Der Exorzist – die Neuauflage (2)

Mit Verweis auf meinen Beitrag vom Jahresanfang hier die aktuellen News (Trailer) zu Herrn Flanagans Versuch, sich am Exorcist-Franchise abzuarbeiten. Nein, ich mag Flanagan nicht. Das merke ich immer wieder, wenn mir Filme von ihm unterkommen. Aktuell hatte ich die Empfehlung zu „Doctor Sleep“ – ein „Nachfolger“ zu The Shining, für manche sogar „besser“ als das Original. Nö, is nich so. Und sprich mich nicht auf Midnight Mass an.

Deswegen bin ich jetzt auch eher genervt, weil ich weiß, Flanagans Exorcist „Märtyrer“ wird so ein Serienkiller-Filmchen. Gähn… Moviepilot schreibt: „Gleich zu Beginn des Films bekommt sie (Julie Miller, gespielt von Frau Johannsson, Rush) es mit einem Serienkiller namens Father Sunday zu tun, dessen Morde von Märtyrern inspiriert sind.“ Ah ja. Weil Märtyer ja auch gemordet haben, richtig? Oder ist eher gemeint, daß die Morde daran orientiert sind, wie Märtyrer getötet wurden?
Nee, ich gehe schon mit Unlust an den ganzen Artikel…

Millers 12-jähriger Sohn kommt dann in den Bann dämonischer Mächte und … ja, so eben. Hier gibt’s den Trailer.
Nun gut, optisch sieht das alles schön aus. Warten wir’s ab. Ich hätte auch einfach den Link posten können. 😁

The Last Exorcism & The Next Chapter

Der letzte Exorzismus

Cotton Marcus (Patrick Fabian) stammt aus einer (freikirchlichen) Prediger-Familie, wurde vom Vater als „Kinder-Prediger“ aufgebaut. Als er als Erwachsener seinen Glauben verlor, standen Karriere (und Familien-Einkommen) auf dem Spiel, also mußte weitergemacht werden wie bisher – Show-Exorzismen, gute Miene, böses Spiel. Marcus sagt im Biopic (man kann Found Footage sagen), denn so ist der Film aufgebaut, der ihn konkret zu einem Exorzismus begleitet, wer an Jesus glaube, müsse zwingend auch an Dämonen glauben, da Jesus ja selbst Exorzist gewesen sei. Das läßt sich nicht abstreiten und bildet eine interessante Grundlage für diesen Film, der meine Kriterien für Exorzismus-Filme nicht erfüllt, den ich aber häufiger als andere Exorzismus-Filme gesehen habe. The Last Exorcism & The Next Chapter weiterlesen

Der Teufel in mir – Exorzismus heute (ZDF-Doku, 2026)

Gibt es den Teufel, das personifizierte Böse? Das bleibt lt. im Film zu Wort kommender Expertin Nicole Bauer ungeklärt. Für den katholischen Pfarrer Jörg Müller ist es ähnlich: er sage nie, daß es das nicht gebe, aber ‚der Böse‘ komme eben nie als Person, niemand habe ihn gesehen.

Also 43 Minuten viel Lärm um nichts? Ich sage mal so: wer nur Exorzismus-Filme als Horrorfilme schaut, der wird feststellen, daß es gar nicht so einfach ist, das reelle Wesen des Bösen zu bestimmen, und auch das Wirken des Bösen zweifelsfrei beurteilen zu können. In der Doku berichtet niemand davon, daß ein Besessener wie eine Spinne von der Decke herabhängt und Obszönitäten schreit oder grünen Brei erbricht. Der Teufel in mir – Exorzismus heute (ZDF-Doku, 2026) weiterlesen

TV-Tip Pfingsten: Exorzismus

Das ZDF zeigt an Pfingsten eine Exorzismus-Doku mit dem Titel „Der Teufel in mir„. Gesendet wird am Pfingstsonntag um 9:30 Uhr und am Montag um 17:30 Uhr.

In der Pressemappe heißt es: „Die Autoren Max Damm und Emely Sporrer begleiten für die ZDF-Dokumentation an Pfingsten Exorzisten, Betroffene sowie Kritiker und beleuchten eine Praxis zwischen Glauben und Gefahr.“

Ausführlicherer Text zur Doku unter dem angegebenen Link.

Der Exorzist – die Neuauflage

Wir wissen nun, daß die Neuauflage des klassischen Exorzist-Films im Frühjahr 2027 in die Kinos kommen soll. Ich habe in zwei Beiträgen das Thema schon kurz angerissen: Johansson soll es reißen und Wie weiter mit dem Exorzisten?

In Kürze rekapituliert: David Gordon Green sollte eine Trilogie drehen, wovon er nur The Exorcist: Believer umgesetzt hat, der im Grunde ein Flop war und von mir auch negativ rezensiert wurde. Blumhouse und Green haben sich dann getrennt; nun soll Mike Flanagan aus den zwei „offenen“ Filmprojekten offenbar die eine „richtige“ Neufassung des Exorzisten drehen.

