Geiß­ler: Lust an der Unter­wer­fung – revi­si­ted

frreepik.com - 18+Bit­te beach­ten: Im Sin­ne des Jugend­schut­zes wei­se ich dar­auf hin, daß hier sen­si­ble Inhal­te eines Medi­ums (Film, Serie, Buch) bespro­chen wer­den. Der Text soll­te ab Voll­jäh­rig­keit gele­sen wer­den.

34 Jah­re nach der Lek­tü­re des “Frau­en beken­nen sich zum Maso­chis­mus” unter­ti­tel­ten Wer­kes habe ich noch ein­mal ein Exem­plar anti­qua­risch gekauft und gele­sen. Was macht die Lek­tü­re mit mir heu­te? Geiß­ler: Lust an der Unter­wer­fung – revi­si­ted wei­ter­le­sen

I am coming home

A door in a small town in Navar­ra

“And though my mind is cut by batt­les
fought so long ago
I return vic­to­rious
I am coming home
And if the paths that I have fol­lo­wed
have tread against the flow
the­re is no need for sor­row
I am coming home”

[The Crüx­sha­dows, ‘Return’]

L’­me Immor­tel­le, Kult­tem­pel Ober­hau­sen, 2.2.24

Kult­tem­pel Ober­hau­sen

Ich hat­te kurz auf die Unge­leb­te-Leben-Tour von L’­me Immor­tel­le hin­ge­wie­sen – gestern haben wir die Band live gese­hen.

Nach einer stres­si­gen Woche fuh­ren wir mit Staus bei Köln und Duis­burg am Frei­tag­nach­mit­tag nach Ober­hau­sen. Die Band hat­te um 19 Uhr ein ‘Fan­tref­fen’ im Kult­tem­pel, kurz nach 8 war Ein­laß, ab 9 star­te­ten die Sup­ports, die Haupt­band dann recht spät gegen 23 Uhr. Ins­be­son­de­re da es nach­her noch die Dis­co ‘All Styl­es Black’ geben soll­te, fand ich die Zeit­pla­nung sub­op­ti­mal. Ich fin­de, wer unbe­dingt ‘Meet & Greet’ will, kann dafür auch um 17 oder 18 Uhr da sein, damit der Abend frü­her star­ten kann.
Am Ran­de dazu: Als wir ca. 20:20 rein­ka­men, sag­te eine Frau zu mir: “Ach, Sie kom­men jetzt erst rein…” Ich ent­geg­ne­te ihr lako­nisch etwas, sie dann so mit der Stim­me, die allen Gläu­bi­gen gemein­sam ist, hau­chend: “Ich habe bei­de SPRE­CHEN KÖN­NEN!” 😂 (Rush: men­ta­ler Knie­fall) L’­me Immor­tel­le, Kult­tem­pel Ober­hau­sen, 2.2.24 wei­ter­le­sen

Lind­q­vist: Let the Right One In – So fin­ster die Nacht (Roman & Fil­me)

Mit ‘Låt den rät­te kom­ma in’ hat der schwe­di­sche Autor John Ajvi­de Lind­q­vist im Jahr 2004 einen Best­sel­ler ver­öf­fent­licht, der sich auch in der deut­schen Über­set­zung als ‘So fin­ster die Nacht’ (2007) lan­ge in den ent­spre­chen­den Listen von Spie­gel oder Stern hielt.

Zwei­mal wur­de der Roman ver­filmt. Ich wer­de in die­sem län­ge­ren Bei­trag zunächst auf den Roman ein­ge­hen, den ich in der eng­li­schen Fas­sung (Let the Right One in) gele­sen habe, dann auf bei­de Ver­fil­mun­gen.

Das Buch in einem Wort zu erklä­ren, scheint leicht zu fal­len: Vam­pir­ge­schich­te. Aber es ist auch z.T. Kri­mi­nal­ro­man, auch Gesell­schafts­kri­tik (ins­be­son­de­re zum The­ma Pädo­phi­lie und Mob­bing) und, wenn ich den Begriff aus dem Wiki­pe­dia-Ein­trag über­neh­men darf, Ent­wick­lungs­ro­man.

Um Buch und Ver­fil­mun­gen bespre­chen zu kön­nen, muß ich spoi­lern. Lind­q­vist: Let the Right One In – So fin­ster die Nacht (Roman & Fil­me) wei­ter­le­sen

Cold Hear­ted Festi­val 2024

Aktua­li­siert 7.2.24

Das Cold Hear­ted Festi­val (Face­book) fand m.W. erst­ma­lig im Jahr 2022 statt, geht somit in die­sem Jahr in die 3. ‘Auf­la­ge’. Gestar­tet war man im Alten Schlacht­hof in Dres­den. In die­sem Jahr wird es erst­ma­lig eine par­al­le­le Ver­an­stal­tung im Matrix in Bochum geben.

Das Festi­val wird beschrie­ben als ‘Inter­na­tio­nal Cold Wave & Post Punk Con­ven­ti­on’, was schon ziem­lich edel klingt.

2022 waren in Dres­den ‘am Start’: Leba­non Hano­ver, Ash Code, The KVB, Dark, Selo­fan, Rue Ober­kampf, Buzz Kull, Bleib Modern, Bra­go­lin, NNHMN, Bed­less Bones – hier das After­show Movie.

