Jack­son – The Haun­ting of Hill Hou­se (Buch)

“Silence lay ste­adi­ly against the wood and stone of Hill Hou­se, and wha­te­ver wal­ked the­re, wal­ked alo­ne.”

Shir­ley Jack­sons „Haun­ting of Hill Hou­se“ ist einer der Klas­si­ker der Hor­ror­li­te­ra­tur, obwohl das Werk schon eini­ge Jah­re auf dem Buckel hat (1959). Das wie­der­um merkt man der Spra­che im eng­li­schen Ori­gi­nal an, die z.T. alter­tüm­lich wirkt und nicht immer flüs­sig zu lesen ist. Ande­rer­seits hat Jack­son ein fei­nes Gespür für den Ablauf und das Ver­fas­sen von Dia­lo­gen, so daß eben doch ein leben­di­ger Text ent­stan­den ist.

Wir erfah­ren zu Anfang, daß Dr. Mon­ta­gue unter­su­chen möch­te, wie sich ein als Spuk­haus ver­stan­de­nes Gebäu­de auf Gäste, die dort leben, aus­wirkt. Er lädt ver­schie­de­ne Per­so­nen für einen drei­mo­na­ti­gen Som­mer­auf­ent­halt ein, zwei Frau­en (Ele­a­n­or & Theodo­ra), die bereits frü­her mit para­nor­ma­len Phä­no­me­nen kon­fron­tiert waren, und Luke, einen Ver­tre­ter der Eigen­tü­mer­fa­mi­lie. Jack­son – The Haun­ting of Hill Hou­se (Buch) wei­ter­le­sen

Gothic – 3 Bücher

Buchfoto - Groom - The GothicUrsprüng­lich woll­te ich die drei fol­gen­den Bücher jeweils ein­zeln vor­stel­len. Dann fiel mir auf, daß sie sich letzt­lich so ähneln, daß es eher Sinn macht, sie gemein­sam, aber in ihren Unter­schie­den vor­zu­stel­len.

Im Deut­schen wie im Eng­li­schen gibt es Buch­seri­en, die ein The­ma mög­lichst knapp vor­stel­len wol­len. Es gibt die Serie “in einer Stun­de” oder auch die umfang­rei­che­re Beck-Wis­sen-Rei­he. Im Eng­li­schen exi­stiert “A Very Short Intro­duc­tion” – und als Teil davon “The Gothic” von Nick Groom, ein Bänd­chen unter Din-A5-Grö­ße, text­fo­kus­siert, weni­ge Bil­der, immer­hin Carl McCoy. 😉 Gothic – 3 Bücher wei­ter­le­sen

Alter Fried­hof Neu­wied

Grabstatue Alter Friedhof NeuwiedNach dem Augs­bur­ger Reli­gi­ons­frie­den von 1555 galt “Cui­us regio, eius reli­gio” – wes­sen Gebiet, des­sen Reli­gi­on, das heißt, Lan­des­her­ren konn­ten für ihre Unter­ta­nen bin­dend die Reli­gi­on fest­le­gen. 

Mit die­ser Sit­te brach 1662 Graf Fried­rich III. zu Wied, als er für die 1653 gegrün­de­te Plan­stadt Neu­wied, im Gegen­satz zu Alt­wied und sei­ner Burg direkt am Rhein lie­gend, die Reli­gi­ons­frei­heit ein­führ­te und damit für Zuzug ver­schie­den­ster Men­schen und Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten (Brü­der­ge­mei­ne, Menon­ni­ten…) in die neue Stadt sorg­te.  Alter Fried­hof Neu­wied wei­ter­le­sen

The­ma Exor­zis­mus-Fil­me im Blog

Es ist ruhig gewor­den im Blog um die­ses The­ma, dem ich eine spe­zi­el­le Sei­te gewid­met habe, die zu mei­nen eige­nen Bespre­chun­gen die­ser Fil­me führt. Das liegt sicher ein wenig an den plat­ten Pro­duk­ten der letz­ten Jah­re, an dem Ein­druck, das Gen­re habe sich tot­ge­lau­fen.

