Dero Goi – Resur­rec­ted

Als die Sin­gle Click­bait erschien, hat­te ich kurz berich­tet, auch weil ich mit Span­nung auf das “1984” beti­tel­te, zukünf­ti­ge Album schau­te. Nun ist das Album nicht “Anfang des Jah­res” erschie­nen, dafür gibt es – pas­send zur Oster­zeit – die Sin­gle Resur­rec­ted (Link zum You­Tube-Video). Das Album – wei­ter­hin mit glei­chem Titel – ist aber wohl noch in der Mache und soll bei Depen­dent erschei­nen.

Das Video zeigt Goi zwei­mal: ein­mal als den domi­nan­ten Sän­ger im hell­blau­en Anzug, dann als schwarz geklei­de­te Per­son, die in einer der lee­ren Bän­ke sitzt und in der Bibel liest. Die­se dunk­le Per­son kann als die dunk­le Sei­te des Ichs gedeu­tet wer­den, als die zu erwecken­de Per­son – dies zeigt das Video auch, spe­zi­ell in der Sze­ne, wo der ‘blaue’ Goi die­sem Men­schen die Hand auf die Schul­ter legt. Es ist ein Erweckungs­vor­gang, der im Video geschil­dert wird, sym­bo­li­siert durch das Weg­schie­ben der Kapu­ze der dunk­len Per­son und das Schau­en ins Licht.  Zum Aus­klang des Vide­os sin­gen bei­de Per­so­nen  kurz gemein­sam.

Der Text von “Resur­rec­ted” beschreibt das lee­re Grab, die Engel, Tho­mas’ Bit­te um ‘Bewei­se’ für die Auf­er­ste­hung. Dann auch die Zusa­ge Got­tes: wenn du meinst, du seiest unwür­dig, Gott beschenkt dich mit sei­ner Gna­de. Die Oster­bot­schaft im moder­nen Gewand.

Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 5

Pau­se vor­bei! Amphi 2017

Dies ist der fünf­te Teil einer klei­nen Über­sicht über Musik und Events der Schwar­zen Sze­ne, die mir wich­tig waren und sind, und auf die ich aus mei­nem Blick­win­kel schaue. (Tei­le die­ser Rei­he: 1, 2, 3, 4).

Im letz­ten Bei­trag schrieb ich von den “unauf­fäl­li­gen Jah­ren”. Natür­lich waren die nicht wirk­lich unauf­fäl­lig, weil sich bei mir so eini­ges getan hat, das in die­sem Blog the­ma­tisch nicht oder aller­höch­stens am Ran­de abge­deckt wird. Aber zwi­schen 2011 und 2016 war ich wohl am wei­te­sten von “der Sze­ne” weg in die­sem Zeit­raum seit Anfang der 1980er, den ich hier beschrei­be.
[So war ich z.B. 2015 über 800km zu Fuß in Nord­spa­ni­en auf dem Jakobs­weg unter­wegs…]

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I am coming home

A door in a small town in Navar­ra

“And though my mind is cut by batt­les
fought so long ago
I return vic­to­rious
I am coming home
And if the paths that I have fol­lo­wed
have tread against the flow
the­re is no need for sor­row
I am coming home”

[The Crüx­sha­dows, ‘Return’]

L’­me Immor­tel­le, Kult­tem­pel Ober­hau­sen, 2.2.24

Kult­tem­pel Ober­hau­sen

Ich hat­te kurz auf die Unge­leb­te-Leben-Tour von L’­me Immor­tel­le hin­ge­wie­sen – gestern haben wir die Band live gese­hen.

Nach einer stres­si­gen Woche fuh­ren wir mit Staus bei Köln und Duis­burg am Frei­tag­nach­mit­tag nach Ober­hau­sen. Die Band hat­te um 19 Uhr ein ‘Fan­tref­fen’ im Kult­tem­pel, kurz nach 8 war Ein­laß, ab 9 star­te­ten die Sup­ports, die Haupt­band dann recht spät gegen 23 Uhr. Ins­be­son­de­re da es nach­her noch die Dis­co ‘All Styl­es Black’ geben soll­te, fand ich die Zeit­pla­nung sub­op­ti­mal. Ich fin­de, wer unbe­dingt ‘Meet & Greet’ will, kann dafür auch um 17 oder 18 Uhr da sein, damit der Abend frü­her star­ten kann.
Am Ran­de dazu: Als wir ca. 20:20 rein­ka­men, sag­te eine Frau zu mir: “Ach, Sie kom­men jetzt erst rein…” Ich ent­geg­ne­te ihr lako­nisch etwas, sie dann so mit der Stim­me, die allen Gläu­bi­gen gemein­sam ist, hau­chend: “Ich habe bei­de SPRE­CHEN KÖN­NEN!” 😂 (Rush: men­ta­ler Knie­fall) L’­me Immor­tel­le, Kult­tem­pel Ober­hau­sen, 2.2.24 wei­ter­le­sen

