“The world is an amazing place if you can tolerate it. (…) Accepting my fate gave me clarity, and that clarity granted me serenity. If this was the end, I was going to go out singing.”
[Kim in: Full Brutal, K. Triana]
Mit seinem Roman Stolen Tongues hat mich Felix Blackwell begeistert. “The Cold People” habe ich dreimal begonnen, aber abgebrochen; gleiches (einmal) gilt auch für “The Church beneath the Roots”. Nun bin ich über den neuen Roman “The Sorrowstones” gestolpert und hatte gleich wieder den Lesefluß wie beim ersten Titel – zumindest bis kurz vor dem Ende…
Aber: Sorrowstones ist für mich keine Gänsehaut-Lektüre; das Bedrohungsgefühl entsteht eher langsam, also bis Leser und der Protagonist Cole merken, daß die Lage ziemlich aussichtslos ist. Ich muß minimal spoilern… Blackwell – The Sorrowstones (Roman) weiterlesen
Diesem dysphorischen Text möchte ich ein Caveat! voranstellen: Wenn dich das Thema Suizid triggert, wäre es gut, den Text auszulassen.
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Unbekümmert schaut
blaßgelbes Licht aus Fenstern,
wird aufgelöst in der Nacht
zwischen Menschen hinter ihnen
und dem Kind. Unbekümmert weiterlesen
… ist nicht nur auf meins gemünzt, sondern auf die “Blogosphäre” als solche. Ich glaube, das Blog als Mitteilungskanal hat so langsam ausgedient – es ist ‘Media’, aber zu wenig ‘Social’. Es fehlt an der Vernetzung, und es wird m.E. immer weniger gelesen, so daß Menschen mit langen Texten überfordert, von ihnen gelangweilt sind. Es wächst eine Generation heran, die bereits mit einem “langen Text” wie einer Speisekarte Probleme hat <gdrvvf> (auch das ist schon alt). Das Ende des Blogs… weiterlesen
Richard Mathesons Roman aus dem Jahre 1971 über ein Spukhaus in den Vereinigten Staaten ist ein Klassiker der Horrorliteratur. Laut Titel der Kindle-Ausgabe soll Stephen King gesagt haben: “Hell House is the scariest haunted house novel ever written.”
Schauen wir mal. Ich muß ein bißchen spoilern, lasse aber Details und das Ende aus. Hell House (Matheson) weiterlesen
„Ghost Story“, erschienen 1979, ist einer der bekanntesten Horrorromane, aber auch ein ziemlicher Brocken von Umfang und Inhalt her. Wer rein vom Titel her meint, es handele sich um eine klassische Geistergeschichte, liegt falsch.
(Ich spoilere den Hintergrund ein wenig, nicht die Identität des Bösen und die Auflösung des Romans.) Ghost Story (P. Straub) weiterlesen
“Leben kann man nur, solange man vom Leben berauscht ist; sobald man ernüchtert ist, muß man sehen, daß all dies nur eine Täuschung ist, und eine dumme Täuschung! (…) Die Wahrheit war: Das Leben ist eine Sinnlosigkeit. Ich lebte gleichsam so dahin, ging und ging meinen Weg, war an einen Abgrund gekommen und sah deutlich, daß nichts vor mir lag als Verderben. Ein Stillstehen war unmöglich, ein Zurück war unmöglich. Es war auch unmöglich, die Augen zu schließen, um nicht zu sehen, daß nichts als Leiden und der leibhaftige Tod vor mir lag – die völlige Vernichtung. (…) Alles Übrige ist Lüge.”
Leo Tolstoi, Meine Beichte (Auszug)
Amalia Zeichnerin hat Interviews mit Personen geführt, die sich der Schwarzen Szene zugehörig fühlen. Die entstandenen Texte hat sie kostenfrei als EPUB und PDF veröffentlicht, hier herunterladbar.
Mein Eindruck von den Interviewpartnern: Zwar decken sie mit der Dauer ihrer Szenezugehörigkeit ein großes Spektrum ab – ein Monat (!) bis 80er-Jahre-Kontext, aber sie empfinden und urteilen doch auffallend ähnlich. Wieso? Stimmen aus der Schwarzen Szene (Buch) weiterlesen