Kei­ne Glücks­ge­füh­le bei Alpha­ville

VOR­AB: Der Arti­kel wur­de geschrie­ben, als die Sache noch in einer Dyna­mik war. Bit­te den Nach­trag unten beach­ten…

Es geht also doch, wenn man (der Ver­an­stal­ter) will. Laut BILD-Bericht hat das Glücks­ge­füh­le-Festi­val die 80er-Iko­nen Alpha­ville aus­ge­la­den, weil die Band nicht bereit war, vor­ab zu ver­si­chern, sie wer­de kei­ne poli­ti­schen State­ments auf der Büh­ne abge­ben. Hin­ter­grund war eine Äuße­rung des Master-Minds Mari­an Gold vor eini­ger Zeit auf der Büh­ne gegen die AfD und rechts­ra­di­ka­le Ten­den­zen.

Ver­an­stal­ter Mar­kus Kram­pe und Lukas Podol­ski, die hin­ter dem Glücks­ge­füh­le-Festi­val ste­hen, wer­den mit “Unse­re Büh­ne ist kei­ne Platt­form für poli­ti­sche Äuße­run­gen” vom SWR zitiert.

Ich fin­de das grund­sätz­lich gut. Aller­dings mer­ke ich, daß wir uns hier eben doch in einem ande­ren gesell­schaft­li­chen Bereich befin­den: das mit “good vibes only” bewor­be­ne Festi­val ver­kauft in einem Gesamt­pa­ket mit Fahr­ge­schäf­ten usw. ein Hap­pe­ning, das Glück pur ver­spricht.
Ich kann nur ver­mu­ten, daß die Festi­val-Gäste main­strea­mig-unpo­li­tisch-unschwarz sind.

Das ist nicht ver­gleich­bar mit der Schwar­zen Sze­ne, die schon immer fest links ver­or­tet war. Ich will das auch nicht ver­glei­chen, denn mir geht es, wie schon öfter geschrie­ben, vor allem um die “Ver­kün­di­gun­gen” von der Büh­ne her­ab, also Ansa­gen mit einem hier­ar­chi­schen Gefäl­le, die Büh­ne als Kan­zel, von der her­ab die “Wahr­heit” gespro­chen wird. Ich mag kei­ne poli­ti­sche Beein­flus­sung – egal von wel­cher Sei­te -, wenn ich auf einem Festi­val oder Kon­zert bin. Ger­ne kann man, kann auch die Schwar­ze Sze­ne, in den öffent­li­chen Foren poli­tisch dis­ku­tie­ren, aber Polit-Agi­ta­ti­on törnt mich ab.

Ich den­ke nicht, daß aus die­sem Ein­zel­fall ein Prä­ze­denz­fall wird: da gibt es bei den Ver­an­stal­tern der Schwar­zen Sze­ne kei­ner­lei Dis­po­si­ti­on. Aber ich habe das The­ma kurz auf­ge­grif­fen, um zu zei­gen, daß es eben doch geht, wenn man sich als Ver­an­stal­ter mutig pla­ziert.

Nach­trag:

Lt. Tages­schau hat der Ver­an­stal­ter “Feh­ler” ein­ge­räumt; ggf. spie­len Alpha­ville nun doch. Nein, tun sie nicht: Herr Gold sagt u.a. auf Insta: nö, wir spie­len nicht, bäh, bäh…

Man muß dar­auf schau­en, was gesagt wird: Cam­pi­no von den Toten Hosen wird damit zitiert, man fin­de es frag­wür­dig, jemand aus­zu­la­den, der gegen die AfD ist usw. Wenn ich das lese, den­ke ich, da ist nicht nur tote Hose, auch oben­rum wird’s ruhig, weil… das Eine hat mit dem Ande­ren jar nüscht zu tun. Was da statt­fin­det ist eine Poli­ti­sie­rung der Kunst, die gera­de bei Events der Schwar­zen Sze­ne noch pro­ble­ma­ti­scher wäre. Alpha­ville soll­ten gera­de nicht aus­ge­la­den wer­den, weil sie gegen die AfD sind, son­dern weil sie ihre Stel­lung, ihren Auf­tritt dazu nut­zen, Polit-Pro­pa­gan­da zu ver­tei­len.