Wie dem auch sei: die Sei­te soll im Win­ter um ein paar Ein­trä­ge erwei­tert wer­den. In einem ersten Schritt habe ich nun alle bis­he­ri­gen Bei­trä­ge kurz gesich­tet und z.T. Schreib- und For­ma­tie­rungs­feh­ler beho­ben.  The­ma Exor­­zi­s­­mus-Fil­­me im Blog wei­ter­le­sen

Schwar­zer Tanz­tee

Ich habe in Wo boom(er)t die Schwar­ze Sze­ne? schon dar­über geschrie­ben, daß sich für eine älter­wer­den­de Sze­ne durch­aus auch Tages-Events – statt durch­tanz­ter Nacht – anbie­ten. Dazu gibt es nun einen guten, lesens­wer­ten Arti­kel bei Spon­tis, auf den ich hin­wei­sen möch­te: Soft Club­bing. Robert for­mu­liert als zen­tra­le Fra­ge: “Kann die roman­ti­sche Melan­cho­lie, die dunk­le Ästhe­tik und die exi­sten­zi­el­le Suche, die unse­re Sze­ne defi­niert, in ein acht­sa­mes, son­ni­ges Nach­mit­tags­event über­setzt wer­den?”

Das ist in der Tat auch mein größ­ter – nicht Kri­tik­punkt – eher Ein­wand zu sol­chen Events, denn ich bin jemand, der die Nacht mag, die Ein­sam­keit, die lee­ren Stra­ßen usw. In mei­nen Gedich­ten wird die nächt­li­che Zeit manch­mal als ‘Ohne­welt’ beschrie­ben, also ‘Welt’ als die Hek­tik und blen­den­de Hel­lig­keit des Tages, der die Ruhe der Nacht gegen­über­steht. Aber ich glau­be, je älter man wird, desto weni­ger schaut man aus­schließ­lich roman­ti­sie­rend auf sol­che Umstän­de, man prüft eher, wie steif der Rücken ist, wie müde die Augen schon sind… :-))

Vor­schlag: Solch einen Tanz­tee soll­te man in einem (auf­ge­ge­be­nen) Kino durch­füh­ren, da ist es per defi­ni­tio­nem DARK.

His Hou­se (Film)

Ich erhielt die­sen Film als Emp­feh­lung für ein paar – zu Unrecht – unbe­kann­te “Hor­ror­per­len” auf Net­flix. Doch der Hor­ror­an­teil scheint mir eher gering, wenn auch gut dar­ge­stellt. Viel­mehr geht es um Trau­ma­ta und – wie­der ein­mal – Lebens­lü­gen. Ich spoi­le­re wenig, nicht den “Haupt­fakt”, der den Film erklärt. His Hou­se (Film) wei­ter­le­sen

Twilight – Bis(s) zum bit­te­ren Ende – die Fil­me

Der Rush hat sich ein Tee­nie-Fran­chise ange­schaut und gibt sei­nen Kom­men­tar ab. Wer’s mag… liest hier wei­ter 😂

Ach so: IHR™ kennt ja alle Fil­me, daher spoi­le­re ich hem­mungs­los.
Hin­weis: Ich habe 4,5 von 5 Fil­men gese­hen; beim letz­ten war ich ein­fach schon “raus”.

Ich dach­te, daß Twilight doch so eher klas­si­sche Vam­pir-The­ma­tik ist (weder Roma­ne gele­sen, noch Fil­me bis­lang gese­hen), zwar in der Moder­ne, wie in Let the Right One In, aber, nun ja, ich war nicht dar­auf vor­be­rei­tet, daß das so eher Mär­chen­fil­me sind. Twilight – Bis(s) zum bit­te­ren Ende – die Fil­me wei­ter­le­sen

How to be a Goth (Wein­stock)

Tish Weinstock, How to be a GothIch hat­te Tish Wein­stocks Buch schon län­ger “auf dem Radar”, aber nun habe ich es mal (quer-)gelesen. Somit kur­ze Bespre­chung, damit ihr wißt, was euch erwar­tet.

