Dun­can Ral­s­ton: Woom (Buch)

Woom wird als “extre­me hor­ror novel” ange­prie­sen. Zunächst ein­mal: von der Län­ge her eher Novel­le als Roman, aber trotz­dem ein Buch, das mich stark fas­zi­niert hat. Des­we­gen will ich – anders als sonst – hier kaum etwas spoi­lern.

Der Titel Woom ist Sprach­feh­ler und Wort­spiel in einem. Er ver­weist in der kon­kre­te­ren Bedeu­tung auf den Room 6 des Lonely Motels, wo sich die Hand­lung zwi­schen einem Mann namens Angel und einer Pro­sti­tu­ier­ten, Shy­la, abspielt. Dun­can Ral­s­ton: Woom (Buch) wei­ter­le­sen

Laken so weiß

Laken so weiß wie der kal­te Mond
Schnei­dend die Käl­te der Nacht
doch da der Mor­gen

Eine Stra­fe mag kom­men
Kein kla­re­res Leben
doch Befrie­di­gung

Der wei­ße Skla­ve emp­fängt Frie­den
Lebt im blau­en Rausch
der sin­nen­ge­ge­ben

Ohne Frei­heit doch
Da die Wahl der Waf­fen ent­fällt
für ihn

[© Rush / V. Wag­ner]

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Leip­zig in Schwarz (Buch)

Der Rush hat ein neu­es Buch bekom­men, auch weil sich da ggf. etwas für 2024 abzeich­net… 😁  (jaaa, ich hat­te geschrie­ben, daß ich das WGT nicht mag…) [Nach­trag: es zeich­net sich nichts ab – kein WGT in 24 für mich.]

Ein Her­aus­ge­ber­team aus Jen­ni­fer Hof­fert-Karas, Alex­an­der Nym, Johan­na Sän­ger und Anselm Har­tin­ger hat als Ver­öf­fent­li­chung des Stadt­ge­schicht­li­chen Muse­ums Leip­zig die zwei­te, auch mit dies­jäh­ri­gen Daten über­ar­bei­te­te Auf­la­ge vor­ge­legt. Ein extrem stil­vol­les, sehr, sehr schö­nes Buch, das ich im Spät­som­mer lesen und hier dann bespre­chen wer­de. (Als Biblio­ma­niac wer­de ich das Buch aber vor dem Lesen bestimmt noch drölf­zich­mal in die Hand neh­men.) 😂

Delany – Hogg (Kurz­re­zen­si­on)

frreepik.com - 18+Bit­te beach­ten: Im Sin­ne des Jugend­schut­zes wei­se ich dar­auf hin, daß hier sen­si­ble Inhal­te eines Medi­ums (Film, Serie, Buch) bespro­chen wer­den. Der Text soll­te ab Voll­jäh­rig­keit gele­sen wer­den.

Samu­el R. Delany: Hogg

Spoi­lers!

Spä­te­stens seit der Ver­fil­mung von Roches “Feucht­ge­bie­te” waren Film und Roman­vor­la­ge in aller Mun­de. Man dis­ku­tier­te mehr oder weni­ger ange­ekelt über die beschrie­be­nen Prak­ti­ken. Ein Mann aus mei­nem Bekann­ten­kreis las den Roman in Etap­pen, weil er die Bil­der immer wie­der sacken las­sen muß­te. 😂
Er fand alles so eklig, daß er auch die Grund­satz­fra­ge stell­te: War­um “um alles in der Welt” muß man sol­che Din­ge zu Papier brin­gen?

Dage­gen ist Bukow­skis “Ich ging rüber und walk­te ihr die Tit­ten durch”, ein Zitat aus einem sei­ner Gedich­te, ziem­lich harm­los.

Die Wozu-Fra­ge kann man sich bei Hogg auch stel­len, das heißt: noch viel mehr, viel inten­si­ver. Gegen Hogg sind die Feucht­ge­bie­te ein sanf­tes Vor­spiel. Delany – Hogg (Kurz­re­zen­si­on) wei­ter­le­sen

Amphi-Festi­val 2023 – der Sonn­tag

Me and Cor­ri-May

Müde raus aus dem Bett, Kla­mot­ten zusam­men­ge­sucht, schnel­ler Kaf­fee, ab ins Auto. Und wie­der Glück – noch ein Park­platz im RTL-Park­haus.

