500000 vor ihrem PC sind kei­ne Sze­ne

Die Über­schrift ist ein Zitat von Ste­ve aus dem Pod­cast “Schwarz­Ge­sagt”. In den letz­ten Tagen habe ich eini­ge Fol­gen “nach­ge­hört”, so auch die eigent­lich aus­ge­las­se­nen zum The­ma Gothic Fami­ly. Toll, was ihr da auf die Bei­ne stellt, Gat­to Nero & Ste­ve!

Das Zitat stammt aber aus einer der Fol­gen “extrem und tanz­bar”, wo sich eine Höre­rin in einer Ein­spie­lung dar­über beschwert, was sie jen­seits des dunk­len, pri­va­ten Lebens­stils dann auf Festi­vals vor­fin­det: wenig Tie­fe, viel Par­ty.
Und dabei dann (zuneh­mend?) rück­sichts­lo­se Men­schen, die bei lei­sen Titeln ein­fach laut wei­ter­re­den, die alles fil­men oder wäh­rend des Kon­zerts mit fünf Bie­ren in die erste Rei­he “müs­sen”. 500000 vor ihrem PC sind kei­ne Sze­ne wei­ter­le­sen

The Exor­cism star­tet wohl mäßig

Mit guten Fil­men ist es ähn­lich wie mit Seri­en – der Trend geht zum Aus­wal­zen des Mate­ri­als. Macht man kei­ne Serie, dann muß es zumin­dest ein “Fran­chise” mit einer Debüt-Tri­lo­gie oder so sein. So auch mit The Pope’s Exor­cist mit Rus­sell Cro­we in der Haupt­rol­le. Ich fand den Film sola­la. Bald schon hieß es: das wird ein Fran­chise mit Cro­we in der Haupt­rol­le.

Umso über­rasch­ter war ich, als ich von The Exor­cism hör­te, der letz­te Woche in den USA in den Kinos gestar­tet ist und weit unter den finan­zi­el­len Erwar­tun­gen blieb. Und Cro­we spielt die Haupt­rol­le. Wie und wann der Film in Deutsch­land erscheint, ist lt. Blair­Witch noch unklar. Im dor­ti­gen Arti­kel spricht man davon, daß es Hor­ror­fil­me all­ge­mein der­zeit an den Kino­kas­sen schwer hät­ten. Ich wür­de da aber hin­zu­fü­gen wol­len: das The­ma Exor­zis­mus hat es schwer – die letz­ten High­lights lie­gen län­ger zurück: The Cru­ci­fi­xi­on (2017) und die erste Staf­fel von Exor­cist (2016), s. Liste.

Doch The Exor­cism ist nicht der zwei­te Film aus o.g. Fran­chise, das habe ich mir jetzt schon mal “erle­sen”. Die Fort­set­zung von The Pope’s Exor­cist dürf­te m.E. nicht weit vor 2026 erschei­nen, zumin­dest war sie im Früh­jahr 2023 in ear­ly deve­lo­p­ment.
Hof­fen wir mal, daß sich Cro­we sei­ne Rol­le als Exor­zist mit The Exor­cism nicht ver­brennt.

Der Trai­ler zu The Exor­cism fin­det sich z.B. hier bei YT.

Nos­fe­ra­tu kommt im Janu­ar

Robert Eggers vier­ter Spiel­film wird Nos­fe­ra­tu sein. Ich muß­te kurz über­le­gen, als ich den Namen Eggers hör­te, dann fiel es mir wie­der ein: The Witch moch­te ich, aber The Light­house fand ich geni­al. Dann ver­lor ich Eggers im Sumpf der tau­sen­den Ver­öf­fent­li­chun­gen jedes Jahr, habe The North­man nicht gese­hen, aber jetzt ist der Trai­ler zu Nos­fe­ra­tu raus – und ich wur­de an Eggers erin­nert.

Die Lobes­hym­nen gehen bereits los – z.B. bei Den of Geek: “(the trai­ler) is fero­cious­ly macabre—something Dra­cu­la and vam­pi­re movies haven’t been in ages.”

Der ver­link­te Arti­kel hat gute Hin­ter­grund­in­fo zum Film­pro­jekt, einem Remake von Murnaus Nos­fe­ra­tu von 1922, womit sich Eggers wohl seit 2015 schon beschäf­tigt hat.

Der Trai­ler fin­det sich u.a. hier auf YT.

Und hier ist mein Bericht zum Film.

