Gedanken nach dem Urlaub

Ich war länger weg und auch durch die mediterrane Umgebung nicht so ganz „auf Schwarz gepolt“, d.h. ich habe weder hier etwas geschrieben, noch auf dem Instagram-Account, dafür dann meinen Zweit-Account ein wenig gefüttert.

Mitbekommen habe ich den – in diesem Jahr sehr intensiven? – Pressetrubel um das WGT – und natürlich die durchweg positiven Rückmeldungen der Leute, denen ich auf Instagram folge. Es scheint für viele eine persönliche Hochzeit gewesen zu sein. Vieles ist aber wohl auch dem Motto „Alle Jahre wieder“ entsprungen, so die belehrenden Artikel, wie man sich als Zuschauer beim WGT korrekt verhalten solle usw. Es ist eben auch ein Medien-Event, ein popkulturelles Spektakel, das ausgeschlachtet wird.
Schön, wenn viele Teilnehmer doch ihren Platz, ihre Nische gefunden haben. Gedanken nach dem Urlaub weiterlesen

Wo boom(er)t die Schwarze Szene?

Wochenlang habe ich zwischen Mai und Juli überlegt, etwas dazu zu schreiben, warum es hier im Blog so ruhig ist. Ich wußte nicht, wie ich anfangen sollte. Dann habe ich Anfang Juli einen ellenlangen Artikel geschrieben, der aber wie ein ‚rant‘ rüberkam und eher doch grottig war.

Dann ging für mich die „Festival-Saison“ mit dem Samstagsbesuch auf dem Amphi los. Und wie so oft, auch in den vergangenen Jahren, lösen sich Zweifel an dem, was ich bin und tue, in (schwarzem Rauch) Luft auf, wenn ich EUCH, die Andern in dieser Szene sehe und erlebe. Da merke ich dann, wie sich meine zurückgezogene Lebensweise manchmal auf meine Psyche auswirkt. Ich will also nun noch einmal mit moderateren Worten schildern (Ok, eigentlichen Artikel nur umgeschrieben…), was mich derzeit an der „Schwarzen Szene“ zweifeln läßt. Wo boom(er)t die Schwarze Szene? weiterlesen

MDR und WGT

– ich bin da hin- und hergerissen, wie man so schön sagt. Auf der einen Seite hat der Sender über die Jahrzehnte hinweg die Bedeutung des WGT bemerkt und berichtet  – wie aktuell auch schon vorab – über das Treffen. Man findet Artikel über „Konzerte für 8oer Fans“, wo man mit Kindern am besten hingeht usw., aber dann kam gestern so ein Artikel „Die schönsten Gesichter der schwarzen Szene„, bei dem ich direkt wieder zusammenzucke. Dann ist es wiederum so, daß man dem MDR da fast schon keinen Vorwurf machen darf, denn als ‚Systemmedium‘ ist jeder Bericht über alternative Gesellschafts-Strata ‚eigentlich‘ OK, wo ja selbst die Photojournalisten der Szenepresse bei ihren Berichten von Festivals die am Schönsten kostümierten Leute ablichten, während ich fest davon überzeugt bin, daß das Herz der Szene nicht weiter entfernt schlagen könnte. Manchmal denke ich: wie schön wäre so ein Treffen, wenn es 1/3 der Besucher hätte und so gut wie keine Aufmerksamkeit in den Medien. Ach ja, das hatten wir in den 90ern schon…

Kostümfest in Leipzig

Die BILD-Zeitung schrieb in einer ersten Version eines Berichts: „Es ist DAS Mega-Event für Kostüm-Fans, Gotik-Fans und  Party-Begeisterte.“
Offenbar hat man dann korrigiert, so daß es jetzt um 19:04 Uhr heißt: „Es ist DAS Mega-Event für Gothic-Fans und Kostüm-Freaks!“

Aber egal – irgendwie gut, daß ich nicht da bin… 🙄

Dieses Blog in 2024

Der Titel dieses Beitrages war eigentlich „Rush into 2024“. Es ging darum, was ich szenemäßig und für das Blog für das kommende Jahr plane.

Letztlich muß ich mir aber eingestehen, daß das Blog mit geringen Zugriffszahlen vor sich hindümpelt, so daß jeder Beitrag, jede Bildauswahl und -bearbeitung immer die Frage aufwirft: wozu? Und: was könnte ich sonst in dieser Zeit machen?

Google wird von mir mit jedem neuen Beitrag „von Hand gefüttert“. Die Seiten im Index sind von 70 auf 47 geschrumpft, weitere über 1600 Seiten/Keywords ignoriert Google trotz mehrfachen Anstoßens einer „Überprüfung“. Ein Punkt ist hier möglicherweise die geringe Vernetztheit des Blogs – ich bin selbst kaum in Foren unterwegs, wo in jeder Signatur der Link zu finden wäre, kommentiere kaum in anderen Blogs. Klar, man findet mein Blog über die Google-Suche mit ca. 50 Ergebnissen und (besser) über Bing (ca. 700), aber man muß schon sehr konkret suchen. Dieses Blog in 2024 weiterlesen

Leipzig in Schwarz (Buch)

Der Rush hat ein neues Buch bekommen, auch weil sich da ggf. etwas für 2024 abzeichnet… 😁  (jaaa, ich hatte geschrieben, daß ich das WGT nicht mag…) [Nachtrag: es zeichnet sich nichts ab – kein WGT in 24 für mich.]

Ein Herausgeberteam aus Jennifer Hoffert-Karas, Alexander Nym, Johanna Sänger und Anselm Hartinger hat als Veröffentlichung des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig die zweite, auch mit diesjährigen Daten überarbeitete Auflage vorgelegt. Ein extrem stilvolles, sehr, sehr schönes Buch, das ich im Spätsommer lesen und hier dann besprechen werde. (Als Bibliomaniac werde ich das Buch aber vor dem Lesen bestimmt noch drölfzichmal in die Hand nehmen.) 😂

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