M’era Luna 2023 – der Frei­tag

Ein lan­ger Tag…

Im drit­ten Teil mei­ner “per­sön­li­chen Musik­ge­schich­te” frag­te ich, ob die “ver­rück­ten Jah­re” vor­bei sei­en. Nö. Nicht vor­bei, denn wir haben uns mal eben einen Monat vor dem M’era Luna dazu ent­schie­den, mit Zelt anzu­rei­sen. (Mei­ne Frau sag­te schon vor etli­chen Jah­ren: ich zel­te nicht mehr!)

Wir sind hier am Mit­tel­rhein etwas spä­ter los­ge­fah­ren als geplant, fuh­ren aber ver­wun­dert wegen der ruhi­gen Ver­kehrs­la­ge am Groß­raum Köln und dem Ruhr­ge­biet vor­bei. Erst auf der A2 vor Garb­sen gab es einen län­ge­ren Stau. Die für aus Nor­den kom­men­de Festi­val­be­su­cher emp­foh­le­ne Abfahrt Laat­zen (der A7) war m.E. nicht sinn­voll, weil gleich nach Abfahrt eine län­ge­re Bau­stel­le mit Ampel­an­la­ge war, so daß sich die Autos bereits bei mode­ra­tem Anrei­se­ver­kehr bis auf die A7 zurück­stau­ten.

Via B6 ging es pro­blem­los zum Park­platz 2 des Festi­vals. Aus­stei­gen, Zel­te ein­packen, Kon­takt­auf­nah­me zu R. und sei­ner Toch­ter L., mit denen wir zusam­men unse­re Behau­sun­gen für das Wochen­en­de auf­stel­len woll­ten. Sie stan­den am Ende der “Ziel­ge­ra­de” für die Bänd­chen­zel­te. Als wir auf die Mit­te die­ser Schlan­ge stie­ßen, bil­de­te sich gera­de eine neue rechts dane­ben. Wir rie­fen die bei­den an: kommt rüber, die haben eine zwei­te Schlan­ge auf­ge­macht… *hust* Ja, OK, es war die ‘fast lane’, was wir nicht wuß­ten. Aber tat­säch­lich ließ sich das gut regeln: L. und ich hat­ten tat­säch­lich nur ein Gepäck­stück, mei­ne Frau zog eine klei­ne Sack­kar­re mit den Zel­ten und ver­wies auf die nach OP noch ver­bun­de­ne Hand – alles kein Pro­blem. R. fuhr die bei­den Lei­ter­wa­gen am Zelt vor­bei, wir über­nah­men, stell­te sich spä­ter erneut für das Bänd­chen an.
Natür­lich war das nicht im Sin­ne des “Erfin­ders”, aber etli­che Leu­te nut­zen die ‘fast lane’ und scho­ben die Wagen usw. neben dem Zelt vor­bei. M’era Luna 2023 – der Frei­tag wei­ter­le­sen

Vik­to­ria war auf­’m M’era Luna!

… Rush & Cor­ri-May auch.

Dabei war Vik­to­ria das ein­zi­ge Ein­horn (ver­mut­lich) unter 25000 Men­schen.

Berich­te für Frei­tag, Sams­tag und Sonn­tag fol­gen in den näch­sten Tagen. Viel Arbeits­streß – kann etwas dau­ern.

Nach­trag – Berich­te: Frei­tag, Sams­tag, Sonn­tag

Nacht­volk

Was bedeu­tet die Nacht für mich? Fas­zi­na­ti­on – seit ich ein klei­ner Jun­ge war. Beim Nach­den­ken fal­len mir ver­schie­de­ne Sze­nen aus mei­ner Kind­heit ein.

