Docs – Tip zum Ein­lau­fen

Stie­fel von Doc Mar­tens haben eine lan­ge Geschich­te. Mit der Aus­la­ge­rung der Pro­duk­ti­on nach Chi­na (und nur teil­wei­sen Rück­ver­la­ge­rung nach Eng­land auf­grund von Kri­tik) hat man sich viel­leicht kei­nen Gefal­len getan. Mei­ne 7‑Loch Docs sind für die ange­ge­be­ne Grö­ße eher etwas zu groß, dafür sind sie am Spann so eng, daß es drückt. Ins­be­son­de­re drückt es, weil da das Fut­ter aus dem Vor­der­fuß­be­reich ver­näht ist, so daß eine fühl­ba­re Naht mit Über­stand des Mate­ri­als ent­steht (beim rech­ten Schuh mehr als beim lin­ken). Beim Rein­schlüp­fen in den Schuh stülpt sich das um – und die Druck­stel­le ist noch schmerz­haf­ter.

Tip hier­zu: die Naht im Schuh von vor­ne nach oben glatt­strei­chen, dann die Schuh­la­sche umklap­pen, in den Schuh stecken und über die­se Naht legen. In den Schuh schlüp­fen und die Lasche wie­der raus­zie­hen – fer­tig.

Ein ande­rer Tip kommt von Dr Mar­tens selbst: Wenn man die Schu­he nicht trägt, zwei Geträn­ke­do­sen rein­schie­ben, um die besag­te Naht zu deh­nen.

Wei­te­re Alter­na­ti­ve: Im gut sor­tier­ten Laden meh­re­re Exem­pla­re in der glei­chen Grö­ße anpro­bie­ren und die neh­men, bei denen die besag­te Naht am wenig­sten drückt.

(Nach­trag: Ich bin mit die­sem Paar Stie­feln nicht warm­ge­wor­den und habe sie ver­kauft. Jetzt tra­ge ich Bon­da­ge Lon­don…)

the sound­track of our own fai­lings

“Behind the melan­cho­lia the­re always lies more sor­row than tra­ge­dy, more truth than dra­ma. That’s why Goth is the very essence of dignity. (…)

Goth is about tho­se moments of reflec­tion we all have – that nost­al­gia bor­ne of emo­ti­on, the sound­track of our own fai­lings.”

  Mer­cer, Mick: Hex Files: the goth bible, Kind­le 2021 (first publ. 1993)

Noch immer hier?

War­um stei­ge ich Ü50 in so ein Blog ein? Kei­ne (vor­ge­fer­tig­te) Ant­wort, aber Gedan­ken­fut­ter fand ich im Vor­wort zum drit­ten Gothic-Band von Peter Matz­ke und Tobi­as See­li­ger (Ber­lin, Schwarz­kopf & Schwarz­kopf, 2006). Da heißt es:

“Die Gothic-Sze­ne ist zu einer post­ado­les­zen­ten Bewe­gung gewor­den (…) Das Behar­rungs­ver­mö­gen des durch­schnitt­li­chen ‘Gruf­ties’ in ’sei­ner’ Sze­ne ist län­ger, vie­le kom­men irgend­wann in ihren Sinn­su­cher­jah­ren hin­ein – und blei­ben (viel­leicht, weil sie fest­ge­stellt haben, dass die Sinn­su­cher­jah­re nie auf­hö­ren…) (…) Gothic ist kei­ne tem­po­rä­re musi­ka­li­sche Wel­le, kei­ne schnel­le Mode – (…) Das Gothic-Move­ment hat auf­ge­hört, eine Jugend­be­we­gung zu sein.”
Noch immer hier? wei­ter­le­sen

Umbra et Ima­go auf You­Tube

Klei­ner Hin­weis für die U&I Fans, die nicht so oft in You­Tube rein­schau­en: der Kanal wird mit Vide­os gefüllt – da tut sich gera­de etwas mehr als sonst. Sehr schön z.B. der 1993er Auf­tritt beim Zil­lo-Festi­val, das Aku­stik-Set von 2011 mit über einer Stun­de Län­ge oder der 16-minü­ti­ge erste Teil einer Art Band­ge­schich­te unter dem Titel Dreams, Sex & Eter­ni­ty.

