Ulti­ma­te Hor­ror Rea­ding Gui­de

Die “Book­tu­ber” sind ein Phä­no­men auf You­tube: Men­schen, die über ihr Lieb­lings-Hob­by, Lesen, Fil­me dre­hen und dabei Bücher rezen­sie­ren und Best-of-Listen erstel­len.

Ein Kanal mit über 23000 Fol­lo­wern ist The­S­ha­de­so­fOran­ge der Kana­die­rin Rachel, wo auch Hor­ror The­ma (unter ande­ren) ist.
Sie hat nun ein Video mit dem Titel “The Ulti­ma­te Hor­ror Rea­ding Gui­de” online gestellt, in dem sie 30 Bücher in 15 Sub­gen­res vor­stellt. Das bedeu­tet: ein Klas­si­ker und ein eher neue­res oder unbe­kann­te­res, aber lesens­wer­tes Werk pro Sub­gen­re.

Rachel schafft es da, eine ziem­lich gute Über­sicht auf­zu­fä­chern. Über­zeugt hat mich die Aus­wahl der 15 Unter­ka­te­go­rien, die man zwar irgend­wie kennt, aber doch auch selbst nicht immer gut benen­nen kann. Sie spricht z.B. von “Kin­der-Hor­ror” und meint damit die Ver­wand­lung von (als unschul­dig / nied­lich ange­se­he­nen) Kin­dern in Mon­ster. Die­se Kate­go­rie “cree­py child­ren” fin­det sich mit den ande­ren Unter­ka­te­go­rien zur Über­sicht auch in der Video­be­schrei­bung.

The Troop ist übri­gens auch als Emp­feh­lung dabei.

Hier gehts zum Video…

McDo­well – Cold Moon over Baby­lon (Roman)

Die­se Kurz­be­spre­chung des Hor­ror­ro­mans ent­hält weni­ge Spoi­ler (wei­te­rer Hin­weis vor letz­tem Absatz).

Man kann McDo­wells Erzähl­stil so beschrei­ben: oft setzt er einen all­wis­sen­den Erzäh­ler ein, der dem Leser Din­ge beschreibt, die die Per­so­nen des Romans nicht wis­sen. Der Autor schreibt ganz klar kei­nen Kri­mi, denn der auf­merk­sa­me Leser weiß früh, wer für die drit­te tote Per­son ver­ant­wort­lich ist. Die Moti­ve des Täters, sei­ne Über­le­gun­gen, die Taten zu ver­tu­schen – alles wird spä­ter auf­ge­deckt. War­um ist das so? Weil McDo­well die­ser Klar­heit das para­nor­ma­le Ele­ment sei­nes Romans gegen­über­stellt, das er sehr gut in der Wei­se kaschiert, daß er Sin­nes­täu­schun­gen beschreibt, bei denen zunächst unklar ist, ob nur die kon­kre­te Per­son sie erlebt, oder ob sie als eigen­stän­di­ge Phä­no­me­ne wahr­zu­neh­men sind.  McDo­well – Cold Moon over Baby­lon (Roman) wei­ter­le­sen

Cau­tio­na­ry Tale (D. Schweit­zer)

„Jack Sprat would eat no fat.
His wife would eat no lean.
Mrs. Sprat died in her late thir­ties
of a com­bi­na­ti­on of dia­be­tes,
high blood pres­su­re, and heart fail­ure.

Her hus­band out­lived her by almost four deca­des.
He never remar­ried.“

{Cau­tio­na­ry Tale by Dar­rell Schweit­zer}

 

Ich wan­der­te heu­te

Ich wan­der­te heu­te
durch über­schie­ßen­de Rei­fe,
die, am Boden lie­gend,
das Getier der Fäul­nis anzog.

Som­mer­en­de.
Über Wege,
von üppi­gem Grün über­wu­chert,
zieht es in den Mut­ter­schoß der Natur.
Ruhe suchend;
in der Zeit, die über­quillt.
Ern­te­ge­ruch in der Luft.

