Exor­zist-Regis­seur Fried­kin ist tot

Regis­seur Wil­liam Fried­kin ist im Alter von 87 Jah­ren gestor­ben. Man kann sich heu­te kaum noch vor­stel­len, wel­che Reak­tio­nen der Film sei­ner­zeit in den Kinos her­vor­ge­ru­fen hat. Bei der Euro­pa-Pre­miè­re des Films in Lon­don ver­lie­ßen 10% der Zuschau­er das Kino früh­zei­tig; 20 Per­so­nen muß­ten mit Riech­salz behan­delt wer­den, schreibt S. Ahrens.
Auch inter­es­sant: Fried­kin selbst hat kei­ne Fort­set­zung sei­nes erfolg­rei­chen Films gedreht, dafür aber 2017 eine Doku­men­ta­ti­on über den bekann­te­sten Exor­zi­sten des Vati­kans, Gabrie­le Amor­th. (Auf Amor­th gehe ich spä­ter kurz ein, wenn ich eine Rezen­si­on zu The Pope’s Exor­cist  schrei­be.)
Fried­kin sag­te in die­ser Doku wohl, wenn es Engel gebe, müs­se es auch Teu­fel geben.

Ich habe den Film “Der Exor­zist” hier beschrie­ben und ihn mit der Schul­no­te 2 bewer­tet.

Leip­zig in Schwarz (Buch)

Der Rush hat ein neu­es Buch bekom­men, auch weil sich da ggf. etwas für 2024 abzeich­net… 😁  (jaaa, ich hat­te geschrie­ben, daß ich das WGT nicht mag…) [Nach­trag: es zeich­net sich nichts ab – kein WGT in 24 für mich.]

Ein Her­aus­ge­ber­team aus Jen­ni­fer Hof­fert-Karas, Alex­an­der Nym, Johan­na Sän­ger und Anselm Har­tin­ger hat als Ver­öf­fent­li­chung des Stadt­ge­schicht­li­chen Muse­ums Leip­zig die zwei­te, auch mit dies­jäh­ri­gen Daten über­ar­bei­te­te Auf­la­ge vor­ge­legt. Ein extrem stil­vol­les, sehr, sehr schö­nes Buch, das ich im Spät­som­mer lesen und hier dann bespre­chen wer­de. (Als Biblio­ma­niac wer­de ich das Buch aber vor dem Lesen bestimmt noch drölf­zich­mal in die Hand neh­men.) 😂

Amphi-Festi­val 2023 – der Sonn­tag

Me and Cor­ri-May

Müde raus aus dem Bett, Kla­mot­ten zusam­men­ge­sucht, schnel­ler Kaf­fee, ab ins Auto. Und wie­der Glück – noch ein Park­platz im RTL-Park­haus.

Mei­ne Frau sag­te: Heu­te ist bestimmt wie­der “Schau­lau­fen”. Ja, es war gefühlt vol­ler als gestern und vie­le auf­wen­dig gestyl­te Leu­te, die ihre Run­den dreh­ten. Zwei per­sön­li­che Ein­drücke: Die Far­be “schwarz” domi­nier­te, wenn man von blut­be­schmier­ten Hoch­zeits­klei­dern, pin­ken Plüsch­jäck­chen und dem Herrn im Bana­nen­an­zug absieht. Es war für mich ein “schwar­zes Festi­val”, das tat gut. Auch die Zahl der Cyber-Goths war eher gering; viel­leicht bricht der Trend gera­de ein. Im Gespräch sag­te mir eine Bel­gie­rin, sie habe nun fast 10 Jah­re “Baby-Pau­se” gemacht und fin­de, es habe sich kaum etwas ver­än­dert: immer noch die ruhi­ge, fried­li­che Stim­mung, aber eben auch um 10 Jah­re geal­ter­te Men­schen…
Dann The­ma Nackt­heit (also nack­te Brü­ste, Pos…): da war mei­nes Erach­tens weni­ger zu sehen als sonst/früher™. Ob nur ein Zufallsein­druck – kei­ne Ahnung.

Mark Benecke, Amphi-Festival, 2023, Moderator
M. Benecke mode­rier­te am Sonn­tag die Main Stage

Und wo ich gera­de bei Ein­drücken bin: Han­dy­nut­zung… Ronan Har­ris hat es beim Kon­zert in Köln noch­mal erklärt, sinn­ge­mäß: Genießt die Musik, filmt nicht alles mit, hal­tet den ande­ren hin­ter euch nicht Han­dy­bild­schir­me ins Sicht­feld. Genau­so ist das. Es wird viel gefilmt, gera­de bei den Haupt­ti­teln. Da muß man für ein, zwei schnel­le Fotos schon schau­en, daß man kein Han­dy auf dem Bild hat. Es nervt, aber es ist der Tri­but an den Zeit­geist: man will alles kon­ser­vie­ren. Amphi-Festi­­val 2023 – der Sonn­tag wei­ter­le­sen

Amphi-Festi­val 2023 – der Sams­tag

Amphi Festival, 2023, Logo, Orbit Stage
Ban­ner Orbit Stage

Die­ses Jahr bin ich etwas genervt zum Amphi gefah­ren. Grün­de: Fahr- bzw. Über­nach­tungs­si­tua­ti­on und Programm(konflikte).

