pho­to­phor – no music for the masses

Auf das Album “Der Wahn als Metho­de” von Anfang 2025 folg­te nun ’no music for the masses’, im März 26 ver­öf­fent­licht. Auf pho­to­phor bin ich auf­merk­sam gewor­den, weil das Duo aus Kate und Asch mir letz­tes Jahr auf Insta­gram folg­te. Kurz haben wir uns beim Stel­la Nomi­ne getrof­fen und ein paar Wor­te gewech­selt.
Trans­pa­renz: das Album ist kein kosten­lo­ses Rezen­si­ons­exem­plar, es wur­de von mir gekauft.

Das Album mit einer Lauf­zeit von unge­fähr einer Drei­vier­tel­stun­de beinhal­tet 11 Lie­der. Der dyna­mi­sche Ein­stieg mit “Der Jugend beraubt” erscheint wie eine Erin­ne­rung an das erste Album mit Sprech­ge­sang und Aschs domi­nan­ter Stim­me. Unklar bleibt, wer sei­ner Jugend beraubt wur­de, da die benutz­ten Ver­ben (ver­kauft, gequält, miß­braucht…) viel­deu­tig sind und sich nicht aus­schließ­lich auf ‘Jugend’ bezie­hen. Viel­leicht ist es aber ‘die Jugend’ all­ge­mein, die gemeint ist – die Jugend als Lebens­ab­schnitt, domi­niert von einer kal­ten Welt der Erwach­se­nen, von Erwach­se­nen auch als Tätern. pho­to­phor – no music for the masses wei­ter­le­sen

Maria Mag­da­le­na (Film)

Wer war Maria Mag­da­le­na?

Wür­de ich mich auf das bezie­hen, was mir in mei­ner katho­li­schen Erzieh­ung so ver­mit­telt wur­de, dann wäre sie auch heu­te noch für mich die typi­sche “Sün­de­rin”, die Prostituier­te. Die­se Sicht­wei­se hat eine lan­ge Tra­di­ti­on, sie geht auf das Ende des 6. Jahr­hun­derts und Papst Gre­gor den Gro­ßen zurück. Nie ist mir frü­her auf­ge­fal­len, daß Maria Mag­da­le­na (fort­an MM) der erste Mensch war, der lt. drei­en der vier kano­ni­schen Evan­ge­li­en den auf­er­stan­de­nen Je­sus gese­hen hat. Sie ist, wie der Unter­ti­tel des Bu­ches von C. Bour­ge­ault (The Mea­ning of Mary Mag­da­le­ne) lau­tet, „the woman at the heart of Chri­stia­ni­ty“. Maria Mag­da­le­na (Film) wei­ter­le­sen

Hell Hou­se (Mathe­son)

Richard Mathe­sons Roman aus dem Jah­re 1971 über ein Spuk­haus in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ist ein Klas­si­ker der Hor­ror­li­te­ra­tur. Laut Titel der Kind­le-Aus­ga­be soll Ste­phen King gesagt haben: “Hell Hou­se is the sca­riest haun­ted hou­se novel ever writ­ten.”

Schau­en wir mal. Ich muß ein biß­chen spoi­lern, las­se aber Details und das Ende aus. Hell Hou­se (Mathe­son) wei­ter­le­sen

Ghost Sto­ry (P. Straub)

„Ghost Sto­ry“, erschie­nen 1979, ist einer der bekann­te­sten Hor­ror­ro­ma­ne, aber auch ein ziem­li­cher Brocken von Umfang und Inhalt her. Wer rein vom Titel her meint, es han­de­le sich um eine klas­si­sche Gei­ster­ge­schich­te, liegt falsch.
(Ich spoi­le­re den Hin­ter­grund ein wenig, nicht die Iden­ti­tät des Bösen und die Auf­lö­sung des Romans.)
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Aoki­ga­ha­ra (11) – Ki no umi / Meer aus Bäu­men (Film)

Trig­ger-War­nung! Der Text behan­delt auch das The­ma Sui­zid / Selbst­tö­tung. Wenn das für Dich ein Pro­blem ist: bit­te nicht lesen!
Hier gibt es eine Vor­be­mer­kung zu die­sen Tex­ten.

Der Film des japa­ni­schen Regis­seurs Tomoy­u­ki Taki­mo­to (geb. 1966) aus dem Jah­re 2004, “Ki no umi” (Meer aus Bäu­men / Sea of Trees), ist ein Spiel­film, der die Geschich­ten von meh­re­ren Per­so­nen mit dem Aoki­ga­ha­ra ver­webt. Der zwei­stün­di­ge Film ist sehr kom­plex und gera­de in der japa­ni­schen Ver­si­on mit sub­op­ti­ma­len eng­li­schen Unter­ti­teln zum Teil schwer zu ver­ste­hen. Es geht – um das zuerst zusam­men­zu­fas­sen – dar­um, wie Men­schen im Umfeld des Fuji und Aoki­ga­ha­ra leben, und wie ihre Schick­sa­le zum Teil tra­gisch inein­an­der­grei­fen. Aoki­ga­ha­ra (11) – Ki no umi / Meer aus Bäu­men (Film) wei­ter­le­sen

Domi­ni­on: Exor­cist – Der Anfang des Bösen (Film)

Wer zuvor bereits den von mir mit ***** (!) bewer­te­ten Film Exor­zist: Der Anfang gese­hen hat, wird sich wun­dern: Wie­so wie­der­holt die­ser 2005, also ein Jahr spä­ter erschie­ne­ne Film die The­ma­tik des ande­ren? Ist das so eine gehei­me ‘Batt­le of the Exor­cists’?

