The New Crea­tures of the Night

“The Bri­tish streets had always been a bree­ding ground for inter­na­tio­nal style crea­ting an Eng­lish civil style war that saw the other youth tribes–Teddy Boys, skin­heads, punks, metal heads, rocka­bil­lies and psychobillies–fighting pit­ched batt­les. Goths though, pre­fer­red to dress up, read, think, fuck and dance; the­se new crea­tures of the night came ali­ve on the dance flo­or.”
― from John Robb: “The art of dark­ness: The histo­ry of goth”
Castrum Nigra, 2019
Tan­zen­de @ Castrum Nigra 2019

M’era Luna 2023 – der Sonn­tag

4 Uhr, irgend­wo läuft noch Musik. Shit, muß zum Dixie… Lang­sam pel­le ich mich aus dem Schlaf­sack, will Cor­ri-May nicht auf­wecken. Krampf im Ober­schen­kel beim Raus­krie­chen aus dem Zelt. Erst­mal gera­de hin­stel­len, strecken – da ruft jemand laut in der Nähe “F*tzeee!!!”
OK, eben­falls guten Mor­gen! Erleb­nis­se beim Zel­ten auf Flug­hä­fen. 🤣

Spä­ter wie­der um 6 Uhr auf, Son­nen­auf­gang über dem “Zelt­meer” foto­gra­fiert, zum Dusch­zelt gepil­gert. Auf der Start­bahn ani­mier­te mich eine Krei­de­zeich­nung dazu, die “Lei­che nach­zu­stel­len”… 😂
Wie auch gestern schon plärr­te bald über­all “Guten Mor­gen, Son­nen­schein…” von Nana Mouskou­ri aus den Laut­spre­chern. Man liebt sei­ne Ritua­le, weil sie einem ver­si­chern, daß man heu­te auch noch da ist.
Dies­mal wur­de es ein lan­ger – für mich fast schon zu lan­ger – Mor­gen am Zelt. Ich woll­te los, woll­te Musik erle­ben. Mehr­fach Dis­kus­si­on mit Cor­ri-May – sie war dann nicht fer­tig, um pünkt­lich zu She Hates Emo­ti­ons zu kom­men, also allei­ne los. M’era Luna 2023 – der Sonn­tag wei­ter­le­sen

M’era Luna 2023 – der Sams­tag

Ich schlief erstaun­lich gut auf mei­ner neu­en luft­ge­füll­ten Iso­mat­te von Exped (eigent­lich für eine mini­ma­li­sti­sche Rei­se im Sep­tem­ber gekauft). Mit Ohr­stöp­seln konn­te ich die Musik bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den weit­ge­hend aus­blen­den. Ja, “alte Leu­te”™ brau­chen ihren Schlaf.

6 Uhr auf, Regen. Also erst­mal zum Dusch­zelt spa­ziert, wo für die Uhr­zeit schon viel los war, aber auch bei hohem Alters­durch­schnitt. 😉
Die Duschen waren OK, Was­ser von oben ohne Tem­pe­ra­tur­re­gu­lie­rung und für mich ten­den­zi­ell zu warm, aber das ist “Jam­mern auf hohem Niveau”. M’era Luna 2023 – der Sams­tag wei­ter­le­sen

M’era Luna 2023 – der Frei­tag

Ein lan­ger Tag…

Im drit­ten Teil mei­ner “per­sön­li­chen Musik­ge­schich­te” frag­te ich, ob die “ver­rück­ten Jah­re” vor­bei sei­en. Nö. Nicht vor­bei, denn wir haben uns mal eben einen Monat vor dem M’era Luna dazu ent­schie­den, mit Zelt anzu­rei­sen. (Mei­ne Frau sag­te schon vor etli­chen Jah­ren: ich zel­te nicht mehr!)

Wir sind hier am Mit­tel­rhein etwas spä­ter los­ge­fah­ren als geplant, fuh­ren aber ver­wun­dert wegen der ruhi­gen Ver­kehrs­la­ge am Groß­raum Köln und dem Ruhr­ge­biet vor­bei. Erst auf der A2 vor Garb­sen gab es einen län­ge­ren Stau. Die für aus Nor­den kom­men­de Festi­val­be­su­cher emp­foh­le­ne Abfahrt Laat­zen (der A7) war m.E. nicht sinn­voll, weil gleich nach Abfahrt eine län­ge­re Bau­stel­le mit Ampel­an­la­ge war, so daß sich die Autos bereits bei mode­ra­tem Anrei­se­ver­kehr bis auf die A7 zurück­stau­ten.

