Exor­cist (2026) – Johans­son soll es rei­ßen

Für fast eine hal­be Mil­li­ar­de Dol­lar hat­te sich Uni­ver­sal die Film­rech­te am Exor­cist Fran­chise gesi­chert, wobei der erste Film einer Tri­lo­gie, Greens “Exor­cist – Belie­ver”, flopp­te und der Regis­seur sich zurück­zog. Mike Fla­na­gan über­nahm, der mir nicht grund­sätz­lich für eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Fort­set­zung steht, wie hier beschrie­ben. Wenn er jetzt ankün­digt, eine “radi­kal neue Deu­tung” des Ori­gi­nal-Films umset­zen zu wol­len (Quel­le), muß ich schon die Augen­brau­en hoch­zie­hen. Eigent­lich hat er sich mit Mid­night Mass aus mei­nem Auf­merk­sam­keits­raum ver­ab­schie­det.

Jetzt wis­sen wir immer­hin, daß der Film von Scar­lett Johans­son “auf­ge­wer­tet” wer­den soll; das ging letz­te Woche durch die Pres­se. Die Wiki­pe­dia nennt sie die erfolg­reich­ste Schau­spie­le­rin der Welt nach Ein­spiel­ergeb­nis der Fil­me mit ihr in einer Haupt­rol­le. Hmm, Fakt ist: ich ken­ne so gut wie kei­nen Film mit ihr, was viel­leicht auch dar­an lie­gen mag, daß ich fast rei­ner “Spar­ten-Schau­er” bin: ich mag Fil­me im Rah­men mei­ner Inter­es­sen, schaue aber nicht oft über den Tel­ler­rand; zudem bin ich kein Kino-Gän­ger. Johans­son ken­ne ich von Bil­dern, kann aber ihre schau­spie­le­ri­schen Qua­li­tä­ten in kei­ner Wei­se beur­tei­len. Ihr Enga­ge­ment riecht ein wenig nach Fri­sie­ren des künf­ti­gen Ein­spiel­ergeb­nis­ses mit­tels bekann­tem, bewähr­tem Namen. War­ten wir es ab…

ChatGPT: Wenn eine KI lügt

Ich habe ChatGPT in der kosten­frei­en Ver­si­on schon län­ger genutzt. Vor gut einem Monat habe ich die bis dahin gespei­cher­ten Suchen / Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­läu­fe löschen las­sen. Nach einer Zeit ohne Nut­zung der KI (2−3 Wochen) hat­te ich das wie­der akti­viert, so daß ich gestern vor der Fra­ge, über die ich nun berich­te, zwei alte The­men gespei­chert hat­te, die nichts mit der aktu­el­len zu tun haben.

Gestern frag­te ich bzgl. des Füh­rer­schein-Umtauschs und ChatGPT ant­wor­te­te, ich kön­ne auch eine genaue Info dazu erhal­ten, “wie der Umtausch­pro­zess in Rhein­land-Pfalz bzw. bei Dei­nem Wohn­ort (Neu­wied)” ablau­fe. Das mach­te mich stut­zig, also frag­te ich: Woher kennst du mei­nen Wohn­ort? ChatGPT: Wenn eine KI lügt wei­ter­le­sen

Gothic – 3 Bücher

Buchfoto - Groom - The GothicUrsprüng­lich woll­te ich die drei fol­gen­den Bücher jeweils ein­zeln vor­stel­len. Dann fiel mir auf, daß sie sich letzt­lich so ähneln, daß es eher Sinn macht, sie gemein­sam, aber in ihren Unter­schie­den vor­zu­stel­len.

Im Deut­schen wie im Eng­li­schen gibt es Buch­seri­en, die ein The­ma mög­lichst knapp vor­stel­len wol­len. Es gibt die Serie “in einer Stun­de” oder auch die umfang­rei­che­re Beck-Wis­sen-Rei­he. Im Eng­li­schen exi­stiert “A Very Short Intro­duc­tion” – und als Teil davon “The Gothic” von Nick Groom, ein Bänd­chen unter Din-A5-Grö­ße, text­fo­kus­siert, weni­ge Bil­der, immer­hin Carl McCoy. 😉 Gothic – 3 Bücher wei­ter­le­sen

Alter Fried­hof Neu­wied

Grabstatue Alter Friedhof NeuwiedNach dem Augs­bur­ger Reli­gi­ons­frie­den von 1555 galt “Cui­us regio, eius reli­gio” – wes­sen Gebiet, des­sen Reli­gi­on, das heißt, Lan­des­her­ren konn­ten für ihre Unter­ta­nen bin­dend die Reli­gi­on fest­le­gen. 

