Unsterblich gut: die besten Vampirfilme

Man kann sagen: Vampire altern nicht, aber sie verändern ihr Gesicht – zumindest auf der Kino-Leinwand. Seit Murnaus Nosferatu ist die Gestalt des (Film-) Vampirs zu einem Abbild menschlicher Ängste und vielleicht auch Sehnsüchte geworden. Mal war er die personifizierte Pest, mal der elegante Verführer, mal der eher melancholische Outsider.

In meiner Liste, einer Minimal-Auswahl aus den über 500 Filmen, in denen Dracula laut Guinness-Buch der Rekorde (2015) vorkommt, will ich die Werke hervorheben, die mir als die Meilensteine erscheinen. Der Vampir im Film – vom expressionistischen Schatten zur modernen Düsternis heute.  Unsterblich gut: die besten Vampirfilme weiterlesen

Dominion: Exorcist – Der Anfang des Bösen (Film)

Wer zuvor bereits den von mir mit ***** (!) bewerteten Film Exorzist: Der Anfang gesehen hat, wird sich wundern: Wieso wiederholt dieser 2005, also ein Jahr später erschienene Film die Thematik des anderen? Ist das so eine geheime ‚Battle of the Exorcists‘?

Tatsächlich gab es da Streß: Morgan Creek, die Produktiosfirma, hatte den von Taxi Driver bekannten Regisseur Paul Schrader engagiert, den Stoff zu drehen. Doch man fand den Film dann zu abgehoben intellektuell, zu unblutig für das anvisierte Publikum. Der fertige Film wurde auf Eis gelegt (sehr verständlich, finde ich.)

Dann erhielt Renny Harlin den Auftrag, der mit „The Beginning“ den von mir so gut bewerteten Film kreierte, der – nun ja – bei Kritikern und Publikum eher durchfiel – übrigens auch beim Autor des Romans: William Blatty war ’not amused‘ über den Harlin-Film, während er den hier besprochenen lt. Wikipedia „ansehnlich, stilvoll und elegant“ fand. *hust*.

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Dogtooth (Film)

Der griechische Spielfilm Dogtooth von 2009 findet sich immer wieder in Listen mit „verstörenden Filmen“. Ich wußte vor dem Schauen, daß es um Eltern geht, die ihre Kinder abgeschottet erziehen. Kurz der Hinweis auf die Bedeutung des Hundezahns: So werden umgangssprachlich und vermutlich auch in Griechenland die Eckzähne des Menschen genannt. Im Regelsystem der Familie darf man das Anwesen erst verlassen, wenn einer der Eckzähne ausgefallen ist. Man darf ebenso erst daran denken, einen Führerschein fürs Auto zu machen, wenn der zuvor ausgefallene Eckzahn nachwachse. Da wir vom Gebiß erwachsener Personen sprechen, treffen diese Regelungen im Grunde nicht zu und dienen dazu, das Eingesperrtsein zu zementieren. Im weiteren Spoiler zum Film… Dogtooth (Film) weiterlesen

Erinnerung: Exorzismus-Filme – ‚honorable mentions‘

Ich möchte kurz auf die Seite mit Filmen verweisen, die nach meiner Definition nicht unter jene Exorzismus-Filme fallen, die ich hier ausführlicher bespreche. Was ich dennoch gut finde, wird dann auf Exorzismus-Filme: Honorable Mentions gesammelt.

Hinzugekommen ist aktuell: The Exorcism of Karen Walker.

The Ritual (Film)

The Ritual ist ein Exorzismus-Film von David Midell aus dem Jahre 2025. Aus dem englischen Wikipedia-Eintrag kann man erfahren, daß für die Rolle des jüngeren Priesters Ben Foster vorgesehen war, der aber wohl nach einiger Zeit ausgestiegen ist und durch Dan Stevens ersetzt wurde. Hat da jemand die Reißleine gezogen?

Fakt ist: der Film ist grottig, und das schauspielerische Talent Al Pacinos wird durch Inszenierung und Story in den Schmutz gezogen – ich war wütend beim Schauen. The Ritual (Film) weiterlesen

Der Exorzist 3 (Film)

Nach dem Originalfilm von 1973 und einer schwachen Fortsetzung von 1977 sollte im Jahr 1990 mit William Peter Blattys Romanverfilmung („Legion / Das Zeichen“) ein würdiger Nachfolger gedreht werden. Oder, wie Segaloff in „The Exorcist Legacy“ schreibt: „The first rule of Exorcist III is: You do not talk about Exorcist II.“
Blatty schrieb selbst das Drehbuch nach seiner Romanvorlage und führte auch Regie.