Via B6 ging es pro­blem­los zum Park­platz 2 des Festi­vals. Aus­stei­gen, Zel­te ein­packen, Kon­takt­auf­nah­me zu R. und sei­ner Toch­ter L., mit denen wir zusam­men unse­re Behau­sun­gen für das Wochen­en­de auf­stel­len woll­ten. Sie stan­den am Ende der “Ziel­ge­ra­de” für die Bänd­chen­zel­te. Als wir auf die Mit­te die­ser Schlan­ge stie­ßen, bil­de­te sich gera­de eine neue rechts dane­ben. Wir rie­fen die bei­den an: kommt rüber, die haben eine zwei­te Schlan­ge auf­ge­macht… *hust* Ja, OK, es war die ‘fast lane’, was wir nicht wuß­ten. Aber tat­säch­lich ließ sich das gut regeln: L. und ich hat­ten tat­säch­lich nur ein Gepäck­stück, mei­ne Frau zog eine klei­ne Sack­kar­re mit den Zel­ten und ver­wies auf die nach OP noch ver­bun­de­ne Hand – alles kein Pro­blem. R. fuhr die bei­den Lei­ter­wa­gen am Zelt vor­bei, wir über­nah­men, stell­te sich spä­ter erneut für das Bänd­chen an.
Natür­lich war das nicht im Sin­ne des “Erfin­ders”, aber etli­che Leu­te nut­zen die ‘fast lane’ und scho­ben die Wagen usw. neben dem Zelt vor­bei. M’era Luna 2023 – der Frei­tag wei­ter­le­sen

Vik­to­ria war auf­’m M’era Luna!

… Rush & Cor­ri-May auch.

Dabei war Vik­to­ria das ein­zi­ge Ein­horn (ver­mut­lich) unter 25000 Men­schen.

Berich­te für Frei­tag, Sams­tag und Sonn­tag fol­gen in den näch­sten Tagen. Viel Arbeits­streß – kann etwas dau­ern.

Nach­trag – Berich­te: Frei­tag, Sams­tag, Sonn­tag

Nacht­volk

Was bedeu­tet die Nacht für mich? Fas­zi­na­ti­on – seit ich ein klei­ner Jun­ge war. Beim Nach­den­ken fal­len mir ver­schie­de­ne Sze­nen aus mei­ner Kind­heit ein.

Da ist der Auf­bruch zur Fahrt in den Urlaub mor­gens um 4 Uhr. Ich ste­he als klei­ner Jun­ge im dunk­len Hof und schaue in den Him­mel, wo eine Unzahl von Ster­nen leuch­tet. Das hat­te ich so noch nie gese­hen. Ich kann mei­nen Blick kaum abwen­den und rufe zum Opa, der uns vom Fen­ster ver­ab­schie­det: “Opa, schau mal, die gan­zen Ster­ne!” Die Sze­ne ist wie ein­gra­viert in mei­ne See­len­land­schaft. Nacht­volk wei­ter­le­sen

Vam­pir­be­stat­tun­gen?

Im nörd­li­chen Polen beim Ort Pień wird seit Jah­ren ein Fried­hof aus dem 17. Jahr­hun­dert aus­ge­gra­ben, wo man 2022 ein weib­li­ches Ske­lett fand, über des­sen Hals eine Sichel gelegt war. Zudem fand sich an einem gro­ßen Zeh ein Metall­schloß. Laut Bericht bei The Histo­ry Blog könn­te man die­se Bestat­tung als Vor­keh­rung gegen die Wie­der­kehr einer “strzy­ga” sehen. Beim Erhe­ben der even­tu­ell Unto­ten soll­te die Sichel den Kopf abtren­nen. Die Archäo­lo­gen mei­nen, die Frau habe einen hohen sozia­len Sta­tus gehabt. Der ver­link­te Arti­kel berich­tet auch über wei­te­re “Vam­pir­grä­ber”.