Da ist der Auf­bruch zur Fahrt in den Urlaub mor­gens um 4 Uhr. Ich ste­he als klei­ner Jun­ge im dunk­len Hof und schaue in den Him­mel, wo eine Unzahl von Ster­nen leuch­tet. Das hat­te ich so noch nie gese­hen. Ich kann mei­nen Blick kaum abwen­den und rufe zum Opa, der uns vom Fen­ster ver­ab­schie­det: “Opa, schau mal, die gan­zen Ster­ne!” Die Sze­ne ist wie ein­gra­viert in mei­ne See­len­land­schaft. Nacht­volk wei­ter­le­sen

Exor­cist (TV-Serie)

Eine Fort­füh­rung des ursprüng­li­chen Films “Der Exor­zist” als Strea­ming-Serie bei Ama­zon.
Gefilmt nach einer Idee von Jere­my Sla­ter, Regie führ­ten ver­schie­de­ne Per­so­nen (2016−17, Wiki­pe­dia). Die Serie ist ein Ama­zon-Ori­gi­nal.
Ich ver­ge­be für die erste Staf­fel *****, für die zwei­te **. Der Text spoi­lert die Seri­en­fol­gen!

Staf­fel 1

Die Serie wur­de ab 2016 aus­ge­strahlt und im Mai 2018 nach nur zwei Staf­feln ein­ge­stellt. Gleich zu Anfang wird der Bezug zum Film „Der Exor­zist“ von 1973 her­ge­stellt, indem die Ori­gi­nal-Film­mu­sik gespielt wird und in einer Inter­net­su­che der Bericht über zwei beim Exor­zis­mus ver­stor­be­ne Prie­ster in George­town auf­taucht. Aber der Rück­be­zug ist noch inten­si­ver, denn vor der Aus­strah­lung der Serie wur­de bereits klar, daß die Mut­ter der Rance-Fami­lie im Zen­trum der Geschich­te tat­säch­lich Regan MacNeil aus dem Ori­gi­nal­film ist. Die Beses­sen­heit geht also in der eige­nen Fami­lie der nun erwach­se­nen Regan (hier: Ange­la) wei­ter!

Die Hand­lung der ersten Staf­fel hat einen drei­fa­chen Fokus:

  1. Die Fami­lie Rance in Chi­ca­go. Die­se besteht aus Ange­la, also Regan MacNeil, dem Vater Hen­ry, der sich von einem Hirn­trau­ma erholt und zu Beginn der Staf­fel eher dement wirkt, der älte­ren Toch­ter Kathe­ri­ne, die sich nach dem Tod einer Freun­din in ihrem Zim­mer ver­schanzt, sowie der jün­ge­ren Toch­ter Casey, die immer froh­ge­launt erscheint. Hin­zu kommt spä­ter Chris MacNeil, die Mut­ter Ange­la-Regans.
  2. Die bei­den Prie­ster: Da ist Pater Tomás Orte­ga, der, wie in Fil­men mit ähn­li­cher The­ma­tik, jung, zunächst nicht an Dämo­nen glau­bend, dafür am Glau­ben zwei­felnd ist, hier ins­be­son­de­re durch die Lie­be zu einer jun­gen Mexi­ka­ne­rin. Dann ler­nen wird Mar­cus Kea­ne ken­nen, einen erfah­re­nen, aber vom Vati­kan kri­tisch beob­ach­te­ten, her­nach exkom­mu­ni­zier­ten Exor­zi­sten, der einen Jun­gen in Mexi­co City nicht ret­ten konn­te (Dämon: The Bap­tist). Die­sen Exor­zis­mus durch Mar­cus sieht Tomás in sei­nen Träu­men, bis ihm der ange­schla­ge­ne Hen­ry Rance hell­sich­tig („Gott sprach aus ihm“) auf den Ort hin­weist, wo die Prie­ster sich tref­fen kön­nen. Die Beset­zung bei­der Rol­len durch Alfon­so Her­rera und Ben Dani­els hat mich sehr über­zeugt.  Nach anfäng­li­chen Schwie­rig­kei­ten beschlie­ßen die bei­den, im Fall der Fami­lie Rance zusam­men­zu­ar­bei­ten.
  3. Die Orga­ni­sa­ti­on „Fri­ars of Ascen­si­on”, wozu auch die Tomás Orte­ga wohl­ge­son­ne­ne Dame Maria Wal­ters gehört. Die Grup­pe plant einen Papst­be­such in der Stadt (zwecks Ermor­dung des­sel­ben) und ist eine sata­ni­sche Gesell­schaft, die Dämo­nen im Ritu­al „Voca­re Pul­ve­re“ beschwört. Dazu ermor­den Hel­fer 9 Men­schen, neh­men deren Orga­ne, ver­bren­nen sie und sam­meln die Asche. Im gezeig­ten Beschwö­rungs­ri­tu­al fährt der Dämon in den Poli­zei­chef, der bei Fami­lie Rance zur Befra­gung war.