Mei­ne Frau sag­te: Heu­te ist bestimmt wie­der “Schau­lau­fen”. Ja, es war gefühlt vol­ler als gestern und vie­le auf­wen­dig gestyl­te Leu­te, die ihre Run­den dreh­ten. Zwei per­sön­li­che Ein­drücke: Die Far­be “schwarz” domi­nier­te, wenn man von blut­be­schmier­ten Hoch­zeits­klei­dern, pin­ken Plüsch­jäck­chen und dem Herrn im Bana­nen­an­zug absieht. Es war für mich ein “schwar­zes Festi­val”, das tat gut. Auch die Zahl der Cyber-Goths war eher gering; viel­leicht bricht der Trend gera­de ein. Im Gespräch sag­te mir eine Bel­gie­rin, sie habe nun fast 10 Jah­re “Baby-Pau­se” gemacht und fin­de, es habe sich kaum etwas ver­än­dert: immer noch die ruhi­ge, fried­li­che Stim­mung, aber eben auch um 10 Jah­re geal­ter­te Men­schen…
Dann The­ma Nackt­heit (also nack­te Brü­ste, Pos…): da war mei­nes Erach­tens weni­ger zu sehen als sonst/früher™. Ob nur ein Zufallsein­druck – kei­ne Ahnung.

Mark Benecke, Amphi-Festival, 2023, Moderator
M. Benecke mode­rier­te am Sonn­tag die Main Stage

Und wo ich gera­de bei Ein­drücken bin: Han­dy­nut­zung… Ronan Har­ris hat es beim Kon­zert in Köln noch­mal erklärt, sinn­ge­mäß: Genießt die Musik, filmt nicht alles mit, hal­tet den ande­ren hin­ter euch nicht Han­dy­bild­schir­me ins Sicht­feld. Genau­so ist das. Es wird viel gefilmt, gera­de bei den Haupt­ti­teln. Da muß man für ein, zwei schnel­le Fotos schon schau­en, daß man kein Han­dy auf dem Bild hat. Es nervt, aber es ist der Tri­but an den Zeit­geist: man will alles kon­ser­vie­ren. Amphi-Festi­­val 2023 – der Sonn­tag wei­ter­le­sen

Amphi-Festi­val 2023 – der Sams­tag

Amphi Festival, 2023, Logo, Orbit Stage
Ban­ner Orbit Stage

Die­ses Jahr bin ich etwas genervt zum Amphi gefah­ren. Grün­de: Fahr- bzw. Über­nach­tungs­si­tua­ti­on und Programm(konflikte).

Es war lan­ge unklar, ob mei­ne Frau und ich gemein­sam zum Amphi fah­ren wür­den, daher war kein Hotel gebucht. Als ich dann im Febru­ar oder so schau­te, waren die Kon­tin­gen­te der Tanz­brun­nen-nahen Hotels weg oder so teu­er, daß ich mei­nen Augen kaum trau­te.
Ich fand ein Hotel auf der ande­ren Rhein­sei­te in der Süd­stadt, reser­vier­te für Frei­tag auf Mon­tag.
Dann kamen die Über­le­gun­gen: zu Fuß zum Tanz­brun­nen eine hal­be Stun­de. Ist mor­gens gut mach­bar, aber dann steht/läuft/tanzt man den gan­zen Tag und muß noch zurück. Also Taxi­ko­sten, viel­leicht 20€ pro Fahrt. Kein Früh­stück inklu­diert, also zusätz­li­che Essens­ko­sten. Über­legt, bespro­chen, gecan­celt – kein Hotel!

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Wenn der Schu­ster es gut meint…

PikesVor zwei Wochen, nach der Castrum-Nigra-Nacht, fiel mir auf, daß sich die Absät­ze an mei­nen Pikes lösen. Also die­se “Absatz­ab­deck­plat­ten”, denn die Absät­ze sind innen hohl. Mon­tag schnell zum Schu­ster; wie­der fiel mir auf, daß ich da im Grun­de gar nicht mehr hin­ge­he, weil ich kaum noch Schuh­re­pa­ra­tu­ren habe. Besag­ter Schu­ster mit wohl ost­eu­ro­päi­schem Hin­ter­grund, von dem man sagt, er habe schon beim Öff­nen um 9 Hoch­pro­zen­ti­ges im Sinn, sag­te, “Ende der Woche” kön­ne er die Schu­he fer­tig haben, also gera­de noch recht­zei­tig zum Amphi

Eben habe ich die Schu­he abge­holt. Der Schu­ster erklärt, er habe gleich auch noch die Spit­zen “lackiert” und eine Schram­me besei­tigt. ARRGHLLLL – nee, echt? Die Sachen sol­len doch getra­gen aus­se­hen und nicht zwi­schen-auf­ge­hübscht wer­den… Das hät­te ich wohl bes­ser vor­her sagen sol­len… 🙄
Gut, der Preis von gera­de 20€ für bei­de Absät­ze (und Lackie­ren) hat mich dann wie­der etwas ver­söhnt. Aber mir waren die Schram­men und die abge­rie­be­nen Spit­zen so lieb…

Egal, am Wochen­en­de muß sich zei­gen, ob sie beim Amphi Hit­ze und Regen wider­ste­hen kön­nen. 😁

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