Ich weiß, was du letz­ten Som­mer getan hast (Film, 1997)

Auf gefühlt allen Hor­ror­ka­nä­len geht es aktu­ell nur um das Remake von “Ich weiß, was du letz­ten Som­mer getan hast”. Da mir Net­flix anzeig­te, daß das Ori­gi­nal von 1997 bald nicht mehr zum Strea­men zur Ver­fü­gung ste­hen wird, habe ich mir den Film ange­schaut.
(Hin­weis: da das Remake wohl nah am Ori­gi­nal ist, wird der hie­si­ge Text den Film spoi­lern.)

Ich bin kein Slas­her Fan, das sei vor­aus­ge­schickt. Der Film paßt aber den­noch zu zwei Rezen­sio­nen der letz­ten Mona­te, dem Resur­rec­tion­ist und dem Film Drei Tage und ein Leben, denn auch hier geht es um Schuld und einen ver­tusch­ten Mord. Ich weiß, was du letz­ten Som­mer getan hast (Film, 1997) wei­ter­le­sen

The Resur­rec­tion­ist (White)

Vor­ab-Hin­weis: Der vor­ge­stell­te Roman ent­hält mas­si­ve, auch sexu­el­le Gewalt­dar­stel­lun­gen. Ich bespre­che ihn in neu­tra­ler Spra­che, er soll­te aber erst ab Voll­jäh­rig­keit gele­sen wer­den.

The Resur­rec­tion­ist” ist so ein wenig wie Fried­hof der Kuschel­tie­re ‘on speed’. Schaut man kurz auf den bio­gra­fi­schen Hin­ter­grund des Autors Wrath James White, dann paßt der Roman mit sei­nem kras­sen Inhalt: White, gebo­ren 1970, ist vom Stra­ßen­kämp­fer in die Schwer­ge­wichts-Liga beim Kick­bo­xen auf­ge­stie­gen und war/ist Trai­ner für ver­schie­de­ne Kampf­sport­ar­ten. Er hat einen hohen lite­ra­ri­schen Out­put im Hor­ror-Gen­re, wobei ich zu son­sti­gen Wer­ken nichts sagen kann.

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Drei Tage und ein Leben (Film)

Ich habe neu­lich über mei­ne Vor­stel­lung von den unpo­li­ti­schen Gemein­sam­kei­ten in der Schwar­zen Sze­ne geschrie­ben, die in den düste­ren Abgrün­den des Mensch­li­chen lie­gen, – und nun sehe ich mehr durch Zufall einen Film, der genau das aus­drückt.

Der Film „Trois jours et une vie“ von Nico­las Boukhrief, Regie You­rek Dury, ist einer über das “Davon­lau­fen vor Ver­ant­wor­tung”, das notier­te ich noch wäh­rend ich schau­te. Dann kor­ri­gier­te ich zum “per­fek­ten Mord”, aber letzt­lich stand im Notiz­buch nur “Lebens­lü­gen”. Unbe­wußt pas­sen die drei Begrif­fe zur Drei­tei­lung des Films: er beginnt 1999 in einem klei­nen Städt­chen in den bel­gi­schen Arden­nen, dann wird 15 Jah­re wei­ter­ge­sprun­gen, dar­auf­hin noch ein­mal drei Jah­re. Erst dann ist die Lebens­lü­ge per­fekt.
Der Text spoi­lert den Film. Drei Tage und ein Leben (Film) wei­ter­le­sen

The Exor­cist: Belie­ver (Film)

Die­ser Film mit dem deut­schen Titel “Der Exor­zist: Bekennt­nis” von Regis­seur David Gor­don Green aus dem Jahr 2023 war hier ja schon The­ma (s. Ein­trag mit den ver­link­ten Bei­trä­gen auf der Exor­zis­mus-im-Film-Sei­te), v.a. kri­tisch beob­ach­tet bei mode­ra­ten Ein­spiel­ergeb­nis­sen. Laut Wiki­pe­dia wur­de er bei der ‘Gol­de­nen Him­bee­re 2024’ gleich in fünf Kate­go­rien als ’schlech­te­ster Film’ nomi­niert…

So woll­te ich mir das Mach­werk im Grun­de gar nicht antun, I did it any­way. Der Film erhält von mir * von fünf Ster­nen. “Eigent­lich” gehört er gar nicht in mei­ne Liste, weil er nur einen peri­phe­ren Ansatz i.S. des Exor­zis­mus der katho­li­schen Kir­che hat.
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Aoki­ga­ha­ra (9) – Som­bras de Aoki­ga­ha­ra (Comic)

Trig­ger-War­nung! Der Text behan­delt auch das The­ma Suizid/Selbsttötung. Wenn das für Dich ein Pro­blem ist: bit­te nicht lesen!
Hier gibt es eine Vor­be­mer­kung zu die­sen Tex­ten.

