Heim­fin­den

Heim­fin­den
im Dun­kel dei­ner Augen.
Mit einem Lächeln neu ein­ge­setzt
ins ewi­ge Spiel,
und dei­ne Nähe bannt
die Küh­le des Nacht­win­des,
der Schnee brin­gen könn­te?

Auf neu­en Wegen durch alte Gas­sen,
wenn die ande­re Welt noch fern ist.
Über dem Abgrund, gehal­ten,
im Flut­licht, das uns in ein
gigan­ti­sches Thea­ter ver­setzt,
in dem wir eng umschlun­gen,
den Auf­tritt der Gebor­gen­heit erwar­ten,
die uns initi­ie­ren wird. Heim­fin­den wei­ter­le­sen

Die­ses Blog in 2024

Der Titel die­ses Bei­tra­ges war eigent­lich “Rush into 2024”. Es ging dar­um, was ich sze­ne­mä­ßig und für das Blog für das kom­men­de Jahr pla­ne.

Letzt­lich muß ich mir aber ein­ge­ste­hen, daß das Blog mit gerin­gen Zugriffs­zah­len vor sich hin­düm­pelt, so daß jeder Bei­trag, jede Bild­aus­wahl und ‑bear­bei­tung immer die Fra­ge auf­wirft: wozu? Und: was könn­te ich sonst in die­ser Zeit machen?

Goog­le wird von mir mit jedem neu­en Bei­trag “von Hand gefüt­tert”. Die Sei­ten im Index sind von 70 auf 47 geschrumpft, wei­te­re über 1600 Seiten/Keywords igno­riert Goog­le trotz mehr­fa­chen Ansto­ßens einer “Über­prü­fung”. Ein Punkt ist hier mög­li­cher­wei­se die gerin­ge Ver­netzt­heit des Blogs – ich bin selbst kaum in Foren unter­wegs, wo in jeder Signa­tur der Link zu fin­den wäre, kom­men­tie­re kaum in ande­ren Blogs. Klar, man fin­det mein Blog über die Goog­le-Suche mit ca. 50 Ergeb­nis­sen und (bes­ser) über Bing (ca. 700), aber man muß schon sehr kon­kret suchen. Die­ses Blog in 2024 wei­ter­le­sen

Die Hei­li­ge Nacht

Regen fällt auf Stra­ßen dun­kel­ster Nacht.

Freud­lo­se fahl­gel­be Fen­ster stie­ren,

rote Wan­gen hin­ter einer Gar­di­ne, ver­zerrt durch Näs­se.

Kin­der­la­chen – Lachen des Win­des im Dach­stuhl,

Engels­mu­sik erreicht kein totes Radio, tot­ge­wünscht.

Abge­schot­tet, ohne Ohren, Augen,

ein­ge­schlos­sen mit der Trau­er, der tie­fe­ren Trau­er

in der rei­nen, hel­len Zeit.

“Oh, du Fröh­li­che, oh, …”

[© Rush / V. Wag­ner]

Betet mit mir

Betet mit mir
die Nacht wird kalt
schmer­zen wird der Leib
sin­gen wird die See­le

Betet mit mir
daß Sie kommt
deren Hand hei­li­gen kann
mit Feu­er und Zärt­lich­keit

Betet mit mir
das Ban­ner muß auf­recht blei­ben
das Kla­ge­lied ver­stum­men
Säu­seln sol­len Ket­ten
Strei­cheln sol­len Fes­seln

Betet mit mir
um Erlö­sung durch Ihre Hand
um Ruin und Bit­ter­keit
Erge­bung und mat­tes Glän­zen
vor Ihren Füßen

[© Rush / V. Wag­ner]

 

{Nach “Laken so weiß” hier noch ein­mal der Blick auf die nächt­li­che Welt vom Boden aus. Für einen Gläu­bi­gen ist das ‘Betet mit mir’ blas­phe­misch, für das Ich im Text ist es auf­rich­ti­ges Gebet zu einem Gott, der sehr genau weiß – aus eige­ner Erfah­rung -, was Schmerz ist. Der im übri­gen auch weiß, was Erlö­sung ist, aber hier, nun ja, ist es eben blas­phe­mi­scher (erdi­ger?) gemeint. 😂}

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