Vorab: ich schildere meine persönlichen Eindrücke. Ich kann nichts zu den Begleitangeboten (wie Schwarzes Yoga, Workshops, Crypt Talk, Modeschau) sagen, weil mich das nicht interessiert. Vielleicht interessiert es mich auch deswegen nicht, weil z.B. die Herren von Aster und Heitz Dauergäste sind, und mich schon diese Monotonie ärgert. Ich habe keinen Bezug zu ihren Werken, nebenbei: Video von Mythcritic zu “Deutscher Fantasy” (im Vergleich zur Angelsächsischen) – da bekommt auch Heitz sein Fett weg – gut, auch der Herr Sanderson. (Soll heißen: Erfolg meint nicht zwingend auch hochkarätigen Inhalt.)
So, hochmotiviert springen wir in den Text:
Kategorie: Festival
M’era Luna 2025 – das Jubiläum (?)

Das M’era Luna 2025 ist Geschichte. Wir haben das Wochenende genossen, schnell Karten für 2026 ergattert – und zum Glück auch ein “Wagenburg”-Ticket (ehem. WoMo) bekommen. Die Geschichte, meine Geschichte des ML25, ist noch zu schreiben – für Euch, für dieses Blog. Ich komme auf 24 MLs seit 2000, somit wäre 2025 nur das kalendarische Jubiläum. Sagt das auch was über Orga und Ablauf des Events?
Da wir ein paar Tage Urlaub im schönen Osten machen, um morgen dann ins Stella Nomine – The Blackest One zu starten, dauert der Bericht noch etwas. Er ist vorgeschrieben, aber die Bildbearbeitung ist auf langsamem Notebook nicht so dolle. Und ich muß noch am Text feilen; bei einigen Dingen bin ich mir noch unsicher, wie ich es formuliere.
Plan ist: Montag, 18., oder Dienstag, 19., kommt zumindest der Bericht für den Freitag.
Dann folgen Samstag und Sonntag und gegen Ende der Woche der Bericht vom Stella Nomine – wenn wir die angekündigten 36°C auf freiem Feld überleben…
Bilder zwischendurch gibt es auf Insta. Rush out.
Ballermann in Schwarz
In einem für die Tagesschau schon recht beachtlichen Artikel wird der Frage nachgegangen, wieviel Metal noch in Wacken steckt. 85000 Menschen kommen unter dem Label Wacken, das zu einer internationalen “Festival-Marke” gehört, zusammen.
Und wenn ich dann folgendes Zitat lese…
““Ballermann in Schwarz” – so nennen kritische Stimmen, auch aus den eigenen Reihen, das Festival mittlerweile: Zu viel Show, zu viele Kameras, zu viele Fans, die eher für Instagram als für die Musik kommen. Tatsächlich gleicht Wacken heute einem Erlebnispark mit Metal-Yoga, Feuershows und Endzeit-Dekor. Der einst spontane Ausnahmezustand ist zum durchgetakteten Erlebnisprodukt geworden.”
… dann meine ich, das werde ich nächste Woche auf dem M’era Luna auch so erleben. Gut, etwas – äh – familiärer mit 25000 Leuten.
Spannend die Aussage des Kulturwissenschaftlers im verlinkten Artikel: Metal sei keine Subkultur mehr, sondern “in der Mitte der Gesellschaft angekommen”. Gleich frage ich mich beim Schreiben: Würde ich das auch so sehen? Vielleicht sehe ich es anders, wenn ich auf die Entwicklung des M’era Luna schaue, wie es aus dem Zillo-Festival auf dem Flugplatz bei Hildesheim hervorgegangen ist, immer professioneller und größer wurde. Ich meine, so wie bei Wacken trifft sich beim ML nicht exklusiv der “harte, innere Kern” der Gothic-Szene, sondern jeder mit Affinität zu irgendeiner Schattierung von Schwarz kann sich wohlfühlen. So operiert man auch in Wacken – Heino durfte da schon singen, aktuell sind z.B. BAP dabei. Nicht “Gothic” ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, sondern das Angebot wird so aufgefächert, daß sich möglichst viele Menschen angesprochen fühlen. Exklusivität liegt auf vielen Ebenen nicht mehr im Trend.
Oder, krasser gesagt: für den “harten Kern” solcher Szenen reichen auch Mini-Festivals mit 1000 Leuten. Wer’s größer aufzieht, will verdienen, braucht dann auch thematische Streuung.
Für mich wird es dieses Jahr spannend, weil ich gleich vom M’era Luna in den Osten fahren werde, um dann das Stella Nomine – The Blackest One erleben zu können. Das war letztes Jahr mein Highlight – vor allem weil es so klein und authentisch war. Also zuerst: Bericht vom “Ballermann in Schwarz” (in Hildesheim), dann Kontrastprogramm mit – hoffentlich – Wohlfühlatmosphäre.
(Beide Berichte wohl erst in der Woche ab 18.8.)
Amphi Festival 2026
Das nächstjährige Amphi wird das 20. sein. Das könnte für einen gewissen Andrang auf die Tickets sorgen, zumal zumindest schon bekannt ist, daß VNV Nation den ausgefallenen Gig nachholen werden.