Man darf für oder gegen alles sein, aber wenn der Ver­an­stal­ter aus­drück­lich auf SEI­NEM Event kei­ne Poli­tik wünscht, dann hat er m.E. so eine Art Haus­recht. Natür­lich darf man sich ‘auf­leh­nen’, darf Kon­ven­tio­nen bre­chen, wie sei­ner­zeit die Doors, die trotz Ver­bot in der Ed Sul­li­van Show “hig­her” san­gen, um damit ver­lo­ge­ne gesell­schaft­li­che Atti­tü­den, die das Fern­se­hen so über­nimmt, vor­zu­füh­ren.

So, jetzt ist auch gut; ist kein Poli­tik-Blog hier.

Stel­la Nomi­ne 2026 – Sams­tag

Ruhig lag das Camp, von wei­tem rief ein Schwarz­specht, als ich wie­der früh zur Wischi-Waschi-Sta­ti­on zum Duschen pil­ger­te. Das Gras noch regen­naß; auch für heu­te waren Regen und stär­ke­rer Wind ange­kün­digt.

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Stel­la Nomi­ne 2026 – Frei­tag

Eine ruhi­ge Nacht zum Frei­tag; früh zur „Wischi-Waschi-Sta­ti­on“ zum Duschen, wo es war­mes Was­ser genau in der Tem­pe­ra­tur gab, die ich mag. (Die klei­nen Din­ge des Lebens…) Lob! 🙂

Den Vor­mit­tag ver­bum­melt, im Schat­ten geses­sen. Am frü­hen Nach­mit­tag Rich­tung Büh­ne, Stän­de usw. gegan­gen. Beim offi­zi­el­len Merch lei­der kein Shirt gefun­den, das mich so rich­tig ange­spro­chen hat, dafür dann eine Müt­ze gekauft. „Stel­la Nomi­ne 2026 – Frei­tag“ wei­ter­le­sen

Stel­la Nomi­ne 2026 – Don­ners­tag

Stella Nomine PlakatUnser drit­tes Stel­la … Unpro­ble­ma­ti­sche Anfahrt vom Rhein an die Elbe. Wie im letz­ten Jahr haben wir am Vor­tag einen Stell­platz ca. eine hal­be Stun­de süd­lich von Tor­gau genutzt, sind dann am Don­ners­tag­mor­gen um kurz nach 9 Rich­tung Enten­fang gefah­ren. Auto­schlan­ge auf der Zufahrt bis zur Bun­des­stra­ße; wir paß­ten gera­de mit dem Van noch dahin­ter.  „Stel­la Nomi­ne 2026 – Don­ners­tag“ wei­ter­le­sen

M’era Luna 2026 – Sonn­tag

Den Sonn­tag­mor­gen haben wir ver­trö­delt: mit Kaf­fee in der Hand geschaut, wer sich so am Wagen vor­bei­be­wegt. Bekann­te gese­hen, gegrüßt, aber es war auch schon fühl­bar, daß es knackig heiß wer­den wür­de.

The 69 EyesSchwer­ste Ent­schei­dung für mich: Then Comes Silence oder The 69 Eyes? Natür­lich haben wir immer mal etwas von ande­ren Bands (in der Wagen­burg) gehört, aber nicht so, daß ich dar­über urtei­len möch­te.
Ich wähl­te The 69 Eyes, weil ich einen rocki­gen Ein­stieg mit den Klas­si­kern “Bran­don Lee”, “Wasting the Dawn”, “Feel Ber­lin”, “Lost Boys” haben woll­te. Und ich wur­de nicht ent­täuscht: der Gig über­zeug­te, auch wenn der Herr Jyr­ki ein- oder zwei­mal zu oft anmerk­te, man sei jetzt das 10. Mal hier. (Aber gut, das ist eine Lei­stung.) „M’era Luna 2026 – Sonn­tag“ wei­ter­le­sen

M’era Luna 2026 – Sams­tag

Rush & Corri-May auf dem M'era LunaWie immer bei die­sen Kon­zert­be­rich­ten: Ich schrei­be über das, was ich gese­hen, gehört, mit­be­kom­men habe. Eben­so: nichts über das Rah­men­pro­gramm, das mich nicht inter­es­siert.

