I am coming home

A door in a small town in Navar­ra

“And though my mind is cut by batt­les
fought so long ago
I return vic­to­rious
I am coming home
And if the paths that I have fol­lo­wed
have tread against the flow
the­re is no need for sor­row
I am coming home”

[The Crüx­sha­dows, ‘Return’]

Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 4

2000er – Fami­ly Life

2001 wur­de unser erster Sohn gebo­ren – wir gin­gen in den fami­ly mode. Musik und “Schwar­ze Sze­ne” tra­ten in den Hin­ter­grund, auch weil wir als Fami­lie in einem reli­giö­sen Bereich sehr enga­giert waren (und ich ganz viel skan­di­na­vi­sche Musik, viel Folk hör­te).
(Die vor­her­ge­hen­den Tei­le die­ser Arti­kel-Serie: 1, 2, 3)

M’era Luna 2000

2002, 2004 und 2005 war ich den­noch wie­der auf dem M’era Luna, wobei ganz klar das 2002er Kon­zert von VNV Nati­on her­aus­ragt. Die Live-Ver­si­on von Legi­on fand sich spä­ter dann auch auf der “Honour 2003″ MCD. Her­vor­zu­he­ben aus allen drei Events auf dem Hil­des­heim-Dri­s­pen­sted­ter Flug­ha­fen sind für mich:
HIM (ja, doch, irgend­wie schon), Soft Cell, Sui­ci­de Com­man­do, The 69 Eyes, Schand­maul, L’Âme Immor­tel­le (mit dem ergrei­fen­den “Bit­ter­keit”), Fun­ker Vogt, Oomph!, Lacri­mo­sa (genia­les Kon­zert), Covenant, The Mis­si­on, Umbra et Ima­go (bes­ser aber beim WGT in der Agra-Hal­le), Rot­er­sand, The Sisters of Mer­cy, Dei­ne Lakai­en, Dia­ry of Dreams, Faun, Zera­phi­ne, Mesh, The Crüx­sha­dows – so vie­le schö­ne Erin­ne­run­gen. Tage im Zelt, Dosen­fut­ter auf dem Spi­ri­tus-Kocher, Heim­fahrt mit schlamm­be­deck­tem Auto. Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 4 wei­ter­le­sen

Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 3

Zil­lo Open Air 1998

Zil­lo Festi­val 1998 u. 99

Wie­der ein­mal wur­de die “schwar­ze Musik” für mich zu einer Art “Befrei­ungs­schlag”, denn die im 2. Teil (1. Teil hier) erwähn­te Bezie­hung mit S. ende­te glück­li­cher­wei­se 1997 – und im dar­auf­fol­gen­den Som­mer 1998 stand ich auf dem Hil­des­hei­mer Flug­platz beim Zil­lo Open Air. Als Secret Dis­co­very mit “Hel­lo Good­bye” (“Hel­lo, I’m gon­na lea­ve you, I want to say good­bye to you”) das Festi­val eröff­ne­ten und mir die Bäs­se durch den Bauch dröhn­ten, wuß­te ich wie­der, wo ich “hin­ge­hör­te”. (Das klingt so lako­nisch hin­ge­schrie­ben, aber wenn ich dar­an zurück­den­ke, kom­men die Emo­tio­nen wie­der hoch, ich bekom­me Gän­se­haut, als sei es gestern gewe­sen. Es ist mei­ne Musik, über die Jahr­zehn­te, immer wie­der der Sound­track mei­nes Lebens, beson­ders in schwe­re­ren Zei­ten (?).) Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 3 wei­ter­le­sen

Bir­th­day Par­ty

Ich bin nicht beim M’era Luna 2022, obwohl ich mir kurz über­legt hat­te, ins­be­son­de­re nach dem schö­nen Wie­der­tref­fen mei­nes Freun­des R. beim Amphi, doch noch schnell eine Kar­te zu kau­fen.

Dafür war ich gestern bei einem ande­ren Freund ein­ge­la­den, eben­falls R., der auf der aus­ge­dörr­ten Wie­se zwi­schen zwei Häu­ser­blöcken ein paar Gäste zu sei­nem Geburts­tag ein­ge­la­den hat­te. Begrüßt wur­de ich mit Musik von den Crüx­sha­dows, die kri­stall­klar und kräf­tig aus einer Teu­fel Rock­ster Cross erschall­te. 40 Jah­re ken­nen wir uns, eine Freund­schaft, die wirk­lich Jahr­zehn­te über­dau­ert hat. Er war es damals, der mit der Sisters-Plat­te unter dem Arm bei mir auf­tauch­te. Auch hier bei den Crüx­sha­dows, die er noch gar nicht so lan­ge kennt, ist es ähn­lich ver­lau­fen: Auf sei­ner Arbeit steht heu­te eine Blue­tooth-Box, über die die Mit­ar­bei­ter eige­ne Musik (nicht) spie­len dür­fen. Er hat­te eine Dark-Wave-Play­list wohl auf Ama­zon Music gefun­den – und sich an der Trup­pe um Rogue fest­ge­hört.