The Haun­ting of Bly Man­or (Serie)

Daß HBM – “Spuk in Bly Man­or” – eine Serie ist (Wiki­pe­dia, Net­flix 2020, Nach­fol­ge-Serie zu Haun­ting of Hill Hou­se), scha­det m.E. der Erzäh­lung. Ich habe mit Seri­en oft das Pro­blem, das Wolf­gang M. Schmitt in Die Film­ana­ly­se schil­dert: Seri­en sind auf­grund ihrer Län­ge Zer­streu­ung, Fami­li­en­er­satz, vor allem aber Zeit­ver­schwen­dung. Vir­tuo­si­tät, so Schmitt, ist die Beschrän­kung auf das Wesent­li­che. Im Ide­al­fall soll­te man als Zuschau­er die Hin­ter­grün­de in Minu­ten ver­ste­hen, wäh­rend man bei Seri­en oft erst nach vie­len Fol­gen einen Durch­blick hat – talk about Bly Man­or.

Doch zuerst das Posi­ti­ve: Mike Fla­na­gan hat die auf Kurz­ge­schich­ten von Hen­ry James basie­ren­de Serie gut, atmo­sphä­risch ver­filmt. Als Zuschau­er erle­ben wir den Haupt­teil der Geschich­te fokus­siert auf das ame­ri­ka­ni­sche Au-Pair-Mäd­chen Dani­elle, das 1987 als Kin­der­mäd­chen für die Kin­der Flo­ra und Miles in Bly Man­or enga­giert wird. Koch, Haus­häl­te­rin, Gärt­ne­rin und das Au-Pair bil­den die Kern­trup­pe im Her­ren­haus. (Der fol­gen­de Text spoi­lert das Seri­en­en­de!)
The Haun­ting of Bly Man­or (Serie) wei­ter­le­sen

Sum­mer is the gothest time?

‘post­pun­kon­line’ hat auf Insta gepo­stet: “sum­mer is actual­ly the gothest time of the year, becau­se it is the time that we goths suf­fer the most, which is goth”

Schmun­zelnd habe ich das für mich erst­mal mit “nö” kom­men­tiert… 😉

Ich mer­ke, daß bei einem sol­chen The­ma die sprich­wört­li­chen zwei Her­zen in mei­ner Brust schla­gen. Zur Erklä­rung: ich ken­ne aus mei­ner Kind­heit, aus Fami­li­en­ur­lau­ben vor allem die Nord­see – und damit das Wet­ter-Poker: ent­we­der wirk­lich warm oder zwei Wochen mit viel Regen – sprich: “Som­mer­ur­laub im Ost­frie­sen­nerz”.
Spä­ter, in den 90ern, war ich mehr­fach in Schwe­den im Urlaub – bei glei­chen Wet­ter­be­din­gun­gen. Ich erin­ne­re mich an eine Woche bei durch­ge­hend knapp 30°C, aber doch eher an tage­lan­gen Regen – im Hoch­som­mer, ver­bun­den mit der alles durch­drin­gen­den Feuch­tig­keit, dem mod­ri­gen Geruch von Zelt und Ruck­sack im Auto usw. Aber das war halt “nor­mal”, das habe ich nicht hin­ter­fragt, weil mein Herz an Schwe­den hing. Sum­mer is the gothest time? wei­ter­le­sen

Schwar­ze Pod­casts

Ich höre ger­ne und regel­mä­ßig Pod­casts, bin aber sehr wäh­le­risch, was For­mat / Län­ge / Prä­sen­ta­ti­on angeht. Bei Pod­casts zum The­ma hat­te ich bis vor eini­ger Zeit kei­nen Erfolg bei der Suche. Natür­lich gibt es etli­che Pod­casts, wenn man nur mal “gothic” ein­gibt, aber die dudeln oft ein­fach US-zen­trier­te Musik.
Vor län­ge­rer Zeit habe ich mal ein paar Fol­gen von Com­mu­ni­on after Dark gehört. Was mir grund­sätz­lich nicht gefällt, sind Pod­casts, die die Play­list der Episode/Folge nicht ange­ben. Ich möch­te ein­fach wis­sen, was das für ein genia­les Lied ist, das gera­de läuft. Da ist übri­gens der Mit­ter­nachts­rei­gen – lei­der nicht mehr als Pod­cast ver­füg­bar – vor­bild­lich.

