Thou canst not hear the songs of my dark­ness

“When it is day with thee, my fri­end, it is night with me; yet even then I speak of the noon­ti­de that dances upon the hills and of the pur­ple shadow that ste­als its way across the val­ley; for thou canst not hear the songs of my dark­ness nor see my wings bea­ting against the stars—and I fain would not have thee hear or see. I would be with night alo­ne.”

[Kha­lil Gibran: Com­ple­te Works; Aus­zug aus: The Mad­man]

Der Exor­zist: Bekennt­nis – erste Ein­drücke (ande­rer)

Ich hat­te auf den ab 12.10.23 im Kino zu sehen­den Film in die­sem Bei­trag schon hin­ge­wie­sen. Da ich kein Kino­gän­ger bin, habe ich den Film noch nicht selbst gese­hen. Was kann man nun zum Film im Netz fin­den?

W. Schmitt, der u.a. den YT-Kanal “Die Film­ana­ly­se” betreibt, nutzt den Film­start, um auf den Ori­gi­nal­film (!) hin­zu­wei­sen, da die Neu­ver­fil­mung “indis­ku­ta­bel” sei. Der Exor­zist: Bekennt­nis – erste Ein­drücke (ande­rer) wei­ter­le­sen

Mono Inc – Live Album

Nach Abschluß der Ravenb­lack-Tour haben Mono Inc ange­kün­digt, am 24.11.23 ein Live-Album mit einem Kon­zert­mit­schnitt aus Ham­burg zu ver­öf­fent­li­chen. Ham­burg viel­leicht des­halb, weil der erste Gig vor 20 Jah­ren im Kai­ser­kel­ler in HH statt­fand.

Als ‘Teaser’ wur­de die Live-Ver­si­on von Boat­man auf You­Tube ver­öf­fent­licht.

Wo steht die “Schwar­ze Sze­ne”?

Mar­tin Spriss­ler hat im Win­ter 22/23 Abschied genom­men von sei­nem Pro­jekt GOTHIC Maga­zi­ne, und dabei in den Aus­ga­ben 90 und 91 Weg­ge­fähr­ten aus der Sze­ne zu Wort kom­men las­sen. Ich möch­te eini­ge Aus­sa­gen auf­grei­fen und kom­men­tie­ren. Zunächst fas­se ich anhand von Stich­wor­ten zusam­men.

Bei all dem ist es mir wich­tig zu sagen, daß ich in kei­ner Wei­se für “die Sze­ne” spre­che. Alles ist mei­ne per­sön­li­che Auf­fas­sung zum The­ma.

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Sta­ring eyes

“The only con­stant was his eyes. Sta­ring into them, I saw not­hing. No emo­ti­on. No huma­ni­ty. In every pho­to­graph, the eyes (…) were dark blanks that reve­a­led not­hing. A say­ing I’d heard long ago came to mind: When you sta­re into the abyss, the abyss also sta­res into you.

[R. Sager: Home Befo­re Dark]

(Fiel mir erst nach­träg­lich ein: klei­ner Ver­weis zum Gedicht Ich faß­te dei­ne Hand.)

Sonn­tag­abend, ver­klin­gend

Orange, Nacht
Nacht in Oran­ge

Sonn­tag­abend
ver­klin­gend.
Auf einem Park­deck über der Stadt
in der Lee­re dunk­len Gei­stes.
Wind streicht durchs Haar, zärt­lich,
unter Later­nen, die für nie­man­den leuch­ten.

In schwar­ze Wol­ken rei­chen
fein­glied­ri­ge, freund­li­che Anten­nen,
selig emp­fan­gend,
und Fern­se­her glü­hen hin­ter
prü­den Gar­di­nen
klei­ner, gel­ber Fen­ster.
Men­schen, dort ver­sun­ken,
ein­ge­pfercht.
Der Besuch wird nicht kom­men,
die Erlö­sung ist noch nicht bezahlt. Sonn­tag­abend, ver­klin­gend wei­ter­le­sen

Wil­son: The Girl in the Video (Novel­le)

Spoi­ler!

Daß nicht jede Emp­feh­lung eines Book­tu­bers auch Garan­tie für gute Unter­hal­tung bie­tet, habe ich an die­ser Novel­le von Micha­el David Wil­son gemerkt. Zumal selbst Novel­le schon über­trie­ben ist, bei 74 Sei­ten in der Kind­le-Ver­si­on; Lese­zeit: knapp über einer Stun­de. Ist doch eher eine XL-Kurz­ge­schich­te. Wil­son: The Girl in the Video (Novel­le) wei­ter­le­sen

The Devil Insi­de … nach einer wah­ren Bege­ben­heit (Film)

Der Film wur­de 2012 von Wil­liam Brent Bell gedreht. Ich habe ihn via iTu­nes gese­hen und bewer­te ihn mit **.
(Wiki­pe­dia) – Der Text spoi­lert den Film!

