Orkus – Som­mer 26

Cover der Zeitschrift ORKUS, Sommer 2026Ich habe hier ja schon ein‑, zwei­mal geschrie­ben, daß ich von den übrig­ge­blie­be­nen Musik­ma­ga­zi­nen (Sonic Sedu­cer, Orkus) nicht wirk­lich begei­stert bin. Im Früh­jahr hat­te ich eine Sonic-Sedu­cer-Aus­ga­be, die mich ziem­lich ver­är­gert hat: Graue Schrift auf schwar­zem Hin­ter­grund bei wenig hoch­wer­ti­gem Papier – das ist schlicht­weg nicht les­bar…

Jetzt habe ich die Som­mer­aus­ga­be des Orkus – und muß sagen, ja, die gefällt mir ganz gut. Hoch­wer­ti­ge­res Papier und wei­ße Schrift mit schö­ner Typo­gra­phie. Nett fin­de ich, daß unter “Fak­ten” meist der les­ba­re Band­na­me steht, da ich mir kei­ne Mühe damit mache, völ­lig über­zo­gen-krea­ti­ve Band-Logos zu ent­schlüs­seln. Auch nett: die Acts wer­den nach drei ein­fluß­rei­chen Alben gefragt, also kon­kre­ten Alben, nicht Künst­lern.

Das “Heft” ist im Grun­de ein Taschen­buch mit sei­nen 240 Sei­ten. Das gibt mir viel Aus­wahl: etli­che Sei­ten über­blät­te­re ich ein­fach, bei ande­ren lese ich inten­si­ver. So hat mir gera­de das Inter­view mit Bri­an Mol­ko von Pla­ce­bo sehr gut gefal­len, v.a. sei­ne phi­lo­so­phi­schen Gedan­ken, die mich dazu moti­viert haben, mich wie­der ein­mal mit Albert Camus zu befas­sen.

Was neh­me ich an Bands aus die­sem Heft für inten­si­ves Hören mit? The Calm Grey (!), IAM­IM­PER­FECT und Bey­ond Obses­si­on.

Ver­söhn­lich stimmt mich die­ses Heft, das ein­fach mit sei­nem rie­si­gen Umfang “für jeden etwas” bie­tet, z.B. auch vie­le Foto-Impres­sio­nen vom WGT.

DEAD – Sam­mel­band 2

Vor kur­zem ist der zwei­te DEAD-Comic-Band beim Orkus erschie­nen. Für den Ersten, “Erd­ar­bei­ten”, hat Uwe Roes­ch eini­ge der schön­sten Sze­nen mit Dead und sei­nen Freun­den zusam­men­ge­stellt. Das 57 Sei­ten umfas­sen­de Büch­lein ent­hält schwarz-wei­ße Zeich­nun­gen; bei­gelegt war ein Auf­kle­ber “Hell was full, so I came back!” Das war 2016. Lan­ge schien es, als wür­de das mit “1” bezif­fer­te Werk das ein­zi­ge blei­ben.

Doch nun, 2025, ist Nr. 2 raus: “Schwarz­ma­ler”, unter­ti­telt “Jubi­lä­ums­edi­ti­on – 30 Jah­re DEAD”. Dies­mal 72 Sei­ten mit Dead & Co. und einem Auf­kle­ber “DEAD – 30 schwarz­bun­te Jah­re”. Der Künst­ler selbst, Uwe Roes­ch, schreibt im Vor­wort, daß die Ver­öf­fent­li­chung Mit­te der 90er im Zil­lo begann, nach  Ein­stel­lung des Maga­zins vom Orkus über­nom­men wur­de. Ins­ge­samt waren 7 DEAD-Bän­de erschie­nen. Aber: Roes­ch sagt auch ganz klar, daß es kei­ne wei­te­ren “Aben­teu­er des blei­chen Hel­den” geben wird. Von daher kann man sich mit den bei­den Clas­sics-Bän­den doch schon genü­gend “Stoff” für die hei­mi­sche Biblio­thek ein­kau­fen – zu bezie­hen über den Orkus-Shop.

Wer das ver­tie­fen möch­te: Bei Spon­tis ist ein Inter­view mit Roes­ch erschie­nen.

Musik­ma­ga­zi­ne

Ich habe es hier schon erwähnt, das ZIL­LO war so eine Art Bibel für mich: jede Aus­ga­be wur­de von der ersten bis zur letz­ten Sei­te gele­sen, nein, durch­ge­ar­bei­tet… 😉
Dann kam der ORKUS dazu; ich habe ein paar Aus­ga­ben gekauft, aber der Stil war mir zu ‘bunt’, na ja, nicht bunt, aber über­la­den und auf U20-Publi­kum zuge­schnit­ten (die ’schwar­ze Bra­vo’).
Der SONIC SEDU­CER stand schon immer eher für Cross­over. Ich kann mich erin­nern, eine Aus­ga­be gekauft und die Hälf­te der Künst­ler nicht gekannt zu haben, und nicht wei­ter rein­hö­ren zu wol­len nach dem Lesen des Arti­kels. Aktu­ell viel zu viel ‘NDH’ und Mit­tel­al­ter. „Musik­ma­ga­zi­ne“ wei­ter­le­sen

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