Amphi-Festi­val 2023 – der Sams­tag

Amphi Festival, 2023, Logo, Orbit Stage
Ban­ner Orbit Stage

Die­ses Jahr bin ich etwas genervt zum Amphi gefah­ren. Grün­de: Fahr- bzw. Über­nach­tungs­si­tua­ti­on und Programm(konflikte).

Es war lan­ge unklar, ob mei­ne Frau und ich gemein­sam zum Amphi fah­ren wür­den, daher war kein Hotel gebucht. Als ich dann im Febru­ar oder so schau­te, waren die Kon­tin­gen­te der Tanz­brun­nen-nahen Hotels weg oder so teu­er, daß ich mei­nen Augen kaum trau­te.
Ich fand ein Hotel auf der ande­ren Rhein­sei­te in der Süd­stadt, reser­vier­te für Frei­tag auf Mon­tag.
Dann kamen die Über­le­gun­gen: zu Fuß zum Tanz­brun­nen eine hal­be Stun­de. Ist mor­gens gut mach­bar, aber dann steht/läuft/tanzt man den gan­zen Tag und muß noch zurück. Also Taxi­ko­sten, viel­leicht 20€ pro Fahrt. Kein Früh­stück inklu­diert, also zusätz­li­che Essens­ko­sten. Über­legt, bespro­chen, gecan­celt – kein Hotel!

Amphi-Festi­­val 2023 – der Sams­tag wei­ter­le­sen

Ohne­welt

Nacht.
Im flackern­den Licht der letz­ten Ker­ze.

Thessaloniki, Abend, Hafen, Lichter
Her­ein­bre­chen­de Nacht, Thes­sa­lo­ni­ki

Du bist fort.
In Unord­nung zer­streut.
Gedan­ken wie Ver­gan­gen­heit, ein Abend Aben­de.
In Erin­ne­rung eine ohn­mäch­ti­ge Geste.
Radio lebt – wie dein Duft im Kis­sen.
Auf­räu­men im Kopf, im Zim­mer -
besei­ti­gen vor dem Mor­gen,
der mit unheil­vol­lem Licht blen­det. Ohne­welt wei­ter­le­sen

Infi­ni­ty Pool (Film)

Der Text spoi­lert den Film!

Wür­de ein Mensch, der sich selbst ver­ach­tet, sich haßt, die Chan­ce wahr­neh­men, sein Ich, sei­nen Kör­per töten zu las­sen, um als sein eige­ner Klon erneut/weiter leben zu kön­nen? Aber da dies ein 100%iger Klon ist, ist der Selbst­haß auch wie­der da. Was gewän­ne – ver­lö­re – man?

Ich sage es mal so: Man­ches in die­sem emp­feh­lens­wer­ten Film (allein schon, weil Mia Goth mich trig­gert) bleibt unklar. Bei Ver­bre­chen kann man sich in die­sem fik­ti­ven tro­pi­schen Land von der Todes­stra­fe frei­kau­fen, wenn man die Anfer­ti­gung eines Klons bezahlt, der dann hin­ge­rich­tet wird. Die­sen Frei­brief für unge­zü­gel­ten Hedo­nis­mus und will­kür­li­che Gewalt nutzt eine Grup­pe von rei­chen Urlau­bern aus, feder­füh­rend die ver­füh­re­ri­sche Gabi (Mia Goth), um den Urlaub unge­hemmt und jen­seits gesell­schaft­li­cher Regeln ver­brin­gen zu kön­nen. Infi­ni­ty Pool (Film) wei­ter­le­sen

Der Toten­grä­ber

“Einst, als ich eine mei­ner toten See­len begrub, trat der Toten­grä­ber zu mir hin und sag­te: ‘Von allen, die hier­her kom­men, um zu begra­ben, bist du der Ein­zi­ge, den ich mag.’

Ich sag­te: ‘Das freut mich außer­or­dent­lich, aber war­um magst du mich so?’

‘Weil die ande­ren’, sag­te er, ‘wei­nend hier­her kom­men und wei­nend wie­der gehen. Du bist der Ein­zi­ge, der lachend kommt und lachend geht.’ ”

[Der Toten­grä­ber, Kha­lil Gibran]

M‘era Luna 2023 – wir kom­men (DOCH)!

