The Devil Insi­de … nach einer wah­ren Bege­ben­heit (Film)

Der Film wur­de 2012 von Wil­liam Brent Bell gedreht. Ich habe ihn via iTu­nes gese­hen und bewer­te ihn mit **.
(Wiki­pe­dia) – Der Text spoi­lert den Film!

Die­ser Film – man kann auch Mocku­men­ta­ry sagen, da er nicht auf einer ‘wah­ren Bege­ben­heit’ beruht – im Found-Foota­ge-Stil war zwar kom­mer­zi­ell erfolg­reich, hat aber eher schlech­te Kri­ti­ken erhal­ten, z.B. “almost uni­ver­sal­ly cal­led one of the worst hor­ror films ever made” (Quel­le)

Der Film beginnt mit der Schil­de­rung eines Ver­bre­chens: Maria Ros­si habe drei Per­so­nen getö­tet, kon­kret zwei Prie­ster und eine Non­ne, die wohl an ihr einen Exor­zis­mus vor­neh­men woll­ten.

20 Jah­re spä­ter berich­tet Ros­sis Toch­ter Isa­bel­le über den Hin­ter­grund, ihre Fami­lie, ihre Nach­for­schun­gen für ein Doku-Film­pro­jekt mit Micha­el. Sie erfährt, daß die Mut­ter von den USA in eine psych­ia­tri­sche Kli­nik (des Vati­kans?) in Rom ver­legt wor­den ist. Isa­bel­le besucht die Mut­ter dort, die, ohne davon Kennt­nis haben zu kön­nen, die Toch­ter mir der Abtrei­bung vor Jah­ren kon­fron­tiert. Die schau­spie­le­ri­sche Lei­stung von Suzan Crow­ley als Maria gefällt mir gut.

Die Toch­ter besucht dann im Vati­kan ein Exor­zis­mus-Semi­nar und lernt zwei jun­ge Prie­ster ken­nen, Ben und David, die auf eige­ne Faust, ohne Geneh­mi­gung ‘von oben’, Exor­zis­men durch­füh­ren. Sie beglei­tet die bei­den zu einem Fall, was in sehr inten­si­ven Bil­dern gefilmt ist. Danach will das Drei­er-Team auch an Isa­bel­les Mut­ter den Exor­zis­mus durch­füh­ren; die­ser ist nicht erfolg­reich, Maria über­trägt den inne­woh­nen­den Dämon auf Isa­bel­le und David. David erscheint nun mas­siv ver­än­dert, will bei einer Tau­fe das Kind töten, erschießt sich spä­ter.

Auch Isa­bel­le zeigt Zei­chen einer Beses­sen­heit, tötet eine Kran­ken­schwe­ster, wird von Micha­el und Ben aus dem Kran­ken­haus geholt. Sie über­trägt die Beses­sen­heit auf Micha­el. Die Auto­fahrt der drei endet in einem Unfall, bei dem Micha­el und Ben offen­bar ster­ben. Von Isa­bel­le ist nichts mehr zu sehen… Eine Info ver­weist zum unge­lö­sten Fall auf die Web­site ‘therossifiles.com’, die jedoch schon ein Jahr nach Erschei­nen des Films off­line war.

Wäh­rend ich Found-Foota­ge-Fil­me gene­rell mag, fand ich die­sen Film weit­ge­hend ober­fläch­lich blei­bend und chao­tisch. Die Beses­sen­heits­sze­nen sind jedoch gut gefilmt.

Tol­hurst – Goth. A Histo­ry (Buch)

Spät in der ver­gan­ge­nen Nacht erreich­te mich die Abbu­chungs­mit­tei­lung über 14€ und der Hin­weis von Ama­zon, das Kind­le-Buch sei nun ver­füg­bar; ich hat­te es vor­be­stellt.

Die­ses Werk, das eine Geschich­te der Gothic-Bewe­gung schrei­ben will, ist nun das drit­te in die­sem Jahr – neben Uns­worth und Robb’s The Art of Dark­ness – The Histo­ry of Goth.

