Malfi ist ein Autor, von dem ich den sehr guten Roman “Come with me” sowie den eher durchschnittlichen “Snow” gelesen habe. Beim Stöbern fiel mir “The Narrows” auf – gute Bewertungen, interessantes Thema mit leichter Halloween-Verknüpfung. Halloween-Lese-Tip: The Narrows (R. Malfi) weiterlesen
Schlagwort: Roman
Savaging the Dark (Roman)
Trigger-Warnung vorab: Es geht im Roman von Christopher Conlon um das Thema Pädophilie (Lehrerin -> elfjähriger Schüler). Sofern dich das belasten könnte, laß den Artikel besser aus.
Doch wenn ich schreibe, es geht um Pädophilie, dann ist das nur ein Teil der Geschichte, denn die Frage ist doch zentral, woraus sich die Neigung der Lehrerin Mona Straw nährt; es steht das Thema Traumata im Raum. Savaging the Dark (Roman) weiterlesen
LYRV-27 (B. Friedhof)
Gute deutsche post-apokalyptische Literatur ist selten. Oft finde ich billige eBooks mit einem Schreibstil zwischen Viertkläßler und Groschenheft – und greife dann auf englische Titel zurück, die das „Maß der Dinge“ sind – s. The Road, The Dog Stars, gerade in der Verfilmung von Ridley Scott (August im Kino): neben dem überzeugenden Setting eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe.
Dann fiel mir kurz vor dem Amphi–Wochenende in Köln der Roman von Ben Friedhof (Pseudonym des in Krefeld lebenden Autors) in die Hände; Untertitel: Flucht aus Köln.
Das ist ein klassischer Zombie-Roman, das heißt die Zombies sind so, wie wir sie aus den ganzen Filmen kennen: aggressiv, schnell.
Aktuell gibt es drei Bücher in dieser Serie, das vierte ist wohl für den Herbst angekündigt. LYRV-27 (B. Friedhof) weiterlesen
Blackwell – The Sorrowstones (Roman)
Mit seinem Roman Stolen Tongues hat mich Felix Blackwell begeistert. „The Cold People“ habe ich dreimal begonnen, aber abgebrochen; gleiches (einmal) gilt auch für „The Church beneath the Roots“. Nun bin ich über den neuen Roman „The Sorrowstones“ gestolpert und hatte gleich wieder den Lesefluß wie beim ersten Titel – zumindest bis kurz vor dem Ende…
Aber: Sorrowstones ist für mich keine Gänsehaut-Lektüre; das Bedrohungsgefühl entsteht eher langsam, also bis Leser und der Protagonist Cole merken, daß die Lage ziemlich aussichtslos ist. Ich muß minimal spoilern… Blackwell – The Sorrowstones (Roman) weiterlesen
Hell House (Matheson)
Richard Mathesons Roman aus dem Jahre 1971 über ein Spukhaus in den Vereinigten Staaten ist ein Klassiker der Horrorliteratur. Laut Titel der Kindle-Ausgabe soll Stephen King gesagt haben: „Hell House is the scariest haunted house novel ever written.“
Schauen wir mal. Ich muß ein bißchen spoilern, lasse aber Details und das Ende aus. Hell House (Matheson) weiterlesen
Ghost Story (P. Straub)
„Ghost Story“, erschienen 1979, ist einer der bekanntesten Horrorromane, aber auch ein ziemlicher Brocken von Umfang und Inhalt her. Wer rein vom Titel her meint, es handele sich um eine klassische Geistergeschichte, liegt falsch.
(Ich spoilere den Hintergrund ein wenig, nicht die Identität des Bösen und die Auflösung des Romans.) Ghost Story (P. Straub) weiterlesen
Jackson – The Haunting of Hill House (Buch)
„Silence lay steadily against the wood and stone of Hill House, and whatever walked there, walked alone.“
Shirley Jacksons „Haunting of Hill House“ ist einer der Klassiker der Horrorliteratur, obwohl das Werk schon einige Jahre auf dem Buckel hat (1959). Das wiederum merkt man der Sprache im englischen Original an, die z.T. altertümlich wirkt und nicht immer flüssig zu lesen ist. Andererseits hat Jackson ein feines Gespür für den Ablauf und das Verfassen von Dialogen, so daß eben doch ein lebendiger Text entstanden ist.
Wir erfahren zu Anfang, daß Dr. Montague untersuchen möchte, wie sich ein als Spukhaus verstandenes Gebäude auf Gäste, die dort leben, auswirkt. Er lädt verschiedene Personen für einen dreimonatigen Sommeraufenthalt ein, zwei Frauen (Eleanor & Theodora), die bereits früher mit paranormalen Phänomenen konfrontiert waren, und Luke, einen Vertreter der Eigentümerfamilie. Jackson – The Haunting of Hill House (Buch) weiterlesen
We have always lived in the Castle (Jackson)
Der Text von Shirley Jackson, eher längere Erzählung als Roman, war der letzte, der vor ihrem Tod veröffentlicht wurde (1962). Mir wurde geraten, ihn ohne Vorkenntnisse zu lesen, somit wußte ich nicht, was mich erwartete. Letztlich habe ich auf ein Horror-Element gewartet, das nicht eintraf: es ist eine Art Mystery-Erzählung. Ich muß dazu in groben Zügen spoilern…
Ich glaube, daß die psychologische Deutung die wichtigere ist, insbesondere weil lt. Wikipedia die Autorin selbst unter Agoraphobie litt, also der Unfähigkeit sich auf offenen Plätzen mit vielen Menschen zu bewegen.
Dieser Zug an ihr findet sich in gleich zwei von drei Hauptcharakteren. We have always lived in the Castle (Jackson) weiterlesen
The Resurrectionist (White)
Vorab-Hinweis: Der vorgestellte Roman enthält massive, auch sexuelle Gewaltdarstellungen. Ich bespreche ihn in neutraler Sprache, er sollte aber erst ab Volljährigkeit gelesen werden.
„The Resurrectionist“ ist so ein wenig wie Friedhof der Kuscheltiere ‚on speed‘. Schaut man kurz auf den biografischen Hintergrund des Autors Wrath James White, dann paßt der Roman mit seinem krassen Inhalt: White, geboren 1970, ist vom Straßenkämpfer in die Schwergewichts-Liga beim Kickboxen aufgestiegen und war/ist Trainer für verschiedene Kampfsportarten. Er hat einen hohen literarischen Output im Horror-Genre, wobei ich zu sonstigen Werken nichts sagen kann.
Aokigahara (6) – Suicide Forest (Roman)
Trigger-Warnung! Der Text behandelt das Thema Suizid/Selbsttötung. Wenn das für Dich ein Problem ist: bitte nicht lesen!
Hier gibt es eine Vorbemerkung zu diesen Texten.
Das folgende Buch ist ein Roman, der im japanischen Wald Aokigahara jukai spielt. Die Besprechung spoilert den Text.