M’era Luna 2024

Am 10. und 11.8.24 fin­det in Hil­des­heim wie­der das M’era Luna Festi­val statt. Nun ist das Line-Up kom­plett, hier z.B. die Über­sicht im Insta-Post, hier die Web­sei­te.

Stand jetzt wer­de ich nicht dort sein, dafür beim Stel­la Nomi­ne. Wäre ich da, wür­den mich inter­es­sie­ren: VNV Nati­on, Dei­ne Lakai­en, Lon­don after Mid­night, The Cas­san­dra Com­plex, Future lied to us, Rroy­ce, aber vor allem: Assem­bla­ge 23. Für A23 wür­de ich hin­fah­ren, selbst wenn es die nur allein zu sehen gäbe. Na ja, ist nun halt so.

Exor­zist – Der Anfang (Film)

Die­sen 2004 von R. Har­lin gedreh­ten “Pre­quel” zum Ori­gi­nal­film habe ich ursprüng­lich im Fern­se­hen gese­hen und bewer­te ihn mit *****, also dem Grun­de nach – für mich – bes­ser als das Ori­gi­nal. Der Text spoi­lert die Hand­lung des Films! (Wiki­pe­dia)

Der auf vie­len Ebe­nen inter­es­san­te Film spielt in Ost­afri­ka kurz nach dem Zwei­ten Welt­krieg. Lan­ca­ster Mer­rin, Ex-Prie­ster und Archäo­lo­ge, soll für einen Samm­ler nach einem Arte­fakt, einem „mythi­schen Dämon“ suchen, der sich ver­mut­lich in einer neu ent­deck­ten Kir­chen­rui­ne aus dem 5. Jahr­hun­dert befin­den soll.

Die Hand­lung spielt in einer klei­nen Busch­sta­ti­on, wo u.a. die jüdi­sche Ärz­tin Nowak und der ‘Wider­ling’ Jef­freys arbei­ten; Mer­rin wird vom jun­gen Prie­ster Fran­cis aus dem Vati­kan beglei­tet. Es ent­steht der Ein­druck, daß vor Ort und im nahen Dorf der Ein­hei­mi­schen selt­sa­me Din­ge pas­sie­ren: eine Frau gebärt ein totes, mit Maden über­sä­tes Kind, Wind­stö­ße, Strom­aus­fäl­le, Hyä­nen­an­grif­fe häu­fen sich, Uhren blei­ben ste­hen. In besag­ter Kir­che fin­det sich eine gro­ße Luzi­fer-Dar­stel­lung; das mäch­ti­ge Kreuz wur­de abge­bro­chen und falsch her­um auf­ge­hängt. Mer­rin fin­det durch die ver­schieb­ba­re Altar­plat­te einen Zugang tie­fer in den Berg hin­ein, wo er eine Sta­tue des gesuch­ten Dämons ent­deckt und sofort von tau­sen­den Flie­gen umge­ben wird.

Der vor­he­ri­ge Gra­bungs­lei­ter ist ver­rückt gewor­den: auf sei­ner Zelt­wand steht in Ara­mä­isch „Der Gefal­le­ne wird auf­er­ste­hen in Strö­men aus Blut“, zudem hat er vie­le Bil­der gemalt, auf denen auch der Dämon zu sehen ist.

Vom Anstaltsprie­ster erhält Mer­rin eine Aus­ga­be des Ritua­le Roma­num. Er erklärt, der ehe­ma­li­ge Aus­gra­bungs­lei­ter sei vom Teu­fel „berührt“, aber nicht beses­sen gewe­sen. Doch wer ist dann ‘beses­sen’? Zunächst wird ver­mu­tet, der Dämon habe von dem Jun­gen Joseph Besitz ergrif­fen, um den her­um selt­sa­me Din­ge pas­sie­ren. Als es zwi­schen bri­ti­schen Sol­da­ten und den Ein­ge­bo­re­nen zu Kämp­fen kommt, ver­stecken sich Pater Fran­cis und Joseph in der Kir­che, wo Fran­cis das Ritua­le Roma­num beginnt, um den ver­meint­li­chen Dämon aus­zu­trei­ben. Die Ärz­tin Nowak tötet Fran­cis in der Kir­che und hier wird klar, daß der Dämon in ihr ist, nicht in dem Kind. Auch war der ehe­ma­li­ge Gra­bungs­lei­ter der Ehe­mann Nowaks, daher die ‘Berüh­rung’ mit dem Dämon.