Nach­trag Mai 23: Nun sind auch Tei­le 2 und 3 der Band­ge­schich­te online sowie ein 80-minü­ti­ges Tour-Video von 1994, s. Band-Chan­nel.

M’era Luna 2022 im Stream

Ein paar Ein­drücke von der Ter­ras­se… 😉

VNV Nati­on war(en) natür­lich abso­lu­te Klas­se mit dem “Clas­sic Set”. End­lich mal wie­der ein ruhi­ger Ronan, der nicht außer Puste kommt und zeigt, wie­viel Atmo­sphä­re er mit sei­ner Stim­me erzeu­gen kann. Und wenn er dann so bewegt ist, ihm die Trä­nen kom­men, dann habe ich auch Gän­se­haut. BTW, wenn ich Illu­si­on zur Gitar­re sin­ge, muß ich je nach Aus­gangs­stim­mung auch mal mit einem Refrain aus­set­zen, weil mir die Stim­me weg­geht. Ist ein­fach eines die­ser “Lie­der mei­nes Lebens”.

Nit­zer Ebb – nicht “mei­ne” Band, aber unglaub­lich toll, die­se Urge­stei­ne erle­ben zu dür­fen. (Für mich auch Musik, die ich bes­ser hören kann als z.B. Com­bi­christ.)

Nach VNV mein High­light: The Beau­ty of Gemi­na. Die MUSS ich mal in einem klei­nen Club sehen, aber lei­der liegt die Sep­tem­ber-Tour in mei­ner Urlaubs­wo­che… In mei­ner Play­list sind “Into Black”, “Last Night Home (Acou­stic)” und “One Mil­li­on Stars”. (Aber dann hat’s 2024 doch geklappt.)

The Mis­si­on – nö, zu oft gese­hen und Way­ne wird nicht bes­ser.

Blut­engel – hin- und her­ge­ris­sen: schö­ne Melo­dien, aber doch hart an der Pop-Uner­träg­lich­keits­gren­ze. (Und schon habe ich “Mor­ning after the War” unge­wollt als Ohr­wurm im Kopf.)

Lord of the Lost “Ensem­ble” – gehen in die­ser Form in die Blut­engel-Rich­tung. Da paßt es irgend­wie, daß Harms das neue Album von Nino de Ange­lo pro­du­ziert hat.

Schand­maul – hm, da bin ich auch sehr ambi­va­lent. Etli­che Mal live gese­hen; es gibt vie­le Lie­der, die ich mag. Die Stim­me des Sän­gers ist unver­wech­sel­bar und trägt viel zum Erfolg der Band bei. Kei­ne abge­fah­re­ne Show, son­dern Kon­zen­tra­ti­on aufs musi­ka­li­sche “Hand­werk”. Was mir per­sön­lich nicht gefällt, sind die poli­ti­schen State­ments von der Büh­ne her­ab (das soll­te in einem ande­ren Rah­men dis­ku­tiert wer­den). Und – gefühlt – jedes Jahr die Wer­bung für Viva con Agua… Ich mei­ne, die Leu­te von VcA lau­fen ja schon offen­sicht­lich auf dem Festi­val-Gelän­de her­um und bekom­men auch von mir Pfand (wenn ich vor Ort bin <g>), aber da muß ich nicht von der Büh­ne her­ab belehrt wer­den.

Und natür­lich kann man schon auf der ML-Sei­te die ersten Acts für 2023 sehen… (neben vie­len Impres­sio­nen vom Wochen­en­de)

 

Bir­th­day Par­ty

Ich bin nicht beim M’era Luna 2022, obwohl ich mir kurz über­legt hat­te, ins­be­son­de­re nach dem schö­nen Wie­der­tref­fen mei­nes Freun­des R. beim Amphi, doch noch schnell eine Kar­te zu kau­fen.

