Sonic Sedu­cer blickt auf 2023 zurück

Das Print­ma­ga­zin Sonic Sedu­cer schaut in ver­schie­de­nen Bei­trä­gen auf das Jahr 2023 zurück:

Festi­val Fans / Live Fotos / Alben des Monats / Titel Bands

Neben­bei: ich nut­ze die Sei­te v.a. zum Über­blick über Tour­da­ten der Künst­ler.

Base­ment

“He real­ly lik­ed the base­ment. It was like being in ano­ther world, while kno­wing that the other world was still the­re out­side, abo­ve you, if you nee­ded it. But down here it was quiet, and no one came and said anything, did anything to you. Not­hing you had to do.”

John Ajvi­de Lind­q­vist, ‘Let the Right One in’

Neue Lek­tü­re

Drau­ßen sinkt die Son­ne über den ersten Höhen der Eifel, drin­nen leuch­tet mein Lese­ses­sel hell im Schein der Lam­pe. Ein gemüt­li­cher Abend steht bevor, auf­ge­wer­tet von einem neu ein­ge­trof­fe­nen, 2023 erschie­ne­nen Buch. Ich wer­de zu gege­be­ner Zeit berich­ten… 😁

The Exor­cist Lega­cy

Mit lee­ren Augen kam ich heim

Schwei­ge­marsch und Trä­nen,
Herbst­re­gen, der in mein Gesicht schlug.
Zer­zau­ste Haa­re unter grau­em Him­mel -
Kal­ter Wind, der an ihnen zerr­te.
Ste­ten Schrit­tes durch brau­ne Fel­der
Zog es mich fort von den Men­schen,
Die mich umstan­den, auf mich zeig­ten.

Dei­ne Hand konn­te hei­len,
Dein Mund konn­te hei­li­gen.
Dei­ne Augen waren kein Trost.

Heim­kehr vom Marsch.
Ker­zen­licht und hel­ler Wein.
Mit mei­ner Lie­be ging ich fort,
Mit lee­ren Augen kam ich heim.
Und du warst nicht an die­sem Ort.

[© Rush / V. Wag­ner]

Gothic als Lebens­stil

“In den Neun­zi­gern gab es die­ses Revi­val – auf ein­mal inter­es­sier­ten sich unglaub­lich vie­le Leu­te für unse­re Musik und unse­re Klei­dung. Die Sze­ne rück­te ein gewal­ti­ges Stück in Rich­tung Main­stream. Man kann heu­te gar nicht mehr von einer Jugend­kul­tur spre­chen. Die Prot­ago­ni­sten, die von Anfang an dabei waren, ste­hen jetzt kurz vor der Ren­te. Gothic ist heu­te eher ein Lebens­stil, für den sich Men­schen jedes Alters und aller gesell­schaft­li­chen Schich­ten ent­schei­den.”

Alex­an­der Nym, Süd­deut­sche, 18.5.13

(Man beach­te, das ist nun 10 Jah­re her. “Die Sze­ne” steht qua­si am glei­chen Punkt wie damals.)

Wo steht die “Schwar­ze Sze­ne”?

Mar­tin Spriss­ler hat im Win­ter 22/23 Abschied genom­men von sei­nem Pro­jekt GOTHIC Maga­zi­ne, und dabei in den Aus­ga­ben 90 und 91 Weg­ge­fähr­ten aus der Sze­ne zu Wort kom­men las­sen. Ich möch­te eini­ge Aus­sa­gen auf­grei­fen und kom­men­tie­ren. Zunächst fas­se ich anhand von Stich­wor­ten zusam­men.

Bei all dem ist es mir wich­tig zu sagen, daß ich in kei­ner Wei­se für “die Sze­ne” spre­che. Alles ist mei­ne per­sön­li­che Auf­fas­sung zum The­ma.

Wo steht die “Schwar­ze Sze­ne”? wei­ter­le­sen

Bones and All (Film)

In letz­ter Zeit, da ich mich wie­der inten­si­ver mit dem The­ma Gothic / Schwar­ze Sze­ne, mit Hor­ror und Sus­pen­se beschäf­ti­ge, mer­ke ich, daß mich ein­zel­ne Fil­me wie­der emo­tio­nal durch­rüt­teln, so wie es sei­ner­zeit z.B. bei The Crow war. Ich habe hier bereits über Run Rab­bit Run geschrie­ben, auch über Infi­ni­ty Pool. Aus ver­schie­de­nen per­sön­li­chen Grün­den ist da irgend­wie eine Art neue “Auf­nah­me­fä­hig­keit” bei mir, viel­leicht auch ein ‘Sich-berüh­ren-las­sen’.

Gera­de die Schluß­sze­ne von Bones and All (BaA) erin­ner­te mich an Car­los Sau­ras “Depri­sa, depri­sa” (Los, Tem­po!), an den stil­len anony­men Tod in den Hoch­häu­sern der Madri­der Vor­stadt, an die allei­ni­ge Über­le­ben­de – wie hier im Film Maren. Selbst das schwül­sti­ge Lied Me Quedo Con­ti­go von Los Chun­gui­tos aus der Schluß­sze­ne hät­te hier in BaA gepaßt…
Von den Emo­tio­nen, die der Film aus­lö­ste, fühl­te ich mich auch an “Lost Souls” von Pop­py Z. Bri­te erin­nert – die­ses Gefühl süß­li­cher Grau­sam­keit, Ero­tik, Blut, die stän­di­ge Nähe des Todes. Bones and All (Film) wei­ter­le­sen

Inhalts­lee­rer Mum­men­schanz

Noch vor zwei Tagen habe ich das The­ma kurz auf­ge­grif­fen, heu­te mor­gen lese ich bei Spon­tis einen Bei­trag von Gruft­lord zum The­ma “Ster­ben der Sze­ne”.

Er sieht “Hedo­nis­mus als Selbst­zweck” als einen Grund für die Zer­falls­er­schei­nun­gen, womit er eine Selbst­de­fi­ni­ti­on nur über Äußer­lich­kei­ten meint – Beklei­dung wird zum Kostüm, es wird “Mum­men­schanz” betrie­ben – was von den ein­schlä­gi­gen Maga­zi­nen durch Ablich­ten genau die­ser Per­so­nen à la “Hier trifft sich DIE SCHWAR­ZE SZE­NE” auf­ge­grif­fen wird.
Ande­rer­seits wer­tet der Autor Cyber­goth oder Steam­punk posi­tiv, da sie die Sze­ne “leben­dig hal­ten”. Inhalts­lee­rer Mum­men­schanz wei­ter­le­sen

Kei­ne jugend­kul­tu­rel­le Schwar­ze Sze­ne mehr

Ich bin vor eini­ger Zeit schon­mal auf das Altern der Sze­ne ein­ge­gan­gen. Nun habe ich ein Inter­view gefun­den, das Kul­tur­anthro­po­lo­ge Mar­kus Tau­schek, Uni Frei­burg, 2018 der Stutt­gar­ter Zei­tung gege­ben hat: Die Gothics wer­den älter. Kann man bei Bedarf selbst lesen; ich hebe nur das für mich Wich­ti­ge her­aus.

Der Wis­sen­schaft­ler basiert sei­ne Aus­sa­gen auf Besu­chen bei den drei gro­ßen Events: WGT, Amphi, M’era Luna (wohl im Jahr 2017 oder wie­der­holt). Kei­ne jugend­kul­tu­rel­le Schwar­ze Sze­ne mehr wei­ter­le­sen

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