Mer­rin betet das Ritua­le Roma­num im Dia­log mit dem Jun­gen Joseph und schafft es in einem span­nen­den Show­down, den Dämon aus­zu­trei­ben, wonach Nowak aber trotz­dem aus einer Kopf­wun­de blu­tend ver­stirbt. Über die­ses Ritu­al fin­det Mer­rin zum Glau­ben zurück; im Abspann ist er wie­der als Prie­ster zu sehen.

Die Dämo­nen­sta­tu­et­te, die im Vor­spann des Films zu sehen ist, fällt kurz in Merrins Hän­de, um dann wie­der vom Sand zuge­weht zu wer­den. Am Ende ist klar: bereits 50 Jah­re zuvor war der Dämon aus der ver­gra­be­nen Kir­che frei­ge­wor­den und hat­te das Dorf aus­ge­rot­tet, was vom Vati­kan als „Pest­aus­bruch“ dekla­riert wor­den war. Und 1400 Jah­re zuvor kämpf­ten an dem Ort zwei Armeen, die sich gegen­sei­tig abschlach­te­ten. Damals fand ein über­le­ben­der Prie­ster die Dämo­nen­sta­tu­et­te, die nun wei­ter­hin im Sand auf einen, den näch­sten Fin­der war­tet.

Ein span­nen­der, atmo­sphä­ri­scher Film, bei dem lan­ge unklar ist, wie genau der Dämon wirkt.

Und als Nach­trag: ich mei­ne, **** wür­den heu­te auch rei­chen. Aus der Viel­zahl der nach der Rezen­si­on gese­hen Fil­me sticht er nicht mehr als so über­ra­gend gut her­aus.

Im Nebel (H. Hes­se)

Selt­sam, im Nebel zu wan­dern!
Ein­sam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freun­den war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist kei­ner mehr sicht­bar.

Wahr­lich, kei­ner ist wei­se,
Der nicht das Dun­kel kennt,
Das unent­rinn­bar und lei­se
Von allen ihn trennt.

Selt­sam, im Nebel zu wan­dern!
Leben ist Ein­sam­sein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

[Her­mann Hes­se]

Reku­lak – Hid­den Pic­tures (Roman)

Wenn ich auf Ama­zon nach Büchern suche, schaue ich mir gern die Besten­li­ste an, in der das Werk geli­stet ist. Das ist zwar zum Teil gro­tesk, wenn z.B. ‘Nackt-Yoga’ auf den ersten Plät­zen einer Kate­go­rie christ­li­cher Lite­ra­tur ist, aber gele­gent­lich fin­de ich span­nen­de Bücher, so wie jetzt: nach wie vor (Mit­te Novem­ber 23) auf Platz 1 eng­lisch­spra­chi­ger Hor­ror­li­te­ra­tur ist ‘Hid­den Pic­tures’ von Jason Reku­lak, eine Haun­ted-Hou­se-Geschich­te mit uner­war­te­ten Wand­lun­gen. Reku­lak – Hid­den Pic­tures (Roman) wei­ter­le­sen

Neue Lek­tü­re

Drau­ßen sinkt die Son­ne über den ersten Höhen der Eifel, drin­nen leuch­tet mein Lese­ses­sel hell im Schein der Lam­pe. Ein gemüt­li­cher Abend steht bevor, auf­ge­wer­tet von einem neu ein­ge­trof­fe­nen, 2023 erschie­ne­nen Buch. Ich wer­de zu gege­be­ner Zeit berich­ten… 😁

The Exor­cist Lega­cy

Ster­be­mo­ment

Ich woll­te mir seit Mona­ten eine schwar­ze Jeans kau­fen, weil man ja ab und an auch eine pas­sen­de Hose für Beer­di­gun­gen braucht; end­lich kauf­te ich sie mir am Sams­tag, 4. April 1998.
Am Wochen­en­de dar­auf war Ostern. Ich fuhr von Düs­sel­dorf die 125km in mei­ne Hei­mat. Mei­ne Oma, 88 Jah­re alt, leb­te seit eini­ger Zeit bei mei­nen Eltern, weil sie pfle­ge­be­dürf­tig war. Wir saßen bei­ein­an­der, als die Kir­chen­glocken gera­de zum Mit­tag des 13. (Oster­mon­tag) läu­te­ten (das Ange­lus). Oma sag­te sinn­ge­mäß, sie höre ja seit Tagen kein Toten­läu­ten mehr, es ster­be wohl gar nie­mand mehr.

