Nick Cut­ter – The Troop

Nick Cut­ter – The Troop

[Mini-Spoi­ler]

Ein Pfad­fin­der-Trupp ver­bringt ein ver­län­ger­tes Wochen­en­de auf einer Insel. Klar, da muß “das Böse” von außen kom­men, wäh­rend der abge­schie­de­ne Schau­platz mög­li­cher­wei­se die Flucht erschwert. „Nick Cut­ter – The Troop“ wei­ter­le­sen

Tabus der Mehr­heits­ge­sell­schaft

“Sex & Tod, schwarz & weiß – die­se vor­der­grün­di­gen Wider­sprü­che sind stil­prä­gend für die Gothics. ‘Schön­heit’ schließt für die Gothics das Häß­li­che mit ein, bedingt es gera­de­zu. Kein Leben ohne Tod, kein Licht ohne Dun­kel­heit, kei­ne Freu­de ohne Trau­er. Um ‘Glück’ zu defi­nie­ren, muß ich auch ‘Unglück’ erfah­ren haben. Gothic zu sein bedeu­tet für die mei­sten nicht, stän­dig unter Depres­sio­nen zu lei­den, son­dern die schwar­zen Sei­ten des Lebens auch zuzu­las­sen. … Die gera­de­zu magi­sche Anzie­hungs­kraft, die extre­me The­men, Gefüh­le und Lebens­sti­le (Tod, Sado­ma­so­chis­mus, Kör­per­schmuck wie Pier­cing usw.) auf die Gothics aus­üben, nährt sich aus den Tabus und Ver­drän­gun­gen der Mehr­heits­ge­sell­schaft.”
[Klaus Farin, ‘Die Gothics, Ber­lin, Bad Tölz 2001’]

VNV Nati­on Elec­tric Sun Tour 2023

Ronan Har­ris hat­te auf dem Amphi 2022 ange­kün­digt, 2023 sol­le wie­der ein etwas “dunk­le­res Album” raus­kom­men. Jetzt ist es da, heißt “Elec­tric Sun” und ist Stand 5.5.23 auf Platz 5 (!) der deut­schen Album-Charts. Wow – und herz­li­chen Glück­wunsch, Ronan!

Schon beim ersten Hören war ich fas­zi­niert, wie vor­her nur bei Prai­se the Fal­len, Empires und Auto­ma­tic. Ein Hör­erleb­nis wie aus einem Guß. Klar, da wird  VNV Nati­on nicht neu erfun­den, aber es ist doch more of the good stuff. Kurz­ent­schlos­sen fuh­ren mei­ne Frau und ich zum Kon­zert im E‑Werk in Köln am 5.5.23.
Von der Vor­band, den Trai­trs, habe ich einen Titel in mei­ner “Rush-Play­list”. Zu viel Geschrum­mel und der Ver­such, wie Robert Smith zu klin­gen (ist auch Chris­sy vom Mit­ter­nachts­rei­gen auf­ge­fal­len). Unter­halt­sam, ja, kann man hören, ja, aber mehr – für mich – nicht. „VNV Nati­on Elec­tric Sun Tour 2023“ wei­ter­le­sen

Amphi Festi­val 2023 – Vor­freu­de

Das Amphi steht im Juli wie­der an. Schau­en wir doch mal auf die Acts, die man gewin­nen konn­te.

KITE ste­hen für mich zuoberst. Erst­ma­lig beim 17er Amphi erlebt, war ich sofort Feu­er und Flam­me für die bei­den Schwe­den. Etli­che Titel heu­te noch in mei­ner Play­list.

Dann natür­lich DEI­NE LAKAI­EN. 1996 erst­ma­lig gese­hen, Kon­zert in Köln mit mas­si­ven tech­ni­schen Pro­ble­men, zuletzt 2005 beim M’era Luna. Also wird es jetzt mal wie­der Zeit.

Glei­ches gilt für L’­ME IMMOR­TEL­LE. Bit­ter­keit ist eines mei­ner abso­lu­ten Lieb­lings­lie­der (den­ke an ein bestimm­tes M’era Luna, Tan­zen im Han­gar, uner­füll­te Lie­be).

OMD waren schon 2018 beim Amphi einer der Hits für mich. Es gab eine Pha­se in mei­nem Leben, da moch­te ich gar nichts mehr aus den 80ern hören, kein New Roman­tic, kei­ne NDW – ich woll­te nicht an die (auch schwie­ri­ge) Zeit erin­nert wer­den. Das hat sich geän­dert, so daß ich mich ziem­lich auf OMD 2023 freue.

