How to be a Goth (Wein­stock)

Tish Weinstock, How to be a GothIch hat­te Tish Wein­stocks Buch schon län­ger “auf dem Radar”, aber nun habe ich es mal (quer-)gelesen. Somit kur­ze Bespre­chung, damit ihr wißt, was euch erwar­tet.

Wein­stock schaut auf ihr Buch als eine Art Anlei­tung zum Goth-Sein, aus der Men­schen Kraft schöp­fen kön­nen, wenn der Druck von “cul­tu­ral con­for­mi­ty” zu stark wird. So star­tet sie mit ihrem eige­nen Wer­de­gang, an den sich eine kur­ze, aber doch prä­gnan­te “Geschich­te des Goth” anfügt, die sehr über­sicht­lich gestal­tet ein klas­si­sches “Goth name-drop­ping” ist. Gefällt mir gut. Sie faßt zusam­men, Goth sei “a sub­ter­ra­ne­an music and style sce­ne uni­fi­ed by an aes­the­tic of dark­ness.”  How to be a Goth (Wein­stock) wei­ter­le­sen

Stel­la Nomi­ne 2025 – Sams­tag

Wet­ter­um­schwung! Als wir aus dem Wagen kro­chen, war es kom­plett bewölkt und ziem­lich kühl. 10° weni­ger – 26 – soll­ten es heu­te wer­den. Irri­tie­rend nah­men wir zur Kennt­nis, daß zen­tral im Camp-Bereich Schla­ger und Par­ty-Mucke gespielt wur­de, so auch der “Som­mer­hit” “Wackel­kon­takt”. Unser Wohn­wa­gen-Nach­barn waren auch not amu­sed. Man kann es halt nicht ein­schät­zen, war­um man so etwas bei so einem Festi­val spie­len muß: Cor­ri-May sah die Leu­te wohl kurz und mein­te: “Das ist Pro­vo­ka­ti­on.” – Zumal die Musik lief, als gut 80% des Camps noch penn­te. Stel­la Nomi­ne 2025 – Sams­tag wei­ter­le­sen

Stel­la Nomi­ne 2025 – Frei­tag

Der Frei­tag star­te­te wie­der mit wol­ken­lo­sem Him­mel und Son­ne. Wir nut­zen den Schat­ten des Vans zum Lesen und Früh­stücken. 36°C waren für heu­te ange­sagt. Zum Glück liegt die Büh­ne im Schat­ten hoher Bäu­me…

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30 Minu­ten Span­nung vs. 100 Minu­ten Lan­ge­wei­le

Night Swim ist ein 2024er Hor­ror­film, der sehr gemisch­te Rezen­sio­nen erhal­ten hat – so 19% Tom­ato­me­ter bei Rot­ten Toma­toes. Inter­es­san­ter­wei­se basiert der Film auf einem 10 Jah­re alten Kurz­film, ist also auf Kino­film­län­ge auf­ge­plu­stert wor­den, was dem Film nicht gut tat. De fac­to habe ich mich 100 Minu­ten lang gelang­weilt. Es ist zu schnell klar, wie das Böse im Pool funk­tio­niert. Alles gut vor­her­seh­bar und ja, ein­fach Durch­schnitt.

Doch zuvor habe ich einen nur 30-minü­ti­gen Kurz­film von Ari Aster gese­hen, der mich zum Nach­den­ken gebracht hat: The Stran­ge Thing About the John­sons von 2011. Die­ser Film ist z.B. hier kosten­los auf You­Tube anschau­bar. Aster ist auch Regis­seur sol­cher Fil­me wie Her­edi­ta­ry und Mid­som­mar, die mir sehr gut gefal­len haben.

Die­ser Kurz­film hat­te mich sofort von der Anfangs­sze­ne an “gehoo­ked”. Aster schafft über 30 Minu­ten, was der Regis­seur von Night Swim nicht hin­be­kommt: mich zu fes­seln. Dabei ist “Stran­ge Thing” ein eher ruhi­ger Film, der sei­ne Wir­kung erst am Ende ent­fal­tet, näm­lich dann, wenn man dar­über nach­zu­den­ken beginnt, wer denn eigent­lich Täter und Opfer inner­halb die­ser Drei­er-Kon­stel­la­ti­on ist. Alles, was ich noch dazu schrei­ben könn­te, wür­de spoi­lern, also am besten selbst anschau­en.

Aber Ach­tung: wenn dich Inzest oder sexu­el­le Gewalt trig­gern, dann laß den Film lie­ber aus.

Stel­la Nomi­ne 2025 – Don­ners­tag

Nach dem letzt­jäh­ri­gen Rund­um-Wohl­fühl-Erleb­nis “Stel­la Nomi­ne – The Blackest One” muß­ten wir in die­sem Jahr zurück­keh­ren. Somit haben wir SN und M’era Luna mit­ein­an­der – und ein paar Tagen Urlaub bei Mag­de­burg – ver­bun­den. Stel­la Nomi­ne 2025 – Don­ners­tag wei­ter­le­sen

Dark­ness touch­ed her

“That night, after she’d screa­med into her crumpled blan­ket for a long time and final­ly pun­ched a hole through the dark­ness into that other place whe­re the ans­wers came from, the dark­ness began to speak to her, its voice more distinct than she had ever heard it befo­re. The dark­ness touch­ed her. Its touch was hard and warm, but somehow com­fort­ing, as if strong, invi­si­ble hands car­essed her.”

