Poli­ti­cal Cor­rect­ness

“Mer­ry Christ­mas,” Todd said, and they clin­ked glas­ses.
“So you’re a ‘mer­ry Christ­mas’ and not a ‘hap­py holi­days’ kind of guy, huh?”
“I’m sor­ry, did I offend you?”
“Not at all. It’s refres­hing. I’m so sick of poli­ti­cal cor­rect­ness. I’m suf­fo­ca­ted by it. We’re so god­damn poli­ti­cal­ly cor­rect that we lose our indi­vi­dua­lism, our defi­ni­ti­on as human beings.”

[R. Mal­fi – Snow]

In die­sem Sin­ne: Fro­he Weih­nach­ten euch da drau­ßen!

Aoki­ga­ha­ra (7) – Neu­ig­kei­ten ab 2024

Trig­ger-War­nung! Der Text behan­delt auch das The­ma Suizid/Selbsttötung. Wenn das für Dich ein Pro­blem ist: bit­te nicht lesen!
Hier gibt es eine Vor­be­mer­kung zu die­sen Tex­ten.

Die hier augeli­ste­ten Neu­g­kei­ten bezie­hen sich auf den japa­ni­schen Wald Aoki­ga­ha­ra jukai, s. Ein­lei­tungs­sei­te. Aoki­ga­ha­ra (7) – Neu­ig­kei­ten ab 2024 wei­ter­le­sen

Salz­burg

in memo­ri­am Georg Tra­kl
Salz­burg.

Ankom­men mit ertrun­ke­nen Träu­men, gede­mü­tigt.
Im Regen erscheint die Stadt
wie ein auf­ge­ris­se­nes Maul,
das uns hin­ein­zieht. Dich zuerst.

Erspü­re ich auf nas­sem Pfla­ster
zeit­los ver­sun­ke­ne, ein­sti­ge Schrit­te?
Sein Haus leuch­tet mir ein hel­ler Stern.
Hin­ter ver­schlos­se­ner Pfor­te
brü­tet Ein­sam­keit in welt­flüch­ti­gen Visio­nen.

Len­ke durch dunk­le Gas­sen mei­ne Schrit­te -
zuviel Leben, ver­hö­ker­te Pracht, ver­scher­bel­ter Glanz.
In düste­ren Cafés sit­zen Män­ner und Frau­en
an Tischen bei damp­fen­dem Kaf­fee.
Wort­lo­se Unter­hal­tung.
Doch flammt kein Fluch in ihrer Augen Begeh­ren.
Töte, wenn auf stil­len Plät­zen
die Zeit dei­nen Tanz ver­spot­tet.

[© Rush / V. Wag­ner] Salz­burg wei­ter­le­sen

Der Klang der Toten­kopf-Pfei­fe

… ist der­zeit The­ma in archäo­lo­gisch-histo­ri­schen Medi­en, wie hier z.B. bei Scin­exx oder bei Archäo­lo­gie Online.
Hin­ter­grund ist die Erfor­schung der Wir­kung der durch die­se Pfei­fen pro­du­zier­ten Töne auf das mensch­li­che Gehirn. Man weiß von den Azte­ken, daß sie aus heu­ti­ger Sicht grau­sa­me Ritua­le mit Men­schen­op­fern durch­führ­ten, wobei die­se Pfei­fen wohl auch zum Ein­satz kamen. Wis­sen­schaft­ler haben nun her­aus­ge­fun­den, daß die Töne (aus Ori­gi­na­len und Nach­bau­ten) nicht nur die Hörarea­le im Hirn sti­mu­lie­ren, son­dern auch das “affek­ti­ve Ner­ven­sy­stem” (Scin­exx-Arti­kel, s.o.). Soll hei­ßen: sie lösen Angst aus durch ihren befremd­li­chen, bedroh­li­chen Ton.

Wer hören will, wie die­ser klingt: hier gibt es Sound­bei­spie­le.

Aoki­ga­ha­ra (6) – Sui­ci­de Forest (Roman)

Trig­ger-War­nung! Der Text behan­delt das The­ma Suizid/Selbsttötung. Wenn das für Dich ein Pro­blem ist: bit­te nicht lesen!
Hier gibt es eine Vor­be­mer­kung zu die­sen Tex­ten.

Das fol­gen­de Buch ist ein Roman, der im japa­ni­schen Wald Aoki­ga­ha­ra jukai spielt. Die Bespre­chung spoi­lert den Text.

Aoki­ga­ha­ra (6) – Sui­ci­de Forest (Roman) wei­ter­le­sen

Cold Hear­ted Festi­val (Matrix, 15.11.24)

Am 15.11.24 war ich in Bochum – und zum ersten Mal in der MATRIX – zum Cold Hear­ted Festi­val, dem “Wes­si-Able­ger” des Ori­gi­nals in Dres­den, wor­über ich hier schon berich­tet hat­te. Dres­den ist deut­lich grö­ßer; ich fand es beson­ders scha­de, daß Kal­te Nacht, Ultra Sunn, Deus ex Lumi­na nicht in Bochum auf­tra­ten.