Ange­la Rance AKA Regan MacNeil spürt früh und vor dem Hin­ter­grund ihrer Erfah­rung, daß ein Dämon in der Fami­lie ist. Ent­ge­gen der Annah­me ist er jedoch nicht in der älte­ren Toch­ter Kathe­ri­ne, son­dern in Casey. Gesprä­che des Dämons mit der jun­gen Frau wer­den so visua­li­siert, daß ihr ein „Sales­man“ (offen­bar eine Erschei­nungs­form des Dämons Pazu­zu aus dem ersten Exor­zist-Film) erscheint. Der Dämon ver­leiht Casey über­mensch­li­che Kräf­te: ent­täuscht von der eige­nen Lei­stung kann Casey einer Sport-Kon­kur­ren­tin tele­ki­ne­tisch einen Kno­chen­bruch zufü­gen.  Bei einem Angriff in einem Bus bricht Casey dem Angrei­fer den Kie­fer, wor­auf­hin sie in eine psych­ia­tri­sche Kli­nik ein­ge­lie­fert wird.

Kea­ne über­win­det sein Schei­tern beim Exor­zis­mus des Jun­gen mit Hil­fe der Äbtis­sin (Mut­ter Ber­na­dette) eines Non­nen­klo­sters, die selbst Exor­zis­men mit Lie­be und Geduld durch­führt – die weib­li­che Gegen­po­si­ti­on zu den Prie­stern.

Nach der Ent­las­sung Caseys begin­nen die bei­den Prie­ster den Exor­zis­mus. Wie­der (im Sin­ne ähn­li­cher Fil­me) ist es der jün­ge­re Mann, der “schwä­chelt” und vom ande­ren aus­ge­schlos­sen wird.

Es wird im wei­te­ren Ver­lauf deut­lich, daß der Dämon der­je­ni­ge ist, der frü­her bereits in Ange­la (AKA Regan) war. Doch Mar­cus glaubt, daß die Dämo­nen unter­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren, so kann „The Bapist“ in der 3. Epi­so­de aus Casey spre­chen.

Ange­las Mann hat stän­dig die Zahl 162 im Kopf und Tomás fin­det her­aus, daß dies die Sei­te in Chris‘ Buch ist, auf der sie schreibt, der Dämon wer­de Regan immer suchen…

Der Sales­man sagt: „Bring her to me“ und ver­weist damit auf Ange­la. Kea­ne meint, dies sei ein Dämon mit einem „40-year-grudge“, er wol­le über die Toch­ter Casey erneut an die Mut­ter (Ange­la-Regan) her­an­kom­men. Beses­sen­heit sei wie ein Virus – so Kea­ne. Je län­ger der Dämon in sei­nem „Wirt“ sei, desto enger ver­schmel­zen bei­de bis zur ‘Inte­gra­ti­on’; dann sei die See­le des Opfers zer­stört und kein Exor­zis­mus kön­ne mehr hel­fen. Zudem wür­den Dämo­nen die „natür­li­che Ord­nung“ stö­ren, so daß man deren Anwe­sen­heit z.B. an auf­fäl­li­gen Schwär­men von Vögeln oder ande­ren Tie­ren erken­nen kön­ne.

