Ganz kurzer Hinweis auf eine spannende Diskussion auf Reddit: Es geht um Goth Influencer, die ihre ‘local scene’ nicht supporten, Veranstaltungen nicht ankündigen usw. Lesenswert!
Savaging the Dark (Roman)
Trigger-Warnung vorab: Es geht im Roman von Christopher Conlon um das Thema Pädophilie (Lehrerin -> elfjähriger Schüler). Sofern dich das belasten könnte, laß den Artikel besser aus.
Doch wenn ich schreibe, es geht um Pädophilie, dann ist das nur ein Teil der Geschichte, denn die Frage ist doch zentral, woraus sich die Neigung der Lehrerin Mona Straw nährt; es steht das Thema Traumata im Raum. „Savaging the Dark (Roman)“ weiterlesen
Don’t visit my grave
Jüdischer Friedhof Mainz
Jüdische Friedhöfe in Deutschland sind oft aus Schutzgründen nicht öffentlich zugänglich. Für den Mainzer Friedhof “Am Judensand” ändert sich dies nun nach der Einweihung des neuen Besucherzentrums Sali-Levi-Haus am vergangenen Wochenende. Während Juden aus aller Welt diesen Friedhof besucht haben und ihn lt. SWR-Bericht (längerer Artikel bei Mainz.de) als Pilgerstätte sehen, haben ihn viele Mainzer noch nicht erlebt.
Das ändert sich nun, da der Friedhof an vier Tagen der Woche im Rahmen einer “behutsamen Öffnung” ohne Voranmeldung besuchbar sein wird. Aber auch dann gilt: nur die offiziellen Wege dürfen begangen werden; ein Abweichen von diesen, wie auch Berühren der Grabsteine, ist verboten. Dabei weiter beachten: Männer müssen beim Besuch zwingend eine Kopfbedeckung tragen; das muß keine klassische Kippa sein.
Soweit ich herausfinden konnte, ist der Friedhof Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag von 9–18, ab Oktober von 10–17 Uhr geöffnet.
Somit besteht für nach wie vor Friedhofs-affine Goths die Möglichkeit, die besondere Atmosphäre (und Geschichte -> Besucherzentrum) zu erleben.
The Awakening, Köln, 3.9.26
Ein Flyer auf dem M’era Luna machte mich neugierig: The Awakening aus Südafrika würden ein paar Konzerte in Europa spielen, u.a. in Köln – auf der “The Lost Theatre Tour”.
Sänger Ashton Nyte ist eine Art Tausendsassa, hat etliche Solo-Alben veröffentlicht, und eben 13 (!) mit/als The Awakening zwischen 1997 und 2024 – zuletzt das schlicht “The Awakening” genannte Werk, jetzt, 26, “The Lost Theatre” – mit gleichnamiger Tour. „The Awakening, Köln, 3.9.26“ weiterlesen
Keine Glücksgefühle bei Alphaville
VORAB: Der Artikel wurde geschrieben, als die Sache noch in einer Dynamik war. Bitte den Nachtrag unten beachten…
Es geht also doch, wenn man (der Veranstalter) will. Laut BILD-Bericht hat das Glücksgefühle-Festival die 80er-Ikonen Alphaville ausgeladen, weil die Band nicht bereit war, vorab zu versichern, sie werde keine politischen Statements auf der Bühne abgeben. Hintergrund war eine Äußerung des Master-Minds Marian Gold vor einiger Zeit auf der Bühne gegen die AfD und rechtsradikale Tendenzen.
Veranstalter Markus Krampe und Lukas Podolski, die hinter dem Glücksgefühle-Festival stehen, werden mit “Unsere Bühne ist keine Plattform für politische Äußerungen” vom SWR zitiert.
Ich finde das grundsätzlich gut. Allerdings merke ich, daß wir uns hier eben doch in einem anderen gesellschaftlichen Bereich befinden: das mit “good vibes only” beworbene Festival verkauft in einem Gesamtpaket mit Fahrgeschäften usw. ein Happening, das Glück pur verspricht.
Ich kann nur vermuten, daß die Festival-Gäste mainstreamig-unpolitisch-unschwarz sind.
Das ist nicht vergleichbar mit der Schwarzen Szene, die schon immer fest links verortet war. Ich will das auch nicht vergleichen, denn mir geht es, wie schon öfter geschrieben, vor allem um die “Verkündigungen” von der Bühne herab, also Ansagen mit einem hierarchischen Gefälle, die Bühne als Kanzel, von der herab die “Wahrheit” gesprochen wird. Ich mag keine politische Beeinflussung – egal von welcher Seite -, wenn ich auf einem Festival oder Konzert bin. Gerne kann man, kann auch die Schwarze Szene, in den öffentlichen Foren politisch diskutieren, aber Polit-Agitation törnt mich ab.