Dafür war ich gestern bei einem ande­ren Freund ein­ge­la­den, eben­falls R., der auf der aus­ge­dörr­ten Wie­se zwi­schen zwei Häu­ser­blöcken ein paar Gäste zu sei­nem Geburts­tag ein­ge­la­den hat­te. Begrüßt wur­de ich mit Musik von den Crüx­sha­dows, die kri­stall­klar und kräf­tig aus einer Teu­fel Rock­ster Cross erschall­te. 40 Jah­re ken­nen wir uns, eine Freund­schaft, die wirk­lich Jahr­zehn­te über­dau­ert hat. Er war es damals, der mit der Sisters-Plat­te unter dem Arm bei mir auf­tauch­te. Auch hier bei den Crüx­sha­dows, die er noch gar nicht so lan­ge kennt, ist es ähn­lich ver­lau­fen: Auf sei­ner Arbeit steht heu­te eine Blue­tooth-Box, über die die Mit­ar­bei­ter eige­ne Musik (nicht) spie­len dür­fen. Er hat­te eine Dark-Wave-Play­list wohl auf Ama­zon Music gefun­den – und sich an der Trup­pe um Rogue fest­ge­hört.

So saßen wir auf der Wie­se, grill­ten, tran­ken Has­seröder und rede­ten dar­über, wie wir einst unse­re Rol­la­to­ren auf­boh­ren wür­den, damit sie ein paar Bier­fla­schen und eine grö­ße­re Blue­tooth-Box beför­dern könn­ten. 🙂

VNV Nati­on kam bei einer sehr spie­ßig wir­ken­den Frau so um die 60/65 nicht gut an. R. sol­le mal “rich­ti­ge Musik” anma­chen, an der alle Spaß hät­ten, also schö­nen deut­schen Schla­ger, natür­lich. Da war ich dank­bar, daß sich um 22:07 Uhr ein Anwoh­ner über die Musik beschwer­te – end­lich abstel­len kön­nen.

Und der ande­re R., ja, der ist mit Toch­ter beim M’era Luna – und sie haben tat­säch­lich direkt an der Lan­de­bahn ein Plätz­chen für ihr Zelt ergat­tert. *neid*

Ange­sichts der neu­er­li­chen Covid-Maß­nah­men ab 1.10. wäre es sinn­voll, Kon­zer­te­vents bis dahin tat­säch­lich noch “mit­zu­neh­men”. Mal schau­en, viel­leicht gehe ich über­näch­ste Woche zur “Nacht der Hel­den” nach Koblenz. Ist nicht mei­ne Musik – viel­leicht bis auf Lord of the Lost -, aber es wäre schön, vor der beein­drucken­den Kulis­se der Festung Ehren­breit­stein noch ein biß­chen “Som­mer-Frei­heit” zu erle­ben.

Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 1

“When the act of reflec­tion takes place in the mind, when we look at our­sel­ves in the light of thought, we dis­co­ver that our life is embo­so­med in beau­ty. Behind us, as we go, all things assu­me plea­sing forms, as clouds do far off. Not only things fami­li­ar and sta­le, but even the tra­gic and ter­ri­ble are come­ly as they take their place in the pic­tures of memo­ry”.

       [Spi­ri­tu­al Laws (Aus­zug), R.W. Emer­son]

Hier schrei­be ich in meh­re­ren Tei­len über mei­ne Musik­be­gei­ste­rung, über Bands, Kon­zer­te, Festi­vals, aber eher mit dem brei­ten Strich als dem Blick aufs Detail. Ich ver­zich­te auf Links zu den Bands – das kann man bei Bedarf schnell selbst auf­ru­fen.