Im Matrix sind es nur 5 Bands – wobei es eine mir bis dato nicht bekann­te, krank­heits­be­ding­te Ände­rung gege­ben hat: statt Nürn­berg tra­ten Soft Vein (USA) auf. Cold Hear­ted Festi­val (Matrix, 15.11.24) wei­ter­le­sen

Rea­dy or Not (Film)

Rea­dy or Not, eine Hor­ror­ko­mö­die von 2019, aktu­ell bei Net­flix auf Platz 2 der “Fil­me der Woche”, ist ein unter­halt­sa­mer Film auf B‑Niveau, der aber doch eine “under­ly­ing mes­sa­ge” hat. Somit hier nicht all­zu­viel zur kon­kre­ten Hand­lung, son­dern zu dem, was ich raus­le­se. (Spoi­ler…)

Da ist die Welt der Rei­chen, des Adels, mit ihren eige­nen Geset­zen; eine abge­ho­be­ne, dem nor­ma­len Men­schen ent­ho­be­ne Welt. Und da sind die­se nor­ma­len Men­schen – gern auch mit per­sön­li­chem har­tem Wer­de­gang wie die Prot­ago­ni­stin im Film, die Braut Grace (ein spre­chen­der Name). Grace wird in die­se ihr frem­de Welt ein­hei­ra­ten – und lernt auf die har­te Art, daß es dar­in obsku­re Regeln gibt, die allen gesell­schaft­li­chen Kon­ven­tio­nen wider­spre­chen. Was hier mit einem töd­li­chen / sata­ni­schen Ritu­al (und gut umge­setz­ten Gore-Sze­nen) dar­ge­stellt wird, ist eben die­se Anders­ar­tig­keit, Abar­tig­keit, Dege­ne­ra­ti­on jener Welt. Aber: und das ist schon der gan­ze Plot, Grace wird die­se anma­ßen­de, töd­li­che Welt zer­stö­ren – rein durch ihre Wil­lens­kraft und ihr Durch­hal­te­ver­mö­gen. Das Fina­le ist gro­tesk, aber von Auf­bau und Effek­ten her unglaub­lich befrie­di­gend.

Wer also auch gern anti­ka­pi­ta­li­sti­sche Visio­nen hegt, wer die (im Film kran­ke) Welt der Super­rei­chen ver­ach­tet, der fin­det hier unter­halt­sa­mes Abend-Fut­ter. Was lernt man aus dem Film? Mit den gezeig­ten Men­schen jen­seits Grace ist kein funk­tio­nie­ren­des Gemein­we­sen auf­zu­bau­en… R(A)sh out.

Hal­lo­ween das gan­ze Jahr

Nach Hal­lo­ween ist vor Hal­lo­ween – blö­der Spruch. Die­ser gan­ze Hype ab Mit­te August um “HAL­LO­WEEN” geht mir mehr auf den Geist als die Leb­ku­chen und Niko­lau­se ab Sep­tem­ber im Super­markt. Mich ver­bin­det nichts (mehr) mit Hal­lo­ween – für mich ist das der Vor­abend von Aller­hei­li­gen, fer­tig. Ich kann jeden ver­ste­hen, der Sam­hain echt fei­ert, weil das Teil sei­ner Reli­gi­on ist, aber der gan­ze Ver­klei­dungs-Ulk nervt (weil das auch wie­der so typisch ist für die Gesell­schaft – mehr Schein als Sein, jedem Trend hin­ter­her­lau­fen…).

Den­noch kurz der Hin­weis auf einen Arti­kel zu bestimm­ten Orten in Rhein­land-Pfalz, an denen das ganz Jahr Hal­lo­ween ist: Tote, Unto­te und dunk­le Bur­gen.

Novem­ber am Rhein (Gedicht)

… ein Gedicht von Inge­borg Wies­math-Bin­ge

Näch­te, die voll Nebel sind;
Tage, da der Regen rinnt;
Kin­der, die am Fen­ster sit­zen;
Autos, die durch Pfüt­zen sprit­zen…
Sturm fegt über lee­re Fel­der,
Blät­ter wir­beln durch die Wäl­der.

Son­ne wärmt den Schie­fer­stein,
Doch gele­sen ist der Wein,
Und es trock­nen schon die Reben.
Über­all ent­flieht das Leben.
Strom und Wol­ken ziehn vor­über…
Hol über, – Fähr­mann -,
Hol über!

Quel­le: Hei­mat­jahr­buch Neu­wied, 1972

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