The Beau­ty of Gemi­na – Kult­tem­pel OB, 5.10.24

Bei star­ker Bewöl­kung über dem Wester­wald fuh­ren wir ins son­ni­ge Ruhr­ge­biet, um uns im Kult­tem­pel The Beau­ty of Gemi­na anzu­schau­en. Bei Ankunft im Hotel frag­te die Che­fin, ob wir ein Taxi für spä­ter “zur Tur­bi­nen­hal­le” bräuch­ten. Ich so: Äh, wir sind im Kult­tem­pel… Ah, sagt sie, da ist auch etwas. In der Tur­bi­nen­hal­le spie­len Frei­wild. Sie sehen so aus, daß ich dach­te, da gehen Sie auch hin. *hust* Tx 4 not­hing. The Beau­ty of Gemi­na – Kult­tem­pel OB, 5.10.24 wei­ter­le­sen

Alo­ne – The Cure

Der Eröff­nungs-Song des kom­men­den Cure-Albums, Alo­ne, ist nun als Sin­gle ver­öf­fent­licht wor­den (Offi­ci­al Lyrics Video @YouTube). Cure-Fans ken­nen ihn schon län­ger, da er live bereits gespielt wor­den ist – Welt­pre­mie­re am 6.10.22 in Riga (You­Tube).

Die ersten Tak­te erin­nern mich sofort an die Schwer­mut von Dis­in­te­gra­ti­on. Lan­ger Anlauf für so ein Lied, lan­ges Instru­men­tal-Intro, not­wen­dig, um das emo­tio­na­le Set­ting vor­zu­be­rei­ten, – dann Robert mit sei­ner Stim­me wie frü­her.

Und die Lyrics… Viel­leicht sind es der neb­li­ge Sonn­tag­mor­gen und mei­ne eige­ne Ver­faßt­heit in die­sen Wochen, die mir die Trä­nen in die Augen trei­ben. Viel­leicht auch, weil The Cure es wie­der schaf­fen, mit weni­gen sym­bol­träch­ti­gen Wor­ten eine Schlacht­feld­be­schrei­bung mei­ner See­le hin­zu­le­gen.

“And the birds fal­ling out of our ski­es
And the words fal­ling out of our minds
And here is to love, to all the love
Fal­ling out of our lives
Hopes and dreams are gone
The end of every song”

Muß ja mal gesagt wer­den :-)

“Fälsch­li­cher­wei­se wird Mit­tel­al­ter-Rock oft dem Gothic-Gen­re unter­ge­ord­net. Doch wäh­rend der Gothic aus dem Post-Punk und Dark Wave her­vor­ging, fin­den sich die Wur­zeln des Mit­tel­al­ter-Rock eher im Folk Rock, Hard Rock und in tra­di­tio­nel­ler Mit­tel­al­ter­mu­sik. Bands, die das Mit­tel­al­ter ver­to­nen, tre­ten daher grund­sätz­lich erst ein­mal in einer klas­si­schen Rock-Beset­zung auf – elek­tri­sche Gitar­ren und Bäs­se feh­len genau­so wenig wie ein Schlag­zeug –, gleich­zei­tig wer­den Dudel­sack, Dreh­lei­er, Schal­mei, aber auch spe­zi­el­le Effek­te ver­wen­det, um gewis­se mit­tel­al­ter­li­che Instru­men­te nach­zu­ah­men und dem Hörer das beson­de­re Zeit­rei­se-Fee­ling zu besche­ren.”

[Metal-Hammer.de]

Tol­hurst – Goth: A Histo­ry (Buch)

Der Mit­be­grün­der und Drum­mer von The Cure, Lol Tol­hurst, hat 2023 eine ‘Geschich­te der Gothic-Bewe­gung’ – im Ori­gi­nal: Goth. A Histo­ry – vor­ge­legt. Das, obwohl er von sich im Nach­wort sagt, er sei kein Histo­ri­ker, er habe das Vor­ha­ben, eine ‘com­pre­hen­si­ve ency­clo­pe­dia’ zu schrei­ben, auf­ge­ge­ben.
Daher ist in mei­ner Wahr­neh­mung ein Groß­teil des Tex­tes eher im Plau­der­stil geschrie­ben, wo ich mir manch­mal doch mehr “ency­clo­pe­dia” gewünscht hät­te.

In die­sem Sin­ne zitiert er auch öfter Dr. Tra­cy Fahey, die er als “Goth histo­ri­an” bezeich­net, greift also auf deren Erkennt­nis­se und Ein­schät­zun­gen zurück. Tol­hurst – Goth: A Histo­ry (Buch) wei­ter­le­sen

Amphi! Wir, also, na ja, kom­men, halt doch

Das Amphi-Wochen­en­de war nicht geplant, auch weil die ersten Band-Ankün­di­gun­gen uns nicht vom Hocker ris­sen. Cor­ri-May sag­te, laß noch mal gucken. Gut, die Ent­schei­dung fiel dann: wir kom­men(, aber auch, weil kei­ne Über­nach­tungs­ko­sten anfal­len. Wir fah­ren halt bei­de Tage.)