Ich bin ein Kind des “Sum­mer of Love” (1967), wenn auch im kal­ten Febru­ar davor gebo­ren (in die schwar­ze Käl­te hin­ein <har­har> 😉). Musik war in mei­ner Kind­heit eher die Radio­mu­sik im Hin­ter­grund und die Blas­mu­sik bei Dorf­fe­sten, das heißt, mei­ne Eltern pfleg­ten kei­nen spe­zi­el­len Musik­stil und hör­ten nicht (mehr) bewußt Schall­plat­ten. Mei­ne Mut­ter zeig­te mir immer wie­der mal ihre schon recht umfang­rei­che Schall­plat­ten­samm­lung (Schla­ger-only), aber die ver­staub­te vor sich hin. Da war etwas ver­lo­ren­ge­gan­gen, komisch…

“Musik” beginnt als beson­ders her­vor­tre­ten­des Ele­ment für mich als Kind ca. 1978, also mit 11. Erste Lie­der, die mir von damals in Erin­ne­rung geblie­ben sind: Video kil­led the Radio Star (Bruce Wool­ley), By the Rivers of Baby­lon (Boney M.), Tra­ge­dy (Bee Gees), vie­les von Abba. (Ja, OK, auch Das Lied von Manu­el von Pony. 🙄 )

Ich wünsch­te mir zu Weih­nach­ten einen Radio­re­cor­der und begann, mei­ne Lieb­lings­lie­der aus den Radio­sen­dun­gen her­aus auf Kas­set­ten auf­zu­neh­men. Hier galt aber auch für mich bereits das, was ich durch die Jahr­zehn­te immer wie­der erlebt habe: Wer nur auf das regu­lä­re Radio­pro­gramm Zugriff hat, der wird vie­le musi­ka­li­sche Sti­le nie ent­decken, weil sie kei­ne “air time” haben. Im Radio, das ich hör­te, lief kein Punk, kein Post-Punk…
(Ich habe durch Zufall ein altes Foto gefun­den, wo man den Radio­re­cor­der samt mei­nem ersten oran­ge-schwar­zen Kopf­hö­rer sehen kann, s. rechts.)

Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 1 wei­ter­le­sen

Amphi Festi­val 2022

- also eigent­lich ja 2020, zumin­dest bin ich mit den 20er-Kar­ten hin­ge­fah­ren, C19 sei Dank – nicht. Zwei­mal ist die­ses Event aus­ge­fal­len, jetzt, im Juli 2022, war es mög­lich ohne Hygie­ne-Maß­nah­men und ‑Vor­schrif­ten. Herr­lich, die­se Frei­heit hat man, so mei­ne ich, gespürt. Weni­ge Besu­cher tru­gen (auch drau­ßen) Mas­ke, aber auch das ist eine Frei­heit, die man hat.

Wie in den Vor­jah­ren waren wir, d.h. mei­ne Frau und ich, am Frei­tag ange­reist. Auto auf dem Mes­se­ge­län­de geparkt, ab ins Hotel, Check-In, dann zum Essen. Abends Bum­mel am Rhein­ufer, dies­mal lei­der nicht so unge­stört, da gleich­zei­tig eine Lauf­ver­an­stal­tung statt­fand. Es reich­te noch für ein Kölsch am “Büd­sche”, dann hieß es: wir schlie­ßen. Nun gut. Amphi Festi­val 2022 wei­ter­le­sen

Gen­re Gui­des – Spo­ti­fy

Ich habe den Sonic Sedu­cer hier so ein biß­chen ein­di­men­sio­nal von der Bericht­erstat­tung her dar­ge­stellt, möch­te nun aber auf die soge­nann­ten Gen­re Gui­des hin­wei­sen, die das Maga­zin als Play­lists auf Spo­ti­fy erstellt hat. Da kann man tat­säch­lich jede Men­ge neu­er Bands ent­decken.

Bei­spie­le:

Post Punk 2015–2020

Dark Wave

Songs for the Apo­ca­lyp­se

 

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