Lize Spit – Und es schmilzt (Roman)

Wie begin­ne ich, über die­sen Roman zu schrei­ben? Schrei­be ich zuerst, wie er mir noch lan­ge nach dem Been­den im Magen lag? Wie ich Erklä­run­gen such­te und Par­al­le­len in mei­nen Erfah­run­gen fand? Oder gehe ich ganz neu­tral ran und erzäh­le in biß­chen über die­sen “distur­bing read”, den so vie­le Book­tu­ber vor­stel­len? Wie­viel spoi­le­re ich?

Ich fan­ge mal so an, daß ich auf Anhieb in Spits Schreib­stil ver­liebt war. Die­ser nüch­ter­ne, aber bis ins Detail beob­ach­ten­de und beschrei­ben­de Stil liegt mir. Ja, ich schaue ähn­lich (abge­klärt) auf die Welt.

Es geht doch nicht ohne Spoi­lern, wenn ich etwas über den Text sagen will. Das heißt: ab hier ggf. nicht mehr wei­ter­le­sen, wenn man sich das Lese­er­leb­nis nicht ver­der­ben will. Und noch etwas: es geht im Roman auch um Sui­zid – bit­te ggf. nicht lesen, wenn das für Dich pro­ble­ma­tisch ist.
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Mal­fi – Come with me (Roman)

Das Netz redet über Ronald Mal­fi (Web­site). Ich las irgend­wo, er wer­de als der “moder­ne Alger­non Black­wood” bezeich­net (ich lie­be Black­wood) und als “old school hor­ror wri­ter”. Gefällt mir. Für die Book­tu­be­rin Anda Kent ist er aktu­ell der Lieb­lings­au­tor. Bald wird sie sein neue­stes Werk, Small Town Hor­ror, in einem Video vor­stel­len. Zwi­schen­zeit­lich hat sie alle bis­her gele­se­nen Mal­fi-Roma­ne “geran­ked” – mit die­sem hier an der Spit­ze.

Ich habe mir Come with me im letz­ten Jahr gekauft, aber letzt­lich hier (noch) nicht rezen­siert, weil das Buch vor allem Kri­mi ist und ich übli­cher­wei­se kei­ne Kri­mis lese, weil mich das Gen­re so gar nicht reizt. Trotz­dem hier nun eine kur­ze Bespre­chung des Buches, das ich – against all odds – doch sehr gemocht habe. (Im wei­te­ren spoi­le­re ich das Grund­ge­rüst der Geschich­te, aber nicht das kon­kre­te Ende.)  „Mal­fi – Come with me (Roman)“ wei­ter­le­sen

Venus im Pelz (Sacher-Masoch)

Nach dem Bei­trag zur Lust an der Unter­wer­fung über­kam mich die Lust am Lesen, an der ‘Regres­si­on’ auf eine Lek­tü­re von vor über 30 Jah­ren, die ‘man’ kennt, die ich aber nicht mehr so rich­tig im Kopf hat­te. Oft habe ich nach dem Lesen die Zeit über­dau­ern­de Bil­der im Kopf, Sze­nen, Vor­stel­lun­gen von Land­schaf­ten und Gebäu­den – das fehl­te hier. Also noch­mal gele­sen.

Vor­ab: wenn Du die Venus im Pelz nicht kennst: das wird nicht der span­nend­ste, auf­re­gend­ste Roman sein, den du in dei­nem Leben lesen wirst. Ich möch­te mal behaup­ten, der Roman bezieht sei­nen Bekannt­heits­grad eben daher, daß man den Maso­chis­mus nach dem Leo­pold benannt hat. Ist m.E. kein lite­ra­ri­sches Mei­ster­werk. Here we go…
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Pay­ne: Inter­cepts (Roman)

T.J. Pay­ne – Inter­cepts. A Hor­ror Novel (Kind­le)

Wenig Spoi­ler…

Pay­ne schreibt gut, struk­tu­riert, flüs­sig – ich kom­me gleich in den Lese­fluß rein. Kei­ne über­flüs­si­gen Details, kei­ne aus­ufern­den Beschrei­bun­gen von Neben­säch­lich­kei­ten à la King: der Autor kennt sei­nen Roman­ab­lauf und arbei­tet Schritt für Schritt dar­an. Das gefällt mir. In der Autoren­be­schrei­bung bei Ama­zon heißt es: “His wri­ting style reli­es on a light touch, using lean, smooth pro­se to build and main­tain the story’s inten­si­ty.”  „Pay­ne: Inter­cepts (Roman)“ wei­ter­le­sen

Litt­le: The Haun­ted (Roman)

Bent­ley Litt­le: The Haun­ted

Die­ser Text spoi­lert den Roman!

