Who is that on the other side of you

“Who is the third who walks always bes­i­de you?
When I count, the­re are only you and I tog­e­ther
But when I look ahead up the white road
The­re is always ano­ther one wal­king bes­i­de you
Gli­ding wrapt in a brown man­t­le, hoo­ded
I do not know whe­ther a man or a woman
— But who is that on the other side of you?”

T.S. Eli­ot (The Waste Land)

Jack­son – The Haun­ting of Hill Hou­se (Buch)

“Silence lay ste­adi­ly against the wood and stone of Hill Hou­se, and wha­te­ver wal­ked the­re, wal­ked alo­ne.”

Shir­ley Jack­sons „Haun­ting of Hill Hou­se“ ist einer der Klas­si­ker der Hor­ror­li­te­ra­tur, obwohl das Werk schon eini­ge Jah­re auf dem Buckel hat (1959). Das wie­der­um merkt man der Spra­che im eng­li­schen Ori­gi­nal an, die z.T. alter­tüm­lich wirkt und nicht immer flüs­sig zu lesen ist. Ande­rer­seits hat Jack­son ein fei­nes Gespür für den Ablauf und das Ver­fas­sen von Dia­lo­gen, so daß eben doch ein leben­di­ger Text ent­stan­den ist.

Wir erfah­ren zu Anfang, daß Dr. Mon­ta­gue unter­su­chen möch­te, wie sich ein als Spuk­haus ver­stan­de­nes Gebäu­de auf Gäste, die dort leben, aus­wirkt. Er lädt ver­schie­de­ne Per­so­nen für einen drei­mo­na­ti­gen Som­mer­auf­ent­halt ein, zwei Frau­en (Ele­a­n­or & Theodo­ra), die bereits frü­her mit para­nor­ma­len Phä­no­me­nen kon­fron­tiert waren, und Luke, einen Ver­tre­ter der Eigen­tü­mer­fa­mi­lie. Jack­son – The Haun­ting of Hill Hou­se (Buch) wei­ter­le­sen

Der Exor­zis­mus in der Katho­li­schen Kir­che (Buch)

Buch-Foto: Monika Scala - Der Exorzismus in der Katholischen KircheDas Werk von Moni­ka Sca­la, ihre Dis­ser­ta­ti­on aus dem Jah­re 2009, ist für Exor­zis­mus-inter­es­sier­te Lai­en m.E. ein Stan­dard­werk. Obwohl ich gleich hin­zu­fü­gen möch­te: wer an theo­lo­gi­schen Aus­füh­run­gen nicht inter­es­siert ist, wird viel­leicht nur am ersten Teil des Buches Spaß haben.

Die drei gro­ßen Tei­le las­sen sich so beschrei­ben: im ersten geht es natür­lich um eine Ein­füh­rung in das The­ma, über­ge­hend zu einer tief­ge­hen­den Ana­ly­se des Films Der Exor­zist von Fried­kin auf Basis der Roman­vor­la­ge von Blat­ty. Sze­ne für Sze­ne, Prot­ago­nist für Prot­ago­nist wird der Film bespro­chen – unter beson­de­rer Beach­tung des immer­hin 1/3 der Lauf­zeit aus­ma­chen­den Exor­zis­mus-Ritu­als. Der Exor­zis­mus in der Katho­li­schen Kir­che (Buch) wei­ter­le­sen

Gothic – 3 Bücher

Buchfoto - Groom - The GothicUrsprüng­lich woll­te ich die drei fol­gen­den Bücher jeweils ein­zeln vor­stel­len. Dann fiel mir auf, daß sie sich letzt­lich so ähneln, daß es eher Sinn macht, sie gemein­sam, aber in ihren Unter­schie­den vor­zu­stel­len.

Im Deut­schen wie im Eng­li­schen gibt es Buch­seri­en, die ein The­ma mög­lichst knapp vor­stel­len wol­len. Es gibt die Serie “in einer Stun­de” oder auch die umfang­rei­che­re Beck-Wis­sen-Rei­he. Im Eng­li­schen exi­stiert “A Very Short Intro­duc­tion” – und als Teil davon “The Gothic” von Nick Groom, ein Bänd­chen unter Din-A5-Grö­ße, text­fo­kus­siert, weni­ge Bil­der, immer­hin Carl McCoy. 😉 Gothic – 3 Bücher wei­ter­le­sen

We have always lived in the Cast­le (Jack­son)

Der Text von Shir­ley Jack­son, eher län­ge­re Erzäh­lung als Roman, war der letz­te, der vor ihrem Tod ver­öf­fent­licht wur­de (1962). Mir wur­de gera­ten, ihn ohne Vor­kennt­nis­se zu lesen, somit wuß­te ich nicht, was mich erwar­te­te. Letzt­lich habe ich auf ein Hor­ror-Ele­ment gewar­tet, das nicht ein­traf: es ist eine Art Mystery-Erzäh­lung. Ich muß dazu in gro­ben Zügen spoi­lern…

Ich glau­be, daß die psy­cho­lo­gi­sche Deu­tung die wich­ti­ge­re ist, ins­be­son­de­re weil lt. Wiki­pe­dia die Autorin selbst unter Ago­ra­pho­bie litt, also der Unfä­hig­keit sich auf offe­nen Plät­zen mit vie­len Men­schen zu bewe­gen.
Die­ser Zug an ihr fin­det sich in gleich zwei von drei Haupt­cha­rak­te­ren. We have always lived in the Cast­le (Jack­son) wei­ter­le­sen

How to be a Goth (Wein­stock)

Tish Weinstock, How to be a GothIch hat­te Tish Wein­stocks Buch schon län­ger “auf dem Radar”, aber nun habe ich es mal (quer-)gelesen. Somit kur­ze Bespre­chung, damit ihr wißt, was euch erwar­tet.