Mit die­ser Sit­te brach 1662 Graf Fried­rich III. zu Wied, als er für die 1653 gegrün­de­te Plan­stadt Neu­wied, im Gegen­satz zu Alt­wied und sei­ner Burg direkt am Rhein lie­gend, die Reli­gi­ons­frei­heit ein­führ­te und damit für Zuzug ver­schie­den­ster Men­schen und Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten (Brü­der­ge­mei­ne, Menon­ni­ten…) in die neue Stadt sorg­te.  Alter Fried­hof Neu­wied wei­ter­le­sen

The­ma Exor­zis­mus-Fil­me im Blog

Es ist ruhig gewor­den im Blog um die­ses The­ma, dem ich eine spe­zi­el­le Sei­te gewid­met habe, die zu mei­nen eige­nen Bespre­chun­gen die­ser Fil­me führt. Das liegt sicher ein wenig an den plat­ten Pro­duk­ten der letz­ten Jah­re, an dem Ein­druck, das Gen­re habe sich tot­ge­lau­fen.

Wie dem auch sei: die Sei­te soll im Win­ter um ein paar Ein­trä­ge erwei­tert wer­den. In einem ersten Schritt habe ich nun alle bis­he­ri­gen Bei­trä­ge kurz gesich­tet und z.T. Schreib- und For­ma­tie­rungs­feh­ler beho­ben.  The­ma Exor­­zi­s­­mus-Fil­­me im Blog wei­ter­le­sen

Schwar­zer Tanz­tee

Ich habe in Wo boom(er)t die Schwar­ze Sze­ne? schon dar­über geschrie­ben, daß sich für eine älter­wer­den­de Sze­ne durch­aus auch Tages-Events – statt durch­tanz­ter Nacht – anbie­ten. Dazu gibt es nun einen guten, lesens­wer­ten Arti­kel bei Spon­tis, auf den ich hin­wei­sen möch­te: Soft Club­bing. Robert for­mu­liert als zen­tra­le Fra­ge: “Kann die roman­ti­sche Melan­cho­lie, die dunk­le Ästhe­tik und die exi­sten­zi­el­le Suche, die unse­re Sze­ne defi­niert, in ein acht­sa­mes, son­ni­ges Nach­mit­tags­event über­setzt wer­den?”

Das ist in der Tat auch mein größ­ter – nicht Kri­tik­punkt – eher Ein­wand zu sol­chen Events, denn ich bin jemand, der die Nacht mag, die Ein­sam­keit, die lee­ren Stra­ßen usw. In mei­nen Gedich­ten wird die nächt­li­che Zeit manch­mal als ‘Ohne­welt’ beschrie­ben, also ‘Welt’ als die Hek­tik und blen­den­de Hel­lig­keit des Tages, der die Ruhe der Nacht gegen­über­steht. Aber ich glau­be, je älter man wird, desto weni­ger schaut man aus­schließ­lich roman­ti­sie­rend auf sol­che Umstän­de, man prüft eher, wie steif der Rücken ist, wie müde die Augen schon sind… :-))

Vor­schlag: Solch einen Tanz­tee soll­te man in einem (auf­ge­ge­be­nen) Kino durch­füh­ren, da ist es per defi­ni­tio­nem DARK.

Das Leben, die Gesell­schaft und ich

Dunkle Äste vor schwarzen Wolken und SonnenuntergangWer hier regel­mä­ßig mit­liest bzw. das Blog als Feed abon­niert hat, wird mer­ken, daß mal wie­der Win­ter­halb­jahr ist: die Bei­trä­ge blei­ben aus. Ich habe ja schon dar­über geschrie­ben, daß ich so ab dem Früh­jahr in der Festi­val-Vor­freu­de (und damit pro­duk­ti­ver) bin, aber wenn ich mir die ver­schie­de­nen Events in die­sem Herbst anschaue, kann ich nicht sagen, daß da “zu wenig los” war. Und ja, in der Wär­me des Som­mers füh­le ich mich woh­ler als im Win­ter.

Doch der eigent­li­che Grund, war­um es aktu­ell ruhig ist, das ist wie­der so eine Pha­se in mei­nem Leben, in der ich sehr exi­sten­ti­ell den­ke, so in der Kom­bi­na­ti­on aus Älter­wer­den, Suche nach dem Sinn des Lebens – ja, und auch etwas Weh­mut, wenn man sieht, wie die Fel­le davon­schwim­men. Gro­ßen Anteil an die­sem Kon­glo­me­rat von Emo­tio­nen hat die aktu­el­le Poli­tik, ins­be­son­de­re das Her­bei­re­den und ‑finan­zie­ren des 3. Welt­kriegs und das Ver­schleu­dern von Mil­li­ar­den Euro für – irgend­was. Das Leben, die Gesell­schaft und ich wei­ter­le­sen

Gothic-Sze­ne und Only Fans

Ich möch­te kurz auf eine inter­es­san­te, wenn auch lei­der kur­ze Dis­kus­si­on auf “gute­fra­ge” hin­wei­sen. Der OP stellt die Fra­ge in den Raum, ob die Gothic-Sze­ne “zu extrem sexua­li­siert” und somit “feti­schi­siert” wer­de, wobei hier von OF auch expli­zit auf Insta­gram aus­ge­dehnt wird. Der OP befürch­tet, daß aus einer “phi­lo­so­phi­schen Sub­kul­tur” (wo er/sie mich abholt) eine OF-Sub­kul­tur wer­de.