Die­ser Film – man kann auch Mocku­men­ta­ry sagen, da er nicht auf einer ‘wah­ren Bege­ben­heit’ beruht – im Found-Foota­ge-Stil war zwar kom­mer­zi­ell erfolg­reich, hat aber eher schlech­te Kri­ti­ken erhal­ten, z.B. “almost uni­ver­sal­ly cal­led one of the worst hor­ror films ever made” (Quel­le)

Der Film beginnt mit der Schil­de­rung eines Ver­bre­chens: Maria Ros­si habe drei Per­so­nen getö­tet, kon­kret zwei Prie­ster und eine Non­ne, die wohl an ihr einen Exor­zis­mus vor­neh­men woll­ten.

20 Jah­re spä­ter berich­tet Ros­sis Toch­ter Isa­bel­le über den Hin­ter­grund, ihre Fami­lie, ihre Nach­for­schun­gen für ein Doku-Film­pro­jekt mit Micha­el. Sie erfährt, daß die Mut­ter von den USA in eine psych­ia­tri­sche Kli­nik (des Vati­kans?) in Rom ver­legt wor­den ist. Isa­bel­le besucht die Mut­ter dort, die, ohne davon Kennt­nis haben zu kön­nen, die Toch­ter mir der Abtrei­bung vor Jah­ren kon­fron­tiert. Die schau­spie­le­ri­sche Lei­stung von Suzan Crow­ley als Maria gefällt mir gut.

Die Toch­ter besucht dann im Vati­kan ein Exor­zis­mus-Semi­nar und lernt zwei jun­ge Prie­ster ken­nen, Ben und David, die auf eige­ne Faust, ohne Geneh­mi­gung ‘von oben’, Exor­zis­men durch­füh­ren. Sie beglei­tet die bei­den zu einem Fall, was in sehr inten­si­ven Bil­dern gefilmt ist. Danach will das Drei­er-Team auch an Isa­bel­les Mut­ter den Exor­zis­mus durch­füh­ren; die­ser ist nicht erfolg­reich, Maria über­trägt den inne­woh­nen­den Dämon auf Isa­bel­le und David. David erscheint nun mas­siv ver­än­dert, will bei einer Tau­fe das Kind töten, erschießt sich spä­ter.

Auch Isa­bel­le zeigt Zei­chen einer Beses­sen­heit, tötet eine Kran­ken­schwe­ster, wird von Micha­el und Ben aus dem Kran­ken­haus geholt. Sie über­trägt die Beses­sen­heit auf Micha­el. Die Auto­fahrt der drei endet in einem Unfall, bei dem Micha­el und Ben offen­bar ster­ben. Von Isa­bel­le ist nichts mehr zu sehen… Eine Info ver­weist zum unge­lö­sten Fall auf die Web­site ‘therossifiles.com’, die jedoch schon ein Jahr nach Erschei­nen des Films off­line war.

Wäh­rend ich Found-Foota­ge-Fil­me gene­rell mag, fand ich die­sen Film weit­ge­hend ober­fläch­lich blei­bend und chao­tisch. Die Beses­sen­heits­sze­nen sind jedoch gut gefilmt.

Tol­hurst – Goth. A Histo­ry (Buch)

Spät in der ver­gan­ge­nen Nacht erreich­te mich die Abbu­chungs­mit­tei­lung über 14€ und der Hin­weis von Ama­zon, das Kind­le-Buch sei nun ver­füg­bar; ich hat­te es vor­be­stellt.

Die­ses Werk, das eine Geschich­te der Gothic-Bewe­gung schrei­ben will, ist nun das drit­te in die­sem Jahr – neben Uns­worth und Robb’s The Art of Dark­ness – The Histo­ry of Goth.

Schon die “Author’s Note” gleich nach dem Vor­wort nimmt mich als Leser in den Bann:

Befo­re Goth the­re was anar­chy and the mystery of anar­chy begat Goth. (…) From The Doors (of per­cep­ti­on) to The Cure and fur­ther I’m sear­ching for the essence that has always reso­na­ted with dark see­kers. Some iden­ti­fy als Goths, others do not; but we are all the same tri­be. The­se are my peo­p­le.

Oder weni­ge Sei­ten spä­ter:

Punk came and kicked down the doors and stran­ge­ly let in the light so the black heart of some­thing like Goth could exist. (…) Goth is not real­ly a sub­cul­tu­re I’ve come to under­stand. It’s a way to under­stand the world.

Das, Frau Uns­worth, ist der Schreib­stil, der mich ‘grip­ped’, mich anfaßt, mich ein­tau­chen läßt. Aber ich kann ehr­li­cher­wei­se jetzt nicht viel mehr sagen, weil ich nun einen Arbeits­tag vor mir habe und das Buch bis 5% ange­le­sen habe. Mehr also spä­ter in einer Rezen­si­on.

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