Der bespro­che­ne Comic befaßt sich mit dem japa­ni­schen Wald Aoki­ga­ha­ra jukai, s. Ein­lei­tungs­sei­te. Aoki­ga­ha­ra (9) – Som­bras de Aoki­ga­ha­ra (Comic) wei­ter­le­sen

Nos­fe­ra­tu 1922 – 2025 (Fil­me)

Im Juni 24 wies ich hier im Blog erst­ma­lig dar­auf hin, daß der Film­re­gis­seur Robert Eggers (The Witch, The Light­house, The North­man) sich mehr als 100 Jah­re nach dem Ori­gi­nal an einem Remake von Fried­rich Wil­helm Murnaus “Nos­fe­ra­tu – Eine Sym­pho­nie des Grau­ens” ver­sucht. Eggers’ Ver­fil­mung heißt ein­fach nur “Nos­fe­ra­tu” (Wiki­pe­dia), nur für den deutsch­spra­chi­gen Raum muß der Unter­ti­tel “Der Unto­te” hin­zu… 🙄 Nos­fe­ra­tu 1922 – 2025 (Fil­me) wei­ter­le­sen

Exor­zist 2 – Der Ket­zer (Film)

Den von John Boor­man 1977 nach dem Erfolg von The Exor­cist gedreh­te Nach­fol­ger (Ori­gi­nal: Exor­cist II – The Here­tic) habe ich via iTu­nes gese­hen und bewer­te ihn mit **.  (Wiki­pe­dia)

Ich moch­te Richard Bur­ton als Schau­spie­ler nie, daher bin ich schon ein wenig vor­ein­ge­nom­men, aber auch ein ande­rer Schau­spie­ler hät­te die­se lah­me, lang­at­mi­ge Fort­set­zung nicht ret­ten kön­nen. [„one of the worst major films of all time” (s. Wiki­pe­dia-Link oben)]
Der Text ist – mehr als bei mei­nen ande­ren Bespre­chun­gen – eine Zusam­men­fas­sung des Films; daher mas­si­ve Spoi­ler!

Wir ler­nen zu Beginn Pater Phil­ip Lamont ken­nen, der eine jun­ge, offen­bar beses­se­ne Frau ret­ten will, was jedoch nicht gelingt; die Frau ist wohl eine Hei­le­rin und ver­brennt in einem Feu­er. Spä­ter ist Lamont im Vati­kan (?) und trifft dort einen hoch­ran­gi­gen Kar­di­nal, der ihm die Auf­ga­be gibt, den Tod Pater Lan­ke­ster Merrins (-> Der Exor­zist) zu unter­su­chen. Die moder­ne Kir­che sehe Mer­rin als Ket­zer, der noch immer an Satan glau­be. Lamont reist nach New York.

Die nun vier Jah­re älte­re Regan lebt mit ihrem Kin­der­mäd­chen Sharon in einem Luxus-Appar­te­ment in New York. Sie besucht regel­mä­ßig eine The­ra­peu­tin. (Inter­es­sant ist, daß die The­ra­peu­tin mit Kin­dern arbei­tet, aber ihre eige­nen Kin­der ähn­lich sel­ten zu Gesicht bekommt wie Chris MacNeil ihre im ersten Film; in die­sem Film kommt Chris MacNeil gar nicht vor.)

