Autor: admin
M’era Luna 2004 – Foto-Impressionen (2)
Weiter geht es mit dem Sonntag, 8.8.2004 und dem zweiten Tag des M’era Luna (Tag 1 hier).
Erstmal war Anstehen an den damals noch sehr einfachen sanitären Anlagen angesagt. Es gab auch so aneinandergereihte Waschbecken, wo man sich einfach ‘draußen’ waschen konnte – heute undenkbar.
M’era Luna 2004 – Foto-Impressionen (1)
In den letzten Tagen habe ich in alten Bildern gestöbert und bin auf die leider nur wenigen Fotos vom 2004er M’era Luna gestoßen, der 5. Ausgabe des Festivals, das das Zillo-Festival in Hildesheim-Drispenstedt auf dem Flugplatz abgelöst hat. Also mal zwei Stunden investiert und zwei Beiträge draus erstellt, denn der Start des diesjährigen Festival-Sommers steht ja bevor…
Alle Setlists finden sich, soweit vorhanden, hier, das Line-Up ist hier. Die – aus meiner Sicht – wichtigsten Künstler waren: Anne Clark, ASP, Blutengel, Covenant, The Eternal Afflict, Funker Vogt, Icon of Coil, In Strict Confidence, L’Âme Immortelle, Lacrimosa, Pink Turns Blue, Umbra et Imago, Therion, Within Temptation, Wolfsheim.
Die Anreise, ein Bild des sich füllenden Zeltplatzes – das sieht immer wieder gleich aus, auch 20 Jahre später…
TV-Tip Pfingsten: Exorzismus
Das ZDF zeigt an Pfingsten eine Exorzismus-Doku mit dem Titel “Der Teufel in mir”. Gesendet wird am Pfingstsonntag um 9:30 Uhr und am Montag um 17:30 Uhr.
In der Pressemappe heißt es: “Die Autoren Max Damm und Emely Sporrer begleiten für die ZDF-Dokumentation an Pfingsten Exorzisten, Betroffene sowie Kritiker und beleuchten eine Praxis zwischen Glauben und Gefahr.”
Ausführlicherer Text zur Doku unter dem angegebenen Link.
Zeit für schwarze Rente?
Ich möchte wieder einmal auf das Spontis-Blog hinweisen, wo es aktuell einen Artikel von ‘graveyardqueen’ mit dem Titel “Ich werde zu alt für diesen Scheiß!” gibt. Schmunzeln mußte ich, als ich den Text las, aber da war das Eingeständnis auch nicht weit, daß ich das, was g. beschreibt, sehr gut kenne.
Denn das ist ja genau das, was ich hier nicht beschreibe – Zweifel oder Müdigkeit, den Streß, den ich mit manchen Terminen als introvertierte Person habe. Also auch mal ein Geständnis: ich habe letztes Jahr zwei Konzerte bzw. ein Konzert und ein Mini-Festival ausfallen lassen, bin nicht hingefahren, beide Male Kulttempel. Zum Konzert hätte ich sowieso allein fahren müssen, es war eine stressige Zeit und ich hatte schlichtweg keinen Bock – auf Lacrimosa? Nein, auf Fertigmachen, 2‑Stunden-Fahrt, Rückfahrt in der Nacht usw. Sehr schade im Nachhinein, aber nicht zu ändern.
Wie war das doch mit dem Altwerden? Ich hatte hier in einem Beitrag geschrieben, wann ich mich zu alt für die Szene fühlen würde: das wäre, wenn ich zur Musik nicht mehr tanzen könnte. Ganz ehrlich: die halbe Nacht unterwegs sein und “unermüdlich” tanzen, das kriege ich aktuell nicht (mehr) hin.
