Amphi 23 – noch 3 Wochen

Amphi Festival, 2023, Running Order, Preview [Nach­trag sie­he unten – vie­le Über­schnei­dun­gen!]

Das Amphi-Festi­val steht vor der Tür. Gestern habe ich mir die Band-Liste für bei­de Tage aus­ge­druckt und war erstaunt, wie hoch­ka­rä­tig die­se in die­sem Jahr ist. Das wird ein span­nen­des und sehr vol­les Wochen­en­de.

Sehr voll wohl auch des­we­gen, weil gera­de eini­ge der unbe­kann­te­ren Acts auf der drit­ten Büh­ne auf dem Rhein­schiff spie­len wer­den, wo man mit Shut­tle-Bus hin­fah­ren muß. Mir hat die­se Auf­tei­lung des Festi­vals noch nie zuge­sagt. Ver­mut­lich stand am Anfang die Über­le­gung: was man in Leip­zig kann, das geht auch in Köl­le. Mal ein biß­chen Schwarz über die Stadt brin­gen. Aller­dings muß man heu­te auch in Sachen Kli­ma­schutz / Kli­ma­ak­ti­vis­mus fra­gen, ob es noch zeit­ge­mäß ist, pau­sen­los Bus­se vom rech­ten ans lin­ke Rhein­ufer fah­ren zu las­sen, weil man sich eine Büh­ne auf einem Schiff “gönnt”. Wie gesagt, mich per­sön­lich nervt das – und im Zwei­fels­fall las­se ich die­se Bands für mich aus­fal­len, weil ich kei­nen Bock auf die Fahrt habe. Amphi 23 – noch 3 Wochen wei­ter­le­sen

Unpo­li­tisch oder igno­rant?

Man sagt der Schwar­zen Sze­ne nach, sie sei unpo­li­tisch, mit­hin spie­le Poli­tik in und für die Sze­ne eine gerin­ge Rol­le. Mir fal­len zwei sehr unter­schied­li­che Bei­spie­le aus der eige­nen Beob­ach­tung ein: Vor zwei Jahr­zehn­ten agier­ten “Gothics gegen Rechts” auf­klä­re­risch zu von ihnen so ver­stan­de­nen rech­ten / rechts­extre­men Bands, was m.E. in der Schwar­zen Sze­ne beach­tet, aber unauf­ge­regt zur Kennt­nis genom­men wur­de. Es mag sein, daß mit die­ser Akti­on erreicht wur­de, daß sich die kras­se­ren der kri­ti­sier­ten Bands nicht wei­ter durchgesetzt/verbreitet haben. Man den­ke auch an die Von-Thron­stahl-Debat­te, das Auf­tritts­ver­bot beim WGT 2000, das wegen Bom­ben­dro­hung abge­sag­te DIJ-Kon­zert im glei­chen Jahr usw. Auch Ver­an­stal­ter reagier­ten: zwei­mal wur­de von mir beob­ach­tet, wie der VAWS-Stand beim M’era Luna Festi­val-Ver­bot erhielt.

Ande­rer­seits ist mir im ver­gan­ge­nen Jahr beim Amphi-Festi­val ange­nehm auf­ge­fal­len, wenig blau-gel­be Far­ben zu sehen. Der Krieg wur­de drau­ßen vor dem Tanz­brun­nen zurück­ge­las­sen. Dabei glau­be ich nicht, daß die Mehr­heit der Festi­val­be­su­cher tat­säch­lich die Ereig­nis­se in der Ukrai­ne nicht ver­folgt. Unpo­li­tisch oder igno­rant? wei­ter­le­sen

Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 4

2000er – Fami­ly Life

2001 wur­de unser erster Sohn gebo­ren – wir gin­gen in den fami­ly mode. Musik und “Schwar­ze Sze­ne” tra­ten in den Hin­ter­grund, auch weil wir als Fami­lie in einem reli­giö­sen Bereich sehr enga­giert waren (und ich ganz viel skan­di­na­vi­sche Musik, viel Folk hör­te).
(Die vor­her­ge­hen­den Tei­le die­ser Arti­kel-Serie: 1, 2, 3)

M’era Luna 2000

2002, 2004 und 2005 war ich den­noch wie­der auf dem M’era Luna, wobei ganz klar das 2002er Kon­zert von VNV Nati­on her­aus­ragt. Die Live-Ver­si­on von Legi­on fand sich spä­ter dann auch auf der “Honour 2003″ MCD. Her­vor­zu­he­ben aus allen drei Events auf dem Hil­des­heim-Dri­s­pen­sted­ter Flug­ha­fen sind für mich:
HIM (ja, doch, irgend­wie schon), Soft Cell, Sui­ci­de Com­man­do, The 69 Eyes, Schand­maul, L’Âme Immor­tel­le (mit dem ergrei­fen­den “Bit­ter­keit”), Fun­ker Vogt, Oomph!, Lacri­mo­sa (genia­les Kon­zert), Covenant, The Mis­si­on, Umbra et Ima­go (bes­ser aber beim WGT in der Agra-Hal­le), Rot­er­sand, The Sisters of Mer­cy, Dei­ne Lakai­en, Dia­ry of Dreams, Faun, Zera­phi­ne, Mesh, The Crüx­sha­dows – so vie­le schö­ne Erin­ne­run­gen. Tage im Zelt, Dosen­fut­ter auf dem Spi­ri­tus-Kocher, Heim­fahrt mit schlamm­be­deck­tem Auto. Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 4 wei­ter­le­sen

Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 3

Zil­lo Open Air 1998

Zil­lo Festi­val 1998 u. 99

Wie­der ein­mal wur­de die “schwar­ze Musik” für mich zu einer Art “Befrei­ungs­schlag”, denn die im 2. Teil (1. Teil hier) erwähn­te Bezie­hung mit S. ende­te glück­li­cher­wei­se 1997 – und im dar­auf­fol­gen­den Som­mer 1998 stand ich auf dem Hil­des­hei­mer Flug­platz beim Zil­lo Open Air. Als Secret Dis­co­very mit “Hel­lo Good­bye” (“Hel­lo, I’m gon­na lea­ve you, I want to say good­bye to you”) das Festi­val eröff­ne­ten und mir die Bäs­se durch den Bauch dröhn­ten, wuß­te ich wie­der, wo ich “hin­ge­hör­te”. (Das klingt so lako­nisch hin­ge­schrie­ben, aber wenn ich dar­an zurück­den­ke, kom­men die Emo­tio­nen wie­der hoch, ich bekom­me Gän­se­haut, als sei es gestern gewe­sen. Es ist mei­ne Musik, über die Jahr­zehn­te, immer wie­der der Sound­track mei­nes Lebens, beson­ders in schwe­re­ren Zei­ten (?).) Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 3 wei­ter­le­sen

Was geht noch?

Im Nach­gang zum Arti­kel von gestern über das Altern der (und in der) Schwar­zen Sze­ne fiel mir abends ein: schau doch mal, wel­che Web­sei­ten heu­te noch exi­stie­ren, die du “frü­her” schon kann­test. Stirbt die Sze­ne aus?

Was heißt “frü­her”? Mei­ne erste “schwar­ze Sei­te” hat­te ich 2007, pope­li­ge HTML-Sei­te. Schau­en wir doch mal in die gezipp­te Siche­rung rein, prü­fen wir, wel­che Links zu “Sze­ne­sei­ten” man noch auf­ru­fen kann. Die Span­nung steigt:  Was geht noch? wei­ter­le­sen

Das Altern der Schwar­zen Sze­ne

Ich habe die Bericht­erstat­tung übers WGT 2023 kom­plett aus­ge­las­sen, auch weil das Pfingst­wo­chen­en­de für mich ander­wei­tig ver­plant und aus­ge­füllt war (neben der schon geschrie­be­nen Tat­sa­che, daß mich das Tref­fen nicht so inter­es­siert). Klar, man sieht in den Vor­schau­bil­dern diver­ser News Streams die immer glei­chen Fotos von den “kras­se­sten Kostü­men”, aber das nervt mich schon lan­ge.

Einen eher lau­ni­schen Arti­kel von Luca Glen­zer fin­det man bei “nd”, wovon ich doch den letz­ten Absatz zitie­ren möch­te: Das Altern der Schwar­zen Sze­ne wei­ter­le­sen

World Goth Day?

Immer wenn World-irgend­was Day ist, mei­ne ich, die Grund­idee sei schon ver­ra­ten wor­den. Oder – in die ande­re Rich­tung: Wer/was einen Memo­ri­al Day braucht, ist auf dem abstei­gen­den Ast. Ich brau­che die­se gan­zen Gedenk­ta­ge nicht, muß­te mich aber heu­te mor­gen beleh­ren las­sen, daß ich gestern den World Goth Day ver­paß­te habe. Mea cul­pa… Mein Tag gestern war ein World Rush Day – schlecht gepennt, fünf Stun­den inten­siv gear­bei­tet, andert­halb Stun­den Fit­neß-Stu­dio, noch­mal Arbeit, dann zu einem VHS-Kurs. Danach noch mei­nem Sohn beim Holz­spal­ten im Gar­ten gehol­fen, mit mei­ner Frau gestrit­ten, müde ins Bett gefal­len.

Aber, dank des Blogs Wat­son wur­de ich heu­te an all das Ver­paß­te erin­nert. Fasten your seat­belts für eine fast-for­ward-Rei­se durch Goth und alles, was man übli­cher­wei­se damit asso­zi­iert – “send pix”.
Hier fin­det sich der dort unter “Leben\Spass” ein­ge­stell­te Bei­trag. Leben und Spaß wären eine phi­lo­so­phi­sche Betrach­tung wert. 😳 Rush out.

Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 2

Rock Goth Time

Nach der Punk Goth Time folgt im Sche­ma von Mick Mer­cer (s. Teil 1 die­ser Rei­he) die Rock Goth Time (Mitt-80er bis Mitt-90er [ich hät­te jetzt “Anfang der 90er” gesagt]). Gitar­ren­la­sti­ge Bands domi­nier­ten, wie die Sisters of Mer­cy, The Mis­si­on oder auch die Fields of the Nephi­lim.
(Ande­rer­seits war Syn­thie-Pop-Musik z.B. mit Alpha­ville im Main­stream ange­kom­men.) Mer­cer kri­ti­siert an die­ser Epo­che v.a. die Gleich­heit des Gitar­ren-Sounds. Da ist was dran: Selbst heu­te gibt es noch etli­che Grup­pen, die die­sen Sound imi­tie­ren, ohne daß es zu einer Wei­ter­ent­wick­lung kommt.

Ich kam, wie geschil­dert, qua­si direkt von der ersten Pha­se der “Lon­do­ner Bands” (wie Adam and the Ants, Stich­wort: New Roman­tics) zur ‘Rock Goth Zeit’ mit Sisters und Co. – auch heu­te noch höre ich wenig Musik aus der soge­nann­ten “Punk Goth time”, auch wenn es immer wie­der eine schö­ne “Sound-Expe­di­ti­on” ist, bewußt in die­sem Gen­re zu suchen und sich über­ra­schen zu las­sen.

Und … ich hat­te tat­säch­lich noch nie von einer Band mit dem Namen The Cure gehört.

Nun gut, wir kön­nen The Cure nicht aus­las­sen. 🤨 Ich lern­te also rela­tiv spät eine Band ken­nen, die so neu gar nicht mehr war. Obwohl Mer­cer meint, sie sei­en nie eine ech­te Gothic-Band gewe­sen (und selbst Robert Smith das mehr­fach bestä­tigt hat, s.z.B. hier), so waren sie doch für vie­le Men­schen der erste Berüh­rungs­punkt mit Gothic-Musik und ‑Life­style, z.B. für mei­ne dama­li­ge Freun­din S., die ihrer Mut­ter – ana­log zu mir und dem Album “Non Stop Ero­tic Caba­ret” bei mei­ner – erst­mal erklä­ren muß­te, war­um sie eine “Por­no­gra­phy” beti­tel­te Schall­plat­te kauf­te. (The­ma “erster Berüh­rungs­punkt”: heu­te sind (waren) das viel­leicht Unhei­lig, Blut­engel, Mono Inc.) Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 2 wei­ter­le­sen

VNV Nati­on Elec­tric Sun Tour 2023

Ronan Har­ris hat­te auf dem Amphi 2022 ange­kün­digt, 2023 sol­le wie­der ein etwas “dunk­le­res Album” raus­kom­men. Jetzt ist es da, heißt “Elec­tric Sun” und ist Stand 5.5.23 auf Platz 5 (!) der deut­schen Album-Charts. Wow – und herz­li­chen Glück­wunsch, Ronan!

Schon beim ersten Hören war ich fas­zi­niert, wie vor­her nur bei Prai­se the Fal­len, Empires und Auto­ma­tic. Ein Hör­erleb­nis wie aus einem Guß. Klar, da wird  VNV Nati­on nicht neu erfun­den, aber es ist doch more of the good stuff. Kurz­ent­schlos­sen fuh­ren mei­ne Frau und ich zum Kon­zert im E‑Werk in Köln am 5.5.23.
Von der Vor­band, den Trai­trs, habe ich einen Titel in mei­ner “Rush-Play­list”. Zu viel Geschrum­mel und der Ver­such, wie Robert Smith zu klin­gen (ist auch Chris­sy vom Mit­ter­nachts­rei­gen auf­ge­fal­len). Unter­halt­sam, ja, kann man hören, ja, aber mehr – für mich – nicht. VNV Nati­on Elec­tric Sun Tour 2023 wei­ter­le­sen

Castrum Nigra 2023 (und Ein­drücke von 2019)

An der Mosel bei Bro­den­bach (die Recht­schreib­kor­rek­tur bie­tet hier “Hoden­bruch” an…😁) steht die Ehren­burg, die schon eini­ge Male der “Gothic-Par­ty” Castrum Nigra eine Kulis­se bot (FB-Sei­te – dort auch ein­mi­nü­ti­ger Trai­ler). Nach der Coro­na-Zeit und der wegen Neu­eröff­nung der Druck­luft­kam­mer nicht umge­setz­ten Par­ty im Juli 22 geht es jetzt am 7.7.23 wei­ter; der Vor­ver­kauf (20€) läuft bis 24.6.23.
Hier gibt es bei You­tube den offi­zi­el­len Trai­ler…

Mein Bericht für 2023 ist nun online.

Die Auf­tei­lung der Tanz­flä­chen auf dem Burg­ge­län­de sieht so aus: Castrum Nigra 2023 (und Ein­drücke von 2019) wei­ter­le­sen

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