Ich habe den Film via Apple gesehen und bewerte ihn mit ** von fünf Sternen. Der Text spoilert den Film. (Wikipedia EN) Der Exorzist 3 (Film) weiterlesen

Der Exorzismus der Emma Evans (Film)

„Der Exorzismus der Emma Evans“, im Original „La posesión de Emma Evans“ (bw. in englischsprachigen Ländern „Exorcismus“), von 2010 ist wieder einer der Filme ohne signifikante Wikipedia-Artikel. Das bedeutet in der Regel nichts Gutes. Regie führte Manuel Carballo (der den geplanten Regisseur Luis de la Madrid ersetzte), geschrieben wurde das Drehbuch von David Muñoz. Der spanische Film spielt in England. (Wikipedia EN)

Ich habe den Film via Apple TV gesehen und vergebe ***. Der Text spoilert wie immer den Inhalt des Films.

Der Regisseur hat sich hier vermutlich gedacht, schnell reingeschnittene Rückblicke peppen den ansonsten etwas drögen, zu langen Film auf. So starten wir mit einer Selbstverletzungsszene Emmas, ohne daß im Ansatz klar ist, was da passiert. Diese Art der oft schwarzweißen Rückblicke zieht sich durch den ganzen Film. Ja, kann man machen; nein, mir gefällt das nicht. Der Exorzismus der Emma Evans (Film) weiterlesen

Deliver us from Evil – Erlöse uns von dem Bösen (Film)

Den von S. Derrickson gedrehten Film (2014) habe ich via AppleTV gesehen und bewerte ihn mit – äh, das muß ich erklären…

Diese Rezension ruhte über gut zwei Jahre in den vorgeschriebenen Texten. Ich habe den Film nun erneut komplett geschaut, diesmal im englischen Orginal, was eine Empfehlung ist. Dann ist es so, daß ich ihn nicht ganz unparteiisch beurteilen kann, denn mein Lieblingsschauspieler, Eric Bana, hat die Rolle des Polizisten Sarchie inne. Ursprünglich stand im Entwurf  „*** von fünf Sternen“, aber ich bin mir jetzt unsicher, ob ich nicht doch um einen aufrücken sollte, hochblickend zu Derricksons Meisterwerk, „Der Exorzismus von Emily Rose“. Der Regisseur ist auch für die Sinister-Filme (1 – Regie, 2 – Drehbuch) verantwortlich, die mir gut gefallen haben. Schauen wir mal über den Film drüber – und ob es doch vier Sterne werden können.

Wichtig: der deutsche Filmtitel ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Dokumentarfilm von 2006 über einen pädophilen Priester.
Der Text zum Film spoilert die Filmhandlung . (Wikipedia)

Knapp zwei Stunden hat sich Derrickson genommen, um die Buchvorlage von Ralph Sarchie und Lisa Collier Cool umzusetzen, s.a. diesen Artikel bei The Week über die Verbindung Buch-Film – in Kürze: Sarchie wird als reelle Person gezeigt, die Handlung ist fiktiv. Nicht verschweigen will ich, daß bei Amazon gerade die deutschen Rezensionen zum Buch eher Verrisse sind. Was den Film angeht, sind die negativen Kritiken [z.B. Rotten Tomatoes] für mich nicht nachvollziehbar.

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Der Exorzismus in der Katholischen Kirche (Buch)

Buch-Foto: Monika Scala - Der Exorzismus in der Katholischen KircheDas Werk von Monika Scala, ihre Dissertation aus dem Jahre 2009, ist für Exorzismus-interessierte Laien m.E. ein Standardwerk. Obwohl ich gleich hinzufügen möchte: wer an theologischen Ausführungen nicht interessiert ist, wird vielleicht nur am ersten Teil des Buches Spaß haben.

Die drei großen Teile lassen sich so beschreiben: im ersten geht es natürlich um eine Einführung in das Thema, übergehend zu einer tiefgehenden Analyse des Films Der Exorzist von Friedkin auf Basis der Romanvorlage von Blatty. Szene für Szene, Protagonist für Protagonist wird der Film besprochen – unter besonderer Beachtung des immerhin 1/3 der Laufzeit ausmachenden Exorzismus-Rituals. Der Exorzismus in der Katholischen Kirche (Buch) weiterlesen

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