Requiem (Film)

Requiem“ wurde 2006 von H.-Chr. Schmid gedreht. Ich habe die Kaufversion auf iTunes gesehen und vergebe die Note 3.
(Wikipedia) – Der Text spoilert den Film!

Requiem behandelt den Exorzismus-Fall der Anneliese Michel, s. Der Exorzismus der Anneliese M. für ein paar Hintergrund-Infos zum echten Fall.

Der Film wird auch besprochen in Sven Großhans‘ Buch „Das Schauspiel der Besessenheit – Exorzismus im Film“ (Berlin (Logos), 2010).

Hier im Film heißt die weibliche Hauptperson Michaela Klingler (vermutlich eine wenig kreative Wortschöpfung aus Klingenberg (Wohnort der echten Anneliese) und dem Nachnamen Michel).

Schön wird das Kleinstadtmilieu dargestellt, sodann der vom Vater geförderte Wechsel zum Studium in Tübingen trotz bekannter epileptischer Anfälle seiner Tochter; die Ängstlichkeit der Mutter.
Im Studium findet die Protagonistin eine Freundin sowie einen Freund, glaubt bald jedoch, vom Teufel besessen zu sein. Als sie zusammenbricht, stellt sich für sie die Weiche: die Freundin will „Michaela“ in eine psychiatrische Klinik bringen, wohingegen der Freund sie zu den Eltern fährt. Hier beginnt dann ein Pfarrer mit den Exorzismen, ABER: hier endet der Film mit dem Hinweis darauf, daß „Klingler“ nach weiteren Exorzismen an Entkräftung starb.
Im Grunde wird die lange Vorgeschichte ausgebreitet (und das durchaus gelungen), aber die zum Tod führenden Exorzismen nicht mehr. Wer das als Teil des Films erwartete, wird eher enttäuscht sein. Im Grunde müßte ich den Film aus der Liste herausnehmen, weil gerade kein Exorzismus gezeigt wird. Er bleibt drin, weil er den möglicherweise meistdiskutierten Fall der letzten Jahrzehnte thematisiert.

Ein Gedanke zu „Requiem (Film)“

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