Kir­li­an Came­ra, Kult­tem­pel, 29.12.2023

Das Jahr beschlos­sen wir im Kult­tem­pel in Ober­hau­sen, wo Kir­li­an Came­ra im Rah­men ihrer “Black Pyramid”-Tour gastier­ten.

Als Vor­band über­zeug­ten mit sehr pri­vat wir­ken­der Show A Spell Insi­de (Wiki­pe­dia). Sän­ger Micha­el Roe­der war dem Publi­kum zuge­wandt, sprach es an – das gehört für mich zu einem schö­nen Auf­tritt dazu. Nichts has­se ich mehr als Bands, die ohne irgend­was zu sagen ihre Lie­der run­ter­schrum­meln (run­ter­ta­steln?). Natür­lich war ‘Frei Sein’, eines mei­ner Lieb­lings­lie­der, auf der Set­list. Sehr gut gefiel mir der neue Song ‘Cele­bra­te the Past’. Lie­der in Eng­lisch und Deutsch wech­sel­ten sich ab.  Roe­der bedank­te sich bei der Per­son, die den Gig als Vor­band für heu­te arran­giert hat­te (Name ist mir ent­fal­len – Klaus?); das war wohl der­je­ni­ge, mit dem die erste Ver­öf­fent­li­chung der Band auf­ge­nom­men wor­den war, soweit ich ver­stand, das Lied ‘Boun­da­ry’.

Da Roe­der auch Sän­ger von Behind the Sce­nes ist (Wiki­pe­dia), die ich 1999 auf dem Zil­lo-Festi­val gese­hen habe, wur­de ein Song die­ser Band gespielt. Roe­der sag­te, es gebe oft die Fra­ge nach neu­em Mate­ri­al (ich bezog das auf BTS, nicht ASI), aber da sei nichts geplant; es blei­be aktu­ell bei Live-Auf­trit­ten.
Bei der Dis­co im Anschluß an die Kon­zer­te war Roe­der auf der Tanz­flä­che unter­wegs.

Noch zwei Bil­der zu A Spell Insi­de: Kir­li­an Came­ra, Kult­tem­pel, 29.12.2023 wei­ter­le­sen

Die­ses Blog in 2024

Der Titel die­ses Bei­tra­ges war eigent­lich “Rush into 2024”. Es ging dar­um, was ich sze­ne­mä­ßig und für das Blog für das kom­men­de Jahr pla­ne.

Letzt­lich muß ich mir aber ein­ge­ste­hen, daß das Blog mit gerin­gen Zugriffs­zah­len vor sich hin­düm­pelt, so daß jeder Bei­trag, jede Bild­aus­wahl und ‑bear­bei­tung immer die Fra­ge auf­wirft: wozu? Und: was könn­te ich sonst in die­ser Zeit machen?

Goog­le wird von mir mit jedem neu­en Bei­trag “von Hand gefüt­tert”. Die Sei­ten im Index sind von 70 auf 47 geschrumpft, wei­te­re über 1600 Seiten/Keywords igno­riert Goog­le trotz mehr­fa­chen Ansto­ßens einer “Über­prü­fung”. Ein Punkt ist hier mög­li­cher­wei­se die gerin­ge Ver­netzt­heit des Blogs – ich bin selbst kaum in Foren unter­wegs, wo in jeder Signa­tur der Link zu fin­den wäre, kom­men­tie­re kaum in ande­ren Blogs. Klar, man fin­det mein Blog über die Goog­le-Suche mit ca. 50 Ergeb­nis­sen und (bes­ser) über Bing (ca. 700), aber man muß schon sehr kon­kret suchen. Die­ses Blog in 2024 wei­ter­le­sen

Jack Ketchum: The Girl next door (Roman)

frreepik.com - 18+Bit­te beach­ten: Im Sin­ne des Jugend­schut­zes wei­se ich dar­auf hin, daß hier sen­si­ble Inhal­te eines Medi­ums (Film, Serie, Buch) bespro­chen wer­den. Der Text soll­te ab Voll­jäh­rig­keit gele­sen wer­den.