Das wären die Bands, die ich sehen muß. Dann kom­men die ande­ren Acts, die ich mir ger­ne anschaue, wie: Covenant, Clan of Xym­ox, Diora­ma, Qntal, Soli­ta­ry Expe­ri­ments.
Wie war das mit Zera­phi­ne? Hat­ten die nicht abge­sagt? Die run­ning order listet sie aber noch. Nee, habe mich geirrt: Zero­man­cer kom­men nicht, dafür Das Ich.

Alles in allem ein rich­ti­ges Vor­freu­de-Pro­gramm. 🤗

Nach­trag: Hier nun die Berich­te für Sams­tag und Sonn­tag.

Castrum Nigra 2023 (und Ein­drücke von 2019)

An der Mosel bei Bro­den­bach (die Recht­schreib­kor­rek­tur bie­tet hier “Hoden­bruch” an…😁) steht die Ehren­burg, die schon eini­ge Male der “Gothic-Par­ty” Castrum Nigra eine Kulis­se bot (FB-Sei­te – dort auch ein­mi­nü­ti­ger Trai­ler). Nach der Coro­na-Zeit und der wegen Neu­eröff­nung der Druck­luft­kam­mer nicht umge­setz­ten Par­ty im Juli 22 geht es jetzt am 7.7.23 wei­ter; der Vor­ver­kauf (20€) läuft bis 24.6.23.
Hier gibt es bei You­tube den offi­zi­el­len Trai­ler…

Mein Bericht für 2023 ist nun online.

Die Auf­tei­lung der Tanz­flä­chen auf dem Burg­ge­län­de sieht so aus: „Castrum Nigra 2023 (und Ein­drücke von 2019)“ wei­ter­le­sen

Docs – Tip zum Ein­lau­fen

Stie­fel von Doc Mar­tens haben eine lan­ge Geschich­te. Mit der Aus­la­ge­rung der Pro­duk­ti­on nach Chi­na (und nur teil­wei­sen Rück­ver­la­ge­rung nach Eng­land auf­grund von Kri­tik) hat man sich viel­leicht kei­nen Gefal­len getan. Mei­ne 7‑Loch Docs sind für die ange­ge­be­ne Grö­ße eher etwas zu groß, dafür sind sie am Spann so eng, daß es drückt. Ins­be­son­de­re drückt es, weil da das Fut­ter aus dem Vor­der­fuß­be­reich ver­näht ist, so daß eine fühl­ba­re Naht mit Über­stand des Mate­ri­als ent­steht (beim rech­ten Schuh mehr als beim lin­ken). Beim Rein­schlüp­fen in den Schuh stülpt sich das um – und die Druck­stel­le ist noch schmerz­haf­ter.

Tip hier­zu: die Naht im Schuh von vor­ne nach oben glatt­strei­chen, dann die Schuh­la­sche umklap­pen, in den Schuh stecken und über die­se Naht legen. In den Schuh schlüp­fen und die Lasche wie­der raus­zie­hen – fer­tig.

Ein ande­rer Tip kommt von Dr Mar­tens selbst: Wenn man die Schu­he nicht trägt, zwei Geträn­ke­do­sen rein­schie­ben, um die besag­te Naht zu deh­nen.

Wei­te­re Alter­na­ti­ve: Im gut sor­tier­ten Laden meh­re­re Exem­pla­re in der glei­chen Grö­ße anpro­bie­ren und die neh­men, bei denen die besag­te Naht am wenig­sten drückt.

(Nach­trag: Ich bin mit die­sem Paar Stie­feln nicht warm­ge­wor­den und habe sie ver­kauft. Jetzt tra­ge ich Bon­da­ge Lon­don…)

the sound­track of our own fai­lings

“Behind the melan­cho­lia the­re always lies more sor­row than tra­ge­dy, more truth than dra­ma. That’s why Goth is the very essence of dignity. (…)

Goth is about tho­se moments of reflec­tion we all have – that nost­al­gia bor­ne of emo­ti­on, the sound­track of our own fai­lings.”

  Mer­cer, Mick: Hex Files: the goth bible, Kind­le 2021 (first publ. 1993)

Noch immer hier?

