kind. Unbekümmert weiterlesen
The world we knew has changed
“The world we knew has changed
but we have to arrange.
The strongest rocks will crack
but there is no way back.
Nothing worth anymore
the things that we adore.
Our rules disappear -
feel the upcoming fear. (…)
They can’t destroy our past
our memories will last.
What we are living for
doesn’t matter anymore.
We stay nevertheless
don’t lose selfconciousness.”
[photophor, New Order]
Das Ende des Blogs…
… ist nicht nur auf meins gemünzt, sondern auf die “Blogosphäre” als solche. Ich glaube, das Blog als Mitteilungskanal hat so langsam ausgedient. Das hat m.E. vor allem damit zu tun, daß immer weniger gelesen wird, daß Menschen mit langen Texten überfordert, von ihnen gelangweilt sind. Es wächst eine Generation heran, die bereits mit einem “langen Text” wie einer Speisekarte Probleme hat <gdrvvf> (auch das ist schon alt und wird von wenigen verstanden). Das Ende des Blogs… weiterlesen
Beliefs
Der Exorzist – die Neuauflage
Wir wissen nun, daß die Neuauflage des klassischen Exorzist-Films im Frühjahr 2027 in die Kinos kommen soll. Ich habe in zwei Beiträgen das Thema schon kurz angerissen: Johansson soll es reißen und Wie weiter mit dem Exorzisten?
In Kürze rekapituliert: David Gordon Green sollte eine Trilogie drehen, wovon er nur The Exorcist: Believer umgesetzt hat, der im Grunde ein Flop war und von mir auch negativ rezensiert wurde. Blumhouse und Green haben sich dann getrennt; nun soll Mike Flanagan aus den zwei “offenen” Filmprojekten offenbar die eine “richtige” Neufassung des Exorzisten drehen.
Ich hatte mich schon über Flanagan ausgelassen, der mich mit Midnight Mass eher schockiert hat, s. Wie kraß geht Kirchenhaß? Vor diesem Oeuvre halte ich Flanagan nicht für den Ideal-Regisseur für den Exorzisten.
Warten wir ab – ist ja noch ein Jahr hin.
Bring her back (Film)
Mit ihrem Erstlingswerk “Talk to me” haben die Philippou-Brüder einen großen Erfolg errungen: ein wirklicher guter Horrorfilm, der mir sehr gefallen hat.
Mit “Bring her back” gehen sie in die nächste Runde und haben für mich die Meßlatte nochmal nach oben geschoben. Im Netz schrieb jemand sinngemäß: den Film schauen heißt, ihn ertragen müssen.
Ja, das ist einer der verstörenden Horrorfilme wie z.B. auch Speak no Evil oder Funny Games. [Minimale Spoiler im folgendenText]
Ich sage mal so: es werden zwei ‘Welten’ dargestellt. Da sind die grausamen Videoaufnahmen, die von Einblendung zu Einblendung deutlicher offenbaren, um was es der Pflegemutter Laura wohl gehen könnte. Bring her back (Film) weiterlesen
