Leipzig in Schwarz (Buch)

Der Rush hat ein neues Buch bekommen, auch weil sich da ggf. etwas für 2024 abzeichnet… 😁  (jaaa, ich hatte geschrieben, daß ich das WGT nicht mag…) [Nachtrag: es zeichnet sich nichts ab – kein WGT in 24 für mich.]

Ein Herausgeberteam aus Jennifer Hoffert-Karas, Alexander Nym, Johanna Sänger und Anselm Hartinger hat als Veröffentlichung des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig die zweite, auch mit diesjährigen Daten überarbeitete Auflage vorgelegt. Ein extrem stilvolles, sehr, sehr schönes Buch, das ich im Spätsommer lesen und hier dann besprechen werde. (Als Bibliomaniac werde ich das Buch aber vor dem Lesen bestimmt noch drölfzichmal in die Hand nehmen.) 😂

Delany – Hogg (Kurzrezension)

frreepik.com - 18+Bitte beachten: Im Sinne des Jugendschutzes weise ich darauf hin, daß hier sensible Inhalte eines Mediums (Film, Serie, Buch) besprochen werden. Der Text sollte ab Volljährigkeit gelesen werden.

Samuel R. Delany: Hogg

Spoilers!

Spätestens seit der Verfilmung von Roches “Feuchtgebiete” waren Film und Romanvorlage in aller Munde. Man diskutierte mehr oder weniger angeekelt über die beschriebenen Praktiken. Ein Mann aus meinem Bekanntenkreis las den Roman in Etappen, weil er die Bilder immer wieder sacken lassen mußte. 😂
Er fand alles so eklig, daß er auch die Grundsatzfrage stellte: Warum “um alles in der Welt” muß man solche Dinge zu Papier bringen?

Dagegen ist Bukowskis “Ich ging rüber und walkte ihr die Titten durch”, ein Zitat aus einem seiner Gedichte, ziemlich harmlos.

Die Wozu-Frage kann man sich bei Hogg auch stellen, das heißt: noch viel mehr, viel intensiver. Gegen Hogg sind die Feuchtgebiete ein sanftes Vorspiel. „Delany – Hogg (Kurzrezension)“ weiterlesen

Ohnewelt

Nacht.
Im flackernden Licht der letzten Kerze.

Thessaloniki, Abend, Hafen, Lichter
Hereinbrechende Nacht, Thessaloniki

Du bist fort.
In Unordnung zerstreut.
Gedanken wie Vergangenheit, ein Abend Abende.
In Erinnerung eine ohnmächtige Geste.
Radio lebt – wie dein Duft im Kissen.
Aufräumen im Kopf, im Zimmer –
beseitigen vor dem Morgen,
der mit unheilvollem Licht blendet. „Ohnewelt“ weiterlesen

Der Totengräber

“Einst, als ich eine meiner toten Seelen begrub, trat der Totengräber zu mir hin und sagte: ‘Von allen, die hierher kommen, um zu begraben, bist du der Einzige, den ich mag.’

Ich sagte: ‘Das freut mich außerordentlich, aber warum magst du mich so?’

‘Weil die anderen’, sagte er, ‘weinend hierher kommen und weinend wieder gehen. Du bist der Einzige, der lachend kommt und lachend geht.'”

[Der Totengräber, Khalil Gibran]

Biological Needs

Bathroom, Lost Place“… as if Zach considered sex a biological need on the order of going to the bathroom: you didn’t form an emotional bond with every toilet you took a crap in, and when you were done, you flushed and walked away – feeling better, to be sure, but not really thinking about what you’d just done.”

Poppy Z. Brite, Drawing Blood

Eisblumen – im Lied und im Gedicht

In den 90ern hörte ich intensiver Subway to Sally, heute nicht mehr. Gründe? Ich war damals in einer, sagen wir, Vorreiterrolle in der heidnischen Szene in Deutschland aktiv. Das bin ich heute nicht mehr, und damit höre ich auch etliche der Bands aus dieser Zeit nicht mehr, da die Themen nicht mehr “meine” sind.

Aber in meiner Playlist ist immer noch das Lied “Eisblumen”, das mir vielleicht auch so gut gefällt, weil, ja weil… ich mal ein Gedicht geschrieben habe für eine Frau, mit der ich eine schwierige Beziehung eingegangen war. Hier zunächst ein kurzer Auszug aus dem Lied “Eisblumen” (© Subway to Sally), darunter mein Gedicht: „Eisblumen – im Lied und im Gedicht“ weiterlesen

I died for beauty (Emily Dickinson)

Nebel, Tannen, Waldweg, Schnee, Winter, DüsterkeitI died for Beauty – but was scarce
Adjusted in the Tomb
When One who died for Truth, was lain
In an adjoining Room –

He questioned softly “Why I failed”?
“For Beauty”, I replied –
“And I – for Truth – Themself are One –
We Brethren are”, He said –

And so, as Kinsmen, met a Night —
We talked between the Rooms –
Until the Moss had reached our lips –
And covered up – Our names –

[Emily Dickinson]


“The poem weighs idealism against the stark reality of death, emphasizing that death is far more permanent than the ideals people die for.” (LitCharts.com)

Darcy Coates – Craven Manor

Darcy Coates: Craven Manor

Spoilers!

Nach der begeisterten Lektüre von Coates’ The Haunting of Ashburn House dachte ich, ein weiterer Roman der australischen Autorin (Pseudonym?) wäre ja nicht schlecht. Nach der Anzahl der Amazon-Rezensionen wählte ich ohne viel Nachdenken “Craven Manor”. Es ist ebenso eine Haunted-House-Geschichte, aber für mich bei weitem nicht so gut geschrieben wie “Ashburn”, obwohl das Buch ein Jahr jünger ist. „Darcy Coates – Craven Manor“ weiterlesen

Dathan Auerbach: Penpal

Auf Auerbachs Roman bin ich bei verschiedenen “BookTubern” aufmerksam geworden, also Menschen, die auf YouTube über Literatur berichten. Angepriesen wurde er als sehr besonderes, sehr gruseliges Werk. Anda Kent beschrieb die Zeit, als sie Auerbach las, sinngemäß so: Entweder ich las oder ich tat etwas anderes und dachte über das Buch nach.

Ab hier der Hinweis auf geringe Spoiler! „Dathan Auerbach: Penpal“ weiterlesen

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