Die rei­fe Frucht ver­dorrt,
fällt zur Erde, wird ver­ge­hen.
Ver­schwen­dung, sagen wir,
wäh­nen Über­fluß sinn­los.
Ord­nung wird
aus Unter­gang ent­ste­hen.

[© Rush / V. Wag­ner]

Schweit­zer: I miss the night sky

I miss the night sky.
In the city,
you can’t see much:
only the moon
and the very brigh­test stars;
the glo­rious Mil­ky Way remains
unsu­spec­ted, uni­ma­gi­ned
by most who live out their lives
within the city’s gla­re.

I miss the night sky.
In the gra­ve,
the stars of the death­lands,
are few and faint and stran­ge,
the last fading embers
of fires alre­a­dy extin­gu­is­hed,
and we who rise up out of the gra­ve
are too preoc­cu­p­ied with our pain
to pau­se and look at the night sky.

[Dar­rell Schweit­zer]

The New Crea­tures of the Night

“The Bri­tish streets had always been a bree­ding ground for inter­na­tio­nal style crea­ting an Eng­lish civil style war that saw the other youth tribes–Teddy Boys, skin­heads, punks, metal heads, rocka­bil­lies and psychobillies–fighting pit­ched batt­les. Goths though, pre­fer­red to dress up, read, think, fuck and dance; the­se new crea­tures of the night came ali­ve on the dance flo­or.”
― from John Robb: “The art of dark­ness: The histo­ry of goth”
Castrum Nigra, 2019
Tan­zen­de @ Castrum Nigra 2019

Uns­worth – Sea­son of the Witch (Buch)

Cathi Uns­worth beschreibt sich selbst als Goth und hat das Ziel, in ihrem “The Book of Goth” unter­ti­tel­ten Werk die Ent­ste­hung der Gothic-Bewe­gung aus den blei­er­nen Jah­ren der That­cher-Regie­rung zu erklä­ren. In der Buch­be­schrei­bung auf Ama­zon heißt es:
“Now, for­ty years sin­ce its incep­ti­on, aut­hor Cathi Uns­worth pro­vi­des the first com­pre­hen­si­ve over­view of the music, con­text and lasting lega­cy of goth. This is the sto­ry of how goth was shaped by the poli­tics of the era – from the miners’ strikes and pri­va­tisa­ti­on to the Trou­bles and AIDS ­­- as well as how its rock ’n’ roll out­law imagery and inno­va­ti­ve, atmo­sphe­ric music cross-pol­li­na­ted throug­hout Bri­tain and inter­na­tio­nal­ly, spea­king to a gene­ra­ti­on of ali­en­ated youths.” Uns­worth – Sea­son of the Witch (Buch) wei­ter­le­sen

Felix Black­well: Sto­len Ton­gues (Buch)

Black­well – Sto­len Ton­gues (Mini­ma­le Spoi­ler)

Auch dies ist ein Buch (wie Pen­pal), das sei­ne Ent­ste­hungs­ge­schich­te auf Red­dit hat, und zwar im Subred­dit NoS­leep: My roman­tic cabin geta­way…
Der Autor hat die Red­dit Com­mu­ni­ty dann im Jahr 2017 infor­miert, daß aus die­ser Fort­set­zungs­ge­schich­te ein Buch ent­stan­den ist.

Grund­sätz­lich schreibt Black­well über sich selbst und sei­ne rea­le Part­ne­rin Faye, die tat­säch­lich, wie im Buch, eine Schlaf­stö­rung hat, die sich in Spre­chen im Schlaf und Schlaf­wan­deln äußert. Felix Black­well: Sto­len Ton­gues (Buch) wei­ter­le­sen

Not giving a f*ck about pain

apples, good, ripe, bad, mold“Pain is an inex­tri­ca­ble thread in the fab­ric of life, and to tear it out is not only impos­si­ble, but des­truc­ti­ve: attemp­ting to tear it out unra­vels ever­ything else with it. To try to avo­id pain is to give too many fucks about pain. In con­trast, if you’­re able to not give a fuck about the pain, you beco­me unstoppable.”

[Mark Man­son, The Subt­le Art of Not Giving a Fuck]

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