Cold Hear­ted Festi­val 2024

Aktua­li­siert 7.2.24

Das Cold Hear­ted Festi­val (Face­book) fand m.W. erst­ma­lig im Jahr 2022 statt, geht somit in die­sem Jahr in die 3. ‘Auf­la­ge’. Gestar­tet war man im Alten Schlacht­hof in Dres­den. In die­sem Jahr wird es erst­ma­lig eine par­al­le­le Ver­an­stal­tung im Matrix in Bochum geben.

Das Festi­val wird beschrie­ben als ‘Inter­na­tio­nal Cold Wave & Post Punk Con­ven­ti­on’, was schon ziem­lich edel klingt.

2022 waren in Dres­den ‘am Start’: Leba­non Hano­ver, Ash Code, The KVB, Dark, Selo­fan, Rue Ober­kampf, Buzz Kull, Bleib Modern, Bra­go­lin, NNHMN, Bed­less Bones – hier das After­show Movie.

2023 waren die­se Künst­ler dabei: She Past Away, Visi­on Video, Fore­ver Grey, Kon­tra­vo­id, Minuit Machi­ne, Syzy­gyx, Die Selek­ti­on, Agent Side Grin­der, Geo­me­tric Visi­on, Plo­ho, Mil­li­ken Cham­ber – hier das After­show Movie.

Ja, und in 2024 wer­den Leba­non Hano­ver in Dres­den als Head­li­ner auf­tre­ten,- nein, hier gab es eine Ände­rung: Für Leba­non Hano­ver paßt der Ter­min nicht in ihren Tour­ab­lauf; sie erklär­ten, da gar nicht in D zu sein. Somit erset­zen KITE aus Schwe­den LH in Dres­den.

In Bochum sind Linea Aspe­ra Head­li­ner. Für Bochum, wo ich auch anwe­send sein wer­de, sind noch bestä­tigt: Twin Tri­bes, Ren­dez-Vous, Nürn­berg und Rue Ober­kampf. Lei­der scheint es nach jet­zi­gem Stand (17.1., Festi­val-Home­page, 6.2., Mon­key­press) so zu sein, daß mehr Bands in Dres­den auf­tre­ten, somit das Pro­gramm dort evtl. etwas attrak­ti­ver sein dürf­te. Ins­be­son­de­re Kal­te Nacht hät­te ich gern in Bochum gese­hen…

Tickets (für Bochum) gibt es für 50€ via Even­tim.

War­um ruft der ESC?

Lord of the Lost waren näm­li­ches, lost, beim letz­ten ESC und – Wort­spiel – letz­ter Platz. War­um man als Act aus dem Bereich der Schwar­zen Sze­ne, so ver­ste­he ich die Band, die ich selbst nicht höre, zwin­gend sei­ne Musik via ESC einem Main­stream-Publi­kum oktroy­ie­ren will, erschließt sich mir nicht. Zu unter­stel­len, Mas­sen­wir­kung, Mas­sen­be­liebt­heit, Mas­sen­ein­kom­men sei­en das allei­ni­ge Ziel, greift wohl zu kurz. Ja, es steht dem Künst­ler frei, sich so zu ver­mark­ten, will er will. Glaub­wür­dig­keit ist doch irgend­wie ein hoh­ler Begriff, oder? Phöser Spruch. Ja, ich hän­ge da mög­li­cher­wei­se einem alten Bild von Schwar­zer Sze­ne nach. Für mich war sie immer Gegen­kul­tur. Nichts habe ich so gehaßt, wie die graue Welt mei­ner Eltern, nichts so wie den bun­ten Main­stream, Luft­num­mern und gleich­ge­schal­te­tes Vaku­um im Kopf und einen ‘euro­päi­schen Lie­der­wett­be­werb’. “Flieg nicht so hoch, mein klei­ner Freund” – Opa sag­te immer, dat Nikoh­le hat wie­der gesun­gen. Tole­ranz ist, wenn man trotz­dem lacht.

