MDR und WGT

- ich bin da hin- und her­ge­ris­sen, wie man so schön sagt. Auf der einen Sei­te hat der Sen­der über die Jahr­zehn­te hin­weg die Bedeu­tung des WGT bemerkt und berich­tet  – wie aktu­ell auch schon vor­ab – über das Tref­fen. Man fin­det Arti­kel über “Kon­zer­te für 8oer Fans”, wo man mit Kin­dern am besten hin­geht usw., aber dann kam gestern so ein Arti­kel “Die schön­sten Gesich­ter der schwar­zen Sze­ne”, bei dem ich direkt wie­der zusam­men­zucke. Dann ist es wie­der­um so, daß man dem MDR da fast schon kei­nen Vor­wurf machen darf, denn als ‘System­me­di­um’ ist jeder Bericht über alter­na­ti­ve Gesell­schafts-Stra­ta ‘eigent­lich’ OK, wo ja selbst die Pho­to­jour­na­li­sten der Sze­ne­pres­se bei ihren Berich­ten von Festi­vals die am Schön­sten kostü­mier­ten Leu­te ablich­ten, wäh­rend ich fest davon über­zeugt bin, daß das Herz der Sze­ne nicht wei­ter ent­fernt schla­gen könn­te. Manch­mal den­ke ich: wie schön wäre so ein Tref­fen, wenn es 1/3 der Besu­cher hät­te und so gut wie kei­ne Auf­merk­sam­keit in den Medi­en. Ach ja, das hat­ten wir in den 90ern schon…

Drei Tage und ein Leben (Film)

Ich habe neu­lich über mei­ne Vor­stel­lung von den unpo­li­ti­schen Gemein­sam­kei­ten in der Schwar­zen Sze­ne geschrie­ben, die in den düste­ren Abgrün­den des Mensch­li­chen lie­gen, – und nun sehe ich mehr durch Zufall einen Film, der genau das aus­drückt.

Der Film „Trois jours et une vie“ von Nico­las Boukhrief, Regie You­rek Dury, ist einer über das “Davon­lau­fen vor Ver­ant­wor­tung”, das notier­te ich noch wäh­rend ich schau­te. Dann kor­ri­gier­te ich zum “per­fek­ten Mord”, aber letzt­lich stand im Notiz­buch nur “Lebens­lü­gen”. Unbe­wußt pas­sen die drei Begrif­fe zur Drei­tei­lung des Films: er beginnt 1999 in einem klei­nen Städt­chen in den bel­gi­schen Arden­nen, dann wird 15 Jah­re wei­ter­ge­sprun­gen, dar­auf­hin noch ein­mal drei Jah­re. Erst dann ist die Lebens­lü­ge per­fekt.
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The Ritu­al – neu­er Exor­zis­mus-Film

“The Ritu­al” ist ein bald in die Kinos kom­men­der Exor­zis­mus­film von David Midell mit Al Paci­no in der Haupt­rol­le (schon mit eige­ner Wiki­pe­dia-Sei­te). Der Trai­ler sieht ziem­lich gut aus…
Man soll­te den Film nicht mit dem gleich­na­mi­gen mit Antho­ny Hop­kins ver­wech­seln.

Nun habe ich dazu noch ein inter­es­san­tes Detail bei Tech­Krams gele­sen: Es soll eine wei­te­re Ver­fil­mung des Schick­sals von Emma Schmidt sein (1882−1941), zu der es unter dem Pseud­onym “Anna E©klund” ja bereits min­de­stens einen Film gibt: Der Exor­zis­mus der Anna Eck­lund aus dem Jahr 2016. Der ist aber nicht sooo gut gewor­den; ich habe ihn mit ** von fünf Ster­nen bewer­tet.

Die Wiki­pe­dia hat eini­ges an Infos zu Emma Schmidt, von der man sagt, ihrer sei der best-doku­men­tier­te Exor­zis­mus-Fall in den USA.

Hof­fen wir, daß Midell, von dem ich kei­ne vor­he­ri­gen Fil­me ken­ne, eine deut­lich bes­se­re Umset­zung des Stof­fes schafft.

Silence Speaks (VNV Nati­on) – Kom­men­tar

Eine kur­ze Betrach­tung zum Text von ‘Silence Speaks’, einem Song des neu­en VNV-Nati­on-Albums Cons­truct.

Silence speaks but no one listens

Ja, der Wert der Stil­le ist in vie­len Reli­gio­nen unter den Stich­wor­ten Medi­ta­ti­on oder Kon­tem­pla­ti­on bekannt. Sich in die Stil­le bege­ben, ist eine Umschrei­bung dafür, sich dem zu öff­nen, was man in der Stil­le oder durch sie fin­den kann. Wer das nie erfah­ren hat, ist einer, der der Stil­le nicht zuhö­ren kann, der sie nicht aus­hal­ten kann. Silence Speaks (VNV Nati­on) – Kom­men­tar wei­ter­le­sen

Spie­gel­bild

Ich gebe dir dein Essen,
du lächelst.
Du gibst mir Lie­be,
mein Gesicht schmerz­er­füllt.
Wir essen gemein­sam,
lie­ben uns nicht.
Doch was heißt das schon?