[Excerpt: Schweit­zer, Dar­rell: Some­ti­mes you have to shout about it]

M’era Luna 2025 – Sonn­tag & Fazit

Nach einer erneut ruhi­gen Nacht hat­ten wir am Mor­gen ein schö­nes Gespräch mit einem Paar aus der nord­deut­schen Sze­ne, durch die wir eini­ge Ein­blicke in “Sze­ne-Tratsch” beka­men, so was Mono Inc. angeht oder Tep­pich­ver­käu­fer und Innen­aus­stat­ter. Die bei­den ver­teil­ten Fly­er für eine fin­ni­sche Band, zu der ich hier bald einen eige­nen Arti­kel schrei­ben wer­de. Sehr schö­nes Gespräch, dan­ke M. und G.

Cop­pe­li­us woll­te ich unbe­ding­te zum zwei­ten Mal sehen. Ver­gleicht man ihre Beherr­schung der klas­si­schen Instru­men­te in Ver­bin­dung mit eige­ner Musik und tol­ler Show, dann muß man schon sagen, daß Apo­ca­lyp­ti­ca eher nach hin­ten run­ter­fal­len. C. waren toll – das ist eben auch ein Teil “schwar­zer Musik”. Ich moch­te spe­zi­ell das Lied “Ope­ra­ti­on”, wo der im Grun­de töd­lich ver­wun­de­te Duel­list zum “halb­stu­dier­ten Arzt” kommt… M’era Luna 2025 – Sonn­tag & Fazit wei­ter­le­sen

M’era Luna 2025 – Sams­tag

Vor­ab: ich habe den Ein­druck, mit dem iPho­ne 16 Pro wesent­lich schlech­te­re Kon­zert­fo­tos machen zu kön­nen als mit dem alten 13er. Falls jemand Tips für die Kame­ra­ein­stel­lun­gen hät­te, wäre ich sehr dank­bar. (Und, nein, eine ande­re Kame­ra kommt nicht in Fra­ge.)

Nach einer ruhi­gen, küh­len Nacht bin ich erst­mal mit Gieß­kan­ne (für den Tank) und Was­ser­sack los­ge­zo­gen, um Was­ser fürs Duschen zu holen. Immer schön anti­zy­klisch agie­ren, dach­te ich mir schmun­zelnd, als ich an der Was­ser­stel­le ohne War­te­schlan­ge ankam. Kaf­fee, See­le bau­meln las­sen, spä­ter Früh­stück, dann Duschen (im Wagen) und los zum Infield. M’era Luna 2025 – Sams­tag wei­ter­le­sen

M’era Luna 2025 – Frei­tag

Vor­ab: ich schil­de­re mei­ne per­sön­li­chen Ein­drücke. Ich kann nichts zu den Begleit­an­ge­bo­ten (wie Schwar­zes Yoga, Work­shops, Crypt Talk, Mode­schau) sagen, weil mich das nicht inter­es­siert. Viel­leicht inter­es­siert es mich auch des­we­gen nicht, weil z.B. die Her­ren von Aster und Heitz Dau­er­gä­ste sind, und mich schon die­se Mono­to­nie ärgert. Ich habe kei­nen Bezug zu ihren Wer­ken, neben­bei: Video von Myth­cri­tic zu “Deut­scher Fan­ta­sy” (im Ver­gleich zur Angel­säch­si­schen) – da bekommt auch Heitz sein Fett weg – gut, auch der Herr San­der­son. (Soll hei­ßen: Erfolg meint nicht zwin­gend auch hoch­ka­rä­ti­gen Inhalt.)
So, hoch­mo­ti­viert sprin­gen wir in den Text:

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Nur über mei­ne Lei­che! (Pod­cast)

Kur­zer Hin­weis auf ein neu­es Pod­cast-Pro­jekt von Alex und Tina, die sich in der  auf vier Epi­so­den aus­ge­leg­ten ersten Staf­fel ihres Pod­casts auf den ein­zi­gen “Selbst­mör­der-Fried­hof” Deutsch­lands kon­zen­trie­ren. Die­ser liegt im Gru­ne­wald bei Ber­lin.

Epi­so­de 1 heißt “Über die Fried­hofs­mau­er – Ber­lins ver­sto­ße­ne Tote”, Nr. 2 “Letz­te Aus­we­ge – Lie­be, Lie­der und Tra­gö­di­en am Selbst­mör­der­fried­hof”. Zu fin­den über ver­schie­de­ne Por­ta­le, z.B. Apple, Audi­ble, Radio.de.

Ein sehr span­nen­des Pro­jekt, das ich bis­lang gern gehört habe, obwohl mir die stän­di­ge Ver­wen­dung des Worts “Selbst­mord” miß­fällt. Man könn­te Sui­zid oder Frei­tod sagen, um das The­ma zu ent­ta­bui­sie­ren.

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