Kea­ne fin­det etli­che Beses­se­ne in der Gegend, d.h. nicht nur Casey ist Opfer. Die­se flüch­tet aus einem Kran­ken­wa­gen, nach­dem sie die Sani­tä­ter getö­tet hat. Kea­ne fin­det sie am See­ufer, bringt sie zum Non­nen­klo­ster, in dem er bereits nach sei­ner Exkom­mu­ni­ka­ti­on Auf­nah­me gefun­den hat­te. Dort führt er mit den Non­nen und ohne Tomás den Exor­zis­mus wei­ter. Ange­la kommt hin­zu und lädt den Dämon ein, in sie zu fah­ren, d.h. die Toch­ter zu ver­scho­nen – das pas­siert auch. Die beses­se­ne Ange­la nimmt dann an einer Sit­zung der Fri­ars zur Vor­be­rei­tung des Papst­be­su­ches teil (hier offen­bar von Pazu­zu beses­sen, der sich in der letz­ten Fol­ge im Kampf um Ange­la als Sales­man zeigt).

Casey reflek­tiert die Beses­sen­heit so, daß sie sagt: „Nichts an mir gehör­te mehr mir selbst!“ Aus Ange­la hin­ge­gen spricht der Dämon so: „I’m not pos­s­es­sed. This is inte­gra­ti­on. She invi­ted me in. This is per­ma­nent.”

Der Kea­ne nicht wohl­ge­son­ne­ne, aber glau­bens­treue Prie­ster Ben­nett ent­tarnt das Atten­tat auf den Papst, wird – wie auch Kea­ne – von den Fri­ars gefan­gen­ge­nom­men. Ange­la, d.h. der Dämon in ihr, tötet Chris MacNeil, quält dann ihre Fami­lie, nach­dem sie auch Mut­ter Ber­na­dette mit­samt ihren Non­nen ermor­det hat. Alles hängt nun an Tomás bzw. Kea­ne. Erste­rer kommt zur Fami­lie Rance und wird von Ange­la / Pazu­zu attackiert. In einer Art Traum­vi­si­on erscheint ihm Kea­ne, der ihn ret­ten will. Tomás kann den Dämon in Ange­la besie­gen. Kea­ne ver­hin­dert das Papst­at­ten­tat.

Der Dämon Pazu­zu erklärt via Ange­la, die Welt sei von Gott für die Dämo­nen gemacht gewe­sen. Dann sei der Mensch gekom­men, aber die Dämo­nen wür­den sich die Welt nun zurück­ho­len.

Schö­nes Zitat von Kea­ne am Ende: „‘Cau­se that’s the deal we make with the world every time we get out of bed in the mor­ning. Hurt me all you want, but the bastards don’t get to win.”

Die­se erste Staf­fel zeigt mir, wie gut Fort­set­zun­gen umge­setzt wer­den kön­nen. Alles ist stim­mig, die Rol­len sind sehr gut besetzt, es macht gro­ßen Spaß, die Fol­gen zu sehen, auch wenn ich nicht per se der ‚Seri­en­typ‘ bin. Da ich lie­ber moder­ne, d.h. mit moder­nen Mit­teln gedreh­te Fil­me sehe, kein Fan alter Titel bin, rückt die Serie bei mir mit Note 1 vor den Ori­gi­nal-Film.

Staf­fel 2 – The Next Chap­ter

Die zwei­te Staf­fel beginnt mit zwei Hand­lungs­strän­gen: Da sind Tomás und Mar­cus, die seit gut einem hal­ben Jahr gemein­sam als „Free­lan­cer-Exor­zi­sten“ unter­wegs sind, aktu­ell in Mon­ta­na. Dann ist da der asia­tisch-stäm­mi­ge Andy Kim, der sich um Toch­ter Grace und fünf wei­te­re Pfle­ge­kin­der küm­mert (auf Nachb­urn Island, Washing­ton). Sei­ne Frau Nico­le ist durch Sui­zid ver­stor­ben.