Es gibt aktu­ell eine län­ge­re Ant­wort von “Emma­nu­el”, der auf die Ent­wick­lung der Sze­ne hin­weist, auf Social-Media-Algo­rith­men, die bestimm­ten Con­tent (“hot goth girl”) pro­mo­ten, so daß ein Bereich der Sze­ne, der zwar dazu­ge­hört, aber eben nur einer unter vie­len war, nun recht domi­nant erscheint. Emma­nu­el dazu: “Das führt zur opti­schen Ver­zer­rung: Wenn man die Sze­ne nur durch Reels, “alt model”-Profile und OF-Teaser wahr­nimmt, wirkt es so, als wäre Goth prak­tisch nur noch ein Mar­ke­ting-Look für Ero­tik-Con­tent.”

Die Lösung, die Emma­nu­el anbie­tet: die “Kern­wer­te” der Sze­ne pfle­gen – und das auch abseits der Online-Welt, wo es nicht um click-bait und Zugriffs­zah­len geht.

Span­nend dann auch der Kom­men­tar von “per­fo­ra­tor”, der meint, ein Groß­teil der Sze­ne ken­ne gute Nach­wuchs-Bands (er nennt: Twin Tri­bes, Drab Maje­sty, Duc­tape) über­haupt nicht (inkl. Sei­ten­hie­be auf Unhei­lig / Blut­engel).

Lest mal rein, wenn es euch inter­es­siert. Schaut auch mal auf die Sei­te Under­ground Eng­land, die Emma­nu­el ver­linkt hat, – kann­te ich nicht.

Mei­ne Wahr­neh­mung zum The­ma: Da ich nur Insta nut­ze: Nein, bei mir spie­len die Algo­rith­men kei­ne “hot goth girls” in den Feed; das aber ver­mut­lich des­we­gen, weil ich danach nicht suche. Sehr genau neh­me ich wahr, wie sich der ange­bo­te­ne Inhalt ver­än­dert, wenn ich kon­kre­te Din­ge (wie­der­holt) suche. Auf der Basis der in den letz­ten Jah­ren besuch­ten Festi­vals kann ich kei­ne für mich bewußt wahr­nehm­ba­re Sexua­li­sie­rung der Sze­ne sehen. Eher im Gegen­teil: frü­her™ hat man öfter Frau­en oben ohne im Rah­men eines Gothic Events gese­hen, was m.E. nicht mehr so oft der Fall ist. Aber viel­leicht sind das genau die Per­so­nen, die sich auf OF dafür bezah­len las­sen… LOL <gdrvvf>

His Hou­se (Film)

Ich erhielt die­sen Film als Emp­feh­lung für ein paar – zu Unrecht – unbe­kann­te “Hor­ror­per­len” auf Net­flix. Doch der Hor­ror­an­teil scheint mir eher gering, wenn auch gut dar­ge­stellt. Viel­mehr geht es um Trau­ma­ta und – wie­der ein­mal – Lebens­lü­gen. Ich spoi­le­re wenig, nicht den “Haupt­fakt”, der den Film erklärt. His Hou­se (Film) wei­ter­le­sen

Mono Inc. (E‑Werk, 25.10.25)

Nach deut­lich stau­ige­rer Fahrt am Sams­tag­nach­mit­tag (als am Mon­tag Rich­tung Ober­hau­sen) kamen wir in Köln an. Die Carls­werk­stra­ße, wo man immer mal nach einer Lücke schau­en kann, wur­de von Goog­le in rot ange­zeigt, also ent­schie­den wir, direkt zum ID-Colo­gne-Park­haus zu fah­ren, wo mehr als genug Park­plät­ze für 10€ pro Abend zur Ver­fü­gung stan­den.

Alienare
Ali­enare

Der Andrang zum Ein­laß war gut 20 Minu­ten nach dem Öff­nen der Türen nicht mehr so groß, so daß wir schnell im E‑Werk waren. Dort ‘grüß­te’ uns das Ali­enare-Ban­ner von der Büh­ne. Nee, ne?! Zwei­te Vor­band, noch län­ger war­ten – und vor allem: war­um gera­de Ali­enare? Wir haben die Band beim dies­jäh­ri­gen E‑tropolis und Amphi-Sams­tag gese­hen. Was ich damals schrieb (“ganz gut gefal­len, ohne daß der Wunsch besteht, mehr von der Band ken­nen­ler­nen zu wol­len”), gilt heu­te unver­än­dert. Der ener­ge­ti­sche, quir­li­ge Sän­ger mach­te genau das, was er vor Gothic-Rock-Publi­kum tun muß­te: in die Offen­si­ve gehen. Mit viel Charme prä­sen­tier­te er die Band, den Aus­hilfs­drum­mer (von Hell Bou­le­vard), und ver­such­te, das Publi­kum “warm­zu­ma­chen”. Die Songs waren ein­gän­gi­ger Syn­th-Pop, wür­de ich sagen. Gera­de, nicht nur, beim Letz­ten – von der kom­men­den EP – lag der Sän­ger aber vom Ton her etwas dane­ben. Mehr kann ich dazu nicht schrei­ben – nicht “mei­ne Band”. Mono Inc. (E‑Werk, 25.10.25) wei­ter­le­sen

Cookie Consent Banner von Real Cookie Banner