Mal­fi – Come with me (Roman)

Das Netz redet über Ronald Mal­fi (Web­site). Ich las irgend­wo, er wer­de als der “moder­ne Alger­non Black­wood” bezeich­net (ich lie­be Black­wood) und als “old school hor­ror wri­ter”. Gefällt mir. Für die Book­tu­be­rin Anda Kent ist er aktu­ell der Lieb­lings­au­tor. Bald wird sie sein neue­stes Werk, Small Town Hor­ror, in einem Video vor­stel­len. Zwi­schen­zeit­lich hat sie alle bis­her gele­se­nen Mal­fi-Roma­ne “geran­ked” – mit die­sem hier an der Spit­ze.

Ich habe mir Come with me im letz­ten Jahr gekauft, aber letzt­lich hier (noch) nicht rezen­siert, weil das Buch vor allem Kri­mi ist und ich übli­cher­wei­se kei­ne Kri­mis lese, weil mich das Gen­re so gar nicht reizt. Trotz­dem hier nun eine kur­ze Bespre­chung des Buches, das ich – against all odds – doch sehr gemocht habe. (Im wei­te­ren spoi­le­re ich das Grund­ge­rüst der Geschich­te, aber nicht das kon­kre­te Ende.)  Mal­fi – Come with me (Roman) wei­ter­le­sen

Castrum Nigra – sor­ry…

Aktu­ell kom­men vie­le Leu­te auf die Sei­te über die Goog­le-Suche nach Castrum Nigra 2024. Ich hat­te die Ver­an­stal­tung bewor­ben, habe über die von 2023 berich­tet …

Aber ich war 2024 lei­der nicht da. Es hat nicht gepaßt, es ist scha­de, es wird also kei­nen Bericht geben. Sor­ry….

Mid­night Mass (Serie) – wie kraß geht Kir­chen­haß?

Ich bin auf den Regis­seur Mike Fla­na­gan über die For­set­zung des Exor­cist-Fran­chises gekom­men: Fla­na­gan soll das Ruder von Green über­neh­men, des­sen Exor­cist: Belie­ver flopp­te. Län­ge­re Zeit hat­te ich schon Mid­night Mass auf der Watch­list auf Net­flix, und habe mir die Serie nun kon­kret vor dem Hin­ter­grund ange­se­hen, daß dar­in katho­li­sche Kir­che und Vam­pi­ris­mus the­ma­ti­siert wer­den, und daß Fla­na­gan den kom­men­den Exor­zi­sten-Film dre­hen soll. Wird das gut­ge­hen? Was als ein­fa­che Fra­ge gedacht war, ver­zerr­te sich zur Aus­sa­ge: “Bloß nicht Fla­na­gan!”

Ja, ich will zu Mid­night Mass fra­gen, wie kraß, wie bös­ar­tig Kir­chen­kri­tik sein kann oder darf. Den Inhalt der Serie set­ze ich als bekannt vor­aus, spoi­le­re also ab jetzt hem­mungs­los. 😉 Mid­night Mass (Serie) – wie kraß geht Kir­chen­haß? wei­ter­le­sen

Tol­hurst – Goth: A Histo­ry (Buch)

Der Mit­be­grün­der und Drum­mer von The Cure, Lol Tol­hurst, hat 2023 eine ‘Geschich­te der Gothic-Bewe­gung’ – im Ori­gi­nal: Goth. A Histo­ry – vor­ge­legt. Das, obwohl er von sich im Nach­wort sagt, er sei kein Histo­ri­ker, er habe das Vor­ha­ben, eine ‘com­pre­hen­si­ve ency­clo­pe­dia’ zu schrei­ben, auf­ge­ge­ben.
Daher ist in mei­ner Wahr­neh­mung ein Groß­teil des Tex­tes eher im Plau­der­stil geschrie­ben, wo ich mir manch­mal doch mehr “ency­clo­pe­dia” gewünscht hät­te.

In die­sem Sin­ne zitiert er auch öfter Dr. Tra­cy Fahey, die er als “Goth histo­ri­an” bezeich­net, greift also auf deren Erkennt­nis­se und Ein­schät­zun­gen zurück. Tol­hurst – Goth: A Histo­ry (Buch) wei­ter­le­sen

es fun­kelt von dei­nem Ohr der Tod

es fun­kelt von dei­nem Ohr der Tod
du lächelst, ich wen­de mich ab – eine Fleisch­wun­de
rot, naß, pul­sie­rend
pochen­des Leben
neben all­tags­blas­ser Nar­be
Bekann­ter Schmerz
Re-loca­ti­on
Nebel­wald, Koh­len­mei­ler, Klau­stro­pho­bie
lang­sa­mes Ver­bren­nen, geschlos­se­ne Augen, Zit­tern -
Trans­for­ma­ti­on zu Höhe­rem und Lich­te­rem?
Ach, wozu?
im war­men Dun­kel dei­ner Nähe
im Abgrund dei­ner Schwär­ze
hin­auf­ge­zo­gen
im sanf­ten Blin­zeln dei­ner Zeit
es fun­kelt von dei­nem Ohr mein Leben