Nur Mög­lich­kei­ten in lachen­den Augen gese­hen.
Schwe­re Zukunft, wie Ihre Stim­me, sanft.
Leuch­tend, eine hel­le Wol­ke über grau­en Dächern,
schat­ten­lo­se Zukunft für kur­ze Zeit.
Lang­sam zieht sie wei­ter, dahin­ter
Schwär­ze, schier end­los.
Unter ihrer Füh­rung muß ich leben,
mein Spie­gel­bild, das Rush anlä­chel­te,
als er ver­gaß.

[© Rush / V. Wag­ner]

Ordo M’era Luna – die Festi­val­hym­ne

Das M’era-Luna-Festi­val wird 25 in die­sem Jahr! Dazu hat man über 20 Musi­ker ein­ge­la­den, um einen gemein­sa­men Titel, die “schwär­ze­ste aller Festi­val­hym­nen”, ein­zu­spie­len: Dark Heart of the Moon.
Hier der You­Tube-Link.

Ich bin ziem­lich geflasht – sehr, sehr schö­nes und vor allem ein­gän­gi­ges Lied. Wenn das mal kei­ne Hym­ne ist! Das wer­den wir im August zusam­men sin­gen!

Gothics nur noch kon­ser­va­ti­ve Spie­ßer?

Auf dem YT-Kanal SATI (69 Abon­nen­ten, Stand 6.5., 8:00 Uhr) fin­det sich ein knapp halb­stün­di­ges Video zum The­ma, ob Gothics/Grufties heu­te nur noch “ein Hau­fen kon­ser­va­ti­ver Spie­ßer” sei­en (Link zum Video).

Der Spre­cher sieht heu­te v.a. einen “Oma-Ver­ein”, “kon­ser­va­ti­ve Spie­ßer”, einen “trau­ri­gen Hau­fen von Spie­ßern / Boo­mern”, “wider­li­che quer­den­ken­de Boo­mer” oder “wider­li­che” Aus­sa­gen von “hete­ro­nor­ma­ti­ven CIS-Men­schen” – mit­hin kein Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl in der Sze­ne. (Oder noch nicht genug lin­ke Domi­nanz.) Gothics nur noch kon­ser­va­ti­ve Spie­ßer? wei­ter­le­sen

Der Gol­de­ne Hand­schuh (2019)

Gedan­ken beim/nach dem Schau­en des Films von Fatih Akin aus dem Jahr 2019 [Wiki­pe­dia], der die Pha­se im Leben des Seri­en­mör­ders Fritz Hon­ka von den Mor­den bis zur Fest­nah­me schil­dert.

“Bit­te beach­ten: Im Sin­ne des Jugend­schut­zes wei­se ich dar­auf hin, daß hier sen­si­ble Inhal­te eines Medi­ums (Film, Serie, Buch) bespro­chen wer­den. Der Text soll­te ab Voll­jäh­rig­keit gele­sen wer­den. – Der Film selbst hat kei­ne Jugend­frei­ga­be.”
Der Gol­de­ne Hand­schuh (2019) wei­ter­le­sen

The Exor­cism (Film)

The Exor­cism ist ein Hor­ror­film von Mark Alex­and­re Fort­in und Joshua John Mil­ler (auch Regie) mit Rus­sell Cro­we in der Haupt­rol­le. Er ist 2024 erschie­nen; und ich fin­de es auf­fäl­lig, daß die deut­sche Wiki­pe­dia-Sei­te dazu sehr knapp gehal­ten ist (Wiki­pe­diaENG). Auf­grund Cro­wes Mit­wir­ken muß sich der Film natür­lich mit “The Pope’s Exor­cist” (2023) mes­sen las­sen, den ich bereits mit *** als mit­tel­mä­ßig bewer­tet habe. Jetzt fällt lei­der ein wei­te­rer Stern weg: ** für die­sen unter­durch­schnitt­li­chen Film, den Cro­we nicht ret­ten kann.

Der Text spoi­lert den Film.
The Exor­cism (Film) wei­ter­le­sen

An Jims Grab

Début.
Paris, Père Lachai­se,
an Jims Grab, frem­de, ein­la­den­de Welt,
die mich mit Leben erfül­len möch­te.
Inti­mi­tät,
die Stadt pro­sti­tu­iert sich für alle,
scha­de, wie­vie­le nicht ver­ste­hen,
wie­so er starb. An Jims Grab wei­ter­le­sen

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