Ich gehe mal so ein biß­chen auf der Basis des Wer­be­pla­kats durch: Amphi! Wir, also, na ja, kom­men, halt doch wei­ter­le­sen

Vor­zei­ti­ger-Ein­laß-Upgrade

Ja, ich höre Mono Inc. gern. Seit dem ersten Live-Erleb­nis 2010 mag ich die Band, auch wenn alles kom­mer­zi­el­ler, rou­ti­nier­ter, (aal­glat­ter) gewor­den ist. Nun steht die regu­lä­re Tour an, wobei sich das “nun” auf Herbst 2025 bezieht. Hier fiel mir auf, daß Mono Inc. auf der eige­nen Web­sei­te “Vor­zei­ti­ger-Ein­laß-Upgrades” für 30€ ver­kauft. *hust* Aha. Ich darf dafür dann 30 Minu­ten frü­her rein *freu* (nicht), um mir den “besten Platz” zu sichern. Und so ein dol­les Bänd­chen krie­ge ich auch. Und noch den sagen­haf­ten 5€-Gutschein für den Shop, womit sich das Upgrade auf 25€ redu­ziert, wenn man spä­ter im Shop was kauft – und somit mehr Geld aus­gibt. Das nennt man Mar­ke­ting, und es fühlt sich auch 2024 noch als “Ver­rat an den Sze­ne-Idea­len” an. Jep, bin da Old-School – und nein, ich muß nicht vom Musik­ma­chen leben.

Mir geht das echt auf den Sack, wie aus allem Geld gemacht wird.
Mir geht es aber vor allem auf den Sack, wenn man glaubt, ich wür­de für “Besten-Platz-sichern” Geld aus­ge­ben. Was haben die für eine Vor­stel­lung von mir / ihren Fans? Dep­pen, die für Gim­micks ble­chen? Gibt es da even­tu­ell so eine Art Berech­nung, ab wel­chem Bekanntsheitsgrad/Jahreseinkommen eine Band auch die Lizenz zum Geld­ma­chen aus Schei­ße erhält? Könn­te mich gera­de auf­re­gen.

Daher Kar­ten über Even­tim gekauft inkl. der Kar­ten­ver­si­che­rung. Wer weiß schon, ob ich im Okto­ber 2025 noch “vor­zei­ti­gen Ein­laß” brau­che oder schon in küh­ler Erde ruhe und mich nicht mehr auf­re­gen muß. See you im E‑Werk.

Schwar­ze Pod­casts

Ich höre ger­ne und regel­mä­ßig Pod­casts, bin aber sehr wäh­le­risch, was For­mat / Län­ge / Prä­sen­ta­ti­on angeht. Bei Pod­casts zum The­ma hat­te ich bis vor eini­ger Zeit kei­nen Erfolg bei der Suche. Natür­lich gibt es etli­che Pod­casts, wenn man nur mal “gothic” ein­gibt, aber die dudeln oft ein­fach US-zen­trier­te Musik.
Vor län­ge­rer Zeit habe ich mal ein paar Fol­gen von Com­mu­ni­on after Dark gehört. Was mir grund­sätz­lich nicht gefällt, sind Pod­casts, die die Play­list der Episode/Folge nicht ange­ben. Ich möch­te ein­fach wis­sen, was das für ein genia­les Lied ist, das gera­de läuft. Da ist übri­gens der Mit­ter­nachts­rei­gen – lei­der nicht mehr als Pod­cast ver­füg­bar – vor­bild­lich.

Es nervt dann auch, wenn zwei, drei Lie­der hin­ter­ein­an­der gespielt wer­den, ich neben­bei ande­re Din­ge erle­di­ge und dann nicht weiß, wel­ches Lied wel­ches ist. Genau­so erging es mir mit dem Pod­cast Gothic Rock. Letzt­lich bin ich dann zu “Schwar­zen Radi­os”, ins­be­son­de­re Schwar­ze Wel­le, zurück­ge­gan­gen, aber da fehlt mir dann der Con­tent jen­seits der Musik.
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When the music’s over

“When the music’s over
Turn out the lights. (…)

Can­cel my sub­scrip­ti­on to the resur­rec­tionSend my cre­den­ti­als to the hou­se of detenti­onI got some fri­ends insi­deThe face in the mir­ror won’t stopThe girl in the win­dow won’t dropA feast of fri­ends, ali­ve she criedWai­tin’ for meOut­side
Befo­re I sinkInto the big sleepI want to hearI want to hearThe scream of the but­ter­fly”
© The Doors / When the music’s over

Kite – Losing

Auf Insta­gram hat mich Hen­ric de la Cour auf eine Koope­ra­ti­on mit Kite hin­ge­sto­ßen, die wirk­lich gelun­gen ist. Er, Anna von Hauss­wolff und Kite per­for­men das Lied ‘Losing’. Gera­de Hen­rics und Nick­las’ Stim­me ver­schmel­zen so per­fekt mit­ein­an­der, das ist geni­al. Der sechs­ein­halb Minu­ten lan­ge Song beginnt sehr lang­sam und ist zweit­ge­teilt. Zur Mit­te wird er schnel­ler, bom­ba­sti­scher und klingt mit lan­ge­zo­ge­nem, hohem Gesang von Anna aus.

Hier geht’s zum Song auf Spo­ti­fy.

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