Wein­stock schaut auf ihr Buch als eine Art Anlei­tung zum Goth-Sein, aus der Men­schen Kraft schöp­fen kön­nen, wenn der Druck von “cul­tu­ral con­for­mi­ty” zu stark wird. So star­tet sie mit ihrem eige­nen Wer­de­gang, an den sich eine kur­ze, aber doch prä­gnan­te “Geschich­te des Goth” anfügt, die sehr über­sicht­lich gestal­tet ein klas­si­sches “Goth name-drop­ping” ist. Gefällt mir gut. Sie faßt zusam­men, Goth sei “a sub­ter­ra­ne­an music and style sce­ne uni­fi­ed by an aes­the­tic of dark­ness.”  How to be a Goth (Wein­stock) wei­ter­le­sen

Dark­ness touch­ed her

“That night, after she’d screa­med into her crumpled blan­ket for a long time and final­ly pun­ched a hole through the dark­ness into that other place whe­re the ans­wers came from, the dark­ness began to speak to her, its voice more distinct than she had ever heard it befo­re. The dark­ness touch­ed her. Its touch was hard and warm, but somehow com­fort­ing, as if strong, invi­si­ble hands car­essed her.”

[Excerpt: Schweit­zer, Dar­rell: Some­ti­mes you have to shout about it]

Dunk­les Spiel

Dunk­les, frem­des Zim­mer,
flackern­der Ker­zen­schim­mer,
des­sen Schein im Stil­len sich in Schat­ten bricht,
dort, wo eine Frau Beschwö­rungs­for­meln spricht.

Ihre schlan­ken Fin­ger lie­gen
einem klei­nen Gla­se auf. Ver­schwie­gen
starrt gebannt sie auf den Kreis
aus­ge­leg­ter Buch­sta­ben in rei­nem Weiß -
und auf ihre lei­se hin­ge­hauch­te Bit­te
fängt das Gläs­chen gleich­sam lei­se in der Mit­te
jenes Tisches an zu rücken, und geheim­nis­voll,
unauf­halt­sam, unheil­voll,
schreibt ein Wort es zum Erken­nen.
Plötz­lich schmerzt in ihren Augen sie das Bren­nen,
eisig ist der Schau­er, der das Böse ihr ver­heißt -
denn sie kennt nicht die­sen Namen, kennt nicht die­sen Geist!

Inne­hält das Glas, der Ruhe unsicht­ba­re Span­nung kni­stert
und die Frau in kaum beherrsch­ter Furcht nun flü­stert,
fragt, wer er im Namen Got­tes sei.
Eine blei­che Ahnung drängt mit Schmerz her­bei.

Mit dem ‘S’ beginnt das Glas in raschen Zügen ohne Zwei­fel,
‘welch ein Glück’, denkt sich die Frau, ‘mit­nich­ten ist’s der Teu­fel!’
Bebend fra­gen ihre Lip­pen: ‘Ob ich ihn wohl kenn’?’
Ruhig schreibt das Glas ihr: S – a – t – a – n.

[© Rush / V. Wag­ner]

 

{Das soll sich in den spä­ten 1980ern in einem klei­nen Ort am Mit­tel­rhein so zuge­tra­gen haben, erzähl­te mir eine Frau, die ihre Hand an besag­tem Glas hat­te. Wer beweg­te das Glas? Die­se in allen Hor­ror­fil­men so span­nen­de Fra­ge: hier konn­te sie nicht beant­wor­tet wer­den, die drei Frau­en bra­chen das Expe­ri­ment ab.
Der Ursprungs­ti­tel des Gedichts war “Einen ken­ne ich” in Anleh­nung an die erste Zei­le aus Cle­mens Bren­ta­nos Gedicht “Der Feind”.}

The Resur­rec­tion­ist (White)

Vor­ab-Hin­weis: Der vor­ge­stell­te Roman ent­hält mas­si­ve, auch sexu­el­le Gewalt­dar­stel­lun­gen. Ich bespre­che ihn in neu­tra­ler Spra­che, er soll­te aber erst ab Voll­jäh­rig­keit gele­sen wer­den.

The Resur­rec­tion­ist” ist so ein wenig wie Fried­hof der Kuschel­tie­re ‘on speed’. Schaut man kurz auf den bio­gra­fi­schen Hin­ter­grund des Autors Wrath James White, dann paßt der Roman mit sei­nem kras­sen Inhalt: White, gebo­ren 1970, ist vom Stra­ßen­kämp­fer in die Schwer­ge­wichts-Liga beim Kick­bo­xen auf­ge­stie­gen und war/ist Trai­ner für ver­schie­de­ne Kampf­sport­ar­ten. Er hat einen hohen lite­ra­ri­schen Out­put im Hor­ror-Gen­re, wobei ich zu son­sti­gen Wer­ken nichts sagen kann.

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