Wein­stock schaut auf ihr Buch als eine Art Anlei­tung zum Goth-Sein, aus der Men­schen Kraft schöp­fen kön­nen, wenn der Druck von “cul­tu­ral con­for­mi­ty” zu stark wird. So star­tet sie mit ihrem eige­nen Wer­de­gang, an den sich eine kur­ze, aber doch prä­gnan­te “Geschich­te des Goth” anfügt, die sehr über­sicht­lich gestal­tet ein klas­si­sches “Goth name-drop­ping” ist. Gefällt mir gut. Sie faßt zusam­men, Goth sei “a sub­ter­ra­ne­an music and style sce­ne uni­fi­ed by an aes­the­tic of dark­ness.”  How to be a Goth (Wein­stock) wei­ter­le­sen

Bal­ler­mann in Schwarz

In einem für die Tages­schau schon recht beacht­li­chen Arti­kel wird der Fra­ge nach­ge­gan­gen, wie­viel Metal noch in Wacken steckt. 85000 Men­schen kom­men unter dem Label Wacken, das zu einer inter­na­tio­na­len “Festi­val-Mar­ke” gehört, zusam­men.

Und wenn ich dann  fol­gen­des Zitat lese…

““Bal­ler­mann in Schwarz” – so nen­nen kri­ti­sche Stim­men, auch aus den eige­nen Rei­hen, das Festi­val mitt­ler­wei­le: Zu viel Show, zu vie­le Kame­ras, zu vie­le Fans, die eher für Insta­gram als für die Musik kom­men. Tat­säch­lich gleicht Wacken heu­te einem Erleb­nis­park mit Metal-Yoga, Feu­er­shows und End­zeit-Dekor. Der einst spon­ta­ne Aus­nah­me­zu­stand ist zum durch­ge­tak­te­ten Erleb­nis­pro­dukt gewor­den.”

… dann mei­ne ich, das wer­de ich näch­ste Woche auf dem M’era Luna auch so erle­ben. Gut, etwas – äh – fami­liä­rer mit 25000 Leu­ten.

Span­nend die Aus­sa­ge des Kul­tur­wis­sen­schaft­lers im ver­link­ten Arti­kel: Metal sei kei­ne Sub­kul­tur mehr, son­dern “in der Mit­te der Gesell­schaft ange­kom­men”. Gleich fra­ge ich mich beim Schrei­ben: Wür­de ich das auch so sehen? Viel­leicht sehe ich es anders, wenn ich auf die Ent­wick­lung des M’era Luna schaue, wie es aus dem Zil­lo-Festi­val auf dem Flug­platz bei Hil­des­heim her­vor­ge­gan­gen ist, immer pro­fes­sio­nel­ler und grö­ßer wur­de. Ich mei­ne, so wie bei Wacken trifft sich beim ML nicht exklu­siv der “har­te, inne­re Kern” der Gothic-Sze­ne, son­dern jeder mit Affi­ni­tät zu irgend­ei­ner Schat­tie­rung von Schwarz kann sich wohl­füh­len. So ope­riert man auch in Wacken – Hei­no durf­te da schon sin­gen, aktu­ell sind z.B. BAP dabei. Nicht “Gothic” ist in der Mit­te der Gesell­schaft ange­kom­men, son­dern das Ange­bot wird so auf­ge­fä­chert, daß sich mög­lichst vie­le Men­schen ange­spro­chen füh­len. Exklu­si­vi­tät liegt auf vie­len Ebe­nen nicht mehr im Trend.

Oder, kras­ser gesagt: für den “har­ten Kern” sol­cher Sze­nen rei­chen auch Mini-Festi­vals mit 1000 Leu­ten. Wer’s grö­ßer auf­zieht, will ver­die­nen, braucht dann auch the­ma­ti­sche Streu­ung.

Für mich wird es die­ses Jahr span­nend, weil ich gleich vom M’era Luna in den Osten fah­ren wer­de, um dann das Stel­la Nomi­ne – The Blackest One erle­ben zu kön­nen. Das war letz­tes Jahr mein High­light – vor allem weil es so klein und authen­tisch war. Also zuerst: Bericht vom “Bal­ler­mann in Schwarz” (in Hil­des­heim), dann Kon­trast­pro­gramm mit – hof­fent­lich – Wohl­fühl­at­mo­sphä­re.

(Bei­de Berich­te wohl erst in der Woche ab 18.8.)

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