 

Schaut man hier und da auf You­tube ein biß­chen nach „cree­piest book“ oder „most distur­bing reads“, dann wer­den die­ses Buch und der Roman „Let‘s go play at the Adams‘“ oft in einem Zug genannt.

Das letz­te­re Werk von Mend­al John­son hat aber doch eine ande­re Aus­rich­tung, denn in ihm geht die beschrie­be­ne Gewalt tat­säch­lich von Kindern/Jugendlichen aus. Ich habe den Roman, der teil­wei­se nach Ver­öf­fent­li­chung 1974 kaum oder nur für hor­ren­de Sum­men zu bekom­men war, letz­tes Jahr gele­sen: har­te Kost. Jack Ketchum: The Girl next door (Roman) wei­ter­le­sen

Die Hei­li­ge Nacht

Regen fällt auf Stra­ßen dun­kel­ster Nacht.

Freud­lo­se fahl­gel­be Fen­ster stie­ren,

rote Wan­gen hin­ter einer Gar­di­ne, ver­zerrt durch Näs­se.

Kin­der­la­chen – Lachen des Win­des im Dach­stuhl,

Engels­mu­sik erreicht kein totes Radio, tot­ge­wünscht.

Abge­schot­tet, ohne Ohren, Augen,

ein­ge­schlos­sen mit der Trau­er, der tie­fe­ren Trau­er

in der rei­nen, hel­len Zeit.

“Oh, du Fröh­li­che, oh, …”

[© Rush / V. Wag­ner]

J.F. Gon­za­lez: Sur­vi­vor (Roman)

Der Inhalt wird z.T. gespoi­lert!

Ich woll­te hier längst schon Ketch­ums ‘The Girl next Door’ vor­ge­stellt haben, dabei kurz einen Schwen­ker zu John­sons ‘Let’s go play at the Adams” gemacht haben, aber irgend­wie liegt das (gele­se­ne) Buch von Ketchum wie Blei im Regal. Mein The­ma ist eigent­lich Hor­ror in sei­nen para­nor­ma­len Aus­prä­gun­gen, aber irgend­wie schaue ich doch immer wie­der über die Gren­ze zu Büchern, die Abgrün­de des ‘Mensch­seins’ zei­gen. Das ist ganz klar auch bei ‘Sur­vi­vor’ der Fall, einem Werk, in dem es um soge­nann­te Snuff-Fil­me geht. Das sind Film­auf­zeich­nun­gen von Grau­sam­kei­ten und Fol­ter bis hin zum (schein­ba­ren?) Tod des Opfers. Ich war mir bis­lang sicher, daß es tat­säch­lich Snuff-Fil­me gibt, aber die Wiki­pe­dia meint, das sei eine ‘moder­ne Sage’. Die­se Fra­ge ist auch The­ma der Ermitt­ler in der Ende der 1990er spie­len­den Geschich­te.  (Mein erster Kon­takt mit dem Begriff des Snuff-Films war in Bret Easton Ellis’ “Less than Zero” (1985).) J.F. Gon­za­lez: Sur­vi­vor (Roman) wei­ter­le­sen

Stil­le Tage im Schnee

Unse­re Söh­ne waren früher[TM] in einem Ski­lang­lauf/Roll­sport-Club mit Biath­lon-Ambi­tio­nen. Wegen Schnee­man­gel fuhr man Jahr für Jahr im Janu­ar nach Thü­rin­gen, um dort in der Nähe von Ober­hof trai­nie­ren zu kön­nen. Für uns als Eltern war wäh­rend der Trai­nings­zei­ten “Frei­lauf”, so daß wir wan­der­ten, weil der Renn­steig sich ja quer durch Thü­rin­gen zieht. Vor zehn Jah­ren waren wir zuletzt dort. Es war trü­bes Wet­ter, Nebel, hier und da Schnee­re­ste. Trotz­dem war das wie­der eine schö­ne Aus­zeit: Viel Bewe­gung am Tag – am Abend Ent­span­nung vor dem Ofen. Für mich war das eine wirk­lich “besinn­li­che” Zeit nach der Hek­tik vor Weih­nach­ten, v.a. beruf­lich, und an den Weih­nachts­ta­gen inkl. “Über­fres­sung”. Hier ein paar Ein­drücke von die­ser schon lang in den Tie­fen der Erin­ne­rung ver­sun­ke­nen Zeit. Stil­le Tage im Schnee wei­ter­le­sen