Schon die “Author’s Note” gleich nach dem Vor­wort nimmt mich als Leser in den Bann:

Befo­re Goth the­re was anar­chy and the mystery of anar­chy begat Goth. (…) From The Doors (of per­cep­ti­on) to The Cure and fur­ther I’m sear­ching for the essence that has always reso­na­ted with dark see­kers. Some iden­ti­fy als Goths, others do not; but we are all the same tri­be. The­se are my peo­p­le.

Oder weni­ge Sei­ten spä­ter:

Punk came and kicked down the doors and stran­ge­ly let in the light so the black heart of some­thing like Goth could exist. (…) Goth is not real­ly a sub­cul­tu­re I’ve come to under­stand. It’s a way to under­stand the world.

Das, Frau Uns­worth, ist der Schreib­stil, der mich ‘grip­ped’, mich anfaßt, mich ein­tau­chen läßt. Aber ich kann ehr­li­cher­wei­se jetzt nicht viel mehr sagen, weil ich nun einen Arbeits­tag vor mir habe und das Buch bis 5% ange­le­sen habe. Mehr also spä­ter in einer Rezen­si­on.

Bones and All (Film)

In letz­ter Zeit, da ich mich wie­der inten­si­ver mit dem The­ma Gothic / Schwar­ze Sze­ne, mit Hor­ror und Sus­pen­se beschäf­ti­ge, mer­ke ich, daß mich ein­zel­ne Fil­me wie­der emo­tio­nal durch­rüt­teln, so wie es sei­ner­zeit z.B. bei The Crow war. Ich habe hier bereits über Run Rab­bit Run geschrie­ben, auch über Infi­ni­ty Pool. Aus ver­schie­de­nen per­sön­li­chen Grün­den ist da irgend­wie eine Art neue “Auf­nah­me­fä­hig­keit” bei mir, viel­leicht auch ein ‘Sich-berüh­ren-las­sen’.

Gera­de die Schluß­sze­ne von Bones and All (BaA) erin­ner­te mich an Car­los Sau­ras “Depri­sa, depri­sa” (Los, Tem­po!), an den stil­len anony­men Tod in den Hoch­häu­sern der Madri­der Vor­stadt, an die allei­ni­ge Über­le­ben­de – wie hier im Film Maren. Selbst das schwül­sti­ge Lied Me Quedo Con­ti­go von Los Chun­gui­tos aus der Schluß­sze­ne hät­te hier in BaA gepaßt…
Von den Emo­tio­nen, die der Film aus­lö­ste, fühl­te ich mich auch an “Lost Souls” von Pop­py Z. Bri­te erin­nert – die­ses Gefühl süß­li­cher Grau­sam­keit, Ero­tik, Blut, die stän­di­ge Nähe des Todes. Bones and All (Film) wei­ter­le­sen

Ulti­ma­te Hor­ror Rea­ding Gui­de

Die “Book­tu­ber” sind ein Phä­no­men auf You­tube: Men­schen, die über ihr Lieb­lings-Hob­by, Lesen, Fil­me dre­hen und dabei Bücher rezen­sie­ren und Best-of-Listen erstel­len.

Ein Kanal mit über 23000 Fol­lo­wern ist The­S­ha­de­so­fOran­ge der Kana­die­rin Rachel, wo auch Hor­ror The­ma (unter ande­ren) ist.
Sie hat nun ein Video mit dem Titel “The Ulti­ma­te Hor­ror Rea­ding Gui­de” online gestellt, in dem sie 30 Bücher in 15 Sub­gen­res vor­stellt. Das bedeu­tet: ein Klas­si­ker und ein eher neue­res oder unbe­kann­te­res, aber lesens­wer­tes Werk pro Sub­gen­re.

Rachel schafft es da, eine ziem­lich gute Über­sicht auf­zu­fä­chern. Über­zeugt hat mich die Aus­wahl der 15 Unter­ka­te­go­rien, die man zwar irgend­wie kennt, aber doch auch selbst nicht immer gut benen­nen kann. Sie spricht z.B. von “Kin­der-Hor­ror” und meint damit die Ver­wand­lung von (als unschul­dig / nied­lich ange­se­he­nen) Kin­dern in Mon­ster. Die­se Kate­go­rie “cree­py child­ren” fin­det sich mit den ande­ren Unter­ka­te­go­rien zur Über­sicht auch in der Video­be­schrei­bung.

