Zu alt für die Sze­ne? Ein Kom­men­tar

In einem Video ging Orphi Eulen­forst der Fra­ge nach, wann und ob man grund­sätz­lich zu alt für die Sze­ne sein kann. Sie benennt dabei drei Fak­to­ren, die sie dis­ku­tiert. Ich möch­te das aus mei­ner Sicht kom­men­tie­ren.

1. – der Main­stream, der bei zuneh­men­den Fal­ten und grau­en Haa­ren (der ’schwar­zen’ Per­son) fragt, ob man denn noch immer ‚Rebel­li­on‘ gegen die Gesell­schaft betrei­ben wol­le. Ich sehe das hier etwas anders als Orphi, denn für mich ist die Sze­ne eine Form von Rebel­li­on gegen die Gebräu­che einer Mehr­heits­ge­sell­schaft, die ja ihrer­seits stän­dig im Wan­del ist. Somit ist es ohne Fra­ge, daß mich kein ‚Main­stream­ler‘ von die­sem The­ma ‚Schwar­ze Sze­ne‘ abbrin­gen könn­te – I just don’t care. Aber: für mich ist Sze­ne eben nicht nur Kon­zer­te und Festi­vals, son­dern ein grund­sätz­li­ches Lebens­ge­fühl, ein „Anders-Schau­en“ auf die bun­te Welt ‚da drau­ßen‘. Und: ich tra­ge zwar oft Schwarz, bin aber nicht grund­sätz­lich als ‘Sze­ne-Mit­glied’ z.B. in beruf­li­chen Ter­mi­nen erkenn­bar. Ich mach mein Ding, der Main­stream seins – paßt. Nur: komm mir nicht ins Gehe­ge, Freund!
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Lind­q­vist: Let the Right One In – So fin­ster die Nacht (Roman & Fil­me)

Mit ‘Låt den rät­te kom­ma in’ hat der schwe­di­sche Autor John Ajvi­de Lind­q­vist im Jahr 2004 einen Best­sel­ler ver­öf­fent­licht, der sich auch in der deut­schen Über­set­zung als ‘So fin­ster die Nacht’ (2007) lan­ge in den ent­spre­chen­den Listen von Spie­gel oder Stern hielt.

Zwei­mal wur­de der Roman ver­filmt. Ich wer­de in die­sem län­ge­ren Bei­trag zunächst auf den Roman ein­ge­hen, den ich in der eng­li­schen Fas­sung (Let the Right One in) gele­sen habe, dann auf bei­de Ver­fil­mun­gen.

Das Buch in einem Wort zu erklä­ren, scheint leicht zu fal­len: Vam­pir­ge­schich­te. Aber es ist auch z.T. Kri­mi­nal­ro­man, auch Gesell­schafts­kri­tik (ins­be­son­de­re zum The­ma Pädo­phi­lie und Mob­bing) und, wenn ich den Begriff aus dem Wiki­pe­dia-Ein­trag über­neh­men darf, Ent­wick­lungs­ro­man.

Um Buch und Ver­fil­mun­gen bespre­chen zu kön­nen, muß ich spoi­lern. Lind­q­vist: Let the Right One In – So fin­ster die Nacht (Roman & Fil­me) wei­ter­le­sen

D. Coa­tes: From Below (Roman)

Ich bin ent­täuscht von die­sem Roman, der im Netz so oft gehy­ped wird. Die The­ma­tik wird von der Autorin breit­ge­walzt, allein die Beschrei­bun­gen der Tauch­gän­ge zie­hen sich wie Gum­mi. Aber es ist etwas ande­res, das ich der Viel­schrei­be­rin Coa­tes vor­wer­fe…
Der Text spoi­lert den Inhalt des Romans!
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Cold Hear­ted Festi­val 2024

Aktua­li­siert 7.2.24

Das Cold Hear­ted Festi­val (Face­book) fand m.W. erst­ma­lig im Jahr 2022 statt, geht somit in die­sem Jahr in die 3. ‘Auf­la­ge’. Gestar­tet war man im Alten Schlacht­hof in Dres­den. In die­sem Jahr wird es erst­ma­lig eine par­al­le­le Ver­an­stal­tung im Matrix in Bochum geben.

Das Festi­val wird beschrie­ben als ‘Inter­na­tio­nal Cold Wave & Post Punk Con­ven­ti­on’, was schon ziem­lich edel klingt.