Das näch­ste Toten­läu­ten der Glocken, also die Ver­kün­di­gung eines Ster­be­falls, war für sie. Ster­be­mo­ment wei­ter­le­sen

Exor­zis­mus im Film: Hono­rable Men­ti­ons

Was für mich nicht unter ‘Exor­zis­mus im Film’ paßt, wie auf der Haupt­sei­te beschrie­ben, liste ich hier kurz als ‘hono­rable men­ti­on’. Aus der ursprüng­li­chen Liste wur­de die­ser Bei­trag erstellt, weil sie immer län­ger wur­de und die Sei­te über­lud. Die­ser Bei­trag wird dann nach und nach ergänzt. Exor­zis­mus im Film: Hono­rable Men­ti­ons wei­ter­le­sen

Kein Erfolg für den Exor­zi­sten…

Als der neue Exor­zist-Film ange­kün­digt wur­de, habe ich mit Vor­be­hal­ten dar­über kurz berich­tet. Dann kamen die ersten, eher nega­ti­ven Rück­mel­dun­gen diver­ser Film­por­ta­le. Nun hat Ewan vom von mir sehr geschätz­ten Por­tal WhatCulture.com, kon­kret dem Hor­ror-Kanal auf You­Tube, in einem sehens­wer­ten Video begrün­det, “why The Exor­cist: Belie­ver fai­led”.

Rot­ten Toma­toes, der Lack­mus-Test für Hor­ror­fil­me, listet 22% aus 241 Reviews für die­sen Film. Damit ist er als Fail ein­zu­stu­fen (bei nied­ri­gem Bud­get sieht es von den Ein­nah­men her bes­ser aus). Ewan geht auf das gesam­te, nun aus sechs Fil­men bestehen­de ‘fran­chise’ ein, wor­aus nur zwei Fil­me her­vor­ra­gen: The Exor­cist und Exor­cist III. Bekann­ter­ma­ßen galt bis­lang der Exor­cist II als ‘one of the worst films ever made’.

Ich emp­feh­le auch den ‘Pre­quel’, Exor­cist: The Begin­ning (Bespre­chung hier folgt) und die erste Staf­fel der Exor­cist-Serie von Ama­zon.

Bleibt also abzu­war­ten, was aus der geplan­ten Tri­lo­gie wird.

Umhül­len­der Hauch

Buff, Morf, Amphi Festival, Fuck Corona

Umhül­len­der Hauch
aus Träu­men stei­gend
ver­strömt Hel­le im klei­nen Raum.
Wo – wich­ti­ge Gren­zen der Inte­gri­tät,
dahin­ter Ver­än­de­rung.

Hier läuft die Zeit zurück,
gefühl­voll, drau­ßen
über­fühlt.
Ich ken­ne die Welt da drau­ßen,
ich weiß um sie. Umhül­len­der Hauch wei­ter­le­sen

R. Sager – Home Befo­re Dark (Roman)

Riley Sager (Pseud­onym) ist kei­ne unbe­kann­te Grö­ße, ins­be­son­de­re wenn man sich ger­ne mal von ‚Book­tu­bern‘ inspi­rie­ren läßt. Mit ‚Home befo­re Dark‘ legt er eine “Art Haun­ted-Hou­se-Roman” vor – eben mit einem Twist (leich­ter Spoi­ler wei­ter unten).
Ein beson­de­res Merk­mal, das das Buch mei­ner Mei­nung nach sehr span­nend macht, ist die ver­schach­tel­te Erzähl­wei­se.

R. Sager – Home Befo­re Dark (Roman) wei­ter­le­sen

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