War­um stei­ge ich Ü50 in so ein Blog ein? Kei­ne (vor­ge­fer­tig­te) Ant­wort, aber Gedan­ken­fut­ter fand ich im Vor­wort zum drit­ten Gothic-Band von Peter Matz­ke und Tobi­as See­li­ger (Ber­lin, Schwarz­kopf & Schwarz­kopf, 2006). Da heißt es:

“Die Gothic-Sze­ne ist zu einer post­ado­les­zen­ten Bewe­gung gewor­den (…) Das Behar­rungs­ver­mö­gen des durch­schnitt­li­chen ‘Gruf­ties’ in ’sei­ner’ Sze­ne ist län­ger, vie­le kom­men irgend­wann in ihren Sinn­su­cher­jah­ren hin­ein – und blei­ben (viel­leicht, weil sie fest­ge­stellt haben, dass die Sinn­su­cher­jah­re nie auf­hö­ren…) (…) Gothic ist kei­ne tem­po­rä­re musi­ka­li­sche Wel­le, kei­ne schnel­le Mode – (…) Das Gothic-Move­ment hat auf­ge­hört, eine Jugend­be­we­gung zu sein.”
„Noch immer hier?“ wei­ter­le­sen

Umbra et Ima­go auf You­Tube

Klei­ner Hin­weis für die U&I Fans, die nicht so oft in You­Tube rein­schau­en: der Kanal wird mit Vide­os gefüllt – da tut sich gera­de etwas mehr als sonst. Sehr schön z.B. der 1993er Auf­tritt beim Zil­lo-Festi­val, das Aku­stik-Set von 2011 mit über einer Stun­de Län­ge oder der 16-minü­ti­ge erste Teil einer Art Band­ge­schich­te unter dem Titel Dreams, Sex & Eter­ni­ty.

Nach­trag Mai 23: Nun sind auch Tei­le 2 und 3 der Band­ge­schich­te online sowie ein 80-minü­ti­ges Tour-Video von 1994, s. Band-Chan­nel.

M’era Luna 2022 im Stream

Ein paar Ein­drücke von der Ter­ras­se… 😉

VNV Nati­on war(en) natür­lich abso­lu­te Klas­se mit dem “Clas­sic Set”. End­lich mal wie­der ein ruhi­ger Ronan, der nicht außer Puste kommt und zeigt, wie­viel Atmo­sphä­re er mit sei­ner Stim­me erzeu­gen kann. Und wenn er dann so bewegt ist, ihm die Trä­nen kom­men, dann habe ich auch Gän­se­haut. BTW, wenn ich Illu­si­on zur Gitar­re sin­ge, muß ich je nach Aus­gangs­stim­mung auch mal mit einem Refrain aus­set­zen, weil mir die Stim­me weg­geht. Ist ein­fach eines die­ser “Lie­der mei­nes Lebens”.

Nit­zer Ebb – nicht “mei­ne” Band, aber unglaub­lich toll, die­se Urge­stei­ne erle­ben zu dür­fen. (Für mich auch Musik, die ich bes­ser hören kann als z.B. Com­bi­christ.)

Nach VNV mein High­light: The Beau­ty of Gemi­na. Die MUSS ich mal in einem klei­nen Club sehen, aber lei­der liegt die Sep­tem­ber-Tour in mei­ner Urlaubs­wo­che… In mei­ner Play­list sind “Into Black”, “Last Night Home (Acou­stic)” und “One Mil­li­on Stars”. (Aber dann hat’s 2024 doch geklappt.)

The Mis­si­on – nö, zu oft gese­hen und Way­ne wird nicht bes­ser.

Blut­engel – hin- und her­ge­ris­sen: schö­ne Melo­dien, aber doch hart an der Pop-Uner­träg­lich­keits­gren­ze. (Und schon habe ich “Mor­ning after the War” unge­wollt als Ohr­wurm im Kopf.)

Lord of the Lost “Ensem­ble” – gehen in die­ser Form in die Blut­engel-Rich­tung. Da paßt es irgend­wie, daß Harms das neue Album von Nino de Ange­lo pro­du­ziert hat.

Schand­maul – hm, da bin ich auch sehr ambi­va­lent. Etli­che Mal live gese­hen; es gibt vie­le Lie­der, die ich mag. Die Stim­me des Sän­gers ist unver­wech­sel­bar und trägt viel zum Erfolg der Band bei. Kei­ne abge­fah­re­ne Show, son­dern Kon­zen­tra­ti­on aufs musi­ka­li­sche “Hand­werk”. Was mir per­sön­lich nicht gefällt, sind die poli­ti­schen State­ments von der Büh­ne her­ab (das soll­te in einem ande­ren Rah­men dis­ku­tiert wer­den). Und – gefühlt – jedes Jahr die Wer­bung für Viva con Agua… Ich mei­ne, die Leu­te von VcA lau­fen ja schon offen­sicht­lich auf dem Festi­val-Gelän­de her­um und bekom­men auch von mir Pfand (wenn ich vor Ort bin <g>), aber da muß ich nicht von der Büh­ne her­ab belehrt wer­den.

Und natür­lich kann man schon auf der ML-Sei­te die ersten Acts für 2023 sehen… (neben vie­len Impres­sio­nen vom Wochen­en­de)

 

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