2022 waren in Dres­den ‘am Start’: Leba­non Hano­ver, Ash Code, The KVB, Dark, Selo­fan, Rue Ober­kampf, Buzz Kull, Bleib Modern, Bra­go­lin, NNHMN, Bed­less Bones – hier das After­show Movie.

2023 waren die­se Künst­ler dabei: She Past Away, Visi­on Video, Fore­ver Grey, Kon­tra­vo­id, Minuit Machi­ne, Syzy­gyx, Die Selek­ti­on, Agent Side Grin­der, Geo­me­tric Visi­on, Plo­ho, Mil­li­ken Cham­ber – hier das After­show Movie.

Ja, und in 2024 wer­den Leba­non Hano­ver in Dres­den als Head­li­ner auf­tre­ten,- nein, hier gab es eine Ände­rung: Für Leba­non Hano­ver paßt der Ter­min nicht in ihren Tour­ab­lauf; sie erklär­ten, da gar nicht in D zu sein. Somit erset­zen KITE aus Schwe­den LH in Dres­den.

In Bochum sind Linea Aspe­ra Head­li­ner. Für Bochum, wo ich auch anwe­send sein wer­de, sind noch bestä­tigt: Twin Tri­bes, Ren­dez-Vous, Nürn­berg und Rue Ober­kampf. Lei­der scheint es nach jet­zi­gem Stand (17.1., Festi­val-Home­page, 6.2., Mon­key­press) so zu sein, daß mehr Bands in Dres­den auf­tre­ten, somit das Pro­gramm dort evtl. etwas attrak­ti­ver sein dürf­te. Ins­be­son­de­re Kal­te Nacht hät­te ich gern in Bochum gese­hen…

Tickets (für Bochum) gibt es für 50€ via Even­tim.

Heim­fin­den

Heim­fin­den
im Dun­kel dei­ner Augen.
Mit einem Lächeln neu ein­ge­setzt
ins ewi­ge Spiel,
und dei­ne Nähe bannt
die Küh­le des Nacht­win­des,
der Schnee brin­gen könn­te?

Auf neu­en Wegen durch alte Gas­sen,
wenn die ande­re Welt noch fern ist.
Über dem Abgrund, gehal­ten,
im Flut­licht, das uns in ein
gigan­ti­sches Thea­ter ver­setzt,
in dem wir eng umschlun­gen,
den Auf­tritt der Gebor­gen­heit erwar­ten,
die uns initi­ie­ren wird. Heim­fin­den wei­ter­le­sen

Sonic Sedu­cer blickt auf 2023 zurück

Das Print­ma­ga­zin Sonic Sedu­cer schaut in ver­schie­de­nen Bei­trä­gen auf das Jahr 2023 zurück:

Festi­val Fans / Live Fotos / Alben des Monats / Titel Bands

Neben­bei: ich nut­ze die Sei­te v.a. zum Über­blick über Tour­da­ten der Künst­ler.

Base­ment

“He real­ly lik­ed the base­ment. It was like being in ano­ther world, while kno­wing that the other world was still the­re out­side, abo­ve you, if you nee­ded it. But down here it was quiet, and no one came and said anything, did anything to you. Not­hing you had to do.”

John Ajvi­de Lind­q­vist, ‘Let the Right One in’

Neue Lek­tü­re

Drau­ßen sinkt die Son­ne über den ersten Höhen der Eifel, drin­nen leuch­tet mein Lese­ses­sel hell im Schein der Lam­pe. Ein gemüt­li­cher Abend steht bevor, auf­ge­wer­tet von einem neu ein­ge­trof­fe­nen, 2023 erschie­ne­nen Buch. Ich wer­de zu gege­be­ner Zeit berich­ten… 😁

The Exor­cist Lega­cy

Mit lee­ren Augen kam ich heim

Schwei­ge­marsch und Trä­nen,
Herbst­re­gen, der in mein Gesicht schlug.
Zer­zau­ste Haa­re unter grau­em Him­mel -
Kal­ter Wind, der an ihnen zerr­te.
Ste­ten Schrit­tes durch brau­ne Fel­der
Zog es mich fort von den Men­schen,
Die mich umstan­den, auf mich zeig­ten.

Dei­ne Hand konn­te hei­len,
Dein Mund konn­te hei­li­gen.
Dei­ne Augen waren kein Trost.

Heim­kehr vom Marsch.
Ker­zen­licht und hel­ler Wein.
Mit mei­ner Lie­be ging ich fort,
Mit lee­ren Augen kam ich heim.
Und du warst nicht an die­sem Ort.

[© Rush / V. Wag­ner]

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