Tomás und Mar­cus wol­len die von einem Dämon beses­se­ne Cin­dy, Ehe­frau des ört­li­chen She­riffs, ret­ten. Die­ser glaubt nicht an die Beses­sen­heit, ent­reißt sei­ne Frau gewalt­sam den Exor­zi­sten und bringt sie in ein Kran­ken­haus, wo sie gleich zwei Per­so­nen tötet. War in Staf­fel 1 der Begriff „Inte­gra­ti­on“ zen­tral, die dau­er­haf­te Ein­woh­nung eines Dämons in eine Per­son, ist es hier der „inne­re Kampf“ (von mir so genannt) bei Tomás, der offen­bar die Fähig­keit hat, in einer Art Traum­rei­se den Dämon zu kon­tak­tie­ren. Mar­cus weist auf die Gefah­ren hin und for­dert den Kol­le­gen zur her­kömm­li­chen Vor­ge­hens­wei­se (Ritua­le Roma­num) auf.

Andy wird von einer eben­falls asia­tisch-stäm­mi­gen Sozi­al­ar­bei­te­rin besucht, die ihn als „Pfle­ge­va­ter“ kon­trol­lie­ren soll, mit der er aber wohl frü­her schon mal liiert war. Um das Haus her­um gesche­hen ver­schie­de­ne “über­na­tür­li­che” Din­ge: ein Schwarm Krä­hen fliegt gegen das Haus, die Tie­re ster­ben; ein christ­li­cher Jun­ge erlebt bei einem Far­mer die Geburt eines miß­ge­stal­te­ten Lamms.

Als drit­ter Strang kommt der Vati­kan hin­zu, wo sich nun der Prie­ster Ben­nett auf­hält, der auf­decken will, daß „Inte­grier­te“ auch die Kir­che unter­wan­dern. Es kommt der Kar­di­nal Guil­lot (?) aus der 1. Staf­fel hin­zu, der Teil der „Fri­ars of Ascen­si­on“ ist. Man glaubt Ben­nett nicht. Hier geht es in Ant­wer­pen wei­ter nach dem Tod Guil­lots durch eine Exor­zi­stin, die Ben­nett mit einer alten, mäch­ti­gen, nun beses­se­nen (Inte­gra­ti­on) Exor­zi­stin bekannt­macht.

Die o.g. zwei Strän­ge flie­ßen zusam­men, als Tomás und Mar­cus nach Seat­tle kom­men, um an einer Zwölf­jäh­ri­gen einen Exor­zis­mus aus­zu­füh­ren, wobei sich her­aus­stellt, daß die Mut­ter psy­chisch krank ist und das Mäd­chen unter Dro­gen setzt. So kommt die Klei­ne, Har­per, auf die Insel in das Haus von Andy Kim – und bald mer­ken die sie beglei­ten­den Exor­zi­sten, daß auf der Insel irgend etwas nicht stimmt. Andy steht bald im Fokus: Grace ist ein dämo­ni­sches, nicht wirk­lich exi­stie­ren­des Mäd­chen, sei­ne tote Frau kommt wie­der als Geist. Wie­der sieht Tomás Sze­nen im Geist, in denen eine gan­ze Fami­lie von einem Mann ermor­det wird, der ‚Aeter­num Vale‘ sagt.

Neben­be­mer­kung: Da auch die­se Staf­fel fest im aktu­el­len Zeit­geist (und der damit ver­bun­de­nen Film­för­de­rung) ver­an­kert ist, gibt es neben Men­schen ver­schie­den­ster Eth­ni­en auch unter­schied­li­che sexu­el­le Prä­fe­ren­zen, bis hin dazu, daß Ex-Prie­ster Mar­cus homo­se­xu­el­le Züge in sich erkennt.

Das Gesche­hen kommt zu einem ersten Kul­mi­na­ti­ons­punkt in Epi­so­de 7, in der es um den Exor­zis­mus von Andy geht. Das ist alles so ver­wor­ren insze­niert, daß ich mich kaum moti­vie­ren konn­te, die Fol­ge zu Ende zu schau­en – und die Staf­fel kom­plett abge­bro­chen habe.

War die erste Staf­fel noch zu top­pen? Muß­te nicht jede Fort­füh­rung schei­tern? Das kann sein. Man hät­te m.E. die erste Staf­fel auch allein für sich ste­hen las­sen kön­nen, als mit die­ser grot­ti­gen, ver­fran­sten, unaus­ge­go­re­nen zwei­ten so eine Chan­ce zu ver­tun. Mir war klar, eine drit­te Staf­fel wird es nicht geben.