Betet mit mir

Betet mit mir
die Nacht wird kalt
schmer­zen wird der Leib
sin­gen wird die See­le

Betet mit mir
daß Sie kommt
deren Hand hei­li­gen kann
mit Feu­er und Zärt­lich­keit

Betet mit mir
das Ban­ner muß auf­recht blei­ben
das Kla­ge­lied ver­stum­men
Säu­seln sol­len Ket­ten
Strei­cheln sol­len Fes­seln

Betet mit mir
um Erlö­sung durch Ihre Hand
um Ruin und Bit­ter­keit
Erge­bung und mat­tes Glän­zen
vor Ihren Füßen

[© Rush / V. Wag­ner]

 

{Nach “Laken so weiß” hier noch ein­mal der Blick auf die nächt­li­che Welt vom Boden aus. Für einen Gläu­bi­gen ist das ‘Betet mit mir’ blas­phe­misch, für das Ich im Text ist es auf­rich­ti­ges Gebet zu einem Gott, der sehr genau weiß – aus eige­ner Erfah­rung -, was Schmerz ist. Der im übri­gen auch weiß, was Erlö­sung ist, aber hier, nun ja, ist es eben blas­phe­mi­scher (erdi­ger?) gemeint. 😂}

M’era Luna 2024

Am 10. und 11.8.24 fin­det in Hil­des­heim wie­der das M’era Luna Festi­val statt. Nun ist das Line-Up kom­plett, hier z.B. die Über­sicht im Insta-Post, hier die Web­sei­te.

Stand jetzt wer­de ich nicht dort sein, dafür beim Stel­la Nomi­ne. Wäre ich da, wür­den mich inter­es­sie­ren: VNV Nati­on, Dei­ne Lakai­en, Lon­don after Mid­night, The Cas­san­dra Com­plex, Future lied to us, Rroy­ce, aber vor allem: Assem­bla­ge 23. Für A23 wür­de ich hin­fah­ren, selbst wenn es die nur allein zu sehen gäbe. Na ja, ist nun halt so.

Exor­zist – Der Anfang (Film)

Die­sen 2004 von R. Har­lin gedreh­ten “Pre­quel” zum Ori­gi­nal­film habe ich ursprüng­lich im Fern­se­hen gese­hen und bewer­te ihn mit *****, also dem Grun­de nach – für mich – bes­ser als das Ori­gi­nal. Der Text spoi­lert die Hand­lung des Films! (Wiki­pe­dia)

Der auf vie­len Ebe­nen inter­es­san­te Film spielt in Ost­afri­ka kurz nach dem Zwei­ten Welt­krieg. Lan­ca­ster Mer­rin, Ex-Prie­ster und Archäo­lo­ge, soll für einen Samm­ler nach einem Arte­fakt, einem „mythi­schen Dämon“ suchen, der sich ver­mut­lich in einer neu ent­deck­ten Kir­chen­rui­ne aus dem 5. Jahr­hun­dert befin­den soll.