Ich hatte mich schon über Flanagan ausgelassen, der mich mit Midnight Mass eher schockiert hat, s. Wie kraß geht Kirchenhaß? Vor diesem Oeuvre halte ich Flanagan nicht für den Ideal-Regisseur für den Exorzisten.

Warten wir ab – ist ja noch ein Jahr hin.

Dominion: Exorcist – Der Anfang des Bösen (Film)

Wer zuvor bereits den von mir mit ***** (!) bewerteten Film Exorzist: Der Anfang gesehen hat, wird sich wundern: Wieso wiederholt dieser 2005, also ein Jahr später erschienene Film die Thematik des anderen? Ist das so eine geheime ‚Battle of the Exorcists‘?

Tatsächlich gab es da Streß: Morgan Creek, die Produktiosfirma, hatte den von Taxi Driver bekannten Regisseur Paul Schrader engagiert, den Stoff zu drehen. Doch man fand den Film dann zu abgehoben intellektuell, zu unblutig für das anvisierte Publikum. Der fertige Film wurde auf Eis gelegt (sehr verständlich, finde ich.)

Dann erhielt Renny Harlin den Auftrag, der mit „The Beginning“ den von mir so gut bewerteten Film kreierte, der – nun ja – bei Kritikern und Publikum eher durchfiel – übrigens auch beim Autor des Romans: William Blatty war ’not amused‘ über den Harlin-Film, während er den hier besprochenen lt. Wikipedia „ansehnlich, stilvoll und elegant“ fand. *hust*.

Dominion: Exorcist – Der Anfang des Bösen (Film) weiterlesen

Erinnerung: Exorzismus-Filme – ‚honorable mentions‘

Ich möchte kurz auf die Seite mit Filmen verweisen, die nach meiner Definition nicht unter jene Exorzismus-Filme fallen, die ich hier ausführlicher bespreche. Was ich dennoch gut finde, wird dann auf Exorzismus-Filme: Honorable Mentions gesammelt.

Hinzugekommen ist aktuell: The Exorcism of Karen Walker.

The Ritual (Film)

The Ritual ist ein Exorzismus-Film von David Midell aus dem Jahre 2025. Aus dem englischen Wikipedia-Eintrag kann man erfahren, daß für die Rolle des jüngeren Priesters Ben Foster vorgesehen war, der aber wohl nach einiger Zeit ausgestiegen ist und durch Dan Stevens ersetzt wurde. Hat da jemand die Reißleine gezogen?

Fakt ist: der Film ist grottig, und das schauspielerische Talent Al Pacinos wird durch Inszenierung und Story in den Schmutz gezogen – ich war wütend beim Schauen. The Ritual (Film) weiterlesen

Der Exorzist 3 (Film)

Nach dem Originalfilm von 1973 und einer schwachen Fortsetzung von 1977 sollte im Jahr 1990 mit William Peter Blattys Romanverfilmung („Legion / Das Zeichen“) ein würdiger Nachfolger gedreht werden. Oder, wie Segaloff in „The Exorcist Legacy“ schreibt: „The first rule of Exorcist III is: You do not talk about Exorcist II.“
Blatty schrieb selbst das Drehbuch nach seiner Romanvorlage und führte auch Regie.

Ich habe den Film via Apple gesehen und bewerte ihn mit ** von fünf Sternen. Der Text spoilert den Film. (Wikipedia EN) Der Exorzist 3 (Film) weiterlesen

Der Exorzismus der Emma Evans (Film)

„Der Exorzismus der Emma Evans“, im Original „La posesión de Emma Evans“ (bw. in englischsprachigen Ländern „Exorcismus“), von 2010 ist wieder einer der Filme ohne signifikante Wikipedia-Artikel. Das bedeutet in der Regel nichts Gutes. Regie führte Manuel Carballo (der den geplanten Regisseur Luis de la Madrid ersetzte), geschrieben wurde das Drehbuch von David Muñoz. Der spanische Film spielt in England. (Wikipedia EN)

Ich habe den Film via Apple TV gesehen und vergebe ***. Der Text spoilert wie immer den Inhalt des Films.

Der Regisseur hat sich hier vermutlich gedacht, schnell reingeschnittene Rückblicke peppen den ansonsten etwas drögen, zu langen Film auf. So starten wir mit einer Selbstverletzungsszene Emmas, ohne daß im Ansatz klar ist, was da passiert. Diese Art der oft schwarzweißen Rückblicke zieht sich durch den ganzen Film. Ja, kann man machen; nein, mir gefällt das nicht. Der Exorzismus der Emma Evans (Film) weiterlesen

Cookie Consent Banner von Real Cookie Banner