Dun­can Ral­s­ton: Woom (Buch)

Woom wird als “extre­me hor­ror novel” ange­prie­sen. Zunächst ein­mal: von der Län­ge her eher Novel­le als Roman, aber trotz­dem ein Buch, das mich stark fas­zi­niert hat. Des­we­gen will ich – anders als sonst – hier kaum etwas spoi­lern.

Der Titel Woom ist Sprach­feh­ler und Wort­spiel in einem. Er ver­weist in der kon­kre­te­ren Bedeu­tung auf den Room 6 des Lonely Motels, wo sich die Hand­lung zwi­schen einem Mann namens Angel und einer Pro­sti­tu­ier­ten, Shy­la, abspielt. Dun­can Ral­s­ton: Woom (Buch) wei­ter­le­sen

Amphi-Festi­val 2023 – der Sonn­tag

Me and Cor­ri-May

Müde raus aus dem Bett, Kla­mot­ten zusam­men­ge­sucht, schnel­ler Kaf­fee, ab ins Auto. Und wie­der Glück – noch ein Park­platz im RTL-Park­haus.

Mei­ne Frau sag­te: Heu­te ist bestimmt wie­der “Schau­lau­fen”. Ja, es war gefühlt vol­ler als gestern und vie­le auf­wen­dig gestyl­te Leu­te, die ihre Run­den dreh­ten. Zwei per­sön­li­che Ein­drücke: Die Far­be “schwarz” domi­nier­te, wenn man von blut­be­schmier­ten Hoch­zeits­klei­dern, pin­ken Plüsch­jäck­chen und dem Herrn im Bana­nen­an­zug absieht. Es war für mich ein “schwar­zes Festi­val”, das tat gut. Auch die Zahl der Cyber-Goths war eher gering; viel­leicht bricht der Trend gera­de ein. Im Gespräch sag­te mir eine Bel­gie­rin, sie habe nun fast 10 Jah­re “Baby-Pau­se” gemacht und fin­de, es habe sich kaum etwas ver­än­dert: immer noch die ruhi­ge, fried­li­che Stim­mung, aber eben auch um 10 Jah­re geal­ter­te Men­schen…
Dann The­ma Nackt­heit (also nack­te Brü­ste, Pos…): da war mei­nes Erach­tens weni­ger zu sehen als sonst/früher™. Ob nur ein Zufallsein­druck – kei­ne Ahnung.

Mark Benecke, Amphi-Festival, 2023, Moderator
M. Benecke mode­rier­te am Sonn­tag die Main Stage

Und wo ich gera­de bei Ein­drücken bin: Han­dy­nut­zung… Ronan Har­ris hat es beim Kon­zert in Köln noch­mal erklärt, sinn­ge­mäß: Genießt die Musik, filmt nicht alles mit, hal­tet den ande­ren hin­ter euch nicht Han­dy­bild­schir­me ins Sicht­feld. Genau­so ist das. Es wird viel gefilmt, gera­de bei den Haupt­ti­teln. Da muß man für ein, zwei schnel­le Fotos schon schau­en, daß man kein Han­dy auf dem Bild hat. Es nervt, aber es ist der Tri­but an den Zeit­geist: man will alles kon­ser­vie­ren. Amphi-Festi­­val 2023 – der Sonn­tag wei­ter­le­sen

Amphi-Festi­val 2023 – der Sams­tag

Amphi Festival, 2023, Logo, Orbit Stage
Ban­ner Orbit Stage

Die­ses Jahr bin ich etwas genervt zum Amphi gefah­ren. Grün­de: Fahr- bzw. Über­nach­tungs­si­tua­ti­on und Programm(konflikte).