Ich denke nicht, daß aus diesem Einzelfall ein Präzedenzfall wird: da gibt es bei den Veranstaltern der Schwarzen Szene keinerlei Disposition. Aber ich habe das Thema kurz aufgegriffen, um zu zeigen, daß es eben doch geht, wenn man sich als Veranstalter mutig plaziert.
Nachtrag:
Lt. Tagesschau hat der Veranstalter “Fehler” eingeräumt; ggf. spielen Alphaville nun doch. Nein, tun sie nicht: Herr Gold sagt u.a. auf Insta: nö, wir spielen nicht, bäh, bäh…
Man muß darauf schauen, was gesagt wird: Campino von den Toten Hosen wird damit zitiert, man finde es fragwürdig, jemand auszuladen, der gegen die AfD ist usw. Wenn ich das lese, denke ich, da ist nicht nur tote Hose, auch obenrum wird’s ruhig, weil… das Eine hat mit dem Anderen jar nüscht zu tun. Was da stattfindet ist eine Politisierung der Kunst, die gerade bei Events der Schwarzen Szene noch problematischer wäre. Alphaville sollten gerade nicht ausgeladen werden, weil sie gegen die AfD sind, sondern weil sie ihre Stellung, ihren Auftritt dazu nutzen, Polit-Propaganda zu verteilen.
Man darf für oder gegen alles sein, aber wenn der Veranstalter ausdrücklich auf SEINEM Event keine Politik wünscht, dann hat er m.E. so eine Art Hausrecht. Natürlich darf man sich ‘auflehnen’, darf Konventionen brechen, wie seinerzeit die Doors, die trotz Verbot in der Ed Sullivan Show “higher” sangen, um damit verlogene gesellschaftliche Attitüden, die das Fernsehen so übernimmt, vorzuführen.
So, jetzt ist auch gut; ist kein Politik-Blog hier.
Erinnerung: Die Playlist zum Blog
Ja, ich weiß, ich behandle diese Playlist – hier die Seite dazu – etwas ’stiefmütterlich’. Sie führt ein Schattendasein, weil ich eher privat an meinen Playlists (offline) arbeite. Aber jetzt hatte ich mal wieder zwei Stunden Motivation, daher ist die Liste von 67 auf 72 Titel angewachsen.
Rausgefallen ist “Il se noie” von Trisomie 21. “Equinoxe” von The House of Usher wollte ich durch “Witchcult” ersetzen, aber das findet sich nicht auf Spotify.
Hinzugekommen sind:
- Diary of Dreams – The Fatalist
- Eisregen – Am Abgrund
- The Fields of the Nephilim – Last Exit for the Lost
- IKON – In Trust I Return
- Laibach – Final Countdown
- Second Decay – Anders sein
- Zoon Politicon – No Way Out
Hört mal rein – viel Spaß!
Stella Nomine 2026 – Samstag
Ruhig lag das Camp, von weitem rief ein Schwarzspecht, als ich wieder früh zur Wischi-Waschi-Station zum Duschen pilgerte. Das Gras noch regennaß; auch für heute waren Regen und stärkerer Wind angekündigt.
Stella Nomine 2026 – Freitag
Eine ruhige Nacht zum Freitag; früh zur „Wischi-Waschi-Station“ zum Duschen, wo es warmes Wasser genau in der Temperatur gab, die ich mag. (Die kleinen Dinge des Lebens…) Lob! 🙂
Den Vormittag verbummelt, im Schatten gesessen. Am frühen Nachmittag Richtung Bühne, Stände usw. gegangen. Beim offiziellen Merch leider kein Shirt gefunden, das mich so richtig angesprochen hat, dafür dann eine Mütze gekauft. „Stella Nomine 2026 – Freitag“ weiterlesen
Stella Nomine 2026 – Donnerstag
Unser drittes Stella … Unproblematische Anfahrt vom Rhein an die Elbe. Wie im letzten Jahr haben wir am Vortag einen Stellplatz ca. eine halbe Stunde südlich von Torgau genutzt, sind dann am Donnerstagmorgen um kurz nach 9 Richtung Entenfang gefahren. Autoschlange auf der Zufahrt bis zur Bundesstraße; wir paßten gerade mit dem Van noch dahinter. „Stella Nomine 2026 – Donnerstag“ weiterlesen