Ein ruhi­ger Mor­gen – nur etwas Groll über mich selbst und den schö­nen, am Frei­tag­abend ver­lo­re­nen Ring. Doch genau so soll­te es wei­ter­ge­hen: auf dem Weg zum Lee­ren der Toi­let­ten-Kas­set­te habe ich den Tank­schlüs­sel des Wagens ver­lo­ren: Loch in der Tasche *face­palm*
Weg zwei­mal abge­gan­gen, aber … die net­ten MLer waren bes­ser: schnell wur­de der Schlüs­sel gefun­den und an der Info hin­ter­legt.  „M’era Luna 2026 – Sams­tag“ wei­ter­le­sen

M’era Luna 2026 – Frei­tag

Impression Hauptbahnhof Frankfurt am MainZum M‘era Luna ging es für mich in die­sem Jahr erst­ma­lig mit der Bahn, denn Cor­ri-May war ja zuvor mit dem Van in Wacken, so daß wir uns in Hil­des­heim getrof­fen haben. Die Bahn­fahrt, RE bis Frank­furt, dann ICE, war erstaun­lich ereig­nis­los, wenn man von dem leich­ten, kli­mage­kühl­ten Urin­duft im RE abse­hen konn­te. „M’era Luna 2026 – Frei­tag“ wei­ter­le­sen

Das Stel­la Nomi­ne steht an…

Kaum ist man von einem (oder drei) Festival(s) zurück, geht der Blick auf den Abschluß des “Festi­val-Som­mers”, das ist für uns das Stel­la Nomi­ne – The Blackest One in Tor­gau, Sach­sen.

Was man über die offi­zi­el­len Kanä­le des Stel­la und sei­nes Part­ner-Festi­vals “In Flam­men” m.W. nicht erfährt: es läuft im Hin­ter­grund ein Rechts­streit zum The­ma Lärm­be­lä­sti­gung. Man muß sich die Infos zusam­men­su­chen; von mir gefun­de­ne Zei­tungs­be­rich­te (s.u.) sind hin­ter Paywall. Mei­nem Ver­ständ­nis nach kla­gen zwei Anwoh­ner aus dem Wohn­ge­biet nörd­lich des gro­ßen Spei­cher-Sees gegen Festi­vals auf dem Enten­fang-Gelän­de. Laut Tor­gau­er Zei­tung hat ein Gericht die dies­jäh­ri­gen Festi­vals erlaubt, man kann ver­mu­ten, daß man dem Ver­an­stal­ter im Hin­blick auf Vor­ver­käu­fe und Ver­trä­ge mit Bands nicht zu kraß in die Bei­ne grät­schen woll­te. Aller­dings scheint die Situa­ti­on für 2027 offen zu sein. Die Leip­zi­ger Volks­zei­tung erwähnt, daß die Anwäl­te um Kom­pro­mis­se bemüht sind. „Das Stel­la Nomi­ne steht an…“ wei­ter­le­sen

Amphi-Festi­val 2026 – Das Jubi­lä­um (Sonn­tag)

Schlecht geschla­fen, früh raus, gäh­nend Kaf­fee gekocht – na, das wird ein lan­ger Tag… Wie­der ins Auto, auf nach Köln.

Im Park­haus einen net­ten Jun­gen Mann ken­nen­ge­lernt, der mit gut auf­ge­dreh­ter Sound-Anla­ge Park­deck 5 befuhr. Elec­t­ro-Fan mit den neue­sten Infos zum “hei­ßen Scheiß” aus Por­tu­gal und Peru. Fünf Jah­re älter als mein älte­ster Sohn, wie schön, dach­te ich, wenn jemand so ein­taucht in die­se Sze­ne. Er war direkt sym­pa­thisch – wir haben uns spä­ter noch­mal gese­hen und die­ses erken­nen­de Zulä­cheln ist so eine Boje im Meer der Men­schen. Grü­ße, Ama­de­us! „Amphi-Festi­­val 2026 – Das Jubi­lä­um (Sonn­tag)“ wei­ter­le­sen

Amphi-Festi­val 2026 – das Jubi­lä­um (Sams­tag)

Tanzbrunnen, Köln, renovierte "Pilz"-Schirme vor der Bühne 2026 Nun drücke ich mich schon meh­re­re Stun­den um den Beginn des Schrei­bens am Bericht über das ver­gan­ge­ne Wochen­en­de – 20 Jah­re Amphi-Festi­val. Ich hat­te tat­säch­lich schon Text vor­ab ver­faßt – zur Absa­ge von VNV Nati­on und zur Situa­ti­on mit der Orbit Stage, der drit­ten Büh­ne auf dem Schiff (MS Rhein­Ma­gie), die wie­der nur mit län­ge­ren Pen­del­zei­ten erreich­bar sein wür­de. Alles gelöscht. „Amphi-Festi­­val 2026 – das Jubi­lä­um (Sams­tag)“ wei­ter­le­sen

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