Juli­an und Clai­re samt ihrem Sohn James (12) und der Toch­ter Megan (14/15?) bil­den eine nor­ma­le “upper-midd­le class” Fami­lie in einer Klein­stadt in New Mexi­co. Der Roman, in dem sie die Haupt­rol­le spie­len, beginnt lang­sam: Ver­än­de­rungs­wunsch, Haus­su­che, Aus­wahl und Kauf eines älte­ren Hau­ses, Umzug. „Litt­le: The Haun­ted (Roman)“ wei­ter­le­sen

Reid: I’m thin­king of ending things (Roman)

Über die­ses Buch bin ich in einer Red­dit-Dis­kus­si­on gestol­pert, in der es um Bücher ging, bei denen man schon von Anfang an spürt, daß da irgend­was so gar nicht stimmt. Zuge­ge­ben: das ist hier – aus mei­ner Sicht – nicht der Fall, denn man beginnt doch erst­ma­lig am Ende der Auto­fahrt, die­se Din­ge wahr­zu­neh­men. ‘Wie­viel soll ich spoi­lern?’ – die­se Fra­ge war hier zen­tral. Ich habe mich für ‘mit­tel­gra­dig’ ent­schie­den und löse das grund­le­gen­de The­ma nicht auf.  Ich habe den Roman auf Deutsch gele­sen (‘The Ending’), da das eng­li­sche eBook gera­de wegen der Net­flix-Ver­fil­mung deut­lich teu­rer ist. „Reid: I’m thin­king of ending things (Roman)“ wei­ter­le­sen

Lind­q­vist: Let the Right One In – So fin­ster die Nacht (Roman & Fil­me)

Mit ‘Låt den rät­te kom­ma in’ hat der schwe­di­sche Autor John Ajvi­de Lind­q­vist im Jahr 2004 einen Best­sel­ler ver­öf­fent­licht, der sich auch in der deut­schen Über­set­zung als ‘So fin­ster die Nacht’ (2007) lan­ge in den ent­spre­chen­den Listen von Spie­gel oder Stern hielt.

Zwei­mal wur­de der Roman ver­filmt. Ich wer­de in die­sem län­ge­ren Bei­trag zunächst auf den Roman ein­ge­hen, den ich in der eng­li­schen Fas­sung (Let the Right One in) gele­sen habe, dann auf bei­de Ver­fil­mun­gen.

Das Buch in einem Wort zu erklä­ren, scheint leicht zu fal­len: Vam­pir­ge­schich­te. Aber es ist auch z.T. Kri­mi­nal­ro­man, auch Gesell­schafts­kri­tik (ins­be­son­de­re zum The­ma Pädo­phi­lie und Mob­bing) und, wenn ich den Begriff aus dem Wiki­pe­dia-Ein­trag über­neh­men darf, Ent­wick­lungs­ro­man.

Um Buch und Ver­fil­mun­gen bespre­chen zu kön­nen, muß ich spoi­lern. „Lind­q­vist: Let the Right One In – So fin­ster die Nacht (Roman & Fil­me)“ wei­ter­le­sen

D. Coa­tes: From Below (Roman)

Ich bin ent­täuscht von die­sem Roman, der im Netz so oft gehy­ped wird. Die The­ma­tik wird von der Autorin breit­ge­walzt, allein die Beschrei­bun­gen der Tauch­gän­ge zie­hen sich wie Gum­mi. Aber es ist etwas ande­res, das ich der Viel­schrei­be­rin Coa­tes vor­wer­fe…
Der Text spoi­lert den Inhalt des Romans!
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Base­ment

“He real­ly lik­ed the base­ment. It was like being in ano­ther world, while kno­wing that the other world was still the­re out­side, abo­ve you, if you nee­ded it. But down here it was quiet, and no one came and said anything, did anything to you. Not­hing you had to do.”

John Ajvi­de Lind­q­vist, ‘Let the Right One in’

Jack Ketchum: The Girl next door (Roman)

frreepik.com - 18+Bit­te beach­ten: Im Sin­ne des Jugend­schut­zes wei­se ich dar­auf hin, daß hier sen­si­ble Inhal­te eines Medi­ums (Film, Serie, Buch) bespro­chen wer­den. Der Text soll­te ab Voll­jäh­rig­keit gele­sen wer­den.

 

Schaut man hier und da auf You­tube ein biß­chen nach „cree­piest book“ oder „most distur­bing reads“, dann wer­den die­ses Buch und der Roman „Let‘s go play at the Adams‘“ oft in einem Zug genannt.

Das letz­te­re Werk von Mend­al John­son hat aber doch eine ande­re Aus­rich­tung, denn in ihm geht die beschrie­be­ne Gewalt tat­säch­lich von Kindern/Jugendlichen aus. Ich habe den Roman, der teil­wei­se nach Ver­öf­fent­li­chung 1974 kaum oder nur für hor­ren­de Sum­men zu bekom­men war, letz­tes Jahr gele­sen: har­te Kost. „Jack Ketchum: The Girl next door (Roman)“ wei­ter­le­sen

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