2023 waren die­se Künst­ler dabei: She Past Away, Visi­on Video, Fore­ver Grey, Kon­tra­vo­id, Minuit Machi­ne, Syzy­gyx, Die Selek­ti­on, Agent Side Grin­der, Geo­me­tric Visi­on, Plo­ho, Mil­li­ken Cham­ber – hier das After­show Movie.

Ja, und in 2024 wer­den Leba­non Hano­ver in Dres­den als Head­li­ner auf­tre­ten,- nein, hier gab es eine Ände­rung: Für Leba­non Hano­ver paßt der Ter­min nicht in ihren Tour­ab­lauf; sie erklär­ten, da gar nicht in D zu sein. Somit erset­zen KITE aus Schwe­den LH in Dres­den.

In Bochum sind Linea Aspe­ra Head­li­ner. Für Bochum, wo ich auch anwe­send sein wer­de, sind noch bestä­tigt: Twin Tri­bes, Ren­dez-Vous, Nürn­berg und Rue Ober­kampf. Lei­der scheint es nach jet­zi­gem Stand (17.1., Festi­val-Home­page, 6.2., Mon­key­press) so zu sein, daß mehr Bands in Dres­den auf­tre­ten, somit das Pro­gramm dort evtl. etwas attrak­ti­ver sein dürf­te. Ins­be­son­de­re Kal­te Nacht hät­te ich gern in Bochum gese­hen…

Tickets (für Bochum) gibt es für 50€ via Even­tim.

War­um ruft der ESC?

Lord of the Lost waren näm­li­ches, lost, beim letz­ten ESC und – Wort­spiel – letz­ter Platz. War­um man als Act aus dem Bereich der Schwar­zen Sze­ne, so ver­ste­he ich die Band, die ich selbst nicht höre, zwin­gend sei­ne Musik via ESC einem Main­stream-Publi­kum oktroy­ie­ren will, erschließt sich mir nicht. Zu unter­stel­len, Mas­sen­wir­kung, Mas­sen­be­liebt­heit, Mas­sen­ein­kom­men sei­en das allei­ni­ge Ziel, greift wohl zu kurz. Ja, es steht dem Künst­ler frei, sich so zu ver­mark­ten, will er will. Glaub­wür­dig­keit ist doch irgend­wie ein hoh­ler Begriff, oder? Phöser Spruch. Ja, ich hän­ge da mög­li­cher­wei­se einem alten Bild von Schwar­zer Sze­ne nach. Für mich war sie immer Gegen­kul­tur. Nichts habe ich so gehaßt, wie die graue Welt mei­ner Eltern, nichts so wie den bun­ten Main­stream, Luft­num­mern und gleich­ge­schal­te­tes Vaku­um im Kopf und einen ‘euro­päi­schen Lie­der­wett­be­werb’. “Flieg nicht so hoch, mein klei­ner Freund” – Opa sag­te immer, dat Nikoh­le hat wie­der gesun­gen. Tole­ranz ist, wenn man trotz­dem lacht.

Zwei­ter Anlauf nun für Nor­we­gen, Nor­way! Nor­vè­ge! Goth­mi­ni­ster gehen in die natio­na­le Vor­auswahl mit dem Song ‘We come ali­ve’. Hier das Video dazu, sehr schön gemacht. Ok, auch der Song als sol­cher gefällt mir gut, spe­zi­ell die Lyrics. Wären die mal in knacki­gen Gothic Rock ver­packt und nicht die­sen schwar­zen Main­stream-Sound, der jähr­lich von den Festi­val-Büh­nen schreit, dann – Top-Song.

Aber gut, Rush will kein Spiel­ver­der­ber sein. Alles Gute, Herr Mini­ster, beim Vor­ha­ben, die nor­di­schen, dann euro­päi­schen Her­zen auf cree­py zu polen. I mean it. Rush out.

Nach­trag 15.2.24: Der Herr Mini­ster hat es nicht geschafft, die Folk-Rock-Band Gåte ver­tritt Nor­we­gen.

Witt: Der Fels in der Bran­dung – Kurz­ein­druck

Ange­sichts der aktu­ell­sten Witt­schen Koope­ra­tio­nen – “Elek­tro­se­xu­ell” mit Harms und “Ich hab dich nie ver­ges­sen” mit Nino de Ange­lo – habe ich mir mal das Album vom Sep­tem­ber 23 ange­hört, das wohl um die­se Lie­der und drei wei­te­re ergänzt im Febru­ar 24 in einer Spe­cial Edi­ti­on erschei­nen soll.

“Elek­tro­se­xu­ell” ist im Grun­de gar nicht schlecht, weil es auf recht all­ge­mei­ner Ebe­ne gesell­schafts­kri­ti­sche State­ments bringt: Wahr­heit ist digi­tal, wir sind fern­ge­steu­ert, ‘irgend­wer’ gibt uns täg­lich unse­re Dro­gen, wir hän­gen am Tropf… Das bleibt aber alles wenig kon­kret, plät­schert pop­pig vor sich hin. Witt: Der Fels in der Bran­dung – Kurz­ein­druck wei­ter­le­sen

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