Es war lan­ge unklar, ob mei­ne Frau und ich gemein­sam zum Amphi fah­ren wür­den, daher war kein Hotel gebucht. Als ich dann im Febru­ar oder so schau­te, waren die Kon­tin­gen­te der Tanz­brun­nen-nahen Hotels weg oder so teu­er, daß ich mei­nen Augen kaum trau­te.
Ich fand ein Hotel auf der ande­ren Rhein­sei­te in der Süd­stadt, reser­vier­te für Frei­tag auf Mon­tag.
Dann kamen die Über­le­gun­gen: zu Fuß zum Tanz­brun­nen eine hal­be Stun­de. Ist mor­gens gut mach­bar, aber dann steht/läuft/tanzt man den gan­zen Tag und muß noch zurück. Also Taxi­ko­sten, viel­leicht 20€ pro Fahrt. Kein Früh­stück inklu­diert, also zusätz­li­che Essens­ko­sten. Über­legt, bespro­chen, gecan­celt – kein Hotel!

Amphi-Festi­­val 2023 – der Sams­tag wei­ter­le­sen

Wenn der Schu­ster es gut meint…

PikesVor zwei Wochen, nach der Castrum-Nigra-Nacht, fiel mir auf, daß sich die Absät­ze an mei­nen Pikes lösen. Also die­se “Absatz­ab­deck­plat­ten”, denn die Absät­ze sind innen hohl. Mon­tag schnell zum Schu­ster; wie­der fiel mir auf, daß ich da im Grun­de gar nicht mehr hin­ge­he, weil ich kaum noch Schuh­re­pa­ra­tu­ren habe. Besag­ter Schu­ster mit wohl ost­eu­ro­päi­schem Hin­ter­grund, von dem man sagt, er habe schon beim Öff­nen um 9 Hoch­pro­zen­ti­ges im Sinn, sag­te, “Ende der Woche” kön­ne er die Schu­he fer­tig haben, also gera­de noch recht­zei­tig zum Amphi

Eben habe ich die Schu­he abge­holt. Der Schu­ster erklärt, er habe gleich auch noch die Spit­zen “lackiert” und eine Schram­me besei­tigt. ARRGHLLLL – nee, echt? Die Sachen sol­len doch getra­gen aus­se­hen und nicht zwi­schen-auf­ge­hübscht wer­den… Das hät­te ich wohl bes­ser vor­her sagen sol­len… 🙄
Gut, der Preis von gera­de 20€ für bei­de Absät­ze (und Lackie­ren) hat mich dann wie­der etwas ver­söhnt. Aber mir waren die Schram­men und die abge­rie­be­nen Spit­zen so lieb…

Egal, am Wochen­en­de muß sich zei­gen, ob sie beim Amphi Hit­ze und Regen wider­ste­hen kön­nen. 😁

Der Exor­zist: Bekennt­nis (Film-Ankün­di­gung)

Die übli­chen Hor­ror- und Film­por­ta­le pfei­fen es wie die sprich­wört­li­chen Spat­zen von den Dächern: es wird eine (wei­te­re) fil­mi­sche Fort­set­zung des Exor­zi­sten geben. Der von David Gor­don Green gedreh­te Film (The Exor­cist: Belie­ver) star­tet am 12.10.23 in den Kinos; das Dreh­buch stammt von Peter Satt­ler.
Ja, es soll sogar eine Tri­lo­gie wer­den, wobei Film­starts erfah­ren haben will, daß evtl. nur Teil 1 ins Kino kommt, die bei­den ande­ren Tei­le nur über einen Strea­ming­dienst zu sehen sein sol­len.

Darf man gespannt sein? Zunächst muß ich geste­hen, daß ich kei­nen der bis­he­ri­gen Fil­me von Green ken­ne; er scheint zuletzt inten­siv am Hal­lo­ween-Fran­chise gear­bei­tet zu haben. All die­se (Tee­nie-) Slas­her-Fil­me sind nicht mein Ding. (Ich hat­te zunächst so ver­stan­den, daß er auch “Bones and All” gedreht hat, was ziem­li­che Vor­schuß-Lor­bee­ren für das neue Pro­jekt bedeu­tet hät­te, aber da hat­te ich mich ver­tan: er war in einer Neben­rol­le zu sehen.) Der Exor­zist: Bekennt­nis (Film-Ankün­­di­­gung) wei­ter­le­sen

M‘era Luna 2023 – wir kom­men (DOCH)!

Das Leben wird nicht län­ger, wenn man untä­tig rum­sitzt. Nach der lan­gen Castrum-Nigra-Nacht sag­te mei­ne Frau am Nach­mit­tag: „Schau mal, die Fields haben beim M‘era-Luna abge­sagt, dafür kom­men Mono Inc.“ Auch sonst ist für mei­ne Frau „mehr dabei“ als für mich, aber mich reizt vor allem das M‘era-Luna-Ambiente, das Cam­pen, das Fla­nie­ren auf der Start­bahn usw.
Ja, 2019 bin ich mit gemisch­ten Gefüh­len vom ML wie­der abge­reist. Viel Kom­merz, viel „Fun“ (Gei­ster­bahn – hach, wie lustig…), und ein „Mit­tel­al­ter­dorf“ wird irgend­wann für jedes Festi­val ver­pflich­tend… 🙄

Doch seit ich 1998 erst­ma­lig beim Zil­lo-Festi­val auf die­sem Gelän­de in Hil­des­heim stand, ist da etwas von mir zurück­ge­blie­ben, das ich ger­ne durch erneu­te Anrei­se auf­su­che.

Kar­ten sind unter­wegs, der Rush wird mit­ten unter Euch sein. 😁

Nach­trag: Bericht Frei­tag, Sams­tag, Sonn­tag

Cookie Consent Banner von Real Cookie Banner