Lamont stößt zum Team und gemein­sam wird ein Hyp­no­se­ge­rät aus­pro­biert, eine Art „Gedan­ken-Syn­chro­ni­sa­tor“. Lamont sagt im Gespräch mit der The­ra­peu­tin, das Böse sei ein spi­ri­tu­el­les Wesen, das heim­tückisch agie­re. Für mich ist die­ses Gerät eine der gro­ßen Schwach­stel­len des Films; es erin­nert an das „galak­ti­sche Bügel­eisen“ aus Raum­pa­trouil­le Ori­on, also an alle (aus heu­ti­ger Sicht) lächer­li­chen Sci­ence-Fic­tion-Umset­zun­gen von „Zukunfts­tech­nik“. Mit­tels der Visi­on, die das Gerät erlaubt, erkennt Lamont, daß der Dämon Pazu­zu noch immer über Regan herrscht bzw. sie angrei­fen will. Er hat Pater Mer­rin getö­tet. Es wird klar, daß auch Regan Heil­fä­hig­kei­ten hat, wie die ver­brann­te Frau vom Film­be­ginn und wie der Ein­ge­bo­re­nen-Jun­ge Koku­mo, um den Mer­rin sich in Afri­ka geküm­mert hat­te. Aus heu­ti­ger Sicht sind auch die­se Afri­ka-Sze­nen mit den stän­dig auf­ge­regt plap­pern­den Men­schen, den Heu­schrecken­schwär­men usw. ziem­lich „grot­tig“ (was m.E. auch für die Film­mu­sik gilt).

Lamont kehrt in das MacNeil-Haus in Washing­ton zurück, wo eine gro­ße Heu­schrecke unter der Decke fliegt, ohne daß er sie wahr­nimmt. Wir ler­nen, daß Pater Mer­rin den Namen Pazu­zu nicht kann­te, der Dämon aber auf ihn gewar­tet habe.  Beim näch­sten Syn­chro­ni­sa­tor-Expe­ri­ment bit­tet Regan Lamont, sie mit ihrem „Traum­na­men“ anzu­spre­chen, das ist der Name Pazu­zu. Lamont spricht ihn als „König der Gei­ster der Lüf­te“ an und wird zu einer Art Traum­rei­se, die an eine scha­ma­ni­sche Rei­se erin­nert, mit­ge­nom­men, einem schnel­len Flug über die afri­ka­ni­sche Land­schaft zu einer gro­ßen Lehm­stadt. Dort lebt der Jun­ge, des­sen sich Mer­rin ange­nom­men hat­te, noch immer. Die Kame­ra nähert sich und das Gesicht des nun erwach­se­nen Man­nes wan­delt sich zu einem Leo­par­den­kopf.

In einem Natur­kun­de­mu­se­um erkennt Regan in einem Bild von äthio­pi­schen Fel­sen­kir­chen den Ort aus dem Traum wie­der. Lamont reist nach Afri­ka, zunächst zu einer sol­chen Fel­sen­kir­che, wo er an einem sehr agi­tier­ten Got­tes­dienst mit Tanz teil­nimmt, sich als Sün­der bekennt und Hostie sowie Wein emp­fängt. Über ein Non­nen­klo­ster kommt er in Kon­takt mit einem Pilo­ten, der ihn zur Lehm­stadt „Jep­ti“ bringt. Dies scheint eine eher mus­li­misch domi­nier­te Stadt zu sein.

Lamont ist über­zeugt, der „Jun­ge“ von Mer­rin sei der­je­ni­ge, der das Böse „regie­ren“ kön­ne. (Ich müß­te die Fil­me noch­mal mit eng­li­schem Ori­gi­nal­ton schau­en, weil ver­mut­lich eini­ges durch die Über­set­zung ver­lo­ren­geht. „Regie­ren“ heißt hier m.E. bän­di­gen, beherr­schen.) Dem Kar­di­nal im Vati­kan gefällt die Rich­tung nicht, die Lamonts Nach­for­schun­gen ein­ge­schla­gen haben. Er ent­hebt ihn aus die­sem Amt, das heißt, Lamont fliegt auf eige­ne Gefahr nach Afri­ka.  Der Prie­ster fin­det mit tele­pa­thi­scher Hil­fe von Regan den „Leo­par­den­mann“, der einen Glau­bens­be­weis for­dert: Lamont muß bar­fuß über eine Flä­che mit Nägeln lau­fen. Das miß­lingt, war aber nur eine Illu­si­on, denn nach dem Sturz fin­det sich Lamont in einer For­schungs­sta­ti­on wie­der, wo Heu­schrecken erforscht wer­den. Der Wis­sen­schaft­ler, eben der „Jun­ge“ von Mer­rin, erklärt, daß die Flü­gel­be­rüh­run­gen unter­ein­an­der den Cha­rak­ter des Schwarms zu ‘zer­stö­re­risch‘ ändern. Er habe aber ein Weib­chen gezüch­tet, das ‘gut’ sei und den Schwarm bän­di­gen sol­le. Der For­scher sagt: „Das Böse gebärt Böses durch Berüh­rung.“