Komisch, so frage ich mich, warum kommt dieser Sp.-Artikel gerade jetzt, wo ich den Webspace für mein Blog gekündigt habe? Ich glaube ja an solche Synchronizitäten. Ist es der ‘wake-up call’ oder die Bestätigung für Couch, Chips und YouTube? 😉
Blackwell – The Sorrowstones (Roman)
Mit seinem Roman Stolen Tongues hat mich Felix Blackwell begeistert. “The Cold People” habe ich dreimal begonnen, aber abgebrochen; gleiches (einmal) gilt auch für “The Church beneath the Roots”. Nun bin ich über den neuen Roman “The Sorrowstones” gestolpert und hatte gleich wieder den Lesefluß wie beim ersten Titel – zumindest bis kurz vor dem Ende…
Aber: Sorrowstones ist für mich keine Gänsehaut-Lektüre; das Bedrohungsgefühl entsteht eher langsam, also bis Leser und der Protagonist Cole merken, daß die Lage ziemlich aussichtslos ist. Ich muß minimal spoilern… Blackwell – The Sorrowstones (Roman) weiterlesen
5 Stunden gute Musik :-)
Ich möchte kurz an die “Begleit-Playlist” zum Blog “Schwarze-Szene.net” erinnern, zu finden auf Spotify. Infos gibt es auf dieser lokalen Seite. Aktuell sind fünf Titel hinzugekommen, so daß die 5‑Stunden-Marke geknackt wurde. Hört doch mal rein, wenn Ihr Lust und Zeit habt!
Mesh – live, Köln 10.4.26
Ich beginne den Konzertbericht etwas früher, nämlich mit der „Listening Party“ von Mesh am 22.3.26 auf Bandcamp, bei der das neue Album komplett gespielt wurde. Gemeinsam mit Menschen aus aller Welt hörte ich das neue Album – erstmalig neues Material nach dem Studioalbum “Looking Skyward” von 2016, das immerhin für Mesh einen Platz 12 in den deutschen Charts brachte.
“The Truth doesn’t matter” ist ein starkes Album, ein rundes Werk, denn das ist ja auch immer wichtig, daß eine Band “ihren Sound” trifft, den Fans mögen und wiedererkennen – und schon bei diesem ersten Hören kommentierten einige, das klinge gut nach ‘Mesh Retro’.
Klar ist aber auch: die Vorab-Auskopplungen “Exile”, “Hey Stranger” und “This World” sind die stärksten Songs, direkt gefolgt vom Titelsong oder auch “A Storm is coming”. Gefüllt wird das Album etwas durch drei kurze Instrumentalstücke, die möglicherweise für ‘Eingeweihte’ mehr Hintergrund haben. Mesh – live, Köln 10.4.26 weiterlesen
photophor – no music for the masses
Auf das Album “Der Wahn als Methode” von Anfang 2025 folgte nun ’no music for the masses’, im März 26 veröffentlicht. Auf photophor bin ich aufmerksam geworden, weil das Duo aus Kate und Asch mir letztes Jahr auf Instagram folgte. Kurz haben wir uns beim Stella Nomine getroffen und ein paar Worte gewechselt.
Transparenz: das Album ist kein kostenloses Rezensionsexemplar, es wurde von mir gekauft.
Das Album mit einer Laufzeit von ungefähr einer Dreiviertelstunde beinhaltet 11 Lieder. Der dynamische Einstieg mit “Der Jugend beraubt” erscheint wie eine Erinnerung an das erste Album mit Sprechgesang und Aschs dominanter Stimme. Unklar bleibt, wer seiner Jugend beraubt wurde, da die benutzten Verben (verkauft, gequält, mißbraucht…) vieldeutig sind und sich nicht ausschließlich auf ‘Jugend’ beziehen. Vielleicht ist es aber ‘die Jugend’ allgemein, die gemeint ist – die Jugend als Lebensabschnitt, dominiert von einer kalten Welt der Erwachsenen, von Erwachsenen auch als Tätern. photophor – no music for the masses weiterlesen
Maria Magdalena (Film)
Wer war Maria Magdalena?
Würde ich mich auf das beziehen, was mir in meiner katholischen Erziehung so vermittelt wurde, dann wäre sie auch heute noch für mich die typische “Sünderin”, die Prostituierte. Diese Sichtweise hat eine lange Tradition, sie geht auf das Ende des 6. Jahrhunderts und Papst Gregor den Großen zurück. Nie ist mir früher aufgefallen, daß Maria Magdalena (fortan MM) der erste Mensch war, der lt. dreien der vier kanonischen Evangelien den auferstandenen Jesus gesehen hat. Sie ist, wie der Untertitel des Buches von C. Bourgeault (The Meaning of Mary Magdalene) lautet, „the woman at the heart of Christianity“. Maria Magdalena (Film) weiterlesen