Tat­säch­lich gab es da Streß: Mor­gan Creek, die Pro­duk­tios­fir­ma, hat­te den von Taxi Dri­ver bekann­ten Regis­seur Paul Schr­a­der enga­giert, den Stoff zu dre­hen. Doch man fand den Film dann zu abge­ho­ben intel­lek­tu­ell, zu unblu­tig für das anvi­sier­te Publi­kum. Der fer­ti­ge Film wur­de auf Eis gelegt (sehr ver­ständ­lich, fin­de ich.)

Dann erhielt Ren­ny Har­lin den Auf­trag, der mit “The Begin­ning” den von mir so gut bewer­te­ten Film kre­ierte, der – nun ja – bei Kri­ti­kern und Publi­kum eher durch­fiel – übri­gens auch beim Autor des Romans: Wil­liam Blat­ty war ’not amu­sed’ über den Har­lin-Film, wäh­rend er den hier bespro­che­nen lt. Wiki­pe­dia “ansehn­lich, stil­voll und ele­gant” fand. *hust*.

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Aoki­ga­ha­ra (10) – Neue Bücher oder KI-Ergüs­se?

Trig­ger-War­nung! Der Text behan­delt auch das The­ma Sui­zid / Selbst­tö­tung. Wenn das für Dich ein Pro­blem ist: bit­te nicht lesen!
Hier gibt es eine Vor­be­mer­kung zu die­sen Tex­ten. 

Ab und an suche ich nach neu­er Lite­ra­tur zum japa­ni­schen Wald Aoki­ga­ha­ra. So viel Neu­es gibt die Regi­on nicht her, denn es ist im Grun­de alles beschrie­ben wor­den – man könn­te noch auf aktu­el­le Ent­wick­lun­gen ein­ge­hen, so wie ich es z.T. auf der Neu­ig­kei­ten-Sei­ten tue. Aoki­ga­ha­ra (10) – Neue Bücher oder KI-Ergüs­­se? wei­ter­le­sen

Dog­tooth (Film)

Der grie­chi­sche Spiel­film Dog­tooth von 2009 fin­det sich immer wie­der in Listen mit “ver­stö­ren­den Fil­men”. Ich wuß­te vor dem Schau­en, daß es um Eltern geht, die ihre Kin­der abge­schot­tet erzie­hen. Kurz der Hin­weis auf die Bedeu­tung des Hun­de­zahns: So wer­den umgangs­sprach­lich und ver­mut­lich auch in Grie­chen­land die Eck­zäh­ne des Men­schen genannt. Im Regel­sy­stem der Fami­lie darf man das Anwe­sen erst ver­las­sen, wenn einer der Eck­zäh­ne aus­ge­fal­len ist. Man darf eben­so erst dar­an den­ken, einen Füh­rer­schein fürs Auto zu machen, wenn der zuvor aus­ge­fal­le­ne Eck­zahn nach­wach­se. Da wir vom Gebiß erwach­se­ner Per­so­nen spre­chen, tref­fen die­se Rege­lun­gen im Grun­de nicht zu und die­nen dazu, das Ein­ge­sperrt­sein zu zemen­tie­ren. Im wei­te­ren Spoi­ler zum Film… Dog­tooth (Film) wei­ter­le­sen

The Ritu­al (Film)

The Ritu­al ist ein Exor­zis­mus-Film von David Midell aus dem Jah­re 2025. Aus dem eng­li­schen Wiki­pe­dia-Ein­trag kann man erfah­ren, daß für die Rol­le des jün­ge­ren Prie­sters Ben Foster vor­ge­se­hen war, der aber wohl nach eini­ger Zeit aus­ge­stie­gen ist und durch Dan Ste­vens ersetzt wur­de. Hat da jemand die Reiß­lei­ne gezo­gen?

Fakt ist: der Film ist grot­tig, und das schau­spie­le­ri­sche Talent Al Paci­nos wird durch Insze­nie­rung und Sto­ry in den Schmutz gezo­gen – ich war wütend beim Schau­en. The Ritu­al (Film) wei­ter­le­sen

Der Exor­zist 3 (Film)

Nach dem Ori­gi­nal­film von 1973 und einer schwa­chen Fort­set­zung von 1977 soll­te im Jahr 1990 mit Wil­liam Peter Blat­tys Roman­ver­fil­mung (“Legi­on / Das Zei­chen”) ein wür­di­ger Nach­fol­ger gedreht wer­den. Oder, wie Segal­off in “The Exor­cist Lega­cy” schreibt: “The first rule of Exor­cist III is: You do not talk about Exor­cist II.”
Blat­ty schrieb selbst das Dreh­buch nach sei­ner Roman­vor­la­ge und führ­te auch Regie.

Ich habe den Film via Apple gese­hen und bewer­te ihn mit ** von fünf Ster­nen. Der Text spoi­lert den Film. (Wiki­pe­dia EN) Der Exor­zist 3 (Film) wei­ter­le­sen

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