Es war lan­ge unklar, ob mei­ne Frau und ich gemein­sam zum Amphi fah­ren wür­den, daher war kein Hotel gebucht. Als ich dann im Febru­ar oder so schau­te, waren die Kon­tin­gen­te der Tanz­brun­nen-nahen Hotels weg oder so teu­er, daß ich mei­nen Augen kaum trau­te.
Ich fand ein Hotel auf der ande­ren Rhein­sei­te in der Süd­stadt, reser­vier­te für Frei­tag auf Mon­tag.
Dann kamen die Über­le­gun­gen: zu Fuß zum Tanz­brun­nen eine hal­be Stun­de. Ist mor­gens gut mach­bar, aber dann steht/läuft/tanzt man den gan­zen Tag und muß noch zurück. Also Taxi­ko­sten, viel­leicht 20€ pro Fahrt. Kein Früh­stück inklu­diert, also zusätz­li­che Essens­ko­sten. Über­legt, bespro­chen, gecan­celt – kein Hotel!

Amphi-Festi­­val 2023 – der Sams­tag wei­ter­le­sen

Der Toten­grä­ber

“Einst, als ich eine mei­ner toten See­len begrub, trat der Toten­grä­ber zu mir hin und sag­te: ‘Von allen, die hier­her kom­men, um zu begra­ben, bist du der Ein­zi­ge, den ich mag.’

Ich sag­te: ‘Das freut mich außer­or­dent­lich, aber war­um magst du mich so?’

‘Weil die ande­ren’, sag­te er, ‘wei­nend hier­her kom­men und wei­nend wie­der gehen. Du bist der Ein­zi­ge, der lachend kommt und lachend geht.’ ”

[Der Toten­grä­ber, Kha­lil Gibran]

M‘era Luna 2023 – wir kom­men (DOCH)!

Das Leben wird nicht län­ger, wenn man untä­tig rum­sitzt. Nach der lan­gen Castrum-Nigra-Nacht sag­te mei­ne Frau am Nach­mit­tag: „Schau mal, die Fields haben beim M‘era-Luna abge­sagt, dafür kom­men Mono Inc.“ Auch sonst ist für mei­ne Frau „mehr dabei“ als für mich, aber mich reizt vor allem das M‘era-Luna-Ambiente, das Cam­pen, das Fla­nie­ren auf der Start­bahn usw.
Ja, 2019 bin ich mit gemisch­ten Gefüh­len vom ML wie­der abge­reist. Viel Kom­merz, viel „Fun“ (Gei­ster­bahn – hach, wie lustig…), und ein „Mit­tel­al­ter­dorf“ wird irgend­wann für jedes Festi­val ver­pflich­tend… 🙄

Doch seit ich 1998 erst­ma­lig beim Zil­lo-Festi­val auf die­sem Gelän­de in Hil­des­heim stand, ist da etwas von mir zurück­ge­blie­ben, das ich ger­ne durch erneu­te Anrei­se auf­su­che.

Kar­ten sind unter­wegs, der Rush wird mit­ten unter Euch sein. 😁

Nach­trag: Bericht Frei­tag, Sams­tag, Sonn­tag

Castrum Nigra 2023

Castrum Nigra, Ehrenburg, 2023Wir sind am frü­hen Mor­gen von der 9. Castrum Nigra auf der Ehren­burg bei Bro­den­bach an der Mosel zurück­ge­kehrt. Fazit: Wun­der­vol­ler, sehr stim­mi­ger Abend in groß­ar­ti­ger Kulis­se. Und bei 30°C am Spät­nach­mit­tag wur­de es, wie 2019, eine recht war­me Nacht.

Die Ver­an­stal­ter bie­ten ins­ge­samt 5 Dance Flo­ors, der Höhe nach geord­net: Oben im Palas NDH, dar­un­ter Elec­t­ro in der Schatz­kam­mer, der „neon­schwar­ze“ Main Flo­or auf das Basti­on mit tol­lem Blick zum ange­strahl­ten Berg­fried, ganz unten der Rit­ter­saal mit „The Dark Side of Gothic“ sowie im Innen­hof der Burg die Mit­tel­al­ter­mu­sik.

Ver­schie­de­ne Künst­ler prä­sen­tier­ten sich, wozu ich nur eige­ne Ein­drücke wie­der­ge­be von dem, was ich sah – das Pro­gramm fin­det man auf der Web­sei­te. Castrum Nigra 2023 wei­ter­le­sen

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