The Troop ist übri­gens auch als Emp­feh­lung dabei.

Hier gehts zum Video…

McDo­well – Cold Moon over Baby­lon (Roman)

Die­se Kurz­be­spre­chung des Hor­ror­ro­mans ent­hält weni­ge Spoi­ler (wei­te­rer Hin­weis vor letz­tem Absatz).

Man kann McDo­wells Erzähl­stil so beschrei­ben: oft setzt er einen all­wis­sen­den Erzäh­ler ein, der dem Leser Din­ge beschreibt, die die Per­so­nen des Romans nicht wis­sen. Der Autor schreibt ganz klar kei­nen Kri­mi, denn der auf­merk­sa­me Leser weiß früh, wer für die drit­te tote Per­son ver­ant­wort­lich ist. Die Moti­ve des Täters, sei­ne Über­le­gun­gen, die Taten zu ver­tu­schen – alles wird spä­ter auf­ge­deckt. War­um ist das so? Weil McDo­well die­ser Klar­heit das para­nor­ma­le Ele­ment sei­nes Romans gegen­über­stellt, das er sehr gut in der Wei­se kaschiert, daß er Sin­nes­täu­schun­gen beschreibt, bei denen zunächst unklar ist, ob nur die kon­kre­te Per­son sie erlebt, oder ob sie als eigen­stän­di­ge Phä­no­me­ne wahr­zu­neh­men sind.  McDo­well – Cold Moon over Baby­lon (Roman) wei­ter­le­sen

Cau­tio­na­ry Tale (D. Schweit­zer)

„Jack Sprat would eat no fat.
His wife would eat no lean.
Mrs. Sprat died in her late thir­ties
of a com­bi­na­ti­on of dia­be­tes,
high blood pres­su­re, and heart fail­ure.

Her hus­band out­lived her by almost four deca­des.
He never remar­ried.“

{Cau­tio­na­ry Tale by Dar­rell Schweit­zer}

 

Ich wan­der­te heu­te

Ich wan­der­te heu­te
durch über­schie­ßen­de Rei­fe,
die, am Boden lie­gend,
das Getier der Fäul­nis anzog.

Som­mer­en­de.
Über Wege,
von üppi­gem Grün über­wu­chert,
zieht es in den Mut­ter­schoß der Natur.
Ruhe suchend;
in der Zeit, die über­quillt.
Ern­te­ge­ruch in der Luft.

Die rei­fe Frucht ver­dorrt,
fällt zur Erde, wird ver­ge­hen.
Ver­schwen­dung, sagen wir,
wäh­nen Über­fluß sinn­los.
Ord­nung wird
aus Unter­gang ent­ste­hen.

[© Rush / V. Wag­ner]

L’­me Immor­tel­le – Unge­leb­te Leben

Ja, so ein Titel, der mich trig­gert. Wenn ich zurück­schaue in mei­nem Leben, dann gab es so vie­le Wei­chen, die nur in eine Rich­tung gestellt wur­den. Da waren ande­re Rich­tun­gen, ande­re Wege, ande­re Zie­le, von denen ich nie erfah­ren wer­de, weil im ent­schei­den­den Moment mei­ne Wei­che anders gestellt wur­de. Natür­lich habe ich damit etli­che ‘unge­leb­te Leben’ – ein fas­zi­nie­ren­der Gedan­ke, ein what-if…

L’­me Immor­tel­le haben mir zuletzt beim M’era Luna (wie­der ein­mal) sehr gut gefal­len. Nun lese ich bei ‘Dark News’, daß sie mit neu­em Album auf Tour kom­men. Und ja, auch der Kult­tem­pel in Ober­hau­sen ist bei den Ter­mi­nen dabei. Vor­bands sind Burn (Gothic Rock) und Alpha Point (Elec­t­ro).

Somit wird der Rush am 2.2.24 im Kult­tem­pel sein und in sehr inti­mer Atmo­sphä­re “Bit­ter­keit” erle­ben dür­fen.

Nach­trag: hier der Bericht zum Kon­zert am 2.2.24 im Kult­tem­pel.

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