Das Leben wird nicht län­ger, wenn man untä­tig rum­sitzt. Nach der lan­gen Castrum-Nigra-Nacht sag­te mei­ne Frau am Nach­mit­tag: „Schau mal, die Fields haben beim M‘era-Luna abge­sagt, dafür kom­men Mono Inc.“ Auch sonst ist für mei­ne Frau „mehr dabei“ als für mich, aber mich reizt vor allem das M‘era-Luna-Ambiente, das Cam­pen, das Fla­nie­ren auf der Start­bahn usw.
Ja, 2019 bin ich mit gemisch­ten Gefüh­len vom ML wie­der abge­reist. Viel Kom­merz, viel „Fun“ (Gei­ster­bahn – hach, wie lustig…), und ein „Mit­tel­al­ter­dorf“ wird irgend­wann für jedes Festi­val ver­pflich­tend… 🙄

Doch seit ich 1998 erst­ma­lig beim Zil­lo-Festi­val auf die­sem Gelän­de in Hil­des­heim stand, ist da etwas von mir zurück­ge­blie­ben, das ich ger­ne durch erneu­te Anrei­se auf­su­che.

Kar­ten sind unter­wegs, der Rush wird mit­ten unter Euch sein. 😁

Nach­trag: Bericht Frei­tag, Sams­tag, Sonn­tag

Castrum Nigra 2023

Castrum Nigra, Ehrenburg, 2023Wir sind am frü­hen Mor­gen von der 9. Castrum Nigra auf der Ehren­burg bei Bro­den­bach an der Mosel zurück­ge­kehrt. Fazit: Wun­der­vol­ler, sehr stim­mi­ger Abend in groß­ar­ti­ger Kulis­se. Und bei 30°C am Spät­nach­mit­tag wur­de es, wie 2019, eine recht war­me Nacht.

Die Ver­an­stal­ter bie­ten ins­ge­samt 5 Dance Flo­ors, der Höhe nach geord­net: Oben im Palas NDH, dar­un­ter Elec­t­ro in der Schatz­kam­mer, der „neon­schwar­ze“ Main Flo­or auf das Basti­on mit tol­lem Blick zum ange­strahl­ten Berg­fried, ganz unten der Rit­ter­saal mit „The Dark Side of Gothic“ sowie im Innen­hof der Burg die Mit­tel­al­ter­mu­sik.

Ver­schie­de­ne Künst­ler prä­sen­tier­ten sich, wozu ich nur eige­ne Ein­drücke wie­der­ge­be von dem, was ich sah – das Pro­gramm fin­det man auf der Web­sei­te. Castrum Nigra 2023 wei­ter­le­sen

Amphi 23 – noch 3 Wochen

Amphi Festival, 2023, Running Order, Preview [Nach­trag sie­he unten – vie­le Über­schnei­dun­gen!]

Das Amphi-Festi­val steht vor der Tür. Gestern habe ich mir die Band-Liste für bei­de Tage aus­ge­druckt und war erstaunt, wie hoch­ka­rä­tig die­se in die­sem Jahr ist. Das wird ein span­nen­des und sehr vol­les Wochen­en­de.

Sehr voll wohl auch des­we­gen, weil gera­de eini­ge der unbe­kann­te­ren Acts auf der drit­ten Büh­ne auf dem Rhein­schiff spie­len wer­den, wo man mit Shut­tle-Bus hin­fah­ren muß. Mir hat die­se Auf­tei­lung des Festi­vals noch nie zuge­sagt. Ver­mut­lich stand am Anfang die Über­le­gung: was man in Leip­zig kann, das geht auch in Köl­le. Mal ein biß­chen Schwarz über die Stadt brin­gen. Aller­dings muß man heu­te auch in Sachen Kli­ma­schutz / Kli­ma­ak­ti­vis­mus fra­gen, ob es noch zeit­ge­mäß ist, pau­sen­los Bus­se vom rech­ten ans lin­ke Rhein­ufer fah­ren zu las­sen, weil man sich eine Büh­ne auf einem Schiff “gönnt”. Wie gesagt, mich per­sön­lich nervt das – und im Zwei­fels­fall las­se ich die­se Bands für mich aus­fal­len, weil ich kei­nen Bock auf die Fahrt habe. Amphi 23 – noch 3 Wochen wei­ter­le­sen

Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 4

2000er – Fami­ly Life

2001 wur­de unser erster Sohn gebo­ren – wir gin­gen in den fami­ly mode. Musik und “Schwar­ze Sze­ne” tra­ten in den Hin­ter­grund, auch weil wir als Fami­lie in einem reli­giö­sen Bereich sehr enga­giert waren (und ich ganz viel skan­di­na­vi­sche Musik, viel Folk hör­te).
(Die vor­her­ge­hen­den Tei­le die­ser Arti­kel-Serie: 1, 2, 3)

M’era Luna 2000

2002, 2004 und 2005 war ich den­noch wie­der auf dem M’era Luna, wobei ganz klar das 2002er Kon­zert von VNV Nati­on her­aus­ragt. Die Live-Ver­si­on von Legi­on fand sich spä­ter dann auch auf der “Honour 2003″ MCD. Her­vor­zu­he­ben aus allen drei Events auf dem Hil­des­heim-Dri­s­pen­sted­ter Flug­ha­fen sind für mich:
HIM (ja, doch, irgend­wie schon), Soft Cell, Sui­ci­de Com­man­do, The 69 Eyes, Schand­maul, L’Âme Immor­tel­le (mit dem ergrei­fen­den “Bit­ter­keit”), Fun­ker Vogt, Oomph!, Lacri­mo­sa (genia­les Kon­zert), Covenant, The Mis­si­on, Umbra et Ima­go (bes­ser aber beim WGT in der Agra-Hal­le), Rot­er­sand, The Sisters of Mer­cy, Dei­ne Lakai­en, Dia­ry of Dreams, Faun, Zera­phi­ne, Mesh, The Crüx­sha­dows – so vie­le schö­ne Erin­ne­run­gen. Tage im Zelt, Dosen­fut­ter auf dem Spi­ri­tus-Kocher, Heim­fahrt mit schlamm­be­deck­tem Auto. Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 4 wei­ter­le­sen

Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 3

Zil­lo Open Air 1998

Zil­lo Festi­val 1998 u. 99

Wie­der ein­mal wur­de die “schwar­ze Musik” für mich zu einer Art “Befrei­ungs­schlag”, denn die im 2. Teil (1. Teil hier) erwähn­te Bezie­hung mit S. ende­te glück­li­cher­wei­se 1997 – und im dar­auf­fol­gen­den Som­mer 1998 stand ich auf dem Hil­des­hei­mer Flug­platz beim Zil­lo Open Air. Als Secret Dis­co­very mit “Hel­lo Good­bye” (“Hel­lo, I’m gon­na lea­ve you, I want to say good­bye to you”) das Festi­val eröff­ne­ten und mir die Bäs­se durch den Bauch dröhn­ten, wuß­te ich wie­der, wo ich “hin­ge­hör­te”. (Das klingt so lako­nisch hin­ge­schrie­ben, aber wenn ich dar­an zurück­den­ke, kom­men die Emo­tio­nen wie­der hoch, ich bekom­me Gän­se­haut, als sei es gestern gewe­sen. Es ist mei­ne Musik, über die Jahr­zehn­te, immer wie­der der Sound­track mei­nes Lebens, beson­ders in schwe­re­ren Zei­ten (?).) Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 3 wei­ter­le­sen

Was geht noch?

Im Nach­gang zum Arti­kel von gestern über das Altern der (und in der) Schwar­zen Sze­ne fiel mir abends ein: schau doch mal, wel­che Web­sei­ten heu­te noch exi­stie­ren, die du “frü­her” schon kann­test. Stirbt die Sze­ne aus?

Was heißt “frü­her”? Mei­ne erste “schwar­ze Sei­te” hat­te ich 2007, pope­li­ge HTML-Sei­te. Schau­en wir doch mal in die gezipp­te Siche­rung rein, prü­fen wir, wel­che Links zu “Sze­ne­sei­ten” man noch auf­ru­fen kann. Die Span­nung steigt:  Was geht noch? wei­ter­le­sen

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