So saßen wir auf der Wie­se, grill­ten, tran­ken Has­seröder und rede­ten dar­über, wie wir einst unse­re Rol­la­to­ren auf­boh­ren wür­den, damit sie ein paar Bier­fla­schen und eine grö­ße­re Blue­tooth-Box beför­dern könn­ten. 🙂

VNV Nati­on kam bei einer sehr spie­ßig wir­ken­den Frau so um die 6065 nicht gut an. R. sol­le mal “rich­ti­ge Musik” anma­chen, an der alle Spaß hät­ten, also schö­nen deut­schen Schla­ger, natür­lich. Da war ich dank­bar, daß sich um 22:07 Uhr ein Anwoh­ner über die Musik beschwer­te – end­lich abstel­len kön­nen.

Und der ande­re R., ja, der ist mit Toch­ter beim M’era Luna – und sie haben tat­säch­lich direkt an der Lan­de­bahn ein Plätz­chen für ihr Zelt ergat­tert. *neid*

Ange­sichts der neu­er­li­chen Covid-Maß­nah­men ab 1.10. wäre es sinn­voll, Kon­zer­te­vents bis dahin tat­säch­lich noch “mit­zu­neh­men”. Mal schau­en, viel­leicht gehe ich über­näch­ste Woche zur “Nacht der Hel­den” nach Koblenz. Ist nicht mei­ne Musik – viel­leicht bis auf Lord of the Lost -, aber es wäre schön, vor der beein­drucken­den Kulis­se der Festung Ehren­breit­stein noch ein biß­chen “Som­mer-Frei­heit” zu erle­ben.

a handful of bands we love

“None of us pro­ba­b­ly ever have more than a handful of bands we love, a lar­ger group of twen­ty or so that we devo­te any real time to and with the majo­ri­ty we eit­her igno­re them or shake dis­ap­pro­ving heads. Some we even come to loa­the.”

[Mick Mer­cer, HEX Files: the goth bible, Kind­le 2021]

Ich glau­be, da ist was dran. Zwar kann man heu­te dank Strea­ming sofort in fast alles rein­hö­ren, man muß also kei­ne phy­si­schen Ton­trä­ger kau­fen, aber wer behält den­noch eine gan­ze diver­se, in vie­le Rich­tun­gen aus­ge­fran­ste Sze­ne im Über­blick? Dazu kommt so eine Scheu­klap­pen­be­richt­erstat­tung bei den ver­blie­be­nen Print­me­di­en (z.B. Sonic Sedu­cer). Ich lese regel­mä­ßig die News vom Sonic, aber das ist zum gro­ßen Teil mit mas­si­vem Fokus auf den bei­den M: Metal und Mit­tel­al­ter. (Ja, ein biß­chen pau­schal die Aus­sa­ge, aber ganz ehr­lich: den “kras­sen neu­en Act” habe ich über die­se News für mich noch nicht ent­deckt.)

Also, was sind die Bands, die ich lie­be? In no par­ti­cu­lar order: VNV Nati­on, Lacri­mo­sa, Mesh, Fields of the Nephi­lim, Dei­ne Lakai­en, The Crüx­sha­dows

Und die 20, für die ich mir Zeit neh­me? Die Obi­gen + Mono Inc., Kite, Hen­ric de la Cour, Lon­don after Mid­night, Assem­bla­ge 23, Empa­thy Test, Blut­engel, The 69 Eyes, L’­me Immor­tel­le, Whis­pers in the Shadow, The Beau­ty of Gemi­na

Was ich so igno­rie­re: Ramm­stein-Epi­go­nen, die­ses gan­ze “neue deut­sche Här­te” Ding, viel Gothic Metal und Cross­over mit Black Metal, Harsh Elec­t­ro, ASP, fast alle Mit­tel­al­ter-inspi­rier­ten Bands (bis auf Ein­zel­ti­tel (Eis­blu­men – Sub­way to Sal­ly)) + “Pagan”, Indu­stri­al

Aber dann sind da noch die Bands, von denen ich oft aus irgend­ei­ner Quel­le nur ein Lied ken­ne, das sich in mei­ner Play­list befin­det. Immer wie­der neh­me ich mir vor, mehr zu hören, tie­fer in das Werk ein­zu­stei­gen, aber oft bleibt es bei dem Wunsch (aus Zeit­man­gel? Man­gel an Inter­es­se?). Hier­hin gehö­ren neben vie­len ande­ren: Les Fleurs du Mal, The Hou­se of Usher, Trai­trs, Shy Guy at the Show, Pau­ra Dia­man­té, The Last Dance.

Ja, und dann sind da die Bands, die mir mal ganz wich­tig waren, es aber heu­te nicht mehr sind: Rausch, The Cure, New Model Army, In Extre­mo, Illu­mi­na­te, Fun­ker Vogt, Covenant.

Das gibt viel­leicht so einen klei­nen Ein­blick auch in die künf­ti­ge the­ma­ti­sche Aus­rich­tung des Blogs. Ande­rer­seits mer­ke ich beim Kor­rek­tur­le­sen, daß das doch alles sehr ver­kürzt ist und mich nicht wirk­lich abbil­det. Jedes Bild ist eine Reduk­ti­on; ich bin mehr als die­se Liste. 😉

Rush out.

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