Zwei­ter Anlauf nun für Nor­we­gen, Nor­way! Nor­vè­ge! Goth­mi­ni­ster gehen in die natio­na­le Vor­auswahl mit dem Song ‘We come ali­ve’. Hier das Video dazu, sehr schön gemacht. Ok, auch der Song als sol­cher gefällt mir gut, spe­zi­ell die Lyrics. Wären die mal in knacki­gen Gothic Rock ver­packt und nicht die­sen schwar­zen Main­stream-Sound, der jähr­lich von den Festi­val-Büh­nen schreit, dann – Top-Song.

Aber gut, Rush will kein Spiel­ver­der­ber sein. Alles Gute, Herr Mini­ster, beim Vor­ha­ben, die nor­di­schen, dann euro­päi­schen Her­zen auf cree­py zu polen. I mean it. Rush out.

Nach­trag 15.2.24: Der Herr Mini­ster hat es nicht geschafft, die Folk-Rock-Band Gåte ver­tritt Nor­we­gen.

Witt: Der Fels in der Bran­dung – Kurz­ein­druck

Ange­sichts der aktu­ell­sten Witt­schen Koope­ra­tio­nen – “Elek­tro­se­xu­ell” mit Harms und “Ich hab dich nie ver­ges­sen” mit Nino de Ange­lo – habe ich mir mal das Album vom Sep­tem­ber 23 ange­hört, das wohl um die­se Lie­der und drei wei­te­re ergänzt im Febru­ar 24 in einer Spe­cial Edi­ti­on erschei­nen soll.

“Elek­tro­se­xu­ell” ist im Grun­de gar nicht schlecht, weil es auf recht all­ge­mei­ner Ebe­ne gesell­schafts­kri­ti­sche State­ments bringt: Wahr­heit ist digi­tal, wir sind fern­ge­steu­ert, ‘irgend­wer’ gibt uns täg­lich unse­re Dro­gen, wir hän­gen am Tropf… Das bleibt aber alles wenig kon­kret, plät­schert pop­pig vor sich hin. Witt: Der Fels in der Bran­dung – Kurz­ein­druck wei­ter­le­sen

Sonic Sedu­cer blickt auf 2023 zurück

Das Print­ma­ga­zin Sonic Sedu­cer schaut in ver­schie­de­nen Bei­trä­gen auf das Jahr 2023 zurück:

Festi­val Fans / Live Fotos / Alben des Monats / Titel Bands

Neben­bei: ich nut­ze die Sei­te v.a. zum Über­blick über Tour­da­ten der Künst­ler.

Kir­li­an Came­ra, Kult­tem­pel, 29.12.2023

Das Jahr beschlos­sen wir im Kult­tem­pel in Ober­hau­sen, wo Kir­li­an Came­ra im Rah­men ihrer “Black Pyramid”-Tour gastier­ten.

Als Vor­band über­zeug­ten mit sehr pri­vat wir­ken­der Show A Spell Insi­de (Wiki­pe­dia). Sän­ger Micha­el Roe­der war dem Publi­kum zuge­wandt, sprach es an – das gehört für mich zu einem schö­nen Auf­tritt dazu. Nichts has­se ich mehr als Bands, die ohne irgend­was zu sagen ihre Lie­der run­ter­schrum­meln (run­ter­ta­steln?). Natür­lich war ‘Frei Sein’, eines mei­ner Lieb­lings­lie­der, auf der Set­list. Sehr gut gefiel mir der neue Song ‘Cele­bra­te the Past’. Lie­der in Eng­lisch und Deutsch wech­sel­ten sich ab.  Roe­der bedank­te sich bei der Per­son, die den Gig als Vor­band für heu­te arran­giert hat­te (Name ist mir ent­fal­len – Klaus?); das war wohl der­je­ni­ge, mit dem die erste Ver­öf­fent­li­chung der Band auf­ge­nom­men wor­den war, soweit ich ver­stand, das Lied ‘Boun­da­ry’.

Da Roe­der auch Sän­ger von Behind the Sce­nes ist (Wiki­pe­dia), die ich 1999 auf dem Zil­lo-Festi­val gese­hen habe, wur­de ein Song die­ser Band gespielt. Roe­der sag­te, es gebe oft die Fra­ge nach neu­em Mate­ri­al (ich bezog das auf BTS, nicht ASI), aber da sei nichts geplant; es blei­be aktu­ell bei Live-Auf­trit­ten.
Bei der Dis­co im Anschluß an die Kon­zer­te war Roe­der auf der Tanz­flä­che unter­wegs.

Noch zwei Bil­der zu A Spell Insi­de: Kir­li­an Came­ra, Kult­tem­pel, 29.12.2023 wei­ter­le­sen

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