Aktu­ell wur­de erneut auf einen Fund auf die­sem Fried­hof ein­ge­gan­gen, von dem For­scher glau­ben, er sei eine Ruhe­stät­te für gesell­schaft­lich geäch­te­te Per­so­nen gewe­sen, da er auch nicht mit einer Kir­che ver­bun­den war.
Nun hat man andert­halb Meter neben dem Grab der o.g. Frau das Ske­lett eines Kin­des gefun­den, das beim Tod zwi­schen 5 und 7 Jah­re alt gewe­sen sein muß. Auch an sei­nem Fuß befand sich ein drei­ecki­ges Metall­schloß. Das Kind ist in Bauch­la­ge bestat­tet wor­den, was ein Ritu­al gegen Wie­der­keh­rer gewe­sen sei.
Der Autor des Arti­kels weist dar­auf hin, daß zwar von “Vam­pir­grä­bern” gespro­chen wer­de, es sich aber um älte­re Vor­stel­lun­gen aus dem Volks­glau­ben han­de­le als die Legen­de vom blut­trin­ken­den Graf Dra­cu­la.

Leip­zig in Schwarz (Buch)

Der Rush hat ein neu­es Buch bekom­men, auch weil sich da ggf. etwas für 2024 abzeich­net… 😁  (jaaa, ich hat­te geschrie­ben, daß ich das WGT nicht mag…) [Nach­trag: es zeich­net sich nichts ab – kein WGT in 24 für mich.]

Ein Her­aus­ge­ber­team aus Jen­ni­fer Hof­fert-Karas, Alex­an­der Nym, Johan­na Sän­ger und Anselm Har­tin­ger hat als Ver­öf­fent­li­chung des Stadt­ge­schicht­li­chen Muse­ums Leip­zig die zwei­te, auch mit dies­jäh­ri­gen Daten über­ar­bei­te­te Auf­la­ge vor­ge­legt. Ein extrem stil­vol­les, sehr, sehr schö­nes Buch, das ich im Spät­som­mer lesen und hier dann bespre­chen wer­de. (Als Biblio­ma­niac wer­de ich das Buch aber vor dem Lesen bestimmt noch drölf­zich­mal in die Hand neh­men.) 😂

Amphi-Festi­val 2023 – der Sonn­tag

Me and Cor­ri-May

Müde raus aus dem Bett, Kla­mot­ten zusam­men­ge­sucht, schnel­ler Kaf­fee, ab ins Auto. Und wie­der Glück – noch ein Park­platz im RTL-Park­haus.

Mei­ne Frau sag­te: Heu­te ist bestimmt wie­der “Schau­lau­fen”. Ja, es war gefühlt vol­ler als gestern und vie­le auf­wen­dig gestyl­te Leu­te, die ihre Run­den dreh­ten. Zwei per­sön­li­che Ein­drücke: Die Far­be “schwarz” domi­nier­te, wenn man von blut­be­schmier­ten Hoch­zeits­klei­dern, pin­ken Plüsch­jäck­chen und dem Herrn im Bana­nen­an­zug absieht. Es war für mich ein “schwar­zes Festi­val”, das tat gut. Auch die Zahl der Cyber-Goths war eher gering; viel­leicht bricht der Trend gera­de ein. Im Gespräch sag­te mir eine Bel­gie­rin, sie habe nun fast 10 Jah­re “Baby-Pau­se” gemacht und fin­de, es habe sich kaum etwas ver­än­dert: immer noch die ruhi­ge, fried­li­che Stim­mung, aber eben auch um 10 Jah­re geal­ter­te Men­schen…
Dann The­ma Nackt­heit (also nack­te Brü­ste, Pos…): da war mei­nes Erach­tens weni­ger zu sehen als sonst/früher™. Ob nur ein Zufallsein­druck – kei­ne Ahnung.

Mark Benecke, Amphi-Festival, 2023, Moderator
M. Benecke mode­rier­te am Sonn­tag die Main Stage

Und wo ich gera­de bei Ein­drücken bin: Han­dy­nut­zung… Ronan Har­ris hat es beim Kon­zert in Köln noch­mal erklärt, sinn­ge­mäß: Genießt die Musik, filmt nicht alles mit, hal­tet den ande­ren hin­ter euch nicht Han­dy­bild­schir­me ins Sicht­feld. Genau­so ist das. Es wird viel gefilmt, gera­de bei den Haupt­ti­teln. Da muß man für ein, zwei schnel­le Fotos schon schau­en, daß man kein Han­dy auf dem Bild hat. Es nervt, aber es ist der Tri­but an den Zeit­geist: man will alles kon­ser­vie­ren. Amphi-Festi­­val 2023 – der Sonn­tag wei­ter­le­sen

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