Es nervt dann auch, wenn zwei, drei Lie­der hin­ter­ein­an­der gespielt wer­den, ich neben­bei ande­re Din­ge erle­di­ge und dann nicht weiß, wel­ches Lied wel­ches ist. Genau­so erging es mir mit dem Pod­cast Gothic Rock. Letzt­lich bin ich dann zu “Schwar­zen Radi­os”, ins­be­son­de­re Schwar­ze Wel­le, zurück­ge­gan­gen, aber da fehlt mir dann der Con­tent jen­seits der Musik.
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Wed­nes­day (Net­flix)

Die glo­rio­se ‘Addams Fami­ly’ ist für mich immer unter dem Radar geflo­gen. Ja, da gab es die Schwarz-Weiß-Serie aus den 60ern, von der ich ein paar Sen­dun­gen in den 70ern gese­hen habe, ohne daß mich das begei­stert oder gefes­selt hät­te – viel­leicht war ich zu jung. Natür­lich konn­te ich so auch nichts über die spä­te­ren Kino­fil­me wis­sen. Aber Wiki­pe­dia hilft wei­ter… Da schau her: es begann schon in den 1930ern, als der Zeich­ner Charles Addams eine exzen­tri­sche Fami­lie mal­te und sie dem Ide­al der ame­ri­ka­ni­schen Klein­fa­mi­lie gegen­über­stell­te. Addams habe mor­bi­den Humor gehabt, weiß der Wiki­pe­dia-Schrei­ber­ling. Es folg­te die TV-Serie, die ab 1970 auch in Deutsch­land aus­ge­strahlt wur­de, s.o.
1991 wur­de mit dem Spiel­film ‘Addams Fami­ly’ von Bar­ry Son­nen­feld nach­ge­legt, 1993 und 1998 folg­ten zwei wei­te­re, danach Ani­ma­ti­ons­fil­me. Wed­nes­day (Net­flix) wei­ter­le­sen

Castrum Nigra 2024

Das sty­li­sche Event auf der Ehren­burg an der Mosel, von den Ver­an­stal­tern Open-Air-Gothic-Par­ty genannt, geht am 6. Juli (dies­mal ein Sams­tag) in die näch­ste – die 10. – Run­de. Die Burg wird wie­der far­big aus­ge­leuch­tet sein, und auf meh­re­ren Tanz­flä­chen dürf­te für jeden die rich­ti­ge Musik dabei sein.

Der Kar­ten­vor­ver­kauf ist gera­de gestar­tet – 22€ kostet das Ticket, 25€ an der Abend­kas­se.

Den ein­mi­nü­ti­gen Trai­ler kann man sich hier auf YT anschau­en.

Ich habe letz­tes Jahr über die Par­ty berich­tet und eini­ge Fotos vom 2019er Event hier ein­ge­baut. Ob ich die­ses Jahr dort sein wer­de, ist noch ein wenig offen, weil Cor­ri-May ver­hin­dert ist und ich (aktu­ell) kei­ne gro­ße Lust habe, allein zu fah­ren. Mal schau­en.

Fly­er:

Castrum Nigra Fly­er

Lind­q­vist: Let the Right One In – So fin­ster die Nacht (Roman & Fil­me)

Mit ‘Låt den rät­te kom­ma in’ hat der schwe­di­sche Autor John Ajvi­de Lind­q­vist im Jahr 2004 einen Best­sel­ler ver­öf­fent­licht, der sich auch in der deut­schen Über­set­zung als ‘So fin­ster die Nacht’ (2007) lan­ge in den ent­spre­chen­den Listen von Spie­gel oder Stern hielt.

Zwei­mal wur­de der Roman ver­filmt. Ich wer­de in die­sem län­ge­ren Bei­trag zunächst auf den Roman ein­ge­hen, den ich in der eng­li­schen Fas­sung (Let the Right One in) gele­sen habe, dann auf bei­de Ver­fil­mun­gen.

Das Buch in einem Wort zu erklä­ren, scheint leicht zu fal­len: Vam­pir­ge­schich­te. Aber es ist auch z.T. Kri­mi­nal­ro­man, auch Gesell­schafts­kri­tik (ins­be­son­de­re zum The­ma Pädo­phi­lie und Mob­bing) und, wenn ich den Begriff aus dem Wiki­pe­dia-Ein­trag über­neh­men darf, Ent­wick­lungs­ro­man.

Um Buch und Ver­fil­mun­gen bespre­chen zu kön­nen, muß ich spoi­lern. Lind­q­vist: Let the Right One In – So fin­ster die Nacht (Roman & Fil­me) wei­ter­le­sen

D. Coa­tes: From Below (Roman)

Ich bin ent­täuscht von die­sem Roman, der im Netz so oft gehy­ped wird. Die The­ma­tik wird von der Autorin breit­ge­walzt, allein die Beschrei­bun­gen der Tauch­gän­ge zie­hen sich wie Gum­mi. Aber es ist etwas ande­res, das ich der Viel­schrei­be­rin Coa­tes vor­wer­fe…
Der Text spoi­lert den Inhalt des Romans!
D. Coa­tes: From Below (Roman) wei­ter­le­sen

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