Gestern abend kam eine kurze Meldung, daß 1/3 der gesamten Tickets, die Early-Bird-Karten, schon weg sind (innerhalb von 10 Minuten). Die lagen bei 90€, die aktuell verfügbaren sind bei 110€. Von daher: ggf. noch schnell zuschlagen. Corri-May und ich werden dort sein.
Amphi 25 – Stippvisite

Ein ganz unüblicher Festivaltag, Samstag 19.7.25, liegt hinter uns. Wir hatten für dieses Jahr nur Tageskarten für den Samstag. Die waren ein Geschenk; und im Hinblick auf die anstehenden Festivals im August (M’era Luna und Stella Nomine) war der Kauf der Karten eher so eine spontane Sache: Ach, laß uns den Samstag nach Köln fahren, die Atmosphäre genießen – und dann schön zum Abschluß VNV Nation schauen.
Hier habe ich dann zum ersten Mal die Löschung meines, mit dem Blog verknüpften Insta-Accounts bereut: ich glaube, wir waren so mit die Letzten, die davon hörten, daß Ronan im Krankenhaus ist, und der Auftritt ausfällt…
Auf der Main Stage starteten pünktlich Vlad in Tears, die mir gut gefallen haben. Amphi 25 – Stippvisite weiterlesen
MDR und WGT
- ich bin da hin- und hergerissen, wie man so schön sagt. Auf der einen Seite hat der Sender über die Jahrzehnte hinweg die Bedeutung des WGT bemerkt und berichtet – wie aktuell auch schon vorab – über das Treffen. Man findet Artikel über “Konzerte für 8oer Fans”, wo man mit Kindern am besten hingeht usw., aber dann kam gestern so ein Artikel “Die schönsten Gesichter der schwarzen Szene”, bei dem ich direkt wieder zusammenzucke. Dann ist es wiederum so, daß man dem MDR da fast schon keinen Vorwurf machen darf, denn als ‘Systemmedium’ ist jeder Bericht über alternative Gesellschafts-Strata ‘eigentlich’ OK, wo ja selbst die Photojournalisten der Szenepresse bei ihren Berichten von Festivals die am Schönsten kostümierten Leute ablichten, während ich fest davon überzeugt bin, daß das Herz der Szene nicht weiter entfernt schlagen könnte. Manchmal denke ich: wie schön wäre so ein Treffen, wenn es 1/3 der Besucher hätte und so gut wie keine Aufmerksamkeit in den Medien. Ach ja, das hatten wir in den 90ern schon…
Ordo M’era Luna – die Festivalhymne
Das M’era-Luna-Festival wird 25 in diesem Jahr! Dazu hat man über 20 Musiker eingeladen, um einen gemeinsamen Titel, die “schwärzeste aller Festivalhymnen”, einzuspielen: Dark Heart of the Moon.
Hier der YouTube-Link.
Ich bin ziemlich geflasht – sehr, sehr schönes und vor allem eingängiges Lied. Wenn das mal keine Hymne ist! Das werden wir im August zusammen singen!
E‑Tropolis 2025 (22.3.25, Oberhausen)
Eigentlich ist das E‑Tropolis nicht in unserem Jahresplan für schwarze Festivals, weil uns der ausschließliche Fokus auf elektronische Musik nicht so abholt. Daß wir nun doch (erneut nach dem letzten E‑Tropolis 2018) in der Turbinenhalle waren, ist dem Umstand geschuldet, daß die Karten ein Weihnachtsgeschenk darstellten.
Ursprünglich wollten wir nachts noch zurückfahren, also zwei Stunden ab Oberhausen, dann aber entschieden wir uns für ein einfaches Hotel in Essen, 15 Minuten von der Festival-Location entfernt. Gemütliche Anfahrt am Samstagmittag, schnell fertigmachen und weiter zur Turbinenhalle. Dort war seit 13 Uhr Einlaß – und als wir um 15 Uhr ankamen, war der Parkplatz der Halle komplett voll. Auch der Ausweichparkplatz, ein paar 100 Meter weiter, hatte kaum noch Kapazitäten. Dort kamen wir aber noch unter. E‑Tropolis 2025 (22.3.25, Oberhausen) weiterlesen
WGT-Geschichte in 32 Songs
Der MDR schreibt WGT-Geschichte, in dem er 32 “legendäre” Songs vorstellt. Lesens- und hörenswert!
2025 klingt wie Jubiläum…
Das Blog ’sammelt’ die Dinge, die im vergangenen Jahr wichtig waren, somit gibt es keinen Grund für eine Art Jahresrückblick. Was hier nicht steht, wollte ich nicht mitteilen.
Aber: das neue Jahr steht vor der Tür, so daß ich kurz beschreiben möchte, was das für uns™️nach jetzigem Stand der (musikalischen) Jahresplanung heißt.
Im März werden wir zunächst VNV Nation (mit neuem Album) in Köln live sehen, dann eine Woche später beim E‑Tropolis in Oberhausen sein, wo ich mich speziell auf Rue Oberkampf und Mesh freue. 2025 klingt wie Jubiläum… weiterlesen