Die Hand­lung spielt in einer klei­nen Busch­sta­ti­on, wo u.a. die jüdi­sche Ärz­tin Nowak und der ‘Wider­ling’ Jef­freys arbei­ten; Mer­rin wird vom jun­gen Prie­ster Fran­cis aus dem Vati­kan beglei­tet. Es ent­steht der Ein­druck, daß vor Ort und im nahen Dorf der Ein­hei­mi­schen selt­sa­me Din­ge pas­sie­ren: eine Frau gebärt ein totes, mit Maden über­sä­tes Kind, Wind­stö­ße, Strom­aus­fäl­le, Hyä­nen­an­grif­fe häu­fen sich, Uhren blei­ben ste­hen. In besag­ter Kir­che fin­det sich eine gro­ße Luzi­fer-Dar­stel­lung; das mäch­ti­ge Kreuz wur­de abge­bro­chen und falsch her­um auf­ge­hängt. Mer­rin fin­det durch die ver­schieb­ba­re Altar­plat­te einen Zugang tie­fer in den Berg hin­ein, wo er eine Sta­tue des gesuch­ten Dämons ent­deckt und sofort von tau­sen­den Flie­gen umge­ben wird.

Der vor­he­ri­ge Gra­bungs­lei­ter ist ver­rückt gewor­den: auf sei­ner Zelt­wand steht in Ara­mä­isch „Der Gefal­le­ne wird auf­er­ste­hen in Strö­men aus Blut“, zudem hat er vie­le Bil­der gemalt, auf denen auch der Dämon zu sehen ist.

Vom Anstaltsprie­ster erhält Mer­rin eine Aus­ga­be des Ritua­le Roma­num. Er erklärt, der ehe­ma­li­ge Aus­gra­bungs­lei­ter sei vom Teu­fel „berührt“, aber nicht beses­sen gewe­sen. Doch wer ist dann ‘beses­sen’? Zunächst wird ver­mu­tet, der Dämon habe von dem Jun­gen Joseph Besitz ergrif­fen, um den her­um selt­sa­me Din­ge pas­sie­ren. Als es zwi­schen bri­ti­schen Sol­da­ten und den Ein­ge­bo­re­nen zu Kämp­fen kommt, ver­stecken sich Pater Fran­cis und Joseph in der Kir­che, wo Fran­cis das Ritua­le Roma­num beginnt, um den ver­meint­li­chen Dämon aus­zu­trei­ben. Die Ärz­tin Nowak tötet Fran­cis in der Kir­che und hier wird klar, daß der Dämon in ihr ist, nicht in dem Kind. Auch war der ehe­ma­li­ge Gra­bungs­lei­ter der Ehe­mann Nowaks, daher die ‘Berüh­rung’ mit dem Dämon.

Mer­rin betet das Ritua­le Roma­num im Dia­log mit dem Jun­gen Joseph und schafft es in einem span­nen­den Show­down, den Dämon aus­zu­trei­ben, wonach Nowak aber trotz­dem aus einer Kopf­wun­de blu­tend ver­stirbt. Über die­ses Ritu­al fin­det Mer­rin zum Glau­ben zurück; im Abspann ist er wie­der als Prie­ster zu sehen.

Die Dämo­nen­sta­tu­et­te, die im Vor­spann des Films zu sehen ist, fällt kurz in Merrins Hän­de, um dann wie­der vom Sand zuge­weht zu wer­den. Am Ende ist klar: bereits 50 Jah­re zuvor war der Dämon aus der ver­gra­be­nen Kir­che frei­ge­wor­den und hat­te das Dorf aus­ge­rot­tet, was vom Vati­kan als „Pest­aus­bruch“ dekla­riert wor­den war. Und 1400 Jah­re zuvor kämpf­ten an dem Ort zwei Armeen, die sich gegen­sei­tig abschlach­te­ten. Damals fand ein über­le­ben­der Prie­ster die Dämo­nen­sta­tu­et­te, die nun wei­ter­hin im Sand auf einen, den näch­sten Fin­der war­tet.

Ein span­nen­der, atmo­sphä­ri­scher Film, bei dem lan­ge unklar ist, wie genau der Dämon wirkt.

Und als Nach­trag: ich mei­ne, **** wür­den heu­te auch rei­chen. Aus der Viel­zahl der nach der Rezen­si­on gese­hen Fil­me sticht er nicht mehr als so über­ra­gend gut her­aus.

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