[© Rush / V. Wag­ner]

Amphi! Wir, also, na ja, kom­men, halt doch

Das Amphi-Wochen­en­de war nicht geplant, auch weil die ersten Band-Ankün­di­gun­gen uns nicht vom Hocker ris­sen. Cor­ri-May sag­te, laß noch mal gucken. Gut, die Ent­schei­dung fiel dann: wir kom­men(, aber auch, weil kei­ne Über­nach­tungs­ko­sten anfal­len. Wir fah­ren halt bei­de Tage.)

Ich gehe mal so ein biß­chen auf der Basis des Wer­be­pla­kats durch: Amphi! Wir, also, na ja, kom­men, halt doch wei­ter­le­sen

500000 vor ihrem PC sind kei­ne Sze­ne

Die Über­schrift ist ein Zitat von Ste­ve aus dem Pod­cast “Schwarz­Ge­sagt”. In den letz­ten Tagen habe ich eini­ge Fol­gen “nach­ge­hört”, so auch die eigent­lich aus­ge­las­se­nen zum The­ma Gothic Fami­ly. Toll, was ihr da auf die Bei­ne stellt, Gat­to Nero & Ste­ve!

Das Zitat stammt aber aus einer der Fol­gen “extrem und tanz­bar”, wo sich eine Höre­rin in einer Ein­spie­lung dar­über beschwert, was sie jen­seits des dunk­len, pri­va­ten Lebens­stils dann auf Festi­vals vor­fin­det: wenig Tie­fe, viel Par­ty.
Und dabei dann (zuneh­mend?) rück­sichts­lo­se Men­schen, die bei lei­sen Titeln ein­fach laut wei­ter­re­den, die alles fil­men oder wäh­rend des Kon­zerts mit fünf Bie­ren in die erste Rei­he “müs­sen”. 500000 vor ihrem PC sind kei­ne Sze­ne wei­ter­le­sen

Erster Athe­ner Fried­hof

Im Juni 2024 haben haben Cor­ri-May und ich den “Ersten Athe­ner Fried­hof” (Πρώτο Νεκροταφείο Αθηνών) besucht, der sich öst­lich des Alt­stadt­zen­trums und süd­lich an das Vier­tel Mets anschlie­ßend befin­det (Goog­le Maps).

Ich woll­te mich viel inten­si­ver mit dem Fried­hof beschäf­ti­gen, viel mehr Zeit dort ver­brin­gen und mehr foto­gra­fie­ren, aber … Wäh­rend wir im son­sti­gen Athen so gut wie kei­ne Pro­ble­me mit Stech­mücken hat­ten, fie­len die klei­nen Bie­ster hier über uns her. Schon schräg, wenn das nur auf einem Fried­hof pas­siert. Wäre ja ein Motiv für einen Tier-Hor­ror­film… 😉
Aber dadurch muß­ten wir (wegen Cor­ri-Mays All­er­gie) den Besuch dra­stisch kür­zen, so daß ich lei­der nur weni­ge Bil­der habe. (Viel­leicht kann ich in den näch­sten Jah­ren noch­mal vor­bei­schau­en, wenn ich durch Athen nach Pirä­us fah­re, um eine Fäh­re zu den Inseln zu neh­men.)

Der Fried­hof wur­de in den Jah­ren ab 1834 noch außer­halb des Stadt­ge­län­des ange­legt, ist nach wie vor in Nut­zung, heu­te aber von den süd­öst­li­chen Gebie­ten der Mil­lio­nen­stadt Athen umringt. Erster Athe­ner Fried­hof wei­ter­le­sen

Beses­sen – Der Teu­fel in mir (Film)

Weder der Regis­seur, Greg A. Sager, noch der Film (eng­li­scher Titel: Devil Seed) haben einen Wiki­pe­dia-Ein­trag. Das mag nicht für den Film von 2012 spre­chen, den ich via Ama­zon Prime Video gese­hen habe und mit ** bewer­te. Der Text spoi­lert die Hand­lung.

Der Film beginnt mit ver­schwom­me­nen Sze­nen, in denen man einen geschei­ter­ten Exor­zis­mus zu erken­nen glaubt: Der Prie­ster hat die Frau offen­bar mit einer Art Rund­dolch durch­bohrt [Iain Rob Wright beschreibt einen soge­nann­ten Blut-Exor­zis­mus in sei­nem Buch ‘Sam’] und wird wegen Mor­des fest­ge­nom­men. Es ist vor­her­seh­bar, daß der Prie­ster eine wei­te­re Chan­ce im Film bekom­men wird… Vom Jahr 1972 die­ser Ein­blen­dun­gen geht es in die aktu­el­le Zeit.

Die Kom­mi­li­to­nin­nen Alex, Jess und Bree haben sich ein Haus gemie­tet. Alex, die Prot­ago­ni­stin, ist mit Bri­an zusam­men, aber die bei­den haben kei­nen Sex – statt­des­sen Bri­an mit Bree. Eine Wahr­sa­ge­rin sagt Alex, sie sehe ihre tote Mut­ter Mag­gie und es sei jemand bei ihr. Man sieht, wie Alex im Stuhl zurück­ge­wor­fen wird. Am näch­sten Mor­gen weiß sie nichts mehr. Ab hier gesche­hen diver­se – gen­re-typi­sche – Din­ge: Krat­zen ist in den Wän­den zu hören, Türen öff­nen sich von selbst, Gegen­stän­de wech­seln den Abla­ge­platz, Licht und Elek­tro­ge­rä­te schal­ten sich selb­stän­dig an und aus. Etwas Unbe­kann­tes malt Alex‘ Bücher für die Uni mit schwar­zen Sym­bo­len voll. Alex trifft ein Mäd­chen auf einem Spiel­platz, das ihr sagt: „Er kommt und holt dich.“  Schnell ver­mu­tet Alex eine Beses­sen­heit und sucht im Netz nach die­sen The­men. In den Näch­ten erscheint sie ihren Kom­mi­li­to­nin­nen in ihrer beses­se­nen Form: es spricht eine har­te, männ­li­che Stim­me aus ihr.

Alex ist offen­bar Jung­frau; Bri­an wirft ihr vor, kei­nen Sex mit ihm haben zu wol­len. Nach einem erneu­ten Besuch bei der Wahr­sa­ge­rin erfährt Alex, der Dämon habe sie aus­ge­sucht als das per­fek­te, ‘rei­ne’ Gefäß für sein Kind. Dies sei ein Kind, wie die Welt es in Jahr­tau­sen­den nicht gese­hen habe. Nur der Tod vor der Geburt kön­ne Alex erlö­sen. Der Dämon wird aggres­si­ver, zer­kratzt Alex‘ Haut und ‘ver­ge­wal­tigt’ sie.

Jess wen­det sich an einen Ver­trau­ens­pro­fes­sor, der sei­ner­seits sei­nen Vater kon­tak­tiert – den Prie­ster aus den Ein­gangs­sze­nen. Er erkennt den Dämon wie­der, an dem er damals geschei­tert ist. Im Show­down wird zunächst Rache an Bree geübt; Alex/Dämon tötet sie. Jes­si­ca wird vom Prie­ster geret­tet, der den Kampf gegen den Dämon in Alex-Gestalt im Haus auf­nimmt. Wie­der hat er den Dolch bei sich.  Er kämpft mit dem Dämon, rezi­tiert auf Latein, betet, wäh­rend der Dämon mit einer sehr sexua­li­sier­ten Spra­che pro­vo­ziert. Vom eige­nen Dolch ver­letzt, gelingt dem Prie­ster die Aus­trei­bung; Alex flieht auf die Stra­ße, wo der Dämon erneut in Form einer Strö­mung­s­ani­ma­ti­on durch den Mund in sie fährt. In dem Moment wird sie von einem Auto ange­fah­ren.

Der Fil­me endet mit einem Bera­tungs­ge­spräch für ein jun­ges Paar, das das unge­bo­re­ne Kind von Alex, die im Koma liegt, adop­tie­ren möch­te. Somit bleibt das Böse in der Welt… Die Anspie­lung auf Rosesmary’s Baby gelingt hier dezent.

Devil Seed ist ein typi­sches B‑Movie, bei dem schon in den ersten Sekun­den nack­te Brü­ste zu sehen sind (die Frau­en anson­sten aber auch beim Schla­fen BHs tra­gen). Das lang­sa­me Tem­po tut dem Film gut; die Jes­si­ca-Dar­stel­le­rin spielt über­zeu­gend. Das Abdrif­ten Alex‘ in die Beses­sen­heit ist eben­falls gut dar­ge­stellt, aber über ein „aus­rei­chend“ kommt der Film für mich nicht hin­aus.

Unklar bleibt, ob der Prie­ster an der erlit­te­nen Wun­de stirbt. Unklar bleibt auch, ob es ein Dämon ist oder letzt­lich der im Ori­gi­nal­ti­tel genann­te Teu­fel, der eher zum The­ma „Kind des Teu­fels“ pas­sen wür­de.

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