Wie­der in den USA, tref­fen sich Regan und Lamont in eine Art Stun­den­ho­tel zu einem wei­te­ren Expe­ri­ment mit der Hyp­no­se­ma­schi­ne. Lamont erkennt, daß „der Teu­fel“ den Dämon Pazu­zu gesandt habe, um heil­be­gab­te Men­schen zu töten. Der tote Mer­rin bit­tet Lamont, sei­nen Platz ein­zu­neh­men und wei­ter gegen Pazu­zu zu kämp­fen.

Lamont und Regan fah­ren im Zug nach Washing­ton, dort zum MacNeil-Haus; die Ärz­tin und Sharon fol­gen. Der Prie­ster wird von einem Heu­schrecken­schwarm ange­grif­fen, Pazu­zu ver­führt ihn in Form eines Suk­ku­bus mit dem attrak­ti­ven Aus­se­hen Regans. Lamonts Aggres­si­on wen­det sich gegen Regan, bis sie auf spa­nisch „War­um?“ fragt und er sei­nen Feh­ler erkennt (Bezug auf die jun­ge Frau vom Film­an­fang).

In völ­lig über­dra­ma­ti­sier­ten, lächer­li­chen Sze­nen bricht das hal­be Haus zusam­men, bis klar wird, daß Regan das ‘gute Weib­chen’ ist, das die Heu­schrecken­pla­ge ver­nich­ten kann. Lamont kämpft mit dem Dämon und reißt ihm das Herz her­aus (?).

Die Par­al­lel­ge­schich­te um die ster­ben­de Sharon ist völ­lig über­flüs­sig. Zum Schluß sagt Lamont, der Feind der mensch­li­chen Ras­se sei gebän­digt. Er und Regan gehen uner­kannt weg, wäh­rend die Ärz­tin vor dem Haus ste­hen­bleibt.

Was ist gut am Film? Das ist die sub­ti­le Dar­stel­lung der Glau­bens­zwei­fel und Ver­führ­bar­keit von Pater Lamont. Anson­sten wer­de ich den Film ver­mut­lich nicht mehr schau­en.

Erste Reviews zu Nos­fe­ra­tu

Eggers’ Nos­fe­ra­tu ist in den USA in den Kinos, bei uns star­tet er am 2.1.25.
Erste Reviews sind z.B. zu fin­den bei Den of Geek oder Esca­pist Maga­zi­ne.

Beim Den of Geek geht man auch der Fra­ge nach, wie­viel Paga­nis­mus in Eggers’ Fil­men steckt.

Aoki­ga­ha­ra (6) – Sui­ci­de Forest (Roman)

Trig­ger-War­nung! Der Text behan­delt das The­ma Suizid/Selbsttötung. Wenn das für Dich ein Pro­blem ist: bit­te nicht lesen!
Hier gibt es eine Vor­be­mer­kung zu die­sen Tex­ten.

Das fol­gen­de Buch ist ein Roman, der im japa­ni­schen Wald Aoki­ga­ha­ra jukai spielt. Die Bespre­chung spoi­lert den Text.

Aoki­ga­ha­ra (6) – Sui­ci­de Forest (Roman) wei­ter­le­sen

Aoki­ga­ha­ra (4) – Aoki­ga­ha­ra, la forêt des esprits (Buch)

Trig­ger-War­nung! Der Text behan­delt das The­ma Suizid/Selbsttötung. Wenn das für Dich ein Pro­blem ist: bit­te nicht lesen!
Hier gibt es eine Vor­be­mer­kung zu die­sen Tex­ten.

Ande­rer­seits ist das bespro­che­ne Buch (La forêt des esprits) ein sol­ches der Hoff­nung.
Aoki­ga­ha­ra (4) – Aoki­ga­ha